
Die E-Auto Ladekosten 2026 sind so niedrig wie noch nie – und damit wird das Elektroauto endgültig günstiger als Benzin und Diesel. Denn die Strompreise in Deutschland sind zuletzt deutlich gesunken, während Sprit weiterhin teuer bleibt. In diesem Ratgeber zeige ich dir alle aktuellen E-Auto Ladekosten 2026 im Vergleich: zu Hause, an öffentlichen Ladesäulen und bei Schnelllade-Netzwerken. Außerdem bekommst du Rechenbeispiele, einen Anbieter-Vergleich und bewährte Spartipps.
E-Auto Ladekosten 2026: Alle Ladearten im Überblick
Bevor wir ins Detail gehen, hier ein schneller Überblick über die drei wichtigsten Ladearten mit ihren Kosten in Deutschland (Stand: Februar 2026):
| Ladeart | Preis pro kWh | Kosten pro 100 km* | Monatlich** |
|---|---|---|---|
| Zu Hause (Wallbox) | 24–34 Ct/kWh | 4,80–6,80 € | 48–68 € |
| Öffentlich (AC, normal) | 39–59 Ct/kWh | 7,80–11,80 € | 78–118 € |
| Öffentlich (DC, schnell) | 49–79 Ct/kWh | 9,80–15,80 € | 98–158 € |
| PV-Anlage (Solarstrom) | 8–12 Ct/kWh | 1,60–2,40 € | 16–24 € |
Auf Basis von 20 kWh/100 km Verbrauch *Bei 1.000 km pro Monat
Zum Vergleich: Ein Benziner mit 7 l/100 km kostet bei 1,75 €/l rund 12,25 Euro pro 100 km. Ein Diesel mit 6 l/100 km kommt bei 1,65 €/l auf etwa 9,90 Euro pro 100 km. Folglich ist selbst öffentliches Laden oft noch günstiger als Sprit.
Zu Hause laden: Die günstigste Option bei den E-Auto Ladekosten 2026
Das Laden per Wallbox bleibt 2026 mit Abstand die günstigste Möglichkeit. Gleichzeitig ist es auch die bequemste, weil du das Auto einfach über Nacht ansteckst.
Wie hoch ist der Strompreis gerade?
Die gute Nachricht: Die Strompreise in Deutschland sind zuletzt deutlich gesunken. Laut <a href=“https://www.verivox.de/strom/“ target=“_blank“ rel=“noopener“>Verivox</a> und der Bundesnetzagentur liegen sie im Februar 2026 bei:
- Neue Verträge: rund 23–25 Cent pro kWh (Verivox-Schnitt: 24,22 Ct/kWh)
- Bestehende Verträge: rund 30–34 Cent pro kWh (Schnitt: 31,64 Ct/kWh)
- Grundversorgung: rund 34–38 Cent pro kWh
Was zahle ich also pro Ladung?
Nehmen wir einen gängigen Stromer wie den VW ID.3 mit rund 20 kWh Verbrauch pro 100 km. Bei einem Neukundentarif von 25 Ct/kWh ergibt sich:
- Pro 100 km: 20 kWh × 0,25 € = 5,00 Euro
- Einmal vollladen (60 kWh): 60 × 0,25 € = 15,00 Euro für etwa 350 km
- Pro Monat bei 1.000 km: rund 50 Euro
Selbst bei einem teureren Bestandskundentarif von 32 Ct/kWh zahlst du nur etwa 6,40 Euro pro 100 km. Das ist also immer noch deutlich weniger als beim Verbrenner.
Spezielle Autostromtarife
Manche Stromanbieter haben besondere Tarife für E-Auto-Besitzer im Angebot. Diese sind oft nochmal günstiger als der normale Hausstrom. Voraussetzung ist allerdings meistens ein Smart Meter und eine steuerbare Wallbox nach §14a EnWG.
Durch diese Regelung darf dein Netzbetreiber die Ladeleistung bei Engpässen kurzzeitig drosseln. Im Gegenzug bekommst du aber niedrigere Netzgebühren – und damit günstigere Strompreise.
