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E-Auto Leasing unter 300 Euro: Der ehrliche Ratgeber 2026

Ein Citroën ë-C3 für 36 Euro im Monat. Ein VW ID.3 für 99 Euro. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Tatsächlich ist es wahr — aber nicht die ganze Wahrheit. Denn die beworbene Leasingrate ist nur ein Baustein der monatlichen Kosten. Versicherung, Strom, Überführung und Wartung kommen dazu. Wer das nicht vorher durchrechnet, erlebt bei der ersten Abrechnung eine Überraschung.

Dieser Ratgeber zeigt dir deshalb nicht nur, welche E-Autos unter 300 Euro zu haben sind. Vielmehr erklären wir, wie du die wahren Gesamtkosten berechnest, welche Fallen im Kleingedruckten lauern und welches Modell zu deinem Fahrprofil passt. Mit konkreten Rechenbeispielen, einer Vergleichstabelle und einer Checkliste für den Vertragsabschluss.

Die aktuellen Top-Deals mit konkreten Modellen und Monatsraten findest du in unserem separaten Deal-Überblick. Hier geht es um das Werkzeug, mit dem du jeden Deal selbst bewerten kannst.


Was E-Auto Leasing 2026 so günstig macht

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Die historisch niedrigen Raten haben drei Ursachen, die sich gegenseitig verstärken. Erstens gibt es seit dem 1. Januar 2026 wieder eine staatliche E-Auto-Förderung — bis zu 6.000 Euro für Privatpersonen, abhängig von Einkommen und Familiengröße. Zweitens gewähren Hersteller zusätzliche Rabatte von mehreren Tausend Euro, um ihre CO₂-Flottenbilanzen zu verbessern. Drittens drücken chinesische Hersteller wie BYD, Leapmotor und MG die Listenpreise — und europäische Marken müssen mitziehen.

Die Folge: Volkswagen gewährt aktuell 4.000 Euro Nachlass auf ID.3, ID.4 und ID.5. Dacia reduziert den Spring um 5.000 Euro. Toyota bietet eine Leasingprämie von bis zu 12.300 Euro auf den bZ4X. Zusammen mit der staatlichen Förderung entstehen dadurch Raten, die vor einem Jahr schlicht undenkbar gewesen wären.

Warum gerade Leasing profitiert

Beim Kauf fließt die Förderung als Einmalzahlung — man spart zwar, spürt es aber nicht jeden Monat. Beim Leasing hingegen wird die Förderung auf die monatlichen Raten umgelegt. Dadurch sinkt die Rate spürbar und direkt. Ein Beispiel: Ohne Förderung kostet ein VW ID.3 rund 265 Euro im Monat. Mit 6.000 Euro Förderung auf 36 Monate verteilt sinkt die Rate um rund 167 Euro — auf die beworbenen 99 Euro.

Allerdings gibt es einen Haken: Das Antragsportal für die Förderung öffnet erst im Mai 2026. Viele Leasinggeber rechnen die Prämie dennoch bereits jetzt ein — als Sonderzahlung, die der Leasingnehmer vorstrecken muss. Darauf kommen wir im Abschnitt zu den Fallen noch zurück.


Leasingfaktor verstehen: Die wichtigste Kennzahl

Bevor du irgendein Angebot unterschreibst, solltest du den Leasingfaktor kennen. Er ist das einzige Werkzeug, mit dem du Angebote verschiedener Hersteller und Plattformen tatsächlich vergleichen kannst.

Die Grundformel

Die Berechnung ist simpel: Monatliche Rate geteilt durch Bruttolistenpreis, multipliziert mit 100. Das Ergebnis ist der Leasingfaktor in Prozent.

Beispiel: Ein Opel Corsa Electric mit Listenpreis 36.440 Euro und einer Rate von 79 Euro hat einen Leasingfaktor von 0,22. Das ist herausragend.

Die erweiterte Formel mit Sonderzahlung

Viele Angebote verlangen eine Sonderzahlung, die die Rate optisch senkt. Deshalb muss die Formel erweitert werden: (Rate + Sonderzahlung geteilt durch Laufzeit in Monaten) geteilt durch Bruttolistenpreis, mal 100.

