125 Euro im Monat für einen Tesla? Die 10 besten E-Auto Firmenwagen 2026 mit 0,25% Versteuerung

Ein Tesla Model Y als Firmenwagen – für nur 125 Euro geldwerten Vorteil im Monat? Das klingt nach einem Rechenfehler, ist aber die Realität im Jahr 2026. Denn seit Juli 2025 gilt die angehobene Preisgrenze von 100.000 Euro für die 0,25-Prozent-Regelung bei Elektro-Dienstwagen. Dadurch profitieren jetzt auch Premium-Modelle wie der BMW iX3, der Audi A6 e-tron Avant und der Mercedes CLA EQ von der günstigsten Firmenwagenbesteuerung, die es in Deutschland je gab.

Gleichzeitig hat die Bundesregierung mit der neuen Sonderabschreibung noch einen draufgelegt: Unternehmen können den Kaufpreis eines E-Firmenwagens im ersten Jahr zu 75 Prozent steuerlich absetzen. Zudem bleibt das Laden beim Arbeitgeber bis Ende 2030 komplett steuerfrei. Diese Kombination macht den E-Auto Firmenwagen 2026 so attraktiv wie nie zuvor – sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen die zehn besten Elektroautos für den Firmenwageneinsatz, rechnen konkret vor, wie viel Sie im Vergleich zum Verbrenner sparen, und erklären die wichtigsten Steuerregeln verständlich. Darüber hinaus verraten wir drei Tricks, mit denen Sie Ihre Steuerlast noch weiter senken können.

So funktioniert die 0,25-Prozent-Regelung 2026

Bevor wir zu den besten Modellen kommen, müssen Sie die Steuerregeln verstehen – denn sie sind der Grund, warum E-Firmenwagen so viel günstiger sind als Verbrenner.

Wer einen Firmenwagen auch privat nutzt, muss den sogenannten geldwerten Vorteil versteuern. Bei einem Verbrenner beträgt dieser monatlich ein Prozent des Bruttolistenpreises. Bei einem reinen Elektroauto sind es dagegen nur 0,25 Prozent – also ein Viertel. Voraussetzung: Der Bruttolistenpreis darf seit dem 1. Juli 2025 maximal 100.000 Euro betragen. Liegt er darüber, greift immerhin noch die 0,5-Prozent-Regelung, die den Vorteil halbiert.

Dazu kommt die Besteuerung des Arbeitswegs. Normalerweise fallen 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises pro Entfernungskilometer an. Allerdings wird bei Elektroautos auch hier nur ein Viertel angesetzt. Für Pendler mit langem Arbeitsweg bedeutet das deshalb eine zusätzliche Ersparnis von mehreren hundert Euro jährlich.

Rechenbeispiel: Tesla Model Y vs. BMW 3er Diesel

Damit die Ersparnis greifbar wird, vergleichen wir zwei typische Firmenwagen mit 20 Kilometern einfachem Arbeitsweg:

Tesla Model Y Standard (Bruttolistenpreis 49.990 €): Geldwerter Vorteil: 0,25 % × 49.990 € = 124,98 € pro Monat Arbeitsweg: 0,03 % × 49.990 € × ¼ × 20 km = 74,99 € pro Monat Gesamt zu versteuern: 199,97 € pro Monat

BMW 320d (Bruttolistenpreis 50.450 €): Geldwerter Vorteil: 1,0 % × 50.450 € = 504,50 € pro Monat Arbeitsweg: 0,03 % × 50.450 € × 20 km = 302,70 € pro Monat Gesamt zu versteuern: 807,20 € pro Monat

Bei einem persönlichen Steuersatz von 42 Prozent ergibt das für den Tesla rund 84 Euro monatliche Steuerlast – gegenüber 339 Euro beim BMW Diesel. Die Ersparnis beträgt also rund 255 Euro netto pro Monat oder über 3.000 Euro im Jahr. Hinzu kommen die niedrigeren Energiekosten, die entfallende Kfz-Steuer und die geringeren Wartungskosten eines Elektroautos.

