Der Mercedes GLC ist seit Jahren das meistverkaufte Modell der Marke — über 360.000 Einheiten allein im Jahr 2023. Jetzt wird dieses Erfolgsmodell zum ersten Mal rein elektrisch. Der Mercedes GLC 400 4MATIC mit EQ Technologie startet im Frühjahr 2026 mit 489 PS, bis zu 713 km WLTP-Reichweite, 800-Volt-Architektur mit 330 kW Ladeleistung und einem 94-kWh-Akku. Der Einstiegspreis liegt bei 67.717 Euro mit Herstellerrabatt. Erste Fahrberichte von ADAC und Auto Bild bestätigen: Der neue GLC EQ fährt sich wie ein fliegender Teppich — leise, komfortabel und überraschend effizient. In dieser Kaufberatung analysieren wir alle technischen Daten, rechnen die Firmenwagenkosten durch und vergleichen mit dem schärfsten Rivalen: dem BMW iX3 Neue Klasse.

Warum der GLC EQ für Mercedes alles verändert
Um zu verstehen, warum dieses Auto so bedeutsam ist, muss man auf den alten Mercedes EQC zurückblicken. Der 2019 vorgestellte EQC war Mercedes‘ erster Versuch eines elektrischen SUV — und scheiterte kläglich. Zu schwer, zu ineffizient, zu wenig Reichweite, zu teuer. Der EQC verkaufte sich nur in homöopathischen Dosen und wurde 2024 still eingestellt. Mercedes hatte im Elektro-SUV-Segment schlicht kein wettbewerbsfähiges Produkt.
Der GLC EQ soll dieses gescheiterte Kapitel ein für alle Mal schließen. Er basiert nicht mehr auf einer umgerüsteten Verbrenner-Plattform, sondern auf der komplett neuen MB.EA-Architektur (Mercedes-Benz Electric Architecture) — derselben 800-Volt-Plattform, die auch den CLA EQ antreibt. Gebaut wird er im Mercedes-Werk Bremen, also in Deutschland — ein Argument, das für viele Käufer emotional und wirtschaftlich relevant ist. Vorstandschef Ola Källenius persönlich hat den GLC EQ vor der Presse enthüllt — ein klares Signal, dass Mercedes diesem Modell höchste Priorität einräumt. Damit steht fest: Der GLC EQ ist nicht einfach nur ein weiteres Elektroauto von Mercedes, sondern der strategisch wichtigste Stern der gesamten Modellpalette.
Varianten und Preise: Was gibt es zum Marktstart?
Zum Marktstart im Frühjahr 2026 gibt es zunächst eine Variante: den GLC 400 4MATIC mit EQ Technologie. Für Ende 2026 hat Mercedes bereits den GLC 300+ EQ mit Hinterradantrieb angekündigt, und perspektivisch soll es sogar ein AMG-Modell mit bis zu 500 kW geben.
| Variante | Leistung | Antrieb | 0–100 km/h | Reichweite WLTP | Preis (mit Rabatt) |
|---|---|---|---|---|---|
| GLC 400 4MATIC EQ | 360 kW (489 PS) | AWD | 4,3 s | 571–713 km | 67.717 € |
| GLC 300+ EQ (ab Ende 2026) | 275 kW (374 PS) | RWD | 5,9 s | noch offen | noch offen |
| AMG GLC EQ (angekündigt) | ~500 kW | AWD | ~3,5 s | noch offen | noch offen |
Der Listenpreis des GLC 400 4MATIC EQ liegt bei 71.281 Euro — Mercedes gewährt allerdings einen Herstellerrabatt von 3.564 Euro, sodass der tatsächliche Einstiegspreis 67.717 Euro beträgt. Damit ist der GLC EQ interessanterweise günstiger als ein vergleichbar motorisierter Verbrenner-GLC AMG.

Technik: Was unter der Haube steckt
MB.EA-Plattform mit 800 Volt
Das technische Herzstück des GLC EQ ist die MB.EA-Plattform mit 800-Volt-Siliciumkarbid-Architektur. Die Batterie bietet 94 kWh nutzbare Kapazität und nutzt eine moderne Zellchemie mit Siliciumoxid-Anteil in der Anode bei gleichzeitig reduziertem Kobaltanteil. Die Energiedichte liegt bei beeindruckenden 680 Wh pro Liter — ein Spitzenwert im Segment.