Beispiel: Der gleiche Corsa Electric mit 6.000 Euro Sonderzahlung und 79 Euro Rate bei 36 Monaten Laufzeit ergibt eine effektive Rate von 245,67 Euro. Der bereinigte Leasingfaktor liegt dann bei 0,67 — immer noch solide, aber deutlich weniger spektakulär als die beworbenen 0,22.

Einordnung der Werte für 2026

Dank der Förderung und der Herstellerboni sind die Leasingfaktoren für E-Autos aktuell historisch niedrig. Bei Verbrennern liegt ein normaler Leasingfaktor zwischen 0,7 und 1,1. Bei geförderten E-Autos sind folgende Werte realistisch: Unter 0,3 ist herausragend und derzeit bei Citroën, Opel und VW erreichbar. Zwischen 0,3 und 0,5 ist gut. Von 0,5 bis 0,8 ist durchschnittlich. Über 0,8 sollte man das Angebot kritisch prüfen.

Wichtig: Der Leasingfaktor vergleicht nur die Finanzierungskosten. Er sagt nichts über Überführung, Versicherung oder Strom. Deshalb brauchen wir die Gesamtkostenrechnung.


Die ehrliche Gesamtkostenrechnung

Die Leasingrate ist der Grundstein. Doch die tatsächlichen monatlichen Kosten setzen sich aus fünf Bausteinen zusammen. Wer alle fünf kennt, wird von keiner Rechnung überrascht.

Baustein 1: Die Leasingrate

Das ist der beworbene Preis. Bei den aktuellen Angeboten liegt er zwischen 36 Euro (Citroën ë-C3) und rund 280 Euro (Škoda Enyaq 85 oder Cupra Tavascan). Dabei ist die Rate allein wenig aussagekräftig, denn sie hängt von Laufzeit, Kilometerbegrenzung und Sonderzahlung ab.

Baustein 2: Einmalkosten (umgelegt)

Zu den Einmalkosten zählen Überführungskosten (häufig 800 bis 1.300 Euro), Zulassungskosten (rund 60 bis 70 Euro) und gegebenenfalls eine Bereitstellungspauschale. Diese Kosten fallen bei Vertragsabschluss an und werden vom Leasinggeber separat berechnet.

Um sie vergleichbar zu machen, teilt man die Summe durch die Laufzeit in Monaten. Bei 1.200 Euro Überführung und 36 Monaten Laufzeit sind das rund 33 Euro pro Monat zusätzlich.

Baustein 3: Versicherung

Beim Leasing ist eine Vollkaskoversicherung in der Regel Pflicht. Bei E-Autos ist das auch sinnvoll, denn die Batterie macht bis zu 50 Prozent des Fahrzeugwerts aus. Ein kaputter Akku kann 15.000 bis 25.000 Euro kosten.

Die Kosten hängen stark vom Modell, der Schadenfreiheitsklasse und dem Wohnort ab. Grobe Richtwerte: Ein günstiger Kleinwagen wie der Citroën ë-C3 oder Dacia Spring liegt bei rund 400 bis 600 Euro pro Jahr Vollkasko. Ein Kompaktauto wie der VW ID.3 oder Opel Corsa Electric kostet 500 bis 800 Euro. Ein SUV wie der Škoda Enyaq oder Ford Explorer liegt bei 700 bis 1.200 Euro.

Laut einer Verivox-Analyse von Anfang 2026 sind Vollkaskotarife für E-Autos bei etwa der Hälfte der Anbieter teurer als für vergleichbare Verbrenner. Im Schnitt rund 15 bis 20 Prozent höhere Reparaturkosten treiben die Prämien nach oben. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Versicherern — ein Vergleich lohnt sich daher enorm.

Tipp: Achte bei der Versicherung auf Akku-Allgefahrendeckung, Schutz für Ladekabel und Wallbox sowie Neupreisentschädigung für mindestens 24 Monate. GAP-Deckung ist beim Leasing ebenfalls wichtig — sie schließt die Lücke zwischen dem Wiederbeschaffungswert und dem Restwert im Leasingvertrag.

Baustein 4: Strom und Laden

Hier entscheidet dein Ladeprofil über die Kosten. Wer zu Hause lädt, zahlt deutlich weniger als jemand, der auf öffentliche Säulen angewiesen ist. Laut unserem Ladekosten-Vergleich sieht die Rechnung bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 kWh/100 km und 1.000 km pro Monat so aus: Zu Hause kosten 200 kWh rund 60 bis 70 Euro. An öffentlichen AC-Ladern zahlt man etwa 80 bis 100 Euro. An Schnellladern (DC) werden es 100 bis 130 Euro.