Die 10 besten E-Auto Firmenwagen 2026

Unsere Auswahl basiert auf drei Kriterien: Der Bruttolistenpreis muss unter 100.000 Euro liegen (für die 0,25-Prozent-Regelung), die Reichweite muss für den Pendelverkehr und gelegentliche Langstrecken ausreichen, und das Fahrzeug muss im Alltag als Firmenwagen überzeugen – also mit Platz, Komfort und einem professionellen Auftreten.

1. Tesla Model Y Standard (ab 39.990 €) – Der Bestseller

Das Tesla Model Y ist nicht ohne Grund das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland. Nach dem Juniper-Facelift bietet es bis zu 600 Kilometer WLTP-Reichweite in der Premium-Version, Schnellladen mit bis zu 250 kW am Supercharger-Netzwerk und regelmäßige Over-the-Air-Updates. Für Firmenwagenfahrer besonders attraktiv: Selbst die Basis-Version mit 455 Kilometern Reichweite reicht für jeden Arbeitsweg und die meisten Geschäftsreisen.

Geldwerter Vorteil (Standard): 0,25 % × 39.990 € = nur 100 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Sonderausstattung erst nach der Zulassung per Tesla-App nachbuchen – so bleibt der Bruttolistenpreis niedrig. Wer sich für den detaillierten Vergleich mit der Konkurrenz interessiert, findet ihn in unserem Artikel Tesla Model Y vs. Škoda Elroq vs. BYD Seal U.

2. Škoda Elroq 85 (ab 44.180 €) – Der Preis-Leistungs-König

2026-Skoda-erloq
2026-Skoda-erloq

Der Škoda Elroq hat bei den Carwow Car of the Year Awards 2026 gleich doppelt gewonnen – und das überrascht nicht. Für unter 45.000 Euro bekommt man ein kompaktes Elektro-SUV mit bis zu 580 Kilometern WLTP-Reichweite, 175 kW Schnellladen und dem legendären Škoda-Platzangebot (470 bis 1.580 Liter Kofferraum). Darüber hinaus bietet der Elroq etwas, das Tesla und BYD nicht haben: physische Tasten und eine ablenkungsarme Bedienung.

Geldwerter Vorteil (Elroq 85): 0,25 % × 44.180 € = nur 110,45 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Der Elroq 85 ist der Sweet Spot – genug Reichweite für Langstrecke, aber deutlich günstiger als der Allrad-85x. Wer zusätzlich Anhängelast braucht, greift dennoch zum 85x (1.400 kg).

3. BMW iX1 xDrive30 (ab 52.200 €) – Der kompakte Allrounder

Der BMW iX1 verbindet die bekannte X1-Optik mit einem vollelektrischen Antrieb. 313 PS, Allradantrieb und bis zu 475 Kilometer Reichweite machen ihn zum idealen Firmenwagen für Außendienstler, die gelegentlich auch unbefestigte Wege fahren. Zudem überzeugt der iX1 mit einem hochwertigen Innenraum und dem bewährten BMW iDrive-System.

Geldwerter Vorteil: 0,25 % × 52.200 € = nur 130,50 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Wer nicht unbedingt Allrad braucht, nimmt den iX1 eDrive20 ab 47.500 Euro – gleicher Komfort, aber spürbar günstiger bei der Versteuerung.

4. Audi Q4 e-tron (ab 44.600 €) – Das Premium-Statement

Der Audi Q4 e-tron ist der beliebteste Premium-Elektro-SUV im deutschen Firmenwagensegment – und das aus gutem Grund. Er basiert auf der MEB-Plattform des VW-Konzerns, bietet bis zu 568 Kilometer Reichweite (Variante 45) und sieht dabei einfach gut aus. Besonders Geschäftsführer und leitende Angestellte schätzen den Audi-Prestige, der beim Kundentermin einen souveränen Eindruck hinterlässt.

Geldwerter Vorteil (Q4 45 e-tron): 0,25 % × 52.900 € = nur 132,25 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Die Sportback-Variante ist aerodynamisch effizienter und schafft deshalb ein paar Kilometer mehr Reichweite bei gleichem Preis. Außerdem sieht sie deutlich sportlicher aus.

