
München gegen Stuttgart. Neue Klasse gegen MB.EA. Kurz gesagt: BMW iX3 gegen Mercedes GLC EQ. Im Frühjahr 2026 stehen zwei Elektro-SUVs bei deutschen Händlern, die nichts weniger als die Zukunft zweier Weltmarken bestimmen werden. Dabei geht es diesmal nicht um ein Facelift oder eine neue Motorvariante – sondern um alles.
BMW schickt mit dem iX3 das erste Serienmodell der „Neuen Klasse“ ins Rennen, gebaut im nagelneuen Werk in Debrecen, Ungarn. Gleichzeitig kontert Mercedes mit dem GLC EQ, dem ersten Großserienmodell auf der neuen MB.EA-Plattform aus Bremen. Beide versprechen über 700 Kilometer Reichweite, und beide nutzen 800-Volt-Technik. Außerdem kosten beide um die 70.000 Euro. Deshalb gilt: Wer diesen BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ Vergleich verliert, verliert womöglich eine ganze Käufergeneration.
Wir haben daher alle bestätigten technischen Daten, die ersten Fahrberichte und die offiziellen Konfigurator-Preise beider Modelle verglichen. Das Ergebnis ist klarer, als wir erwartet haben.
Warum der BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ Vergleich 2026 alles entscheidet

Der GLC ist seit Jahren das meistverkaufte Modell von Mercedes-Benz weltweit. Gleichzeitig ist der X3 das wichtigste SUV von BMW. Zusammen verkaufen beide Hersteller in Deutschland über 100.000 Einheiten pro Jahr. Jetzt werden allerdings beide Modelle erstmals auf komplett neuen Elektro-Plattformen gebaut – also nicht als umgebaute Verbrenner, sondern als reine Elektroautos von Grund auf.
So etwas hat es in der Geschichte der deutschen Autoindustrie noch nie gegeben: Zwei Erzrivalen stellen ihre wichtigsten Volumenmodelle gleichzeitig auf komplett neue Elektro-Technik um. Infolgedessen ist der direkte Vergleich nicht nur spannend, sondern schlicht unvermeidlich. Wer sich zusätzlich für den Vergleich gegen chinesische Alternativen interessiert, findet unsere Analyse im Artikel BMW iX3 Neue Klasse vs. BYD Sealion 7 & NIO EL6.
Technische Daten im Direktvergleich: BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ
Schauen wir uns zunächst die nackten Zahlen an. Denn hinter den Marketing-Versprechen verbergen sich einige überraschende Unterschiede.
Antrieb und Leistung
Der BMW iX3 50 xDrive startet mit 345 kW (469 PS) und elektrischem Allradantrieb. Dabei treiben zwei verschiedene Motoren alle vier Räder an: eine Synchronmaschine an der Hinterachse und eine Asynchronmaschine vorne. Laut BMW Pressemitteilung ist diese Kombination in der Branche ungewöhnlich. Der Vorteil liegt jedoch auf der Hand: Jeder Motor arbeitet in seinem besten Drehzahlbereich.
Im Gegensatz dazu setzt der Mercedes GLC 400 4Matic EQ auf 360 kW (489 PS) – also 20 PS mehr als der BMW. Außerdem spendiert Mercedes der Hinterachse ein Zweigang-Getriebe: Die kurze Übersetzung von 11:1 sorgt für starkes Anfahren in der Stadt, während die lange Übersetzung von 5:1 auf der Autobahn Strom spart. Zusätzlich koppelt eine Trenneinheit den vorderen Motor bei Nichtgebrauch komplett ab, sodass keine Schleppverluste entstehen. Alle technischen Details hat InsideEVs ausführlich zusammengefasst.
Was bedeutet das beim Sprint? Der Mercedes schafft 100 km/h in 4,3 Sekunden, während der BMW 4,9 Sekunden braucht. Im Alltag merkt man diesen Unterschied allerdings selten – auf der Autobahn-Auffahrt dagegen schon. Abgeregelt sind beide bei 210 km/h.
Batterie und Reichweite
Hier wird der Vergleich besonders spannend. Zwar nutzen beide Fahrzeuge 800-Volt-Technik und große Batterien zwischen 94 und 109 kWh. Trotzdem unterscheiden sich die Ergebnisse deutlich.