In der Praxis laden die meisten Fahrer zu etwa 70 bis 80 Prozent zu Hause und ergänzen unterwegs. Dementsprechend liegen die monatlichen Stromkosten für Vielfahrer mit 1.000 km bei rund 65 bis 85 Euro. Wenigfahrer mit 500 km kommen auf 30 bis 45 Euro.

Baustein 5: Wartung und Sonstiges

Elektroautos sind wartungsärmer als Verbrenner. Kein Ölwechsel, keine Zündkerzen, weniger Bremsverschleiß. Der ADAC rechnet mit rund 300 Euro jährlichen Wartungskosten für E-Autos gegenüber 600 Euro bei Verbrennern. Das sind umgerechnet rund 25 Euro pro Monat.

Manche Leasinggeber bieten Wartungspakete an, die Inspektionen und Verschleißreparaturen abdecken. Diese kosten typischerweise 20 bis 40 Euro pro Monat. Ob sich das lohnt, hängt von der Laufzeit ab — bei nur 36 Monaten fällt meist höchstens eine Inspektion an, sodass ein Paket sich selten rechnet.


Rechenbeispiel: Was kosten vier beliebte E-Autos wirklich?

Um die Theorie greifbar zu machen, rechnen wir vier aktuelle Angebote komplett durch. Alle Annahmen: Privatleasing, 36 Monate, 10.000 km/Jahr, Vollkasko mit SF-Klasse 10, Hausladen zu 0,32 €/kWh, Stand Februar 2026.

Citroën ë-C3 (Listenpreis 23.300 €)

Leasingrate: 36 €/Monat. Überführung umgelegt: 33 €/Monat. Vollkasko geschätzt: 42 €/Monat. Strom (ca. 830 km/Monat): 53 €/Monat. Wartung: 25 €/Monat. Gesamtkosten: rund 189 €/Monat. Gesamtkosten über 36 Monate: rund 6.800 €.

VW ID.3 Pro (Listenpreis 40.335 €)

Leasingrate: 99 €/Monat. Überführung umgelegt: 30 €/Monat. Vollkasko geschätzt: 55 €/Monat. Strom (ca. 830 km/Monat): 53 €/Monat. Wartung: 25 €/Monat. Gesamtkosten: rund 262 €/Monat. Gesamtkosten über 36 Monate: rund 9.430 €.

Opel Corsa Electric (Listenpreis 36.440 €)

Leasingrate: 79 €/Monat. Überführung umgelegt: 33 €/Monat. Vollkasko geschätzt: 50 €/Monat. Strom (ca. 830 km/Monat): 53 €/Monat. Wartung: 25 €/Monat. Gesamtkosten: rund 240 €/Monat. Gesamtkosten über 36 Monate: rund 8.640 €.

Škoda Enyaq 85 (Listenpreis 49.900 €)

Leasingrate: 209 €/Monat. Überführung umgelegt: 33 €/Monat. Vollkasko geschätzt: 75 €/Monat. Strom (ca. 830 km/Monat): 58 €/Monat. Wartung: 25 €/Monat. Gesamtkosten: rund 400 €/Monat. Gesamtkosten über 36 Monate: rund 14.400 €.

Was fällt auf?

Der Citroën ë-C3 mit 36 Euro Leasingrate kostet in der Realität rund 189 Euro im Monat. Trotzdem ist das ein hervorragender Deal — für weniger als 190 Euro fährt man ein nagelneues Elektroauto mit Garantie und ohne Werkstattrisiko. Zum Vergleich: Ein zehn Jahre alter Gebrauchtwagen mit TÜV-Risiko und steigenden Spritkosten kommt in der Gesamtrechnung auf ähnliche oder höhere Summen.

Der VW ID.3 für 99 Euro monatlich liegt bei Gesamtkosten von 262 Euro — weniger als viele Besitzer für ihren Verbrenner-Golf ausgeben. Folglich ist die Aussage „E-Auto Leasing war noch nie so günstig“ nicht nur ein Marketing-Spruch, sondern rechnerisch belegbar.


Die fünf größten Fallen beim E-Auto Leasing

Niedrige Raten haben Bedingungen. Wer diese fünf Fallen kennt, vermeidet böse Überraschungen.

