Seit dem 10. März 2026 steht fest: Der Dacia Striker wird Dacias größtes Modell aller Zeiten — 4,62 Meter lang, ab unter 25.000 €, mit Hybrid-Allrad und einer Coupé-Crossover-Silhouette, die so gar nicht nach Budget-Marke aussieht. Gleichzeitig hat der Dacia Jogger gerade sein Facelift 2026 erhalten — mit dem neuen Hybrid 155, modernerem Cockpit und weiterhin als einziger Siebensitzer im Dacia-Sortiment. Deshalb stellen sich tausende Familien jetzt genau eine Frage: Dacia Striker vs Jogger 2026 — welcher passt besser? In diesem Vergleich analysieren wir alle Unterschiede, rechnen die 5-Jahres-Kosten durch und sagen dir, wann der Jogger die bessere Wahl ist — und wann du auf den Striker warten solltest.

Dacia Striker vs Jogger 2026: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick
Bevor wir ins Detail gehen, zeigt diese Tabelle die entscheidenden Unterschiede zwischen dem Dacia Striker und dem Dacia Jogger auf Basis der bestätigten Daten:
| Merkmal | Dacia Striker 2026 | Dacia Jogger Facelift 2026 |
|---|---|---|
| Länge | 4,62 m | 4,55 m |
| Fahrzeugtyp | Crossover-Kombi / Shooting Brake | Hochdach-Kombi / MPV |
| Sitzplätze | 5 | 5 oder 7 |
| Kofferraum (5-Sitzer) | >600–700 l (geschätzt) | 607 l |
| Kofferraum (7-Sitzer) | — | 160 l |
| Plattform | CMF-B | CMF-B |
| Einstiegspreis | unter 25.000 € (bestätigt) | ab 17.990 € |
| Hybrid 155 | Ja (FWD) | Ja, ab 23.990 € |
| Allrad (4×4) | Ja (Hybrid 4×4 mit E-Hinterachse) | Nein |
| LPG (Eco-G) | Ja | Ja, ab 18.290 € |
| Panoramadach | Bestätigt | Nein |
| Bodenfreiheit | Erhöht (Crossover-Niveau) | Erhöht (leicht, MPV-Niveau) |
| Anhängelast | bis 1.500 kg (4×4, geschätzt) | bis 1.200 kg |
| Infotainment | 10,1″ Touchscreen (erwartet) | 10,1″ Touchscreen |
| YouClip-System | Ja | Ja |
| Produktion | Türkei | Rumänien (Mioveni) |
| Verfügbar ab | Herbst 2026 | Sofort bestellbar |
| Garantie | 7 Jahre (erwartet) | 7 Jahre |
Der wichtigste Unterschied ist allerdings sofort erkennbar: Der Jogger bietet bis zu sieben Sitze, der Striker dagegen maximal fünf. Alles Weitere hängt davon ab, was du mit deinem Dacia vorhast.

Gleiche Plattform, völlig verschiedene Konzepte
Beide Modelle teilen die CMF-B-Plattform der Renault Group — dieselbe Architektur, die auch unter dem Renault Clio, dem Dacia Duster und dem Dacia Bigster steckt. Dennoch verfolgen Striker und Jogger grundverschiedene Strategien, denn Dacia positioniert sie bewusst für unterschiedliche Zielgruppen.
Der Jogger ist ein pragmatischer Familientransporter. Sein kastenförmiges Design maximiert den Innenraum: Hohes Dach, aufrechte Sitzposition, große Türen für einfaches Ein- und Aussteigen — und als einziger Dacia optional mit sieben Sitzen. Dabei bleibt er mit 4,55 Metern Länge kompakt genug für die Stadt. Der Jogger ist das Auto für Familien, die maximalen Platz zum minimalen Preis brauchen.