An der Hinterachse arbeitet ein Zweiganggetriebe, das Mercedes erstmals beim CLA eingeführt hat. Die kurze Übersetzung (11:1) sorgt für maximale Traktion beim Anfahren und im Stadtverkehr, während die lange Übersetzung (5:1) bei höheren Geschwindigkeiten Effizienz und leisen Autobahnbetrieb ermöglicht. Die Vorderachse koppelt sich automatisch ab, wenn kein Allradantrieb benötigt wird — das reduziert Schleppverluste und senkt den Verbrauch spürbar.
Verbrauch und Reichweite
Mercedes gibt den WLTP-Verbrauch mit 14,9 bis 18,8 kWh pro 100 km an. Bei der ersten Testfahrt durch den ADAC lag der reale Verbrauch allerdings bei etwa 23 kWh — was bei einer forsch gefahrenen Präsentationsrunde nicht überraschend ist. Im Alltag dürfte der Verbrauch bei 17 bis 20 kWh pro 100 km liegen, was einer realen Reichweite von etwa 470 bis 550 km entspricht. Auf der Autobahn bei 130 km/h sind rund 400 bis 450 km realistisch — mehr als genug für die Strecke München-Hamburg mit nur einem kurzen Ladestopp.
Ein besonderes Detail: Mercedes will 99 Prozent aller Bremsvorgänge rekuperieren — mit einer Rückgewinnungsleistung von bis zu 300 kW. Das ist ein extrem hoher Wert, der die Reichweite im Stop-and-Go-Verkehr erheblich verlängert.
Laden: 300 km in zehn Minuten
Dank der 800-Volt-Architektur lädt der GLC EQ mit bis zu 330 kW an der Gleichstrom-Schnellladesäule — zehn kW mehr als der CLA EQ. Unter Idealbedingungen pumpt der GLC in nur zehn Minuten Strom für rund 300 km in den Akku. Von 10 auf 80 Prozent dauert es dabei etwa 22 Minuten — ein hervorragender Wert, der auf Langstrecken den Ladestopp zum kurzen Kaffeepaus-Format schrumpft.
Besonders wichtig für den Alltag: Mercedes hat beim CLA viel Kritik einstecken müssen, weil dieser anfangs nur an modernen 800-Volt-Säulen laden konnte. Beim GLC EQ integriert Mercedes deshalb einen DC-Wandler, der das Laden auch an älteren 400-Volt-Schnellladern ermöglicht. Damit entfällt die bislang größte Sorge vieler potenzieller Käufer: Der GLC EQ lädt an jeder CCS-Säule in Europa, unabhängig von deren Spannungsniveau.
Zuhause lädt der GLC serienmäßig mit 11 kW AC — eine volle Ladung über Nacht dauert somit etwa neun Stunden. Optional sind 22 kW verfügbar, was die Ladezeit halbiert. Außerdem ist der GLC technisch für bidirektionales Laden (V2H/V2G) vorbereitet — spannend für Besitzer von Photovoltaik-Anlagen, sobald passende Haustarife verfügbar sind. Insgesamt bietet der GLC EQ damit eines der vielseitigsten Ladekonzepte im gesamten Premium-Segment.

Design: Tradition statt EQ-Experiment
Optisch bricht der GLC EQ bewusst mit der bisherigen EQ-Designsprache. Statt der glatten, geschlossenen Front der alten EQ-Modelle bekommt der GLC EQ wieder einen klassischen Mercedes-Grill mit Stern — allerdings in elektrifizierter Form. Optional gibt es dabei eine geschlossene Kühlermaske mit 942 leuchtenden Kacheln, die nachts ein spektakuläres Lichtbild erzeugen. In den Scheinwerfern sitzt zudem ein beleuchteter Mercedes-Stern als Lichtsignatur.