Falle 1: Die Kilometergrenze

Das ist die häufigste Kostenfalle. Viele Schnäppchendeals kalkulieren mit nur 5.000 Kilometern pro Jahr. Das sind 417 km pro Monat — bei täglichem Pendeln von 10 km einfach schon knapp. Für alles darüber hinaus fallen Mehrkilometer-Gebühren an: typischerweise 10 bis 15 Cent pro Kilometer. Bei 5.000 Kilometern Überschreitung zahlt man am Vertragsende 500 bis 750 Euro nach.

Die richtige Kalkulation: Zähle deine täglichen Pendelkilometer mal 230 Arbeitstage und addiere 2.000 bis 3.000 km für Freizeit und Urlaub. Wer 20 km zur Arbeit fährt, kommt auf rund 11.600 km pro Jahr und sollte mindestens 12.000 km buchen. Die Mehrkosten für ein höheres Kilometerpaket sind fast immer geringer als die Nachzahlung bei Überschreitung.

Falle 2: Sonderzahlung als Förderungs-Vorschuss

Bei vielen aktuellen Angeboten wird die E-Auto-Förderung von 6.000 Euro als Sonderzahlung eingerechnet. Dadurch sinkt die Monatsrate erheblich. Das Problem: Das Antragsportal öffnet erst im Mai 2026. Bis dahin muss der Leasingnehmer die Summe vorstrecken. Wer die Förderung nicht oder nur teilweise erhält (z. B. weil das Einkommen über der Grenze liegt), bleibt auf der Differenz sitzen.

Tipp: Prüfe vor Vertragsabschluss, ob du die Fördervoraussetzungen erfüllst. Dafür zählt das zu versteuernde Haushaltseinkommen: maximal 80.000 Euro, plus 5.000 Euro pro Kind unter 18 Jahren. Im Zweifel wähle ein Angebot ohne Sonderzahlung — die Rate ist dann höher, aber das Risiko geringer. Alle Details zur Förderung findest du hier.

Falle 3: Vorkonfigurierte Fahrzeuge ohne Wahlmöglichkeit

Besonders günstige Deals basieren häufig auf vorkonfigurierten Lagerfahrzeugen. Farbe, Ausstattung und Extras stehen fest — zusätzliche Wünsche sind ausgeschlossen oder verteuern den Deal. Das ist kein Problem, wenn dir die Konfiguration gefällt. Es wird zum Problem, wenn du erst nach Vertragsabschluss feststellst, dass etwa die Wärmepumpe fehlt, die im Winter 20 bis 30 Prozent mehr Reichweite bedeutet.

Falle 4: THG-Prämie nicht gesichert

Als Halter eines Elektroautos kannst du die THG-Prämie beantragen — aktuell 150 bis 330 Euro pro Jahr. Über drei Jahre Leasing summiert sich das auf bis zu 1.000 Euro. Allerdings beanspruchen manche Leasinggesellschaften die THG-Prämie für sich selbst. Deshalb sollte dieser Punkt vor Vertragsabschluss geklärt werden.

Falle 5: Rückgabezustand und Schäden

Beim Leasing gibt man das Auto am Vertragsende zurück. Normale Gebrauchsspuren sind akzeptiert, doch bei übermäßiger Abnutzung oder Schäden wird nachberechnet. Ein Parkrempler, den man „übersieht“, kann bei der Rückgabe-Inspektion schnell 500 bis 1.000 Euro kosten. Bei E-Autos kommt hinzu: Schäden am Unterboden (z. B. durch einen Bordstein) können als Batterierisiko eingestuft werden.

Tipp: Dokumentiere den Fahrzeugzustand bei Übernahme mit Fotos. Lass das Fahrzeug zwei Wochen vor Rückgabe professionell aufbereiten — das kostet 100 bis 200 Euro, spart aber möglicherweise ein Vielfaches.


Welches E-Auto passt zu deinem Fahrprofil?

Nicht jeder Leasingdeal passt zu jeder Lebenssituation. Hier sind vier typische Profile mit konkreten Empfehlungen.

Profil 1: Stadtpendler und Zweitwagen

Du fährst weniger als 8.000 km im Jahr, meist kurze Strecken in der Stadt oder zum Bahnhof. Dir reicht ein Kleinwagen mit 200 bis 320 km Reichweite. Das Idealprofil für die günstigsten Deals.