Der Striker dagegen setzt andere Prioritäten. Mit 4,62 Metern ist er sogar länger als der Bigster und damit Dacias größtes Modell aller Zeiten. Allerdings nutzt er diese Länge nicht für eine dritte Sitzreihe, sondern für eine flachere, dynamischere Silhouette — Dacia selbst nennt ihn eine Kombination aus „Kombi-Dynamik, Fließheck-Praktikabilität und SUV-Bodenfreiheit“. Somit richtet sich der Striker an Käufer, die Platz und Stil wollen, ohne auf ein typisches MPV-Design angewiesen zu sein. Darüber hinaus bietet der Striker etwas, das der Jogger nicht kann: echten Allradantrieb mit elektrischer Hinterachse.
Motoren im Vergleich: Gleicher Hybrid, aber der Striker kann mehr
Beide Modelle teilen den neuen Hybrid 155 Antriebsstrang — ein 1,8-Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren und Multi-Mode-Automatikgetriebe. Folglich sind die Basisdaten identisch: 155 PS Systemleistung, bis zu 60 % elektrisches Fahren im WLTP-Zyklus und ein kombinierter Verbrauch von rund 4,5–4,7 l/100 km.
Allerdings bietet der Striker zusätzlich eine Allrad-Variante, die dem Jogger fehlt:
| Antrieb | Striker | Jogger |
|---|---|---|
| TCe 110 Benziner (110 PS) | Nicht bestätigt | Ja, ab 18.290 € |
| Eco-G 120 LPG (120 PS) | Ja | Ja, ab 18.290 € (Eco-G 100 abgelöst) |
| Hybrid 155 FWD (155 PS) | Ja | Ja, ab 23.990 € |
| Hybrid 4×4 Allrad (~155 PS) | Ja | Nein |
Der Hybrid 4×4 im Striker nutzt einen separaten Elektromotor an der Hinterachse — Allrad ohne klassische Kardanwelle. Dasselbe Prinzip kennen wir bereits vom Dacia Duster und Bigster. Infolgedessen ist der Striker die einzige Dacia-Limousine/Kombi mit echtem Allradantrieb — ein entscheidender Vorteil für Käufer, die regelmäßig auf unbefestigten Wegen, Schneestraßen oder mit Anhänger unterwegs sind.
Platzangebot und Kofferraum: 5 Sitze vs 7 Sitze
Beim Platzangebot unterscheiden sich die beiden Modelle am stärksten — und hier wird die Entscheidung für viele Familien gefällt:
Dacia Jogger: Der Raumriese
Der Jogger bietet als Fünfsitzer 607 Liter Kofferraumvolumen — beachtlich für ein Auto unter 20.000 €. In der Siebensitzer-Konfiguration schrumpft der Kofferraum allerdings auf nur 160 Liter, was gerade für den Wocheneinkauf reicht, aber nicht für Urlaubsgepäck. Die dritte Sitzreihe eignet sich dabei eher für Kinder als für Erwachsene, bietet aber im Alltag den entscheidenden Vorteil, mal zwei zusätzliche Passagiere mitnehmen zu können.
Dacia Striker: Der Laderaum-Champion
Der Striker verzichtet bewusst auf die dritte Sitzreihe und nutzt die gesamte Länge von 4,62 Metern für den Laderaum. Offizielle Literzahlen hat Dacia noch nicht bestätigt — die vollständigen Daten folgen im Juni 2026. Anhand der Fahrzeuglänge und der Dachlinie erwarten Experten allerdings ein Volumen von 600–700 Litern bei aufgestellter Rücksitzbank, möglicherweise über 1.500 Liter bei umgeklappten Sitzen. Damit wäre der Striker im Kofferraum deutlich größer als der Jogger — und auf Augenhöhe mit dem Škoda Octavia Combi (640–1.700 l).
Wer braucht was?
| Anforderung | Besser: Striker | Besser: Jogger |
|---|---|---|
| Großer Kofferraum als 5-Sitzer | ✅ | — |
| 7 Sitzplätze für Großfamilie | — | ✅ |
| Kinderwagen + Einkauf gleichzeitig | ✅ | ✅ (nur als 5-Sitzer) |
| Fahrräder/Camping-Ausrüstung | ✅ | — |
| Gelegentlich 6–7 Personen | — | ✅ |
| Maximale Ladefläche bei umgeklappten Sitzen | ✅ | — |
Preis und 5-Jahres-Kosten: Was kostet dich jeder Dacia wirklich?