Der BMW iX3 nutzt neue zylindrische Batteriezellen mit 108,7 kWh Kapazität. Diese Zellen speichern laut BMW 20 Prozent mehr Energie und laden zudem 30 Prozent schneller als die Vorgänger-Technik. Darüber hinaus ist die Batterie direkt in die Fahrzeugstruktur eingebaut, was Gewicht spart und die Steifigkeit verbessert. Das Ergebnis: bis zu 805 Kilometer WLTP-Reichweite – der höchste Wert, den ein Serien-Elektro-SUV in dieser Klasse je erreicht hat. Dabei liegt der Verbrauch bei nur 15,1 bis 17,9 kWh pro 100 Kilometer.
Im Vergleich dazu kommt der Mercedes GLC EQ mit einem 94-kWh-Akku auf bis zu 713 Kilometer nach WLTP. Mercedes verwendet dafür Zellen mit Siliziumoxid-Anode und weniger Kobalt bei einer Energiedichte von 680 Wh/l. Allerdings liegt der Verbrauch mit 14,9 bis 18,8 kWh pro 100 Kilometer auf einem ähnlichen Niveau.
92 Kilometer Unterschied – das klingt zunächst nach wenig. Auf der Langstrecke bedeutet das jedoch: Der BMW fährt theoretisch von München nach Hamburg ohne Ladestopp, während der Mercedes einmal kurz an die Säule muss. Zwar wird sich dieser Unterschied in der Praxis etwas ausgleichen, weil niemand seinen Akku auf 0 Prozent fährt. Dennoch ist es ein spürbarer Vorteil für BMW.
Realistische Reichweite: Sommer, Winter und Autobahn im Vergleich
WLTP-Werte sind Labormessungen — auf der Straße sieht es anders aus. Deshalb haben wir auf Basis der WLTP-Daten, des ADAC-Ecotest-Korrekturfaktors und der Erfahrungswerte aus bisherigen 800-Volt-Fahrzeugen realistische Reichweiten für den Alltag geschätzt:
| Szenario | BMW iX3 50 xDrive | Mercedes GLC 400 EQ | Vorteil |
|---|---|---|---|
| WLTP maximal | 805 km | 713 km | BMW +92 km |
| Sommer, Landstraße/Stadt (20°C) | ~640–700 km | ~560–620 km | BMW +80 km |
| Winter, gemischt (–5°C, Heizung an) | ~480–540 km | ~400–460 km | BMW +80 km |
| Autobahn konstant 130 km/h | ~450–500 km | ~380–430 km | BMW +70 km |
| Autobahn 160 km/h (zügig) | ~340–380 km | ~290–330 km | BMW +50 km |
Selbst im ungünstigsten Fall — also im Winter bei zügiger Autobahnfahrt — schafft der BMW iX3 immer noch über 340 Kilometer. Der Mercedes kommt unter denselben Bedingungen auf rund 290–330 Kilometer. Folglich bedeutet das auf der Strecke München–Hamburg (585 km): Der BMW braucht im Sommer keinen Ladestopp, der Mercedes einen kurzen. Im Winter brauchen beide einen Stopp — aber der BMW hält ihn kürzer, weil er schneller lädt.
Ladeleistung: 400 kW vs. 330 kW
Beim Schnellladen setzt BMW auf maximal 400 kW – schneller als ein Porsche Macan Electric, schneller als der Audi Q6 e-tron und somit schneller als alles in dieser Preisklasse. In nur zehn Minuten lädt der iX3 rund 175 Kilometer Reichweite nach. Folglich vergehen von 10 auf 80 Prozent unter besten Bedingungen etwa 18 Minuten.
Der Mercedes GLC EQ erreicht hingegen maximal 330 kW. Laut Auto Bild sind damit in zehn Minuten rund 300 Kilometer nachgeladen. Von 10 auf 80 Prozent dauert es jedoch etwa 22 Minuten.
Die Differenz beträgt also vier Minuten bei jedem Ladestopp. Das klingt zwar nach wenig, aber wer regelmäßig zwischen München und Berlin pendelt und dabei an jedem IONITY-Lader vier Minuten spart, sammelt über ein Jahr hunderte Minuten Zeitvorteil. Gerade für Vielfahrer ist das deshalb ein echtes Kaufargument.