Empfohlene Modelle: Citroën ë-C3 (ab 36 €), Leapmotor T03 (ab 61 €), Dacia Spring (ab ca. 50 €). Kilometerpaket: 5.000 bis 8.000 km/Jahr. Gesamtkosten: 170 bis 220 €/Monat.

Profil 2: Berufspendler mit eigenem Stellplatz

Du fährst 10.000 bis 15.000 km im Jahr, hast einen festen Parkplatz mit Wallbox und brauchst ein zuverlässiges Alltagsauto. Reichweite von 350 bis 450 km ist komfortabel.

Empfohlene Modelle: VW ID.3 (ab 99 €), Opel Corsa Electric (ab 79 €), Kia EV4 (ab 95 €). Kilometerpaket: 10.000 bis 15.000 km/Jahr. Gesamtkosten: 240 bis 310 €/Monat.

Profil 3: Familie mit Platzbedarf

Du brauchst Kofferraum, Rückbank und Langstreckentauglichkeit. Reichweite ab 450 km und Schnellladen ab 130 kW sind wichtig. Die Raten liegen etwas höher, dafür ersetzt das Auto einen Verbrenner-Kombi.

Empfohlene Modelle: Citroën ë-C3 Aircross (ab 58 €), Škoda Enyaq 85 (ab 209 €), Ford Explorer (ab ca. 250 €). Für den Ford Explorer und Škoda Enyaq teilen sich übrigens die gleiche VW-MEB-Plattform — der Ford ist rund 30 Euro günstiger bei identischer Technik. Kilometerpaket: 12.000 bis 18.000 km/Jahr. Gesamtkosten: 280 bis 420 €/Monat.

Profil 4: Gewerbetreibende und Freiberufler

Du nutzt das Fahrzeug als Dienstwagen und profitierst von der 0,25-Prozent-Versteuerung für E-Autos (bei Listenpreis unter 70.000 €). Außerdem kannst du die Leasingrate als Betriebsausgabe absetzen und die Sonderabschreibung von 40 Prozent im ersten Jahr nutzen.

Empfohlene Modelle: Je nach Bedarf aus allen Kategorien — im Gewerbe sind die Netto-Raten nochmals deutlich günstiger. Ein VW ID.4 liegt im Gewerbeleasing oft unter 200 € netto. Zudem lohnt sich ein Blick auf den Suzuki e-Vitara als günstigen Einstieg in die E-SUV-Klasse.


Leasing vs. Kauf: Wann sich was lohnt

Die Antwort auf diese Frage hat sich 2026 verschoben. Lange galt: Kaufen ist langfristig günstiger, Leasing ist bequemer. Inzwischen stimmt das nicht mehr pauschal.

Wann Leasing die bessere Wahl ist

Leasing lohnt sich besonders dann, wenn du das Auto weniger als fünf Jahre fahren willst. Der Grund ist simpel: Die Batterietechnologie entwickelt sich rasant weiter. Ein E-Auto, das du heute kaufst, hat in drei Jahren womöglich 30 Prozent weniger Wert — weil neuere Modelle mehr Reichweite und kürzere Ladezeiten bieten. Beim Leasing trägst du dieses Restwertrisiko nicht.

Außerdem macht Leasing Sinn, wenn du von der Förderung profitierst und die Raten historisch niedrig sind. Der ADAC betont, dass die Restwertentwicklung bei E-Autos nach wie vor schwerer kalkulierbar ist als bei Verbrennern. Demzufolge bietet Leasing eine finanzielle Absicherung gegen unvorhersehbare Wertverluste.

Und schließlich ist Leasing vorteilhaft bei chinesischen Herstellern wie BYD, Leapmotor oder MG. Diese Marken bieten hervorragende Autos zu attraktiven Preisen, doch ihre langfristige Marktpräsenz und Ersatzteillage ist noch nicht so etabliert wie bei VW oder Toyota. Beim Leasing gibt man das Auto nach drei Jahren einfach zurück.

Wann Kauf die bessere Wahl ist

Kauf lohnt sich, wenn du das Auto mindestens sieben bis zehn Jahre fahren willst und wenig Wert auf immer die neueste Technik legst. Bei einer Haltedauer von acht Jahren und mehr verteilen sich die Anschaffungskosten so stark, dass der Kauf günstiger wird — besonders mit der E-Auto-Förderung als Kaufzuschuss.