Der Preisunterschied zwischen Striker und Jogger hängt stark von der gewählten Motorisierung ab. Hier die Kalkulation für die wahrscheinlichsten Konfigurationen bei 15.000 km Jahresfahrleistung:
Vergleich 1: LPG-Varianten (günstigster Einstieg)
| Kostenposition | Striker Eco-G LPG | Jogger Eco-G 120 LPG |
|---|---|---|
| Kaufpreis (geschätzt) | ~22.000 € | 18.290 € |
| Kraftstoff/Jahr (LPG, 7,5 l/100 km, 0,80 €/l) | ~900 € | ~900 € |
| Versicherung/Jahr (Haftpflicht + TK, geschätzt) | ~650 € | ~600 € |
| Kfz-Steuer/Jahr | ~90 € | ~90 € |
| Wartung/Jahr (Dacia-Niveau) | ~400 € | ~400 € |
| Gesamtkosten 5 Jahre | ~32.200 € | ~28.240 € |
| Differenz | +3.960 € | Basis |
Beim LPG-Vergleich zahlt man für den Striker rund 4.000 € mehr über fünf Jahre — dafür bekommt man ein größeres, dynamischeres Auto mit mehr Kofferraum und erhöhter Bodenfreiheit. Hingegen ist der Jogger die klare Wahl für alle, die das absolute Minimum ausgeben wollen.
Vergleich 2: Hybrid 155 (Hauptmotorisierung)
| Kostenposition | Striker Hybrid 155 | Jogger Hybrid 155 |
|---|---|---|
| Kaufpreis (geschätzt) | ~25.000 € | 23.990 € |
| Kraftstoff/Jahr (Benzin, 4,7 l/100 km, 1,75 €/l) | ~1.234 € | ~1.181 € |
| Versicherung/Jahr | ~700 € | ~650 € |
| Kfz-Steuer/Jahr | ~50 € | ~50 € |
| Wartung/Jahr | ~400 € | ~400 € |
| Gesamtkosten 5 Jahre | ~36.920 € | ~35.395 € |
| Differenz | +1.525 € | Basis |
Als Hybrid liegen die beiden Dacias erstaunlich nahe beieinander — nur rund 1.500 € Unterschied über fünf Jahre. Deshalb lautet die Entscheidung hier nicht „günstiger oder teurer“, sondern „5 Sitze + Allrad-Option + mehr Kofferraum“ (Striker) vs „7 Sitze + sofort verfügbar“ (Jogger).
Vergleich 3: Striker Hybrid 4×4 (kein Jogger-Äquivalent)
Wer Allradantrieb braucht, hat keine Wahl — der Jogger bietet kein 4×4. Der Striker Hybrid 4×4 wird voraussichtlich bei 28.000–30.000 € liegen. Zudem ist die geschätzte Anhängelast von 1.500 kg deutlich höher als die 1.200 kg des Jogger. Für Wohnwagen-Fahrer, Pferdeanhänger oder regelmäßige Winterstraßen ist der Striker 4×4 daher der einzige Dacia, der infrage kommt.
Ausstattung und Technologie: Was hat der Striker, was der Jogger nicht hat?
Beide teilen das YouClip-Modulsystem und den 10,1-Zoll-Touchscreen mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto. Trotzdem wird der Striker als höherwertigeres Modell positioniert:
Nur im Striker (bestätigt oder erwartet):
- Panoramadach (bestätigt)
- Allradantrieb (bestätigt)
- Coupé-artige Dachlinie mit Schwebedach-Effekt
- Möglicherweise elektrisch verstellbare Sitze
- Höhere Bodenfreiheit als beim Jogger
- Starkle®-Beplankungen (recycelter Kunststoff)
Nur im Jogger:
- 7-Sitzer-Option (+1.000 € Aufpreis)
- Sleep Pack für Camping (Matratze im Kofferraum)
- Dachreling mit herausnehmbaren Querträgern (80 kg Traglast)
- Bereits verfügbar und konfigurierbar
Der Jogger hat außerdem durch sein Facelift 2026 aufgeholt: Neues Lenkrad, digitales 7-Zoll-Kombiinstrument, induktive Ladeschale, 360-Grad-Kamera (optional) und neue Müdigkeitserkennung. Insofern ist der Jogger keineswegs veraltet — er ist lediglich pragmatischer designt als der Striker.