Bidirektionales Laden: Der versteckte Trumpf im BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ Vergleich
Ein Punkt, der in vielen Vergleichen untergeht, aber für Eigenheimbesitzer entscheidend sein kann: Der BMW iX3 unterstützt als eines der wenigen Fahrzeuge alle drei Formen des bidirektionalen Ladens — und zwar ab März 2026.
V2L (Vehicle-to-Load): Der iX3 kann externe Geräte wie Kühlboxen, E-Bikes, Laptops oder sogar Elektrowerkzeuge mit Strom versorgen. Beim Camping oder auf der Baustelle wird das Auto damit zur mobilen Steckdose. Dafür reicht der serienmäßige CCS-Anschluss.
V2H (Vehicle-to-Home): In Kombination mit der optionalen BMW Wallbox Professional (rund 2.000 €) speist der iX3 Strom direkt ins Hausnetz ein. Wer eine Photovoltaik-Anlage besitzt, kann tagsüber den Akku laden und abends das Haus mit dem gespeicherten Solarstrom versorgen. Laut BMW ist die V2H-Funktion ab März 2026 mit der Wallbox Professional verfügbar — allerdings ist die Kompatibilität mit Home-Energy-Management-Systemen (HEMS) zum Marktstart noch nicht vollständig gewährleistet.
V2G (Vehicle-to-Grid): Der iX3 kann sogar Strom ins öffentliche Netz zurückspeisen. Damit können Besitzer theoretisch Geld verdienen, indem sie zu Spitzenzeiten Strom verkaufen und nachts günstig nachladen.
Der Mercedes GLC EQ bietet zum Marktstart dagegen keines dieser Features. Weder V2L noch V2H oder V2G sind bisher bestätigt. Für alle, die eine PV-Anlage auf dem Dach haben oder planen, ist das ein erheblicher Nachteil — denn ein 109-kWh-Akku als Hausspeicher ersetzt eine teure stationäre Batterie (typischerweise 8.000–15.000 € für 10 kWh).
Rechenbeispiel: Wer 70 % seines Haushaltsstroms (ca. 3.500 kWh/Jahr) über den iX3-Akku und die eigene PV-Anlage deckt statt über den Netzstrom (37 ct/kWh), spart rund 900 Euro pro Jahr. Die BMW Wallbox Professional amortisiert sich damit in gut zwei Jahren.
Design: Revolution vs. Evolution

Hier trennen sich die Wege am deutlichsten – und genau hier wird es emotional.
BMW hat mit dem iX3 einen völligen Neuanfang gewagt. Die umstrittene Riesenniere der letzten Jahre ist Geschichte, denn stattdessen gibt es eine schmale, aufrecht stehende Niere, die an die erste Neue Klasse der 1960er-Jahre erinnert. Dazu kommen versenkbare Türgriffe und flache LED-Rückleuchten. Insgesamt sieht der iX3 aus wie kein BMW zuvor – und genau das ist gewollt. Nach Jahren des „Größer ist besser“-Trends kehrt BMW endlich zum Understatement zurück. Darüber hinaus hat BMW für das neue Design sogar umfassenden Designschutz angemeldet.
Mercedes wählt dagegen den schrittweisen Weg. Der GLC EQ sieht bewusst aus wie ein GLC. Denn nach dem schwachen Erfolg der bisherigen EQ-Modelle (erinnert sich noch jemand an den EQC?) hat Mercedes verstanden: Kunden wollen ein Mercedes-SUV, das nebenbei auch elektrisch fährt – kein Raumschiff. Das auffälligste Merkmal ist daher der beleuchtete Kühlergrill mit 942 Leuchtpunkten, umrahmt von Chrom. Versenkbare Türgriffe sind ebenfalls erstmals an Bord. Das Ergebnis wirkt elegant und vertraut, aber nicht besonders mutig.
