
Seit Ende Oktober 2024 erhebt die Europäische Union Strafzölle auf chinesische Elektroautos — zwischen 7,8 und 35,3 Prozent, zusätzlich zum regulären Importzoll von zehn Prozent. Doch im Januar 2026 kam der Durchbruch: EU und China einigen sich auf Mindestpreise als Alternative. Chinesische Hersteller können die EU-Strafzölle künftig umgehen, wenn sie ihre E-Autos nicht unter einem festgelegten Preis in Europa verkaufen.
Klingt nach einer guten Nachricht für Käufer. Aber ist es das wirklich? In diesem Artikel erklären wir verständlich, was die EU-Strafzölle waren, wie Mindestpreise funktionieren, wer davon profitiert — und warum deutsche Käufer trotz allem nicht mit günstigeren chinesischen E-Autos rechnen sollten.
Was bisher geschah: Die EU-Strafzölle auf E-Autos aus China

Im Oktober 2023 startete die EU-Kommission eine Antisubventionsuntersuchung gegen chinesische Elektroautohersteller. Das Ergebnis: Die chinesische Regierung verschafft ihren Herstellern durch günstige Kredite, direkte Zuschüsse, Steuervorteile und verbilligte Rohstoffe einen unfairen Wettbewerbsvorteil — laut Kommission rund 20 Prozent Kostenvorteil gegenüber europäischen Herstellern.
Ab Ende Oktober 2024 gelten deshalb Ausgleichszölle, die je nach Hersteller unterschiedlich ausfallen — abhängig davon, wie hoch die ermittelten Subventionen sind und wie kooperativ das Unternehmen in der Untersuchung war.
Strafzölle nach Hersteller (seit Oktober 2024)
| Hersteller | Zusatzzoll | + regulärer Importzoll | Gesamtbelastung | Betroffene Marken |
|---|---|---|---|---|
| BYD | 17,0 % | 10 % | 27,0 % | BYD (Dolphin, Atto 3, Seal, Seal U) |
| Geely | 18,8 % | 10 % | 28,8 % | Smart, Volvo (EX30), Polestar, Zeekr, Lotus |
| SAIC (nicht kooperativ) | 35,3 % | 10 % | 45,3 % | MG (MG4, MG5, ZS EV, MG Cyberster) |
| Tesla (Shanghai) | 7,8 % | 10 % | 17,8 % | Tesla Model 3 (Shanghai-Import) |
| VW/Cupra (VW Anhui) | 20,7 % | 10 % | 30,7 % | Cupra Tavascan |
| BMW (Great Wall JV) | 20,7 % | 10 % | 30,7 % | Mini Aceman, Mini Cooper SE |
| Koop. Hersteller | 21,3 % | 10 % | 31,3 % | Diverse (Nio, Xpeng, Leapmotor etc.) |
| Nicht kooperativ | 35,3 % | 10 % | 45,3 % | Alle nicht untersuchten Hersteller |
Wichtig: Die Zölle gelten nur für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), die in China produziert werden. Plug-in-Hybride, Hybride und Verbrenner aus China sind nicht betroffen. Auch Fahrzeuge, die in Europa produziert werden — wie der Tesla Model Y aus Grünheide oder der künftige BYD Dolphin Surf aus Ungarn — sind von den Strafzöllen befreit.
Das hat Folgen: BYD, MG und andere chinesische Marken haben 2025 massiv auf Plug-in-Hybride umgestellt, um die Zölle zu umgehen. BYD verzeichnete einen explosionsartigen Anstieg von PHEV-Zulassungen in der EU, während MG seine Hybridpalette stark ausbaute.
Der Systemwechsel: Mindestpreise statt Strafzölle

Am 11. und 12. Januar 2026 veröffentlichte die EU-Kommission Leitlinien für ein komplett neues System: sogenannte Preisverpflichtungen (englisch: Price Undertakings). Damit reagierte Brüssel auf monatelange Verhandlungen mit Peking — und auf wachsende Kritik an den Strafzöllen aus der deutschen Automobilindustrie.