Darüber hinaus ist Kauf sinnvoll, wenn du viel fährst — ab 20.000 km pro Jahr wird Leasing durch die Mehrkilometer-Kosten oder die höhere Rate für große Kilometerpakete zunehmend teuer. Letztlich lohnt sich Kauf auch für alle, die ihr Auto individuell gestalten wollen (Folierung, Anhängerkupplung, Tuning) — beim Leasing ist das eingeschränkt oder verboten.


Wo finde ich die besten Deals? Plattform-Vergleich

Die drei großen Vergleichsplattformen in Deutschland unterscheiden sich in Angebot und Darstellung.

Carwow

Die Plattform mit der größten Auswahl und den häufigsten exklusiven Deals. Carwow zeigt sowohl Privat- als auch Gewerbeangebote und ermöglicht die Kontaktaufnahme mit Händlern direkt über die Plattform. Besonders stark bei E-Autos, weil viele Hersteller hier ihre Förderaktionen schalten.

GoLeasy

GoLeasy aggregiert Angebote von vielen Händlern und berechnet automatisch den effektiven Leasingfaktor. Das macht den Vergleich besonders transparent. Nachteil: Die Auswahl ist etwas kleiner als bei Carwow, und manche Angebote sind nur für bestimmte Kundengruppen (z. B. Schwerbehindertenausweis oder öffentlicher Dienst).

LeasingMarkt

LeasingMarkt trennt übersichtlich zwischen Privat- und Gewerbekunden und zeigt auch Gebrauchtfahrzeug-Leasing. Die Filterfunktionen sind umfangreich. Allerdings sind die Angebote manchmal weniger aktuell als bei den Wettbewerbern.

Hersteller-Websites nicht vergessen

Neben den Plattformen lohnt sich immer ein Blick auf die Hersteller-Seiten. Opel, Citroën, Peugeot und VW schalten dort eigene Leasingaktionen, die teilweise nicht auf den Vergleichsportalen erscheinen. Besonders Auto Motor und Sport aktualisiert regelmäßig eine kuratierte Übersicht der besten Deals.


Checkliste: Diese 10 Punkte vor dem Vertragsabschluss prüfen

Folgende Punkte solltest du vor der Unterschrift durchgehen:

1. Leasingfaktor berechnen — inklusive Sonderzahlung. Ein Faktor unter 0,5 ist bei E-Autos aktuell realistisch. Leasingengel bietet eine gute Erklärung mit Rechenbeispielen.

2. Gesamtkosten durchrechnen — Rate plus Überführung plus Versicherung plus Strom. Nutze die Tabelle oben als Vorlage.

3. Kilometerpaket realistisch wählen — lieber 2.000 km Puffer einplanen als Nachzahlung riskieren.

4. Fördervoraussetzungen prüfen — Haushaltseinkommen unter 80.000 € plus 5.000 € pro Kind? Dann stehen bis zu 6.000 € bereit.

5. Sonderzahlung hinterfragen — Wird die Förderung eingerechnet? Muss ich vorstrecken? Was passiert, wenn die Förderung abgelehnt wird?

6. THG-Prämie klären — Steht sie mir als Leasingnehmer zu oder behält sie der Leasinggeber?

7. Versicherung separat vergleichen — Nicht blind das Angebot des Händlers nehmen. Verivox oder Check24 zeigen oft deutlich günstigere Tarife.

8. Wartungspaket hinterfragen — Bei 36 Monaten Laufzeit lohnt es sich selten. E-Autos brauchen in drei Jahren meist nur eine Inspektion.

9. GAP-Versicherung prüfen — Schließt die Lücke zwischen Wiederbeschaffungswert und Leasingrestwert bei Totalschaden oder Diebstahl.

10. Rückgabebedingungen lesen — Welche Schäden gelten als „normaler Verschleiß“? Was wird nachberechnet? Fotodokumentation bei Übernahme machen.


E-Auto Leasing unter 300 Euro: Das Fazit

Die Kombination aus staatlicher Förderung, Herstellerboni und Preiskampf macht 2026 zum besten Jahr, um ein Elektroauto zu leasen. Ein nagelneues E-Auto für unter 200 Euro Gesamtkosten im Monat — das gab es noch nie.