Innenraum: Panoramic iDrive vs. MBUX Hyperscreen
Im BMW iX3 bestimmt das Panoramic iDrive Display das Bild. Ein schmaler Bildschirm zieht sich über die gesamte Breite der Windschutzscheibe und zeigt Tempo, Navigation und Widgets direkt im Blickfeld. Den klassischen iDrive-Controller gibt es deshalb nicht mehr. Stattdessen bedient man alles über Sprache, den 17,9-Zoll-Touchscreen oder die Tasten am Lenkrad. Dadurch wirkt der Innenraum sehr aufgeräumt. Zudem setzt BMW auf Nachhaltigkeit: Die Stoffsitze bestehen zu 100 Prozent aus alten Plastikflaschen. Einen ausführlichen Fahrbericht gibt es beim ADAC.
Im Mercedes GLC EQ hat man hingegen die Wahl zwischen einem normalen Display und dem riesigen MBUX Hyperscreen mit 99,3 cm (39,1 Zoll) Bildschirmbreite. Dabei verschmelzen drei einzelne Bildschirme zu einer geschwungenen Fläche über das gesamte Armaturenbrett. Außerdem bekommt der Beifahrer einen eigenen Unterhaltungsbereich. Ergänzt wird das Ganze durch Ambientebeleuchtung und ein optionales Panoramadach mit „SKY CONTROL“ samt leuchtenden Mercedes-Sternen.
Kurz zusammengefasst: BMW sagt „weniger Ablenkung, mehr Fahren“, während Mercedes sagt „mehr Bildschirm, mehr Wow-Effekt“. Beide Ansätze haben ihre Berechtigung. Wer also technischen Maximalismus liebt, greift zum Mercedes – wer Klarheit und Einfachheit bevorzugt, zum BMW.
Preis 2026: Überraschend nah beieinander

Der BMW iX3 50 xDrive startet bei 70.900 Euro in Deutschland.
Im Vergleich dazu kostet der Mercedes GLC 400 4Matic EQ ab 71.281 Euro (Listenpreis) bzw. nur 67.717 Euro mit dem aktuellen Herstellerrabatt.
Das ist bemerkenswert nah. Einerseits bietet Mercedes 20 PS mehr, ein Zweigang-Getriebe und die optionale S-Klasse-Luftfederung Airmatic – und ist mit Rabatt sogar 3.000 Euro günstiger. Andererseits kontert BMW mit 92 Kilometern mehr Reichweite, 70 kW schnellerem Laden und einer komplett neuen Plattform.
Wichtig für Sparfüchse: Mercedes hat für Ende 2026 den schwächeren GLC 300+ EQ mit Hinterradantrieb angekündigt (275 kW / 374 PS), der voraussichtlich bei rund 60.000 Euro starten wird. Ebenso wird BMW wohl ein günstigeres Einstiegsmodell mit reinem Hinterradantrieb nachreichen. Wer also nicht unbedingt Allrad braucht und etwas Geduld hat, kann hier deutlich sparen.
Für Firmenwagen-Fahrer gilt außerdem: Beide Modelle fallen unter die günstige Dienstwagenbesteuerung mit 0,25 Prozent, was bei Listenpreisen über 70.000 Euro einen riesigen geldwerten Vorteil bringt. Welche E-Auto-Förderungen 2026 zusätzlich möglich sind, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengestellt.
BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ als Firmenwagen: Die genaue Rechnung
Beide Modelle profitieren von der 0,25-%-Regelung für reine Elektro-Firmenwagen (Bruttolistenpreis unter 95.000 €). Hier die exakte Berechnung:
| BMW iX3 50 xDrive | Mercedes GLC 400 EQ | |
|---|---|---|
| Bruttolistenpreis | 70.900 € | 71.281 € |
| 0,25 % geldwerter Vorteil/Monat | 177,25 € | 178,20 € |
| Einfache Entfernung Wohnung–Arbeit (20 km) | +35,45 €/Monat | +35,64 €/Monat |
| Gesamter geldwerter Vorteil/Monat | 212,70 € | 213,84 € |
| Steuerbelastung bei 42 % Grenzsteuersatz | ~89 €/Monat | ~90 €/Monat |
Zum Vergleich: Ein vergleichbarer Verbrenner-GLC 300 (Listenpreis ~62.000 €) würde mit der 1-%-Regel einen geldwerten Vorteil von 620 €/Monat erzeugen — also dreimal so viel wie das Elektromodell. Somit spart der elektrische GLC EQ als Firmenwagen rund 180 €/Monat an Steuern gegenüber dem Verbrenner.