Wie Mindestpreise funktionieren
Das Prinzip ist simpel: Ein chinesischer Hersteller kann die EU-Strafzölle loswerden, wenn er sich verpflichtet, seine E-Autos in Europa nicht unter einem festgelegten Mindestpreis zu verkaufen. Die EU prüft das Angebot und entscheidet, ob es die Strafzölle ersetzen kann.
Konkret muss ein Hersteller folgende Auflagen erfüllen:
Erstens: Er muss einen Mindestimportpreis festlegen. Dieser wird entweder auf Basis der tatsächlichen Produktionskosten plus angemessener Marge berechnet — oder er orientiert sich am Preis eines vergleichbaren europäischen Modells. In beiden Fällen muss der Preis so hoch liegen, dass der Subventionsvorteil neutralisiert wird.
Zweitens: Der Hersteller muss Importmengen begrenzen — also eine jährliche Obergrenze für die Einfuhr bestimmter Modelle festlegen.
Drittens: Er muss detaillierte Verkaufsberichte vorlegen, Kontrollbesuche dulden und sich verpflichten, die EU bei Problemen zu konsultieren.
Und viertens: Er muss zusichern, keine Umgehungsstrategien zu nutzen — etwa über Leasing-Konstruktionen, Bündelangebote oder künstliche Rabatte den Mindestpreis zu unterlaufen.
Der entscheidende Unterschied zu Strafzöllen
Der Kernunterschied für Hersteller ist finanziell: Bei Strafzöllen fließt das Geld an die EU-Kasse. Bei Mindestpreisen behält der Hersteller die Differenz zwischen tatsächlichem und Mindestpreis selbst. Das ist ein enormer Vorteil für die chinesischen Unternehmen — und genau der Grund, warum sie diesen Deal anstreben.
Für Käufer ändert sich voraussichtlich wenig. Die Endpreise bleiben auf dem gleichen Niveau wie unter dem Zollsystem. Die EU-Kommission hat die Leitlinien so formuliert, dass sich die Höhe der Aufschläge kaum ändern dürfte. Der Mindestpreis soll exakt die Wirkung der bisherigen Zölle nachbilden — nur ohne dass Geld in die EU-Kasse fließt.
Cupra Tavascan: Der erste Präzedenzfall
Am 11. Februar 2026 wurde der erste Deal unter dem neuen Mindestpreissystem besiegelt — und es betrifft kein chinesisches Unternehmen, sondern Volkswagen. Der Cupra Tavascan, ein elektrisches SUV-Coupé der spanischen VW-Tochter Cupra, wird im chinesischen Werk VW Anhui (ein Joint Venture mit JAC Motors) gefertigt und nach Europa exportiert.
Seit Oktober 2024 musste Cupra einen Sonderzoll von 20,7 Prozent plus den regulären 10-Prozent-Zoll zahlen — insgesamt 30,7 Prozent Aufschlag. Für eine europäische Marke, die ihr eigenes Auto aus China importiert, ein absurdes Szenario. Die Folge: Cupra meldete einen Gewinneinbruch von 90,8 Prozent im ersten Halbjahr 2025.
Die Tavascan-Einigung im Detail
Volkswagen hatte bereits im Oktober 2025 ein Verpflichtungsangebot an die EU eingereicht. Am 11. Februar 2026 erschien der Durchführungsbeschluss im Amtsblatt der Europäischen Union. Ab sofort gelten für den Tavascan nur noch die regulären zehn Prozent Importzoll — der Sonderzoll entfällt.
Im Gegenzug verpflichtet sich VW Anhui zu vier Hauptpunkten: einem vertraulichen Mindestimportpreis (orientiert am Preis eines vergleichbaren VW-Modells aus Europa), einer jährlichen Importobergrenze, detaillierten Verkaufsberichten und dem Verzicht auf den Import anderer Modelle über den gleichen Kanal.
Für Käufer: Der Cupra Tavascan kostet aktuell ab 53.340 Euro (Endurance, 286 PS, 553 km Reichweite). Ob der Preis durch die Zollbefreiung sinkt, ist unklar — bisher gibt es einen „Tribe Bonus“ von 5.000 Euro bis Ende März 2026. Langfristig plant VW sogar, den Tavascan-Nachfolger ab den frühen 2030er-Jahren in Europa statt China zu bauen.