Im Profil ähnelt der GLC EQ seinem Verbrenner-Bruder stark — lediglich die versenkbaren Türgriffe und die aerodynamisch optimierten Felgen verraten den Elektroantrieb. Der Radstand wächst hingegen um 84 mm gegenüber dem Verbrenner-GLC, weil die Batterie im Unterboden mehr Platz benötigt. Dieser längere Radstand kommt wiederum der Beinfreiheit im Fond zugute und verbessert gleichzeitig die Fahrstabilität. Am Heck sorgen beleuchtete Sterne in den Rückleuchten für einen zusätzlichen Hingucker, verbunden durch ein geschwärztes Paneel über die gesamte Fahrzeugbreite.
Sicherheit: Hohe Erwartungen dank CLA-Plattform
Obwohl ein Euro-NCAP-Crashtest für den GLC EQ naturgemäß noch nicht vorliegt, lässt sich aus der MB.EA-Plattform einiges ableiten. Der CLA EQ auf derselben Architektur wurde nämlich bereits zum Euro-NCAP-Testsieger 2025 mit 94 Prozent Erwachsenensicherheit gekürt. Deshalb ist davon auszugehen, dass der GLC EQ ähnlich hohe Werte erreichen wird — zumal Mercedes die Crash-Struktur für das höhere SUV-Gewicht zusätzlich verstärkt hat.
Serienmäßig bietet der GLC EQ folglich Spurhalteassistent, aktiven Notbremsassistenten mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Verkehrszeichenerkennung, 360-Grad-Kamera und einen automatischen Parkassistenten. Darüber hinaus ist das Mercedes-Assistenzpaket mit aktivem Lenkassistenten, Totwinkelwarner und Ausstiegswarnung verfügbar. Im Vergleich zum BMW iX3 setzt Mercedes dabei stärker auf Radar-Sensorik als auf reine Kamerasysteme — ein konservativer, aber bewährter Ansatz.
Warum der GLC EQ den alten EQC in den Schatten stellt
Für alle, die sich noch an den alten Mercedes EQC erinnern, lohnt sich ein kurzer Rückblick. Der EQC (2019–2024) basierte auf der GLC-Verbrenner-Plattform und litt infolgedessen unter zahlreichen Kompromissen: Der Stromverbrauch lag real bei über 25 kWh pro 100 km, die Reichweite betrug bestenfalls 350 km, das maximale Ladetempo war auf 112 kW begrenzt, und der Preis startete dennoch bei über 70.000 Euro. Kein Wunder also, dass der EQC ein Ladenhüter blieb.
Der GLC EQ macht hingegen alles anders. Im direkten Vergleich zeigt sich der Fortschritt eindrücklich: Die Reichweite verdoppelt sich (713 vs. 350 km), die Ladeleistung verdreifacht sich (330 vs. 112 kW), der Verbrauch sinkt um über 30 Prozent und der Preis liegt sogar leicht niedriger. Gleichzeitig bietet der GLC EQ mehr Platz, mehr Leistung und ein moderneres Infotainmentsystem. Es ist somit keine Übertreibung zu sagen, dass der GLC EQ eine komplett andere Liga repräsentiert als sein gescheiterter Vorgänger.
Fahreindruck: Fliegender Teppich mit 489 PS
Die ersten Fahrberichte von ADAC, Auto Bild und Autozeitung sind eindeutig positiv. Der GLC EQ fährt sich laut Testern wie ein „fliegender Teppich“: flüsterleise, komfortabel und überraschend agil für ein über zwei Tonnen schweres SUV. Die aus der S-Klasse übernommene Airmatic-Luftfederung filtert raue Oberflächen souverän, während die Hinterachslenkung (bis zu 4,5 Grad) den über fünf Meter langen GLC erstaunlich wendig macht.
Beim Antrieb reichen die 489 PS für 4,3 Sekunden auf 100 km/h — mehr als genug für jede Überholsituation. Traktionsprobleme sind laut ADAC selbst in engen Spitzkehren kein Thema. Auch die Lenkung arbeitet präzise und mit definierter Rückmeldung, gibt aber stets das Gefühl souveräner Entspanntheit. Abgeriegelt wird bei 210 km/h.