5. Hyundai Ioniq 5 (ab 42.900 €) – Der Ladekönig

Kein anderes Elektroauto in dieser Preisklasse lädt so schnell wie der Hyundai Ioniq 5. Dank 800-Volt-Architektur sind 10 bis 80 Prozent in nur 18 Minuten erledigt – das ist schneller als jeder Tesla, BMW oder Audi in diesem Vergleich. Darüber hinaus bietet der Ioniq 5 bis zu 570 Kilometer Reichweite, ein futuristisches Design und eine V2L-Funktion, mit der Sie unterwegs elektrische Geräte laden können.

Geldwerter Vorteil (Ioniq 5, 77 kWh): 0,25 % × 48.900 € = nur 122,25 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Die V2L-Funktion ist auf Messen und Außenterminen Gold wert – Laptop, Beamer und Kaffeemaschine laufen direkt aus dem Auto.

6. VW ID.7 Pro S (ab 53.995 €) – Die Reiselimousine

Der VW ID.7 ist das einzige Elektroauto in dieser Liste, das als Limousine und als Kombi (Tourer) verfügbar ist. Mit bis zu 700 Kilometern WLTP-Reichweite in der Pro-S-Version ist er der Reichweitenkönig im Firmenwagensegment. Zudem bietet er einen komfortablen Innenraum, leise Akustik und ein großes Head-up-Display. Für Vielfahrer, die täglich über 100 Kilometer pendeln, ist der ID.7 die beste Wahl.

Geldwerter Vorteil (ID.7 Pro S): 0,25 % × 53.995 € = nur 135 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Den Tourer (Kombi) gibt es für rund 1.400 Euro Aufpreis – und er bietet 605 Liter Kofferraum statt 532 Liter. Für Geschäftsreisen mit Musterkoffer oder Messeequipment lohnt sich das allemal.

7. Kia EV6 (ab 44.990 €) – Der Sportliche

Der Kia EV6 teilt sich die 800-Volt-Plattform mit dem Hyundai Ioniq 5, setzt aber auf ein sportlicheres Design und ein strafferes Fahrwerk. Die Ladeleistung von bis zu 240 kW und die Reichweite von bis zu 528 Kilometern (77,4 kWh) machen ihn langstreckentauglich. Außerdem bietet Kia sieben Jahre Garantie – das ist der längste Garantiezeitraum aller Modelle in diesem Vergleich und besonders für Leasingrückgaben ein Pluspunkt.

Geldwerter Vorteil (EV6, 77,4 kWh RWD): 0,25 % × 49.990 € = nur 125 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Sieben Jahre Garantie bedeuten: Der komplette Leasingzeitraum ist abgedeckt, ohne Sorgen vor Folgekosten.

8. Mercedes CLA 250+ EQ (ab 48.650 €) – Der Neue mit Rekord-Reichweite

Der Mercedes CLA ist gerade erst auf den Markt gekommen und setzt direkt Maßstäbe. Im ADAC Ecotest erreichte die Limousine unter realen Bedingungen 740 Kilometer Reichweite – mehr als jedes andere Elektroauto in Deutschland. Dazu kommen das typische Mercedes-Prestige, ein hochwertiger Innenraum und die MBUX-Bedienung mit Sprachsteuerung.

Geldwerter Vorteil (CLA 250+ EQ): 0,25 % × 48.650 € = nur 121,63 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Der CLA ist ideal für Außendienstler mit viel Fahrleistung. 740 Kilometer Praxisreichweite bedeuten: selbst München–Hamburg ohne Ladestopp ist theoretisch machbar.

9. Audi A6 e-tron Avant (ab 64.450 €) – Die Premium-Reiselimousine

Für Geschäftsführer, Berater und alle, die einen repräsentativen Kombi brauchen, ist der Audi A6 e-tron Avant die Referenz. Die 800-Volt-Architektur ermöglicht Schnellladen mit bis zu 270 kW, die Reichweite beträgt bis zu 720 Kilometer, und der Kofferraum schluckt 502 bis 1.422 Liter. Darüber hinaus ist der prognostizierte Restwert laut Auto Bild/Schwacke mit 57 Prozent nach drei Jahren exzellent – ein wichtiger Faktor bei der Leasingrate.