Design: Pragmatiker vs Lifestyle-Crossover
Beim Design könnten die beiden Dacias kaum unterschiedlicher sein — obwohl sie dieselbe Designsprache teilen:
Der Jogger setzt auf ein aufrechtes, kastenförmiges Design, das an Hochdach-Kombis wie den VW Caddy erinnert. Die vertikalen Rückleuchten und die flache Motorhaube sind funktional — der Jogger will nicht schön sein, sondern praktisch. Das Facelift 2026 bringt zwar eine neue Leuchtengrafik und überarbeitete Stoßfänger, ändert aber nichts am grundsätzlich nüchternen Auftritt.
Der Striker hingegen überrascht mit einer Coupé-artigen Silhouette, die mehr an einen Shooting Brake als an einen klassischen Kombi erinnert. Das nach hinten abfallende Dach, die diagonalen Kiemen an den Türen, die breite LED-Signatur und die skulpturalen Flächen ergeben ein Designstatement, das Dacia vor fünf Jahren nicht zugetraut hätte. Zudem verstärken die großdimensionierten Felgen und die robuste Starkle®-Beplankung den Outdoor-Charakter.
Kurzum: Wer ein Auto will, das auf dem Parkplatz auffällt, wählt den Striker. Wer ein Auto will, das einfach funktioniert und niemanden beeindrucken muss, nimmt den Jogger.
Abmessungen im direkten Vergleich
| Maß | Striker | Jogger | Differenz |
|---|---|---|---|
| Länge | 4.620 mm | 4.547 mm | Striker +73 mm |
| Breite (geschätzt) | ~1.820 mm | 1.784 mm | Striker +~36 mm |
| Höhe (geschätzt) | ~1.580 mm | 1.632 mm | Jogger +~52 mm |
| Radstand (geschätzt) | ~2.700 mm | 2.897 mm | Jogger +~197 mm |
Bemerkenswert ist dabei der Radstand: Der Jogger hat trotz geringerer Gesamtlänge einen längeren Radstand als der Striker — weil er die Achsen weiter auseinanderzieht, um mehr Innenraum für die dritte Sitzreihe zu schaffen. Dadurch bietet der Jogger möglicherweise mehr Beinfreiheit im Fond, obwohl der Striker das längere Auto ist. Allerdings nutzt der Striker seinen längeren hinteren Überhang für den größeren Kofferraum.
Dacia Striker vs Jogger 2026 als Firmenwagen
Für Selbstständige und Firmenwagen-Fahrer gelten andere Regeln. Hierbei ist die 1-%-Regelung entscheidend:
| Faktor | Striker Hybrid 155 | Jogger Hybrid 155 |
|---|---|---|
| Bruttolistenpreis (geschätzt) | ~25.000 € | ~23.990 € |
| Geldwerter Vorteil/Monat (1 %) | ~250 € | ~240 € |
| Steuer/Monat (~42 % Grenzsteuersatz) | ~105 € | ~101 € |
| Differenz/Monat | +4 € | Basis |
Der Unterschied ist marginal — nur rund 4 € pro Monat. Dementsprechend sollte die Firmenwagen-Entscheidung nicht am Preis, sondern an der Ausstattung hängen: Wer repräsentativer auftreten will, wählt den Striker. Wer maximale Flexibilität für Kundenfahrten mit 6–7 Personen braucht, nimmt den Jogger.
Darüber hinaus könnte der Striker Hybrid 4×4 für Außendienstmitarbeiter in ländlichen Regionen interessant sein — der Allradantrieb macht ihn winterfester als den Jogger.
Restwert und Wertverlust: Welcher Dacia hält seinen Wert besser?
