Preis-Schock: Skoda Kushaq 2026 vs. Kamiq – Warum wir fast das Doppelte zahlen

Erfahren Sie, warum wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz viel mehr für ein gleich großes Auto zahlen müssen – und was der neue „Indien-Kaiser“ von Skoda überraschend besser kann.

Haben Sie sich vielleicht schon einmal gefragt, warum manche der spannendsten und günstigsten Autos nie den Weg zu uns finden? Deshalb sagen wir heute „Hallo“ zum Skoda Kushaq. Während wir in der DACH-Region den Skoda Kamiq fahren, feiert Skoda in Indien riesige Erfolge mit diesem kompakten SUV. Denn er wurde speziell für raue Straßen und heißes Klima entwickelt, ohne dabei billig zu wirken.

Mit dem frisch enthüllten Facelift im Januar 2026 hat Skoda den Kushaq auf ein neues Level gehoben. Doch wir werfen in diesem Artikel nicht nur einen Blick auf die Technik. Vielmehr machen wir den direkten Preisvergleich und klären die schmerzhafte Frage: Wie viel Auto bekommt man dort für sein Geld im Vergleich zu hier?

Der Preis-Vergleich: Indien vs. DACH

Hier müssen Sie jetzt ganz stark sein. Um die massiven Unterschiede zu verdeutlichen, vergleichen wir den Skoda Kushaq (Indien) mit dem fast baugleichen Skoda Kamiq (Europa).

Stand: Januar 2026 (Wechselkurs ca. 1 EUR = 92 INR)

Modell & AusstattungPreis in Indien (Kushaq)Preis in DE/AT/CH (Kamiq)*Unterschied
Einstiegsmodell
(1.0 TSI, ca. 115 PS)
ca. 11.500 €ca. 25.980 €+ 125 %
Top-Modell “Monte Carlo”
(1.5 TSI, DSG, Vollausstattung)
ca. 20.500 €ca. 36.500 €+ 78 %

*Die Preise basieren auf Listenpreisen in Deutschland und Österreich. In der Schweiz starten vergleichbare Kamiq-Modelle oft sogar erst bei umgerechnet über 30.000 CHF.

Das Fazit: Für den Preis eines nackten Basis-Kamiq in Deutschland bekommen Sie in Indien folglich den absoluten Top-Kushaq. Zudem wären dann sogar noch Sport-Optik, Automatikgetriebe und Geld für mehrere Jahre Benzin inklusive!

Facelift 2026: Luxus, den wir hier vermissen

Im Januar 2026 hat Skoda dem Kushaq eine umfassende Frischzellenkur verpasst. Allerdings wird der Neid hier noch größer, weil wir manche Features im teureren europäischen Kamiq vergeblich suchen:

  • Massage-Sitze im Fond: Ja, Sie haben richtig gelesen. Das Facelift bringt eine Massagefunktion für die Rücksitze. Und das in einem Kompakt-SUV für umgerechnet 20.000 Euro!
  • Panoramaschiebedach: Zusätzlich flutet das neue elektrische Glasdach den Innenraum mit Licht, was das Raumgefühl deutlich verbessert.
  • Belüftete Vordersitze: In Indien sind diese aufgrund der Hitze fast Standard. Hingegen sind sie in Europa in der Kleinwagen-Klasse oft gar nicht lieferbar.
  • 8-Stufen-Automatik: Der kleine 1.0 TSI Motor bekommt jetzt eine moderne Wandlerautomatik statt des alten Getriebes. Dadurch wird das Anfahren im städtischen Stau butterweich.

Was ist der Skoda Kushaq eigentlich?

Technisch basiert er auf der Plattform MQB-A0-IN. Das klingt kompliziert, bedeutet aber einfach: Es ist eine angepasste Version des bewährten VW-Baukastens, auf dem auch unser VW Polo oder Skoda Kamiq stehen. Somit ist der Kushaq zwar Made in India, besitzt aber tiefste tschechische und deutsche Ingenieurskunst.

Die Maße im Vergleich

Der Kushaq nutzt den vorhandenen Platz extrem effizient, wie die folgende Tabelle zeigt:

  • Länge: 4.225 mm (Kushaq) vs. 4.241 mm (Kamiq)
  • Breite: 1.760 mm (Kushaq) vs. 1.793 mm (Kamiq)
  • Kofferraum: 385 Liter vs. 400 Liter

Tests loben immer wieder das agile Handling des Inders. Da die Karosserie sehr steif ist, fährt er sich europäisch sicher. Gleichzeitig schluckt er dank des robusten Fahrwerks Schlaglöcher und Bodenwellen deutlich besser als unsere oft zu straff abgestimmten Autos.

Warum ist der Kushaq bei uns so teuer bzw. nicht erhältlich?

Bevor wir den Hersteller beschuldigen, müssen wir die Hintergründe betrachten. Denn es gibt klare Ursachen, warum wir den Kushaq nicht einfach importieren können:

  1. Sicherheits-Vorschriften: Die EU hat weltweit die strengsten Regeln (z.B. verpflichtende Assistenzsysteme). Der Kushaq ist zwar sicher (5 Sterne im Global NCAP!), dennoch müsste er für eine EU-Straßenzulassung technisch teuer nachgerüstet werden.
  2. Abgasnormen: Unsere Euro-Normen erfordern extrem teure Katalysatoren und Filtertechnik. Diese gelten in Indien in dieser Strenge noch nicht.
  3. Lohnkosten: Schließlich ist die Produktion in Pune (Indien) deutlich günstiger als in den europäischen Werken.

Fazit: Ein schmerzhafter Blick über den Tellerrand

Der Skoda Kushaq (Modelljahr 2026) ist der lebende Beweis dafür, wie teuer Mobilität in Europa geworden ist. Zusammenfassend ist er ein Auto mit Charakter, Top-Sicherheit und Luxus-Features wie Massagesitzen, von denen wir hier nur träumen können.

Würden wir ihn in der DACH-Region fahren? Definitiv! Denn als robuste, günstige Einstiegsalternative für 15.000 € wäre er vermutlich sofort Marktführer. Bis dahin bleibt uns jedoch nur der Griff zum teureren Kamiq – oder der neidische Blick auf den indischen Automarkt.

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