Geldwerter Vorteil (A6 Avant e-tron): 0,25 % × 64.450 € = nur 161,13 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Vergleichen Sie das mit einem Audi A6 Avant 50 TDI quattro (Diesel, ca. 72.000 €): Dort wären es 720 Euro geldwerter Vorteil pro Monat. Die Ersparnis mit dem E-Auto beträgt also rund 560 Euro monatlich – allein bei der Versteuerung.

10. BMW iX3 Neue Klasse (ab 68.900 €) – Die Zukunft ist da

Der BMW iX3 der Neuen Klasse ist das technisch fortschrittlichste Auto in diesem Vergleich. Die neue 800-Volt-Architektur, der 108-kWh-Akku und bis zu 800 Kilometer WLTP-Reichweite setzen Maßstäbe. Laden mit bis zu 400 kW bedeutet: 10 bis 80 Prozent in rund 20 Minuten. Dazu kommt ein völlig neues BMW-Interieur mit Panoramic Vision und BMW Operating System X.

Geldwerter Vorteil (iX3): 0,25 % × 68.900 € = nur 172,25 € monatlich Firmenwagen-Tipp: Trotz des höheren Listenpreises bleibt der iX3 deutlich unter 100.000 Euro und profitiert damit voll von der 0,25-Prozent-Regelung. Bei einem vergleichbaren BMW X3 M50 xDrive (Verbrenner, ca. 82.000 €) wären es 820 Euro geldwerter Vorteil – fast fünfmal so viel. Wer den iX3 mit dem elektrischen Premium-Konkurrenten aus Stuttgart vergleichen möchte, findet Details in unserem BMW iX3 vs. Mercedes GLC EQ Vergleich.

Vergleichstabelle: Die 10 besten E-Auto Firmenwagen 2026

ModellListenpreis abGeldwerter Vorteil/MonatReichweite WLTPSchnellladen max.Besonderheit
Tesla Model Y39.990 €100,00 €bis 600 km250 kWSupercharger-Netz
Škoda Elroq 8544.180 €110,45 €bis 580 km175 kWGrößter Kofferraum
Hyundai Ioniq 542.900 €122,25 €bis 570 km240 kW800V, 18 min Ladezeit
Kia EV644.990 €125,00 €bis 528 km240 kW7 Jahre Garantie
Mercedes CLA 250+ EQ48.650 €121,63 €bis 740 km*200 kWReichweitenrekord
BMW iX1 xDrive3052.200 €130,50 €bis 475 km130 kWKompakter Allrad-SUV
Audi Q4 45 e-tron52.900 €132,25 €bis 568 km175 kWPremium-Image
VW ID.7 Pro S53.995 €135,00 €bis 700 km200 kWAuch als Kombi (Tourer)
Audi A6 Avant e-tron64.450 €161,13 €bis 720 km270 kWBester Restwert
BMW iX3 Neue Klasse68.900 €172,25 €bis 800 km400 kWTechnisch fortschrittlichstes

Mercedes CLA 250+ EQ Reichweite laut ADAC Ecotest unter realen Bedingungen. Geldwerter Vorteil berechnet als 0,25 % des Basislistenpreises ohne Sonderausstattung. Stand: Februar 2026.

Drei Steuertricks, die Ihr Steuerberater kennen sollte

Neben der 0,25-Prozent-Regelung gibt es weitere Hebel, mit denen Sie als Arbeitnehmer oder Arbeitgeber beim E-Firmenwagen sparen können. Allerdings sollten Sie diese Punkte immer mit Ihrem Steuerberater besprechen, denn die Details hängen von Ihrer individuellen Situation ab.

1. Die 75-Prozent-Sonderabschreibung für Arbeitgeber

Unternehmen, die zwischen Juli 2025 und Ende 2027 ein Elektroauto kaufen (nicht leasen!), können laut ADAC im ersten Jahr 75 Prozent der Anschaffungskosten steuerlich absetzen. Bei einem Tesla Model Y für 49.990 Euro wären das rund 37.500 Euro sofortige Betriebsausgabe. Dieser Liquiditätsvorteil ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen enorm. Wichtig dabei: Die Sonderabschreibung gilt nur beim Kauf oder Mietkauf – klassische Leasingverträge sind ausgeschlossen.