Zusätzlicher Tipp: Wer den Mercedes mit dem aktuellen Herstellerrabatt (67.717 €) kauft, aber den Listenpreis (71.281 €) als Berechnungsgrundlage für die Steuer verwenden muss, zahlt trotzdem die volle Versteuerung auf 71.281 €. Der Rabatt senkt also nur den Kaufpreis, nicht die monatliche Steuerbelastung. Anders verhält es sich beim Leasing: Dort zählt die tatsächliche Rate.
Fahrwerk und Fahrdynamik: Sport vs. Komfort

Der BMW iX3 setzt auf das „Heart of Joy“-Fahrwerkskonzept mit vier Hochleistungsrechnern, die Antrieb, Bremsen, Lenkung und Fahrwerk in Echtzeit steuern. Erste Fahrberichte zeigen dabei: Die Hinterachslenkung macht den iX3 trotz 4,78 Metern Länge überraschend wendig. Zusätzlich ist die Gewichtsverteilung fast perfekt. Der typische BMW-Charakter mit Betonung auf der Hinterachse bleibt deshalb auch mit Allrad erhalten – der iX3 fühlt sich sportlich statt schwerfällig an.
Im Gegensatz dazu setzt der Mercedes GLC EQ auf die aus der S-Klasse bekannte Airmatic-Luftfederung (optional) und eine 4,5-Grad-Hinterachslenkung. Dadurch schrumpft der Wendekreis von 12,1 auf nur 11,2 Meter. Bei ersten Testfahrten auf dem Mercedes-Gelände in Immendingen, festgehalten von der Auto Zeitung, war das Fazit klar: Der GLC EQ fährt wie ein „fliegender Teppich“ – extrem bequem, leise und mit satter Kontrolle bei Bodenwellen. Darüber hinaus beeindruckt die Energierückgewinnung mit bis zu 300 kW Rekuperationsleistung.
BMW betont also die Sportlichkeit, während Mercedes den Komfort in den Vordergrund stellt. Beide machen das überzeugend. Die entscheidende Frage lautet daher: Was wollen Sie auf Ihrer täglichen Strecke?
Marktstart und Lieferzeit: BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ — Wer ist schneller verfügbar?
Hier liegt eine der größten Überraschungen im BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ Vergleich: Trotz der enormen Nachfrage nach dem BMW iX3 ist der Mercedes GLC EQ deutlich schneller verfügbar.
BMW iX3: Bestellung jetzt → Lieferung 2027
Die Nachfrage nach dem BMW iX3 übersteigt die Produktionskapazität bei weitem. Laut BMW-Entwicklungsvorstand Joachim Post ist seit der IAA 2025 jeder dritte bestellte E-BMW in Europa ein iX3. Massimiliano Di Silvestre, CEO von BMW Italien, bestätigte im Dezember 2025, dass allein die europäischen Bestellungen nahezu die gesamte Produktionskapazität für 2026 abdecken. Infolgedessen muss, wer heute bestellt, mit einer Auslieferung erst 2027 rechnen. BMW hat daraufhin den Produktionshochlauf im Werk Debrecen beschleunigt und eine zweite Schicht eingeführt — dennoch bleibt die Wartezeit lang.
Im Motor-Talk-Forum berichten Besteller von Lieferzeiten zwischen 6 und 12 Monaten, abhängig von Ausstattung und Region. Wer eine spezifische Konfiguration mit Individual-Farbe oder dem optionalen Autobahn-Assistenten wünscht, wartet tendenziell noch länger.
Mercedes GLC EQ: Seit Oktober 2025 bestellbar, Auslieferung Frühjahr 2026
Der Mercedes GLC 400 4Matic EQ ist seit Oktober 2025 im Konfigurator bestellbar. Die Auslieferungen starten im Frühjahr 2026 — also mehrere Monate vor den meisten BMW-iX3-Bestellungen. Zudem hat Mercedes ein breiteres Händlernetz in Deutschland, was die Probefahrt-Verfügbarkeit verbessert.