Ein Aspekt, den viele Käufer übersehen: Die Restwertentwicklung beeinflusst die tatsächlichen Kosten eines Autos erheblich. Dacia-Modelle haben in den letzten Jahren eine überraschend positive Restwertentwicklung gezeigt — insbesondere weil die Nachfrage nach günstigen Neuwagen konstant hoch ist und die Wartezeiten bei anderen Herstellern lang bleiben.
Der Jogger hat sich auf dem Gebrauchtmarkt bereits etabliert. Weil er seit 2022 verkauft wird, gibt es verlässliche Daten: Nach drei Jahren behält ein Jogger Hybrid typischerweise rund 55–60 % seines Neupreises. Somit verliert ein Jogger Hybrid 155 (23.990 €) in drei Jahren etwa 9.600–10.800 € an Wert — deutlich weniger als vergleichbare Autos von VW oder Peugeot.
Beim Striker gibt es naturgemäß noch keine Gebrauchtwagendaten. Dennoch sprechen mehrere Faktoren für eine gute Restwertentwicklung: Erstens ist der Striker als Crossover-Kombi eine einzigartige Nische — es gibt schlicht kein vergleichbares Modell zu diesem Preis. Zweitens profitiert er von der steigenden Markenbekanntheit Dacias in Europa. Drittens dürfte die Allrad-Variante besonders wertstabil sein, weil Allrad-Kombis auf dem Gebrauchtmarkt stark nachgefragt werden.
Allerdings birgt der Striker auch ein Risiko: Als völlig neues Modell ohne Vorgänger gibt es keine Erfahrungswerte zu Langzeitqualität oder typischen Mängeln. Der Jogger hat hier einen klaren Vorteil — er ist bereits seit vier Jahren auf dem Markt und hat sich als zuverlässig erwiesen.
Versicherung und Typklassen: Was kostet die Versicherung?
Ein oft unterschätzter Kostenfaktor bei Neuwagen ist die Versicherung. Da der Striker ein neues Modell ist, liegen die endgültigen Typklassen noch nicht fest — allerdings lassen sich anhand vergleichbarer Dacia-Modelle fundierte Schätzungen ableiten.
Der Jogger profitiert von seiner mehrjährigen Marktpräsenz: Die Typklassen sind bereits festgelegt und fallen erfreulich niedrig aus. In der Haftpflicht liegt der Jogger typischerweise in Klasse 13–15, in der Teilkasko in Klasse 16–18 und in der Vollkasko in Klasse 15–17. Dementsprechend zahlen Jogger-Fahrer spürbar weniger als Besitzer vergleichbarer VW- oder Škoda-Modelle.
Der Striker wird voraussichtlich ähnlich günstige Typklassen erhalten — denn Dacia-Modelle gehören generell zu den günstigsten Fahrzeugen bei der Versicherung. Trotzdem könnte die Allrad-Variante etwas teurer eingestuft werden, weil der höhere Neupreis und die aufwendigere Technik in die Berechnung einfließen.
Für eine grobe Kalkulation: Bei einem 30-jährigen Fahrer mit Schadenfreiheitsklasse SF12 in München kostet die Vollkaskoversicherung für den Jogger rund 600–700 € pro Jahr. Beim Striker dürften es 650–750 € sein — also ein Unterschied von maximal 50–100 € jährlich. Somit ist die Versicherung kein entscheidender Faktor bei der Wahl zwischen den beiden Modellen.
Wann solltest du den Jogger nehmen — und wann auf den Striker warten?
Die Entscheidung zwischen Striker und Jogger lässt sich auf wenige Kernfragen reduzieren. Dabei hilft es, verschiedene Lebensszenarien durchzuspielen:
Szenario 1: Junge Familie mit zwei Kindern unter 6 Jahren
Du brauchst Platz für zwei Kindersitze, einen Kinderwagen und den wöchentlichen Großeinkauf. Gelegentlich nehmt ihr Oma und Opa mit. In diesem Fall ist der Jogger als 7-Sitzer die bessere Wahl — denn die dritte Sitzreihe erlaubt es, bei Bedarf die Großeltern oder befreundete Kinder mitzunehmen, ohne ein zweites Auto zu benötigen. Außerdem ist der Jogger sofort verfügbar und ab 17.990 € erhältlich.