Warum der Tavascan-Deal wichtig ist: Er ist der Präzedenzfall. Branchenanalysten gehen davon aus, dass die großen chinesischen Hersteller — BYD, Geely (Smart, Volvo, Zeekr), SAIC (MG) — in den kommenden Wochen und Monaten ähnliche Anträge stellen werden. Die chinesische Handelskammer in Brüssel hat bereits Treffen mit Herstellern abgehalten, um eine koordinierte Strategie zu entwickeln.
Was profitiert wer? Gewinner und Verlierer

Das Mindestpreissystem hat klare Gewinner — und überraschende Verlierer.
Die Gewinner
Chinesische Hersteller profitieren am stärksten. Statt Milliarden an Zöllen an die EU-Kasse abzuführen, behalten sie die Differenz als Marge. Bei einem BYD Dolphin Surf mit theoretisch 4.900 Euro Zollkosten im Preis fließen diese 4.900 Euro künftig an BYD — nicht ans Finanzamt. Das Geld können sie für den Aufbau europäischer Werke nutzen: BYD investiert in Ungarn und der Türkei, Leapmotor plant eine Endmontage in Polen, Chery prüft eine Fertigung in Spanien.
Europäische Hersteller mit China-Produktion atmen auf. BMW (Mini Aceman und Cooper SE aus China), Mercedes/Geely (Smart #1 und #3) und Volkswagen (Cupra Tavascan) bezahlen keine Strafzölle mehr auf ihre eigenen Produkte — vorausgesetzt, sie reichen Verpflichtungsangebote ein. Für den deutschen Autohandel bedeutet das: mehr Planungssicherheit bei Preisgestaltung und Lagerhaltung.
Das europäische Händlernetz profitiert ebenfalls. ZDK-Präsident Thomas Peckruhn betonte: Für viele Autohäuser in Deutschland sind chinesische Marken längst Teil des Geschäftsmodells. Mindestpreise schaffen mehr Stabilität als schwankende Zollregeln.
Die Verlierer
Die EU-Haushaltskasse verliert Einnahmen. Die Strafzölle haben seit Oktober 2024 Hunderte Millionen Euro in den EU-Haushalt gespült. Bei Mindestpreisen entfallen diese Einnahmen vollständig.
Verbraucher profitieren kurzfristig nicht. Die Mindestpreise sind so konstruiert, dass die Endpreise auf dem aktuellen Niveau bleiben. Wer auf einen BYD Seal für 30.000 Euro statt 42.000 Euro gehofft hat, wird enttäuscht. Die EU will verhindern, dass chinesische Hersteller den europäischen Markt mit Dumpingpreisen überschwemmen — auch wenn CAR-Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer argumentiert, dass die Chinesen in Europa ohnehin mit durchschnittlich 118 Prozent Aufschlag auf den Heimatpreis verkaufen und kein Dumping betreiben.
Europäische Hersteller ohne China-Verbindung haben einen Nachteil: Für Renault, Stellantis oder Hyundai ändert sich nichts. Sie konkurrieren weiter mit chinesischen Modellen, die zwar nicht billiger werden, aber dank höherer Herstellermargen aggressiver vermarktet werden können.
Was bedeutet das konkret für Käufer in Deutschland?

Die ehrliche Antwort: Kurzfristig ändert sich wenig am Preis. Die Mindestpreise sollen exakt die Wirkung der bisherigen Zölle ersetzen — nur fließt das Geld in die chinesische Unternehmenskasse statt in die EU-Kasse.
Preisbeispiele: Wie viel Zoll steckt im Preis?
| Modell | Listenpreis DE | Zoll-Anteil im Preis (geschätzt) | Hersteller |
|---|---|---|---|
| BYD Dolphin Surf Active | 22.990 € | ~4.900 € (27 %) | BYD |
| BYD Seal U Comfort | 41.990 € | ~8.900 € (27 %) | BYD |
| MG4 Standard | 28.990 € | ~11.600 € (45,3 %) | SAIC |
| Smart #1 Pro+ | 34.490 € | ~8.300 € (28,8 %) | Geely |
| Cupra Tavascan Endurance | 53.340 € | ~12.700 € (30,7 %) | VW Anhui |
Achtung: Diese Schätzungen beruhen auf der Annahme, dass der volle Zoll im Endpreis enthalten ist. In der Praxis haben manche Hersteller — insbesondere BYD — die Strafzölle teilweise selbst getragen und nicht an Kunden weitergegeben. Die tatsächliche Preiswirkung variiert deshalb von Modell zu Modell.