Der Kofferraum fasst 570 Liter — etwas mehr als beim BMW iX3 (circa 525 Liter). Dazu kommt ein 100-Liter-Frunk unter der Motorhaube, der sich per Drucktaste im Haubenemblem entriegeln lässt. Besonders für Firmenkunden relevant: Die Anhängelast beträgt stattliche 2.400 kg — deutlich mehr als beim BMW iX3 (2.000 kg) und ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Segment.
Innenraum: MBUX Hyperscreen der nächsten Generation

Im Cockpit dominiert der MBUX Hyperscreen der neuesten Generation — eine knapp einen Meter breite Displaylandschaft, die von einem gekühlten Hochleistungsrechner angetrieben wird. Mercedes setzt dabei auf MB.OS, das neue hauseigene Betriebssystem, das deutlich schneller reagiert als das bisherige MBUX. Sämtliche Bildschirme bestehen aus OLED-Panels mit besonders hohem Kontrast, die selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleiben.
Haptisch überzeugt der GLC EQ mit typisch hochwertiger Mercedes-Verarbeitung: sauber verarbeitete Oberflächen, edle Materialien und ein Raumgefühl, das dank des um 84 mm verlängerten Radstands besonders im Fond großzügig ausfällt. Im Vergleich zum Verbrenner-GLC bietet die Rückbank dabei spürbar mehr Beinfreiheit — ein willkommener Nebeneffekt der längeren Plattform. Serienmäßig verbaut Mercedes außerdem Spurhalteassistent, aktiven Notbremsassistenten, Verkehrszeichenerkennung, 360-Grad-Kamera und automatischen Parkassistenten. Ergänzend dazu sind beheizbare Sitze vorn, eine Wärmepumpe und ein Panorama-Schiebedach serienmäßig an Bord.
Ein weiteres Highlight ist die Integration von Mercedes me Charge — dem herstellereigenen Ladedienst, der Zugang zu über 1,4 Millionen Ladepunkten in Europa bietet. Die Navigation plant Ladestopps automatisch in die Route ein und berücksichtigt dabei den aktuellen Ladezustand, die Außentemperatur und das Fahrprofil. Darüber hinaus konditioniert der GLC EQ die Batterie automatisch vor, sobald eine Schnellladesäule als Ziel eingegeben wird — damit ist beim Eintreffen maximale Ladeleistung garantiert.
Firmenwagen: Die Steuerrechnung überzeugt
Für Firmenwagenkäufer ist der Mercedes GLC EQ besonders attraktiv, weil die 0,25-Prozent-Regelung den geldwerten Vorteil gegenüber einem Verbrenner massiv senkt. Bei einem Listenpreis von 71.281 Euro ergibt sich ein monatlicher geldwerter Vorteil von nur 178 Euro — gegenüber etwa 713 Euro beim Verbrenner-GLC (1,0 Prozent). Bei einem persönlichen Steuersatz von 42 Prozent spart der GLC-EQ-Fahrer somit rund 2.700 Euro Steuern pro Jahr.
Dazu kommen die niedrigeren Energiekosten: Bei 20.000 km jährlich und einem realen Verbrauch von 19 kWh pro 100 km kostet der Strom an der heimischen Wallbox (0,30 Euro/kWh) nur rund 1.140 Euro — gegenüber etwa 2.800 Euro Diesel für einen GLC 300d. Über einen vierjährigen Leasingzeitraum spart der GLC EQ gegenüber dem Verbrenner somit insgesamt über 17.000 Euro. Allerdings liegt der Listenpreis knapp über der 70.000-Euro-Grenze für die günstigste 0,25-Prozent-Versteuerung. Wer den Bruttolistenpreis unter 70.000 Euro drücken möchte, muss auf bestimmte Optionen verzichten — angesichts der umfangreichen Serienausstattung ist das aber durchaus machbar.
Wer sollte warten — und wer jetzt bestellen?
Der GLC 400 4MATIC EQ ist zweifellos ein beeindruckendes Gesamtpaket. Trotzdem gibt es gute Gründe, nicht sofort zuzuschlagen. Erstens ist der GLC 300+ EQ mit Hinterradantrieb für Ende 2026 angekündigt. Diese Variante dürfte spürbar günstiger sein (voraussichtlich unter 60.000 Euro) und dabei effizienter fahren, weil der Hecktriebler weniger Schleppverluste produziert. Für Käufer, die keine 489 PS brauchen und unter der 70.000-Euro-Firmenwagenschwelle bleiben wollen, könnte der GLC 300+ EQ deshalb die bessere Wahl sein.