Szenario 2: Familie mit Teenager und Hund
Die Kinder sind größer, brauchen keine Kindersitze mehr, aber dafür kommt der Hund mit — plus Fahrräder am Wochenende. Hierbei ist der Striker die bessere Wahl: Der voraussichtlich größere Kofferraum schluckt Fahrradträger, Hundeboxen und Sportausrüstung besser als der Jogger. Zudem bietet das Panoramadach mehr Licht im Fond, und die erhöhte Bodenfreiheit erleichtert das Beladen.
Szenario 3: Outdoor-Enthusiast mit Camping-Anhänger
Wer regelmäßig in die Berge fährt, Skiurlaub macht oder einen kleinen Wohnwagen zieht, braucht Allrad und Anhängelast. Folglich ist der Striker Hybrid 4×4 die einzige Option bei Dacia — der Jogger bietet schlicht keinen Allradantrieb. Die geschätzten 1.500 kg Anhängelast reichen für kleine bis mittlere Wohnwagen oder Pferdeanhänger.
Szenario 4: Pendler mit langem Arbeitsweg
Für Vielfahrer mit 25.000+ km pro Jahr zählt der Verbrauch. Beide Modelle teilen den Hybrid 155 mit rund 4,5–4,7 l/100 km — der Unterschied ist minimal. Dennoch hat der Striker durch seine flachere, aerodynamischere Karosserie theoretisch einen leichten Vorteil bei Autobahnfahrten. Andererseits ist der Jogger durch seine höhere Sitzposition auf langen Strecken möglicherweise bequemer für den Rücken.
Szenario 5: Sparfüchse mit LPG-Fokus
Wer jeden Cent rechnet, fährt LPG — und hier gewinnt klar der Jogger Eco-G: Ab 18.290 € ist er der günstigste Weg in die LPG-Welt. Der Striker LPG wird voraussichtlich mindestens 3.700 € mehr kosten. Bei gleichen Kraftstoffkosten (ca. 900 €/Jahr) dauert es über fünf Jahre, bis sich der Striker durch eventuelle Restwertvorteile amortisiert. Deshalb gilt: Wer rein nach Kosten entscheidet, nimmt den Jogger.
Dacia Striker vs Jogger vs Bigster: Wo steht der Striker im Dacia-Sortiment?
Um die Positionierung besser zu verstehen, hilft ein Blick auf das gesamte Dacia-Sortiment 2026:
| Modell | Typ | Länge | Sitze | Ab-Preis | Allrad |
|---|---|---|---|---|---|
| Sandero | Kleinwagen | 4,09 m | 5 | 12.790 € | Nein |
| Sandero Stepway | Kleinwagen-Crossover | 4,09 m | 5 | 14.990 € | Nein |
| Duster | Kompakt-SUV | 4,34 m | 5 | 18.990 € | Ja (4×4) |
| Jogger | Hochdach-Kombi/MPV | 4,55 m | 5/7 | 17.990 € | Nein |
| Bigster | C-Segment-SUV | 4,57 m | 5 | 23.990 € | Ja (4×4) |
| Striker | Crossover-Kombi | 4,62 m | 5 | unter 25.000 € | Ja (4×4) |
Der Striker ist somit das Flaggschiff der Marke — das größte, teuerste und am höchsten positionierte Dacia-Modell. Dennoch liegt er preislich erstaunlich nahe am Bigster. Die Entscheidung zwischen Striker und Bigster hängt deshalb primär von der Frage ab: SUV (Bigster) oder Kombi (Striker)?
Fazit: Zwei Dacias, eine Plattform — aber für völlig verschiedene Käufer
Der Dacia Striker vs Jogger Vergleich zeigt, dass Dacia mit derselben Plattform zwei grundverschiedene Autos anbietet — und beide haben ihre volle Berechtigung.