Drei Szenarien für die nächsten 12 Monate
Szenario 1: Preise bleiben stabil (wahrscheinlichstes Szenario). Die Mindestpreise ersetzen die Zölle 1:1. Endpreise ändern sich nicht. Hersteller nutzen die höheren Margen für Werbung, Händlernetz-Ausbau und EU-Werke.
Szenario 2: Leichte Vergünstigungen über Aktionen. Hersteller mit höherer Marge — vor allem BYD — können großzügigere Rabattaktionen, Leasing-Deals oder Prämien anbieten, ohne den Mindestpreis zu verletzen. Der Listenpreis bleibt gleich, aber die effektiven Kosten für Käufer sinken über Umwege. Der aktuelle BYD E-Bonus (4.000 Euro Nachlass, gültig bis März 2026) ist ein Beispiel dafür.
Szenario 3: Langfristige Preissenkung ab 2027/2028. Sobald BYD in Ungarn, Leapmotor in Polen und eventuell Chery in Spanien produzieren, fallen die Mindestpreise für EU-gefertigte Fahrzeuge weg. Dann wird der Wettbewerbsdruck auf europäische Hersteller deutlich steigen — und die Preise für alle E-Autos könnten sinken. Außerdem: Die EU-Mindestpreise basieren auf einer Antisubventionsuntersuchung, die nach fünf Jahren ausläuft (also 2029). Sollten sich die Wettbewerbsbedingungen ändern, könnte die Grundlage für die Mindestpreise entfallen.
Die Timeline: Was passiert als Nächstes?
| Zeitraum | Ereignis | Bedeutung für Käufer |
|---|---|---|
| Januar 2026 | EU veröffentlicht Leitlinien für Mindestpreise | System steht, Hersteller können Anträge einreichen |
| Februar 2026 | Cupra Tavascan als erster Deal genehmigt | Präzedenzfall für alle weiteren Hersteller |
| Q1/Q2 2026 | BYD, Geely, SAIC reichen Anträge ein | Prüfung durch EU-Kommission (dauert Monate) |
| Q2 2026 | BYD startet Serienproduktion in Ungarn | Erste „Made in EU“-BYDs, kein Mindestpreis nötig |
| 2026/2027 | Weitere Hersteller-Deals werden genehmigt | Schrittweise Ablösung der Strafzölle |
| 2029 | Antisubventionsmaßnahmen laufen aus | Grundsätzliche Neubewertung der Handelspolitik |
Warum die EU-Hersteller dagegen waren — und jetzt profitieren
Deutsche Automobilhersteller hatten die Strafzölle von Anfang an scharf kritisiert. BMW, VW und Mercedes lehnten die Zölle kategorisch ab — nicht aus Sympathie für chinesische Konkurrenten, sondern aus Eigeninteresse.
Erstens sind die deutschen Hersteller selbst betroffen. BMW baut den Mini Aceman in China, VW den Cupra Tavascan, Mercedes den Smart über das Joint Venture mit Geely. Jeder dieser Wagen wurde mit 20 bis 31 Prozent Zusatzzoll belastet.
Zweitens fürchten die deutschen Hersteller Vergeltungsmaßnahmen aus China. Der chinesische Markt ist für BMW, Mercedes und VW existenziell wichtig — zwischen 25 und 35 Prozent ihres Gesamtumsatzes entfallen auf China. Peking hatte bereits mit Untersuchungen zu europäischen Agrarimporten, Cognac und PS-starken Autos gedroht.
Drittens ist die deutsche Autoindustrie international verzahnt. VW entwickelt gemeinsam mit chinesischen Partnern Elektroautos. BMW arbeitet mit Great Wall zusammen. Mercedes und Geely produzieren gemeinsam Smart. Strafzölle auf die eigenen Joint-Venture-Produkte — das ist absurd, fanden die Hersteller.