Zweitens ist die E-Auto-Förderung 2026 ab Mai beantragbar — es lohnt sich folglich, den genauen Fördermechanismus abzuwarten, bevor man bestellt. Drittens werden die ersten Euro-NCAP-Crashtest-Ergebnisse voraussichtlich erst im Herbst 2026 vorliegen. Wer höchste Sicherheitsstandards als Kaufkriterium setzt, sollte daher diese Ergebnisse abwarten.
Andererseits gibt es ebenso gewichtige Argumente für eine schnelle Bestellung. Die Nachfrage dürfte hoch sein — der GLC ist schließlich Mercedes‘ wichtigstes Modell und die Wartelisten bei BMW iX3 sind bereits lang. Längere Lieferzeiten sind deshalb auch beim GLC EQ wahrscheinlich. Zudem profitieren Firmenwagenkäufer von der Steuerersparnis ab dem ersten Tag der Zulassung. Wer also einen Firmenwagen benötigt und mit dem GLC 400 EQ zufrieden ist, sollte folglich nicht unnötig zögern und sich zeitnah bei seinem Mercedes-Händler vormerken lassen.
Vergleich: Mercedes GLC EQ vs. BMW iX3 Neue Klasse
Der BMW iX3 (NA5) ist seit Anfang 2026 auf dem Markt und der natürliche Rivale des GLC EQ. Beide sind Premium-Elektro-SUVs mit 800-Volt-Technik — aber ihre Stärken liegen in unterschiedlichen Bereichen.
| Merkmal | Mercedes GLC 400 EQ | BMW iX3 50 xDrive |
|---|---|---|
| Preis | 67.717 € (mit Rabatt) | 68.900 € |
| Leistung | 360 kW (489 PS) | 345 kW (469 PS) |
| 0–100 km/h | 4,3 s | 4,9 s |
| Reichweite WLTP | 713 km | 806 km |
| DC-Laden max. | 330 kW | 400 kW |
| 10–80 % | ~22 min | ~18 min |
| Verbrauch WLTP | 14,9–18,8 kWh | ~15,0–17,5 kWh |
| Batterie | 94 kWh | ~85 kWh |
| Kofferraum | 570 L + 100 L Frunk | ~525 L |
| Anhängelast | 2.400 kg | 2.000 kg |
Wo der GLC EQ gewinnt
Der Mercedes überzeugt mit mehr Leistung, kürzerer Sprintzeit, größerem Kofferraum, höherer Anhängelast und der optionalen S-Klasse-Luftfederung. Außerdem ist er 1.183 Euro günstiger als der BMW iX3 und wird in Deutschland gebaut. Für Käufer, die Komfort und Vielseitigkeit priorisieren, ist der GLC EQ die bessere Wahl.
Wo der BMW iX3 gewinnt
Der BMW iX3 kontert mit 93 km mehr Reichweite, 70 kW schnellerem Laden und niedrigerem Verbrauch. Darüber hinaus bietet die Neue-Klasse-Plattform mit dem „Heart of Joy“-System eine Fahrdynamikregelung, die zehnmal schneller arbeitet als konventionelle Systeme. Wer maximale Effizienz und Reichweite sucht, ist beim BMW besser aufgehoben. Außerdem ist der iX3 seit Anfang 2026 bereits lieferbar — beim GLC EQ müssen Käufer noch einige Monate warten.