Der Jogger bleibt der König des Preis-Leistungs-Verhältnisses: Ab 17.990 € bekommt man ein Familienauto, das mehr Platz bietet als Autos für das Doppelte des Preises. Mit 7 Sitzen und dem neuen Hybrid 155 ab 23.990 € ist er für Großfamilien die einzig logische Wahl bei Dacia. Darüber hinaus hat der Jogger den Vorteil der Verfügbarkeit — er steht sofort beim Händler, während der Striker frühestens im Herbst 2026 bestellbar ist. Zudem bietet das Sleep Pack eine clevere Camping-Lösung, die kein anderes Auto in dieser Preisklasse hat.
Der Striker dagegen zielt auf Käufer, die bereit sind, etwas mehr auszugeben (ab unter 25.000 €) und dafür Design, Allradoption, Panoramadach und voraussichtlich den größten Kofferraum im Dacia-Sortiment bekommen. Für Paare, kleine Familien und Outdoor-Enthusiasten ist er der spannendere Dacia. Insbesondere die Allrad-Variante mit elektrischer Hinterachse macht den Striker einzigartig — kein anderer Kombi in dieser Preisklasse bietet echten Allradantrieb.
Die gute Nachricht: Bei Dacia kann man sich eigentlich nicht verkaufen. Beide Autos bieten deutlich mehr als ihre Preise vermuten lassen. Der einzige „Fehler“ wäre, auf den Striker zu warten, wenn man jetzt dringend ein Auto braucht — oder den Jogger zu kaufen, wenn man eigentlich Allrad und Panoramadach will. Wir aktualisieren diesen Vergleich im Juni 2026, sobald die vollständigen Striker-Daten inklusive Innenraum und finalem Preis vorliegen.
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Der Jogger ist ein pragmatischer Hochdach-Kombi mit optionaler dritter Sitzreihe (7 Sitze), während der Striker ein dynamischer Crossover-Kombi mit 5 Sitzen, mehr Kofferraum und optionalem Allradantrieb ist. Beide teilen die CMF-B-Plattform und den Hybrid 155 Antrieb.
Ja, der Striker ist mit 4,62 Metern rund 7 cm länger als der Jogger (4,55 m). Allerdings baut der Jogger höher, was mehr Kopffreiheit im Fond und eine aufrechte Sitzposition ergibt. Infolgedessen ist der Striker zwar länger, aber der Jogger fühlt sich innen möglicherweise geräumiger an.
Nein, der Dacia Striker ist als reiner Fünfsitzer bestätigt. Wer sieben Sitzplätze braucht, muss zum Dacia Jogger greifen — dort kosten die zusätzlichen Sitze nur 1.000 € Aufpreis.
Die vollständige Enthüllung mit Innenraum und finalen Preisen findet im Juni 2026 statt. Der Marktstart ist für Herbst 2026 geplant. Demzufolge solltest du mit ersten Probefahrten und Bestellmöglichkeiten ab September/Oktober 2026 rechnen.
Wenn du jetzt ein Auto brauchst und/oder 7 Sitze willst, kauf den Jogger — er ist ein hervorragendes Auto. Wenn du hingegen auf Allrad, mehr Kofferraum oder das Panoramadach Wert legst und erst Ende 2026 ein neues Auto brauchst, lohnt sich das Warten.
Beide teilen den Hybrid 155 (155 PS Vollhybrid mit 1,8-Liter-Benziner) und werden eine LPG-Variante anbieten. Darüber hinaus bietet der Striker zusätzlich einen Hybrid 4×4 mit Allradantrieb — eine Option, die beim Jogger nicht verfügbar ist.
Ja, die maximale Anhängelast des Jogger beträgt 1.200 kg (gebremst). Der Striker wird voraussichtlich bis zu 1.500 kg in der 4×4-Variante schaffen. Für schwere Wohnwagen reicht allerdings keiner der beiden — dafür wäre der Dacia Duster 4×4 oder ein anderer Hersteller die bessere Wahl.
Der Jogger Hybrid 155 startet bei 23.990 €, der Striker Hybrid 155 wird voraussichtlich bei rund 25.000 € beginnen. Über 5 Jahre beträgt der Kostenunterschied nur rund 1.500 € — deshalb sollte die Entscheidung nicht am Preis, sondern an der gewünschten Ausstattung und dem Platzbedarf hängen.
Letzte Aktualisierung: 10. März 2026