Was das für Ihre Kaufentscheidung bedeutet
Wer sein neues E-SUV noch 2026 braucht — etwa weil der Leasingvertrag ausläuft oder der Firmenwagen gewechselt werden muss — hat beim Mercedes GLC EQ die realistischere Chance auf eine pünktliche Auslieferung. Der BMW iX3 ist zwar technisch in mehreren Bereichen überlegen, aber wenn das Auto erst 2027 in der Einfahrt steht, nützt das in der Zwischenzeit wenig.
Kofferraum, Frunk und Anhängelast
Der BMW iX3 bietet 520 Liter Kofferraum, erweiterbar auf 1.750 Liter mit umgeklappter 40/20/40-Rücksitzbank. Hinzu kommen 58 Liter Stauraum im Frunk unter der Haube – ideal für Ladekabel oder schmutzige Wanderschuhe. Laut BMW soll der Platz im Fond dem des größeren X5 entsprechen, obwohl die Außenmaße kleiner sind. Die Anhängelast ist offiziell mit 2.000 Kilogramm (gebremst, 12 % Steigung) bei einer Stützlast von 80 kg bestätigt. Die Anhängerkupplung ist für alle iX3-Motorisierungen als Sonderausstattung erhältlich.
Der Mercedes GLC EQ hat dagegen einen Radstand, der 84 Millimeter länger ausfällt als beim Verbrenner-GLC. Das bedeutet spürbar mehr Beinfreiheit im Fond. Dazu kommt ein großzügiger 100-Liter-Frunk – also fast doppelt so groß wie beim BMW. Die eigentliche Überraschung ist jedoch die Anhängelast von 3.000 Kilogramm (gebremst). Damit übertrifft der Mercedes den BMW klar und lässt sogar manchen Diesel-SUV alt aussehen.
Für Familien mit Wohnwagen, Pferdeanhänger oder Bootstrailer könnte allein dieser Datenpunkt die Kaufentscheidung treffen. Hier hat Mercedes einen deutlichen und kaum einholbaren Vorsprung. Wer sich stattdessen für günstigere Elektro-SUVs interessiert, sollte außerdem unseren Vergleich Tesla Model Y vs. Škoda Elroq vs. BYD Seal U lesen.
Vergleichstabelle: BMW iX3 50 xDrive vs. Mercedes GLC 400 4Matic EQ

| Kategorie | BMW iX3 50 xDrive | Mercedes GLC 400 4Matic EQ |
|---|---|---|
| Preis ab | 70.900 € | 71.281 € (67.717 € mit Rabatt) |
| Leistung | 345 kW (469 PS) | 360 kW (489 PS) |
| 0–100 km/h | 4,9 s | 4,3 s |
| Reichweite WLTP | bis 805 km | bis 713 km |
| Batterie (nutzbar) | 108,7 kWh | 94 kWh |
| Max. Ladeleistung DC | 400 kW | 330 kW |
| 10–80 % Ladezeit | ca. 18 min | ca. 22 min |
| Verbrauch (WLTP) | 15,1–17,9 kWh/100 km | 14,9–18,8 kWh/100 km |
| Länge | 4.782 mm | 4.845 mm |
| Kofferraum | 520–1.750 l | noch nicht bestätigt |
| Frunk | 58 l | 100 l |
| Anhängelast (gebr.) | ca. 2.000 kg | 3.000 kg |
| Vmax | 210 km/h | 210 km/h |
| Plattform | Neue Klasse | MB.EA |
| Architektur | 800 V | 800 V |
Unser Fazit: Wer gewinnt das Duell BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ?
Beide Fahrzeuge sind hervorragend. Zudem markieren beide einen echten Generationssprung gegenüber ihren Vorgängern. Kurz gesagt: Sie sind besser als alles, was BMW und Mercedes bisher im Elektro-Bereich auf die Räder gestellt haben. Die Zeiten des halbherzigen EQC und des ersten, auf dem Verbrenner aufbauenden iX3 sind damit endgültig vorbei.
Kaufen Sie den BMW iX3, wenn Reichweite und Ladegeschwindigkeit für Sie an erster Stelle stehen. Denn 805 Kilometer WLTP und 400 kW Ladeleistung sind in dieser Klasse unerreicht. Außerdem ist das minimalistische Cockpit mit Panoramic iDrive zukunftsweisend. Und schließlich ist das neue Design endlich wieder ein BMW, auf den man stolz zeigen kann – ohne sich für übergroße Nieren erklären zu müssen.