2. Sonderausstattung nachträglich buchen

Für die Versteuerung zählt ausschließlich der Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung. Nachträglich eingebaute Extras erhöhen den steuerlichen Wert dagegen nicht. Bei Tesla können Sie deshalb Software-Pakete wie Enhanced Autopilot oder Full Self Driving erst nach der Zulassung per App dazubuchen – und sparen so mehrere tausend Euro Bruttolistenpreis. Dieses Prinzip gilt grundsätzlich bei allen Herstellern für nachträgliche Zubehörbestellungen.

3. Die 0,002-Prozent-Regelung im Homeoffice

Wer überwiegend im Homeoffice arbeitet und nur gelegentlich ins Büro fährt, kann statt der pauschalen 0,03-Prozent-Regelung die Einzelbewertung mit 0,002 Prozent pro tatsächlicher Fahrt wählen. Das lohnt sich laut LohnDialog besonders, wenn Sie weniger als 15 Tage pro Monat zur Arbeitsstätte fahren. In Kombination mit der 0,25-Prozent-Grundregel für Elektroautos wird der geldwerte Vorteil dadurch nochmals deutlich niedriger.

Was Arbeitgeber zusätzlich wissen müssen

Für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Elektro-Firmenwagen anbieten möchten, gibt es 2026 gleich mehrere Vorteile. Zunächst bleibt das Laden am Arbeitsplatz bis Ende 2030 komplett steuerfrei – egal ob an der firmeneigenen Wallbox oder an einer öffentlichen Ladesäule auf dem Firmengelände. Darüber hinaus können Arbeitgeber einen Zuschuss für das Laden zu Hause zahlen: entweder pauschal 70 Euro pro Monat (steuerfrei, wenn keine Lademöglichkeit beim Arbeitgeber besteht) oder nach tatsächlichem Verbrauch über die neue Strompreispauschale.

Seit Januar 2026 gibt es allerdings eine wichtige Änderung: Die bisherige pauschale Ladekosten-Erstattung wurde abgeschafft. Stattdessen müssen Arbeitgeber jetzt entweder den tatsächlichen Verbrauch nachweisen (über eine geeichte Wallbox oder ein mobiles Messgerät) oder die neue Strompreispauschale nutzen. Diese basiert auf dem durchschnittlichen Haushaltsstrompreis (ca. 0,34 €/kWh für 2026) und erfordert einen Nachweis der geladenen Strommenge.

Zusammengefasst lohnt sich der E-Firmenwagen 2026 für Arbeitgeber durch Sonderabschreibung, steuerfreies Laden und geringere laufende Kosten. Für Arbeitnehmer wiederum durch den extrem niedrigen geldwerten Vorteil und die entfallende Kfz-Steuer.

E-Auto Firmenwagen vs. Verbrenner: Die große Kostenrechnung über 3 Jahre

Um den Gesamtvorteil eines Elektro-Firmenwagens zu verdeutlichen, rechnen wir ein typisches Szenario durch: Ein Arbeitnehmer mit 4.500 Euro Bruttogehalt, 20 Kilometer einfachem Arbeitsweg und einem persönlichen Steuersatz von 42 Prozent.

Škoda Elroq 85 (E-Auto, 44.180 €) vs. Škoda Kodiaq 2.0 TDI (Diesel, 46.500 €):

Geldwerter Vorteil Elroq: 0,25 % × 44.180 = 110,45 €/Monat → jährliche Steuerlast ca. 556 € Geldwerter Vorteil Kodiaq: 1,0 % × 46.500 = 465,00 €/Monat → jährliche Steuerlast ca. 2.344 €

Jährliche Steuerersparnis mit dem Elroq: rund 1.788 Euro

Hinzu kommen weitere Einsparungen: Die Kfz-Steuer entfällt beim E-Auto komplett (Ersparnis ca. 200–300 € jährlich), die Energiekosten liegen beim E-Auto um rund 40 Prozent unter dem Diesel, und die Wartungskosten sind laut Allianz im Schnitt nur halb so hoch. Über drei Jahre Leasingzeitraum summiert sich die Gesamtersparnis deshalb auf schätzungsweise 7.000 bis 9.000 Euro – je nach Fahrleistung und individueller Steuersituation.