Solarstrom: Am billigsten laden
Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, kann sein E-Auto für nur 8 bis 12 Cent pro kWh laden. Das entspricht gerade einmal 1,60 bis 2,40 Euro pro 100 km – also fast geschenkt.
Dafür brauchst du jedoch eine smarte Wallbox, die das sogenannte PV-Überschussladen beherrscht. Dabei lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Solaranlage mehr Strom erzeugt, als dein Haushalt gerade braucht. Gute Modelle dafür sind etwa der Fronius Wattpilot, der go-e Charger Gemini oder der SMA EV Charger. Mehr dazu erfährst du in unserem <a href=“/wallbox-kaufen-2026-ratgeber“>Wallbox-Kaufratgeber 2026</a>.
Öffentlich laden: Anbieter und Tarife im Vergleich

Falls du nicht zu Hause laden kannst – zum Beispiel als Mieter ohne eigene Wallbox –, bist du auf öffentliche Ladesäulen angewiesen. Inzwischen gibt es laut <a href=“https://www.bundesnetzagentur.de“ target=“_blank“ rel=“noopener“>Bundesnetzagentur</a> deutschlandweit rund 135.700 Normalladepunkte und über 44.200 Schnellladepunkte. Zudem wächst das Deutschlandnetz stetig und soll Ende 2026 insgesamt 8.784 Ladepunkte bieten.
Die wichtigsten Tarife im Überblick
| Anbieter | Grundgebühr | AC-Preis | DC-Preis | Besonderes |
|---|---|---|---|---|
| EnBW (Tarif S) | keine | 49 Ct | 59 Ct | Größtes Netzwerk, gute App |
| EnBW (Tarif M) | 5,99 €/Mon. | 39 Ct | 49 Ct | Gut für Pendler |
| EnBW (Tarif L) | 17,99 €/Mon. | 29 Ct | 39 Ct | Ideal für Viellader |
| ADAC e-Charge | keine | 45 Ct | 54 Ct | Für ADAC-Mitglieder |
| Ionity Passport | 11,99 €/Mon. | – | 39 Ct | Schnellladen bis 350 kW |
| Ionity (ohne Abo) | keine | – | 75 Ct | Sehr teuer ohne Abo |
| Tesla Supercharger | keine | – | 43–55 Ct | Offen für alle Marken |
| Maingau | keine | 44 Ct | 54 Ct | Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| EWE Go | keine | 52 Ct | 52 Ct | Gleicher Preis für AC und DC |
| Aral Pulse | keine | – | 59 Ct | Wachsendes HPC-Netzwerk |
Preise ohne Gewähr, Stand Februar 2026. Beim Roaming können die Preise abweichen.
Spontan laden oder mit Vertrag?
Grundsätzlich hast du an der Ladesäule zwei Möglichkeiten:
Spontan laden (Ad-hoc): Dabei zahlst du direkt per Kreditkarte oder PayPal – ganz ohne Anmeldung. Das ist zwar praktisch, kostet laut <a href=“https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/laden/elektroauto-ladesaeulen-strompreise/“ target=“_blank“ rel=“noopener“>ADAC</a> aber bis zu 62 Prozent mehr als das Laden mit Vertrag. An der Autobahn kann eine kWh so schnell mal 84 Cent kosten.
Mit Ladekarte oder App: Hier registrierst du dich einmalig bei einem Anbieter und bezahlst über eine Karte oder App. Die Preise sind damit klar und niedriger. Manche Tarife haben zwar eine Grundgebühr, bieten dafür aber spürbar günstigere Kilowattstundenpreise.
Welcher Tarif passt zu dir?
Abhängig von deinem Ladeverhalten empfehle ich Folgendes:
Wenig öffentlich laden (unter 50 kWh/Monat): Wähle einen Tarif ohne Grundgebühr, beispielsweise ADAC e-Charge oder EnBW Tarif S. Denn bei kleinen Mengen lohnt sich ein Abo selten.
Regelmäßig pendeln (50–200 kWh/Monat): Hier lohnt sich eine kleine Grundgebühr, etwa beim EnBW Tarif M für 5,99 € im Monat. Ab rund 60 kWh pro Monat sparst du damit gegenüber dem Tarif ohne Gebühr.
Oft unterwegs (über 200 kWh/Monat): In diesem Fall lohnen sich Ionity Passport (11,99 €/Monat, 39 Ct/kWh DC) oder EnBW Tarif L (17,99 €/Monat, 29 Ct AC / 39 Ct DC). Infolgedessen zahlst du auch bei hohem Verbrauch deutlich weniger als spontan.
E-Auto Ladekosten 2026 vs. Benziner vs. Diesel
Jetzt wird es richtig spannend – denn hier siehst du den direkten Vergleich:
| Antrieb | Verbrauch | Preis | Kosten/100 km |
|---|---|---|---|
| E-Auto (zu Hause, Neukunde) | 20 kWh | 25 Ct/kWh | 5,00 € |
| E-Auto (zu Hause, Bestandskunde) | 20 kWh | 32 Ct/kWh | 6,40 € |
| E-Auto (Solarstrom) | 20 kWh | 10 Ct/kWh | 2,00 € |
| E-Auto (öffentlich AC, EnBW M) | 20 kWh | 39 Ct/kWh | 7,80 € |
| E-Auto (spontan Schnellladen) | 20 kWh | 75 Ct/kWh | 15,00 € |
| Benziner | 7,0 l | 1,75 €/l | 12,25 € |
| Diesel | 6,0 l | 1,65 €/l | 9,90 € |
Das Ergebnis ist eindeutig: Wer hauptsächlich zu Hause lädt, fährt mit dem E-Auto 50 bis 60 Prozent günstiger als mit einem Benziner. Auch beim öffentlichen Laden mit Vertrag bleibt ein klarer Vorteil. Lediglich beim teuersten Fall – spontan Schnellladen ohne Abo – kommen die Kosten in die Nähe eines Verbrenners.
Was spart man pro Jahr?
Bei 15.000 km jährlich sieht die Rechnung so aus:
| Wie du lädst | Kosten pro Jahr | Ersparnis ggü. Benziner |
|---|---|---|
| E-Auto zu Hause (25 Ct/kWh) | 750 € | 1.088 € gespart |
| E-Auto zu Hause (32 Ct/kWh) | 960 € | 878 € gespart |
| E-Auto mit Solarstrom | 300 € | 1.538 € gespart |
| E-Auto, gemischt (80 % Haus / 20 % öffentlich) | 870 € | 968 € gespart |
| Benziner (7 l/100 km) | 1.838 € | – |
| Diesel (6 l/100 km) | 1.485 € | – |
Darüber hinaus sparst du mit einem E-Auto auch bei der Kfz-Steuer (rund 150–500 € pro Jahr) und bei der Wartung (kein Ölwechsel, weniger Bremsenverschleiß). Zusammengenommen sind das schnell über 1.500 Euro weniger im Jahr. Mit der <a href=“/e-auto-foerderung-praemie-2026″>E-Auto-Förderung 2026</a> kommen sogar noch bis zu 6.000 Euro Kaufprämie dazu.
Ladeverluste: Damit musst du zusätzlich rechnen
Ein Punkt, der oft vergessen wird: Kein Ladevorgang arbeitet zu 100 Prozent ohne Verluste. Beim Laden entsteht Wärme im Ladegerät, im Kabel und in der Batterie. Je nach Ladeart sehen die Verluste so aus:
- Wallbox (AC zu Hause): 10–15 % Verlust
- Öffentliches AC-Laden: 10–15 % Verlust
- DC-Schnellladen: nur 5–10 % Verlust
- Normale Haushaltssteckdose: 15–20 % Verlust
Konkret heißt das: Wenn dein Auto einen 60-kWh-Akku hat, ziehst du an der Wallbox rund 66–69 kWh aus dem Netz. Dementsprechend solltest du bei der Kostenrechnung etwa 10–15 Prozent draufschlagen.
10 Spartipps um deine E-Auto Ladekosten 2026 zu senken
- Zu Hause laden, wann immer es geht – Denn Hausstrom ist fast immer billiger als die öffentliche Ladesäule. Eine <a href=“/wallbox-kaufen-2026-ratgeber“>Wallbox</a> lohnt sich daher schon nach wenigen Monaten.
- Stromtarif wechseln – Der Unterschied zwischen Grundversorgung (34+ Ct) und günstigen Neukundentarifen (24 Ct) ist riesig. Ein Wechsel spart also mehrere Hundert Euro im Jahr.
- Autostromtarif prüfen – Falls du einen Smart Meter und eine steuerbare Wallbox hast, bekommst du damit oft besonders günstige Preise.
- Solarstrom nutzen – Falls du eine PV-Anlage besitzt oder planst, lade dein Auto damit. Denn so amortisiert sich die Anlage deutlich schneller.
- Ladekarte statt spontan laden – Registriere dich bei mindestens einem großen Anbieter. Schon dadurch sparst du bis zu 62 Prozent gegenüber dem spontanen Laden.
- Gratis-Laden mitnehmen – Supermärkte wie ALDI, Lidl und Kaufland sowie IKEA bieten an vielen Standorten kostenloses Laden an. Nutze das einfach beim Einkaufen.
- Lade-Apps vergleichen – Die EnBW Mobility+ App zeigt zum Beispiel einen Preisfilter für die günstigste Ladesäule in der Nähe. Ebenso hilft die App Chargeprice beim Preisvergleich.
- Nachts laden – Bei zeitabhängigen Tarifen ist Strom nachts oft spürbar billiger. Nutze deshalb die Timer-Funktion deines Autos oder deiner Wallbox.
- Sparsam fahren – Vorausschauend fahren, den Eco-Modus nutzen und den Reifendruck prüfen: Jede gesparte kWh senkt deine Kosten.
- Blockiergebühren meiden – Viele Anbieter verlangen Geld, wenn dein Auto nach dem Laden noch angeschlossen bleibt. Deshalb lohnt es sich, App-Benachrichtigungen einzuschalten und das Auto rechtzeitig abzustecken.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu E-Auto Ladekosten 2026
Was kostet es, ein E-Auto zu Hause voll aufzuladen? Bei einem Verbrauch von 20 kWh/100 km und einem Strompreis von 30 Ct/kWh kostet eine Volladung eines 60-kWh-Akkus rund 18 Euro. Dafür bekommst du etwa 300–350 km Reichweite.
Ist ein E-Auto wirklich günstiger als ein Benziner? Ja, bei den reinen Energiekosten sparst du zu Hause geladen rund 50–60 Prozent gegenüber einem Benziner. Bei 15.000 km pro Jahr sind das etwa 900 bis 1.500 Euro weniger.
Wie teuer ist Schnellladen an der Autobahn? Je nach Anbieter und Tarif zahlst du zwischen 39 Ct/kWh (mit Ionity-Abo) und 84 Ct/kWh (spontan ohne Vertrag). Für 100 km Reichweite kostet das somit 7,80 bis 16,80 Euro.
Lohnt sich ein spezieller Autostromtarif? Für Vielfahrer mit Wallbox und Smart Meter meistens ja. Denn diese Tarife bieten oft Preise von 20–25 Ct/kWh – also deutlich unter dem normalen Haustarif.
Kann ich mein E-Auto irgendwo kostenlos laden? Ja, tatsächlich an vielen Orten. Supermärkte wie ALDI, Lidl und Kaufland sowie IKEA bieten an zahlreichen Standorten Gratis-Laden an. Auch manche Arbeitgeber stellen Ladestationen bereit.
Fazit: E-Auto Ladekosten 2026 so niedrig wie nie
Die E-Auto Ladekosten 2026 machen den Stromer zum klaren Kostensieger gegenüber Benzin und Diesel. Sinkende Strompreise, mehr Ladesäulen und stärkerer Wettbewerb spielen E-Auto-Fahrern in die Hände.