Kaufen Sie den Mercedes GLC EQ, wenn Komfort, Anhängelast und Sprinterqualitäten zählen. Denn die S-Klasse-Luftfederung, 3.000 Kilogramm Anhängelast, das Zweigang-Getriebe und der optionale Hyperscreen machen den GLC EQ zum vielseitigeren Allrounder. Wer also ein Boot oder einen Wohnwagen zieht, hat eigentlich keine andere Wahl.
Und der Preis? Bei fast gleichem Listenpreis entscheidet man sich hier nicht für ein Auto, sondern für eine Philosophie. BMW steht dabei für Reichweite, Dynamik und mutige Neuerung. Mercedes steht dagegen für Komfort, Anhängelast und vertraute Eleganz. Beides hat seine volle Berechtigung, und beides ist 2026 besser denn je.
Eines ist jedenfalls klar: Mit dem iX3 und dem GLC EQ beweisen BMW und Mercedes endlich, dass deutsche Hersteller in der Elektromobilität nicht nur mithalten – sondern ganz vorne fahren. Das musste nach den Jahren der Verunsicherung durch chinesische Hersteller wie BYD, Zeekr und Leapmotor auch einmal klar gesagt werden. Wer sich darüber hinaus fragt, ob ein Plug-in-Hybrid statt Elektroauto die bessere Wahl wäre, findet unsere Kostenanalyse in einem eigenen Beitrag.
Der BMW iX3 50 xDrive startet bei 70.900 Euro. Außerdem wird ein günstigeres Modell mit Hinterradantrieb voraussichtlich Ende 2026 folgen, das bei etwa 55.000 bis 60.000 Euro liegen dürfte.
Der Mercedes GLC 400 4Matic EQ startet bei 71.281 Euro Listenpreis. Mit dem aktuellen Herstellerrabatt sinkt der Preis allerdings auf 67.717 Euro. Zudem ist ein schwächerer GLC 300+ EQ mit Hinterradantrieb (374 PS) für Ende 2026 angekündigt, der voraussichtlich bei rund 60.000 Euro starten wird.
Der BMW iX3 liegt mit bis zu 805 Kilometern nach WLTP deutlich vorne. Im Vergleich dazu schafft der Mercedes GLC EQ bis zu 713 Kilometer. Das ergibt einen Unterschied von 92 Kilometern – genug für eine komplette Fahrt von München nach Hamburg ohne Ladestopp.
Der BMW iX3 lädt mit maximal 400 kW und erreicht 10 bis 80 Prozent in etwa 18 Minuten. Im Gegensatz dazu lädt der Mercedes GLC EQ mit maximal 330 kW und benötigt dafür etwa 22 Minuten. Beide nutzen 800-Volt-Technik und können daher an allen gängigen CCS-Schnellladern laden.
Hier ist der Mercedes GLC EQ klar im Vorteil, denn er zieht bis zu 3.000 Kilogramm (gebremst). Der BMW iX3 kommt dagegen nur auf voraussichtlich 2.000 Kilogramm. Wer also regelmäßig einen Wohnwagen, Pferdeanhänger oder Bootstrailer ziehen möchte, sollte deshalb zum Mercedes greifen.
Beide Modelle starten im Frühjahr 2026 in Deutschland. Dabei ist der Mercedes GLC 400 4Matic EQ bereits seit Oktober 2025 bestellbar. Der BMW iX3 50 xDrive wird ebenfalls seit Ende 2025 im BMW-Werk Debrecen in Ungarn gebaut.
Ja, denn beide Modelle fallen unter die günstige Dienstwagenbesteuerung mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises. Bei einem Listenpreis von 70.900 Euro (BMW) bedeutet das nur 177,25 Euro monatlich zu versteuern – also deutlich weniger als bei vergleichbaren Verbrennern. Alle Details zur E-Auto-Förderung 2026 finden Sie hier.
Zum Marktstart im Frühjahr 2026 gibt es beide Modelle nur mit Allradantrieb. Allerdings hat Mercedes den GLC 300+ EQ mit Hinterradantrieb und 374 PS bereits für Ende 2026 angekündigt. BMW dürfte daraufhin ebenfalls ein vergleichbares Einstiegsmodell nachreichen.
