Renault Twingo

Renault Twingo E-Tech 2026: Das günstigste neue E-Auto Deutschlands ab 19.990 Euro — und warum es trotzdem kein Kompromiss ist

Die Retro-Welle rollt weiter: Nach dem Renault 5 und dem R4 bringt Renault nun auch den Twingo als rein elektrisches Stadtauto zurück. Der Renault Twingo E-Tech 2026 startet ab 19.990 Euro, bietet 263 km WLTP-Reichweite, einen LFP-Akku mit Luftkühlung und serienmäßig DC-Schnellladen mit 50 kW — das gibt es sonst in dieser Preisklasse nirgends. Seit März 2026 stehen die ersten Exemplare beim Händler. In dieser Kaufberatung analysieren wir beide Ausstattungslinien, vergleichen den Twingo mit Dacia Spring, Citroën ë-C3 und Hyundai Inster — und klären ehrlich, für wen der elektrische Kult-Zwerg wirklich taugt.

Renault Twingo

Warum Renault den Twingo zurückbringt

Der Ur-Twingo von 1993 war ein Phänomen. Ein kleines, rundes Stadtauto mit Kulleraugen und einem Lächeln in der Front, das nichts Sportliches an sich hatte — aber von allen gemocht wurde. Für die einen war er der perfekte Zweitwagen, für die anderen das erste Auto nach dem Führerschein. Insgesamt verkaufte Renault über 2,6 Millionen Exemplare der ersten drei Generationen. Die dritte Generation wurde allerdings erst 2024 eingestellt, weshalb der Name nie wirklich vom Markt verschwand.

Die vierte Generation bricht dabei mit einer langen Tradition: Der Renault Twingo E-Tech 2026 ist ausschließlich als Elektroauto erhältlich. Keinen Benziner, keinen Diesel, keinen Hybrid — nur Strom. Das ist konsequent, denn der Twingo war schon immer ein Stadtauto. Und in der Stadt ergibt ein kleiner Elektroantrieb mit 82 PS, 263 km Reichweite und einem Wendekreis von unter 10 Metern einfach mehr Sinn als ein Verbrenner.

Designt wurde der neue Twingo in Frankreich, entwickelt in China im Renault Advanced China Development Center und gebaut im slowenischen Werk Novo Mesto — wo auch der Clio vom Band läuft. Diese internationale Arbeitsteilung erklärt den aggressiven Preis: Unter 20.000 Euro für ein Elektroauto mit serienmäßigem DC-Laden, Google-Infotainment und 24 Assistenzsystemen — das ist derzeit beispiellos auf dem deutschen Markt.

Design: Der Ur-Twingo lebt wieder

Optisch ist der Renault Twingo E-Tech 2026 eine Hommage an das Original von 1993. Die runden LED-Scheinwerfer erinnern an die Kulleraugen des Ur-Twingo, die Front zeigt das typische „Lächeln“ und die angedeuteten drei Lufteinlässe auf der Haube. Am Heck findet sich der charakteristische Knick, den Fans der ersten beiden Generationen sofort wiedererkennen werden.

Trotzdem wirkt der Twingo nicht altbacken. Die moderne LED-Lichtsignatur, die modellierten Flächen und die fünf Türen (statt drei beim Original) machen ihn eindeutig als Neuwagen erkennbar. Mit 3,79 Metern Länge ist er rund 36 Zentimeter länger als der Ur-Twingo, bleibt aber deutlich kompakter als etwa ein VW ID.3 (4,26 m) oder ein Kia EV2 (3,99 m). Der Wendekreis von nur 9,87 Metern — besser sogar als beim Renault 5 (10,30 m) — macht ihn somit zum idealen Begleiter für enge Innenstadtstraßen und Parkhäuser.

Zum Marktstart gibt es vier knallige Farben: Absolut-Rot, Absolut-Grün, Mango-Gelb und Black-Pearl-Schwarz. Ab Frühjahr 2026 folgen außerdem Arktis-Weiß und Dolomit-Grau. Renault hat dem Twingo damit bewusst einen lebhaften Auftritt verpasst, der sich vom leasinggrauen Einheitsbrei auf deutschen Straßen deutlich abhebt.

Technik: Ehrlich einfach — und genau richtig

Unter dem Blech steckt die AmpR-Small-Plattform, die sich der Twingo mit dem Renault 5 und dem R4 Electric teilt. Allerdings hat Renault beim Twingo an einigen Stellen vereinfacht, um den Preis zu drücken. Die Batterie nutzt beispielsweise nur eine Luftkühlung mit Heizplatte statt der aktiven Wasserkühlung des R5. Ebenso fehlt eine Wärmepumpe. Für ein reines Stadtauto mit kurzen Fahrtstrecken ist das allerdings vertretbar, zumal die LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) von Natur aus weniger temperaturempfindlich ist als NMC-Zellen.

MerkmalRenault Twingo E-Tech 2026
Länge / Breite / Höhe3,79 m / 1,72 m / 1,49 m
Radstand2,49 m
Leergewicht~1.200 kg
Motor60 kW (82 PS), Frontantrieb
Drehmoment~160 Nm
0–100 km/h12,1 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit130 km/h
Batterie27,5 kWh LFP (Luftkühlung)
Reichweite WLTP263 km
AC-Laden (Serie)11 kW (bidirektional)
DC-Laden (Serie)50 kW (10–80 % in ~30 min)
Kofferraum232 l (bis 1.000 l bei umgelegten Sitzen)
Wendekreis9,87 m
ProduktionNovo Mesto, Slowenien

Besonders bemerkenswert ist das serienmäßige 50-kW-DC-Schnellladen in Deutschland. In anderen europäischen Märkten ist das ein aufpreispflichtiges Extra, hierzulande bekommt man es dagegen bereits in der Basisausstattung. Von 10 auf 80 Prozent dauert ein Schnellladevorgang damit rund 30 Minuten — bei einem 27,5-kWh-Akku also durchaus praxistauglich. Darüber hinaus ist der 11-kW-AC-Lader serienmäßig bidirektional ausgelegt — die Voraussetzung für künftiges Vehicle-to-Grid, auch wenn Renault dazu bisher noch keine konkreten Termine genannt hat.

Innenraum: Cleverer als erwartet

Im Innenraum überrascht der Twingo mit einem Raumkonzept, das man in dieser Preisklasse nicht erwartet. Die Rücksitze lassen sich