Die Mindestpreis-Lösung ist deshalb auch ein Sieg der deutschen Automobillobby. Sie bewahrt den Schutz des EU-Marktes, beseitigt aber die schlimmsten Kollateralschäden für europäische Hersteller mit China-Produktion.
Expertenmeinung: Bringen Mindestpreise überhaupt etwas?
Nicht alle sind überzeugt, dass das neue System funktioniert. Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center Automotive Research (CAR), argumentiert: Chinesische Hersteller betreiben in Europa gar kein Dumping. Seine Untersuchung von 13 Modellen zeigt, dass die Nettopreise in Europa durchschnittlich 118 Prozent über den chinesischen Heimatpreisen liegen. Ein Modell, das in China für umgerechnet 14.936 Euro (netto) verkauft wird, kostet in Europa im Schnitt 32.573 Euro plus Mehrwertsteuer.
Dudenhöffers Schlussfolgerung: Die Mindestpreise laufen ins Leere, weil die chinesischen Hersteller ohnehin weit über dem Dumpingniveau verkaufen. Statt aggressiver Preispolitik setzen BYD, MG und Co. auf technologische Aufmerksamkeit — große Reichweiten, moderne Ausstattung, attraktives Design. Dumping steht laut Dudenhöffer nicht auf dem Programm: Hohe Werbe- und Vertriebskosten erlauben bei den aktuellen Verkaufszahlen keinen Preiskrieg in Europa.
Andererseits: Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßt die Mindestpreis-Regelung als pragmatische Alternative. Transparente Regelungen schaffen Planungssicherheit für den Handel. Und die EU behält die Strafzölle als „Drohkulisse“ — wer kein akzeptables Mindestpreis-Angebot vorlegt, zahlt weiter den vollen Zoll.
Was bedeutet das für die Kaufentscheidung?
Wenn Sie 2026 ein chinesisches Elektroauto kaufen möchten, gelten drei praktische Regeln:
Erstens: Warten Sie nicht auf Preissenkungen durch den Mindestpreis-Deal. Die Endpreise bleiben voraussichtlich stabil. Nutzen Sie stattdessen die aktuellen Hersteller-Aktionen — der BYD E-Bonus (bis März 2026) oder der Cupra Tribe Bonus bringen echte Ersparnisse.
Zweitens: Achten Sie auf den Produktionsstandort. Ab Q2 2026 kommen die ersten BYD-Modelle aus dem Werk in Ungarn. Diese „Made in EU“-Fahrzeuge haben kürzere Lieferzeiten (2–4 Wochen statt 8–12 Wochen) und eine bessere Ersatzteilversorgung — und unterliegen weder Zöllen noch Mindestpreisen. Ähnliches gilt für den Cupra Raval, der in Spanien gebaut wird.
Drittens: Kombinieren Sie Hersteller-Aktionen mit der staatlichen E-Auto-Förderung 2026. In vielen Bundesländern gibt es zusätzliche Zuschüsse, die den Endpreis deutlich senken — unabhängig von Zöllen oder Mindestpreisen.
Vergleichstabelle: Strafzölle vs. Mindestpreise auf einen Blick
| Kriterium | Strafzölle (seit Okt 2024) | Mindestpreise (ab Jan 2026) |
|---|---|---|
| Wer zahlt? | Importeur → EU-Kasse | Hersteller behält Marge |
| Höhe | 7,8–35,3 % + 10 % Basis | Vergleichbar mit Zollniveau |
| Endpreis für Käufer | Höher oder gleich | Gleich (voraussichtlich) |
| Betrifft | Alle BEV aus China | Nur Hersteller mit Antrag |
| PHEV betroffen? | Nein | Nein |
| EU-Produktion betroffen? | Nein | Nein |
| Dauer | 5 Jahre (bis 2029) | Individuell, prüfbar |
| Kontrolle | Zollbehörde | EU-Kommission + Berichte |
| Umgehung | Schwierig | Risiko: Rabatte, Leasing, Bundles |
| Vorteil Hersteller | Keiner | Höhere Marge |
| Vorteil EU | Einnahmen | Handelsfrieden |