Unser Fazit zum Duell
Beide Fahrzeuge sind hervorragend — das Premium-Elektro-SUV-Segment hatte noch nie so starke Kandidaten. Die Entscheidung hängt letztlich von den persönlichen Prioritäten ab. Wer Komfort, Anhängelast und das typische Mercedes-Ambiente bevorzugt, greift zum GLC EQ. Wer hingegen maximale Reichweite, schnellstes Laden und die neueste Fahrdynamik-Technologie will, entscheidet sich für den BMW iX3. Preislich sind beide Fahrzeuge nahezu identisch, weshalb die Marke und die individuellen Anforderungen den Ausschlag geben. Interessanterweise bieten weder GLC EQ noch iX3 einen Audi Q6 e-tron oder Porsche Macan Electric als echte Preisalternative — der Q6 ist zwar günstiger, kommt aber nicht an die Reichweite der beiden Rivalen heran. Der Porsche Macan Electric wiederum spielt in einer deutlich höheren Preisklasse und zielt stärker auf sportliche Fahrer.
Wer sich zwischen GLC EQ und iX3 nicht entscheiden kann, sollte deshalb beide Fahrzeuge probefahren. Mercedes bietet über Mercedes me bereits eine Vormerkung an, und der BMW iX3 steht bei jedem BMW-Händler zur Probefahrt bereit. Erst das persönliche Fahrgefühl zeigt, welches Konzept besser zu den eigenen Bedürfnissen passt — schließlich verbringt man in seinem Auto viele tausend Stunden.

FAQ: Die wichtigsten Fragen zum Mercedes GLC EQ
Was kostet der Mercedes GLC EQ in Deutschland? Der GLC 400 4MATIC EQ startet bei 67.717 Euro mit Herstellerrabatt (71.281 Euro Listenpreis). Für Ende 2026 ist der günstigere GLC 300+ EQ mit Hinterradantrieb angekündigt, dessen Preis noch nicht feststeht.
Wie weit kommt der GLC EQ wirklich? Mercedes gibt bis zu 713 km WLTP an. Im realen Autobahnbetrieb bei 130 km/h sind etwa 400 bis 450 km realistisch. Im gemischten Stadt-Landstraßen-Betrieb dürften 500 bis 550 km möglich sein.
Kann der GLC EQ an 400-Volt-Ladern laden? Ja. Anders als beim CLA EQ integriert Mercedes beim GLC einen DC-Wandler, der das Laden auch an älteren 400-Volt-Schnellladesäulen ermöglicht. An modernen 800-Volt-Säulen lädt der GLC EQ mit bis zu 330 kW.
Ausstattung und Varianten
Gibt es den GLC EQ auch mit Hinterradantrieb? Ja, voraussichtlich ab Ende 2026 als GLC 300+ EQ mit 275 kW (374 PS) und Hinterradantrieb. Diese Variante dürfte günstiger und effizienter sein als der GLC 400 4MATIC, weil der Hecktriebler weniger Schleppverluste produziert.
Kommt ein AMG-Modell? Mercedes hat bestätigt, dass die Leistungsbandbreite des GLC EQ von 200 bis 500 kW reichen wird. Ein AMG-Modell mit Tri-Motor-Setup und rund 680 PS ist deshalb sehr wahrscheinlich — voraussichtlich ab 2027. Damit würde Mercedes den Porsche Macan Electric Turbo direkt angreifen.
Laden und Alltagstauglichkeit
Kann der GLC EQ bidirektional laden? Technisch ist der GLC EQ für Vehicle-to-Home (V2H) und Vehicle-to-Grid (V2G) vorbereitet. Die Funktion wird allerdings erst aktiviert, sobald kompatible Wallboxen und Stromtarife am Markt verfügbar sind. Damit ist der GLC EQ bereits zukunftssicher für die kommende Ära des intelligenten Energiemanagements im Eigenheim.
Wie schneidet der GLC EQ gegenüber dem Audi Q6 e-tron ab? Der Audi Q6 e-tron (ab 63.600 Euro) ist seit 2025 auf dem Markt und bietet ebenfalls 800-Volt-Technik mit bis zu 270 kW Ladeleistung. Der GLC EQ lädt allerdings schneller (330 vs. 270 kW), bietet mehr Reichweite (713 vs. 625 km) und hat eine höhere Anhängelast (2.400 vs. 2.400 kg). Dafür ist der Q6 e-tron etwas günstiger und bereits sofort lieferbar.
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Letzte Aktualisierung: 24. März 2026 · Datenquellen: Mercedes-Benz, ADAC, Auto Bild, Autozeitung, InsideEVs, Carwow, AutoScout24