Wer generell unsicher ist, ob ein E-Auto oder Plug-in-Hybrid besser passt, findet in unserem Kostenvergleich zusätzliche Orientierung.

Vorsicht: Diese Fallstricke sollten Sie vermeiden

Trotz aller Vorteile gibt es beim E-Firmenwagen einige Punkte, die Sie beachten müssen – sonst wird das vermeintliche Steuerschnäppchen schnell teurer als geplant.

Preisgrenze beachten: Der Bruttolistenpreis muss zum Zeitpunkt der Erstzulassung unter 100.000 Euro liegen. Achtung: Erhöht der Hersteller zwischen Bestellung und Zulassung den Preis, kann Ihr Fahrzeug über die Grenze rutschen – und plötzlich gilt nur noch die 0,5-Prozent-Regelung. Laut Navit sollten HR-Abteilungen deshalb die Preissituation vor der Zulassung genau prüfen.

Keine Gehaltsumwandlung: Die 0,25-Prozent-Regelung gilt nur, wenn der Firmenwagen zusätzlich zum Gehalt gestellt wird. Wird das Bruttogehalt im Gegenzug gekürzt (Gehaltsumwandlung), entfällt die steuerliche Vergünstigung in vielen Konstellationen.

Ladeinfrastruktur planen: Ein E-Firmenwagen ohne Lademöglichkeit zu Hause oder am Arbeitsplatz führt zu Frust und Mehrkosten. Planen Sie deshalb eine Wallbox mit ein – die Installation kann der Arbeitgeber bis Ende 2030 steuerfrei bezuschussen.

Plug-in-Hybride sind weniger attraktiv: Für Plug-in-Hybride gilt nur die 0,5-Prozent-Regelung (nicht 0,25 %), und das auch nur bei mindestens 80 Kilometern rein elektrischer Reichweite seit 2025. Reine Elektroautos sind steuerlich deshalb immer die bessere Wahl.

Unser Fazit: Welcher E-Firmenwagen passt zu Ihnen?

Der E-Auto Firmenwagen 2026 ist für die meisten Arbeitnehmer und Unternehmen die klar bessere Wahl gegenüber dem Verbrenner – und zwar rein wirtschaftlich betrachtet, ganz unabhängig von ökologischen Überlegungen. Die 0,25-Prozent-Regelung, die Sonderabschreibung und das steuerfreie Laden bilden zusammen ein Vorteilspaket, das kein Verbrenner bieten kann.

Unser Empfehlung nach Zielgruppe:

Für preisbewusste Pendler empfehlen wir den Tesla Model Y Standard oder den Škoda Elroq 85 – beide bieten hervorragenden Wert unter 45.000 Euro und einen geldwerten Vorteil von nur 100 bis 110 Euro monatlich.

Für Außendienstler mit viel Fahrleistung ist der VW ID.7 Pro S (700 km Reichweite) oder der Mercedes CLA 250+ EQ (740 km Praxisreichweite) die richtige Wahl. Gerade auf der Langstrecke zeigen sich die Vorteile der großen Batterie und der schnellen Ladezeiten.

Für Führungskräfte mit Repräsentationsbedarf bieten der Audi A6 Avant e-tron und der BMW iX3 Neue Klasse Premium-Qualität mit Reichweiten jenseits der 700 Kilometer – und trotzdem bleibt der geldwerte Vorteil unter 175 Euro monatlich.

Egal für welches Modell Sie sich entscheiden: Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater über die optimale Gestaltung und nutzen Sie die aktuellen Steuervorteile, solange sie gelten. Die 0,25-Prozent-Regelung ist vorerst bis Ende 2030 befristet – aber bis dahin sparen Sie mit einem E-Firmenwagen ein kleines Vermögen.

Wer darüber hinaus die besten Leasing-Deals 2026 sucht oder sich für einen gebrauchten Elektro-Firmenwagen unter 15.000 Euro interessiert, findet in unseren Ratgebern weitere Hilfe.

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