Dennoch sind die beworbenen Raten nur die halbe Wahrheit. Wer Versicherung, Strom, Überführung und die Kilometer-Frage nicht mitrechnet, wundert sich am Ende. Deswegen gilt: Nicht die niedrigste Rate entscheidet, sondern die niedrigsten Gesamtkosten im Verhältnis zu dem, was man braucht.

Für Stadtpendler und Zweitwagen-Nutzer sind die aktuellen Deals ein No-Brainer. Ein Citroën ë-C3 für 189 Euro Gesamtkosten im Monat schlägt jeden zehn Jahre alten Gebrauchtwagen. Für Pendler und Familien bieten VW ID.3, Opel Corsa Electric und Škoda Enyaq erstklassige Preis-Leistungs-Verhältnisse unter 300 Euro Gesamtkosten. Und selbst wer über 300 Euro ausgibt, fährt in vielen Fällen günstiger als mit einem vergleichbaren Verbrenner.

Die aktuellen Top-Deals mit konkreten Monatsraten aktualisieren wir regelmäßig. Und falls du noch unsicher bist, ob ein bestimmtes Modell zu deinem Profil passt, helfen dir unsere Fahrzeugbewertungen bei der Entscheidung.

Was kostet ein E-Auto Leasing unter 300 Euro wirklich im Monat?

Die beworbene Leasingrate ist nur ein Teil der monatlichen Kosten. Zur Rate kommen Überführungskosten (umgelegt ca. 25–35 €/Monat), Vollkaskoversicherung (40–100 €/Monat), Stromkosten (30–80 €/Monat) und eventuell ein Wartungspaket. Ein Citroën ë-C3 mit 36 € Leasingrate kostet in der Gesamtrechnung eher 170 bis 230 € monatlich. Das ist dennoch günstiger als fast jeder vergleichbare Gebrauchtwagen.

Was ist ein guter Leasingfaktor für Elektroautos 2026?

Der Leasingfaktor berechnet sich aus der Formel: Monatliche Rate geteilt durch Bruttolistenpreis mal 100. Für geförderte E-Autos gilt 2026: Unter 0,3 ist herausragend, 0,3 bis 0,5 ist gut, 0,5 bis 0,8 ist durchschnittlich, über 0,8 sollte man genauer hinschauen. Bei einer Sonderzahlung muss diese anteilig auf die Laufzeit umgerechnet werden, um den echten Faktor zu erhalten.

Brauche ich eine Vollkaskoversicherung beim E-Auto Leasing?

Ja, die meisten Leasinggeber schreiben eine Vollkaskoversicherung vor. Das ist bei E-Autos auch sinnvoll — die Batterie allein kann 15.000 bis 25.000 Euro kosten. Achte auf Tarife mit speziellem Akku-Schutz, Allgefahrendeckung und Schutz für Ladekabel und Wallbox. Die jährlichen Kosten liegen zwischen 400 und 1.200 Euro.

Lohnt sich E-Auto Leasing mit der Förderung 2026?

In den meisten Fällen ja. Die staatliche Förderung drückt die Raten auf historische Tiefstände. Über drei Jahre Laufzeit sind die Gesamtkosten eines geleasten E-Autos häufig niedriger als der Wertverlust eines vergleichbaren Gebrauchtwagens. Die Förderung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2026.

Was passiert, wenn ich die Kilometergrenze überschreite?

Bei Überschreitung fallen typischerweise 10 bis 15 Cent pro Mehrkilometer an. Bei 5.000 Kilometern Überschreitung summiert sich das auf 500 bis 750 Euro. Plane deshalb realistisch — 5.000 km/Jahr genügen nur für Zweitwagen oder Homeoffice-Nutzer. Berufspendler sollten mindestens 10.000 km/Jahr einplanen. Einige Anbieter erlauben eine Anpassung während der Laufzeit.

Welche Leasingplattformen sind für E-Autos am besten?

Die großen Vergleichsplattformen sind Carwow (breiteste Auswahl, regelmäßig exklusive Deals), GoLeasy (transparenter Leasingfaktor-Vergleich) und LeasingMarkt (übersichtliche Trennung nach Privat und Gewerbe). Zusätzlich lohnt ein Blick auf die Hersteller-Websites, weil dort eigene Aktionsangebote erscheinen, die nicht immer auf den Portalen zu finden sind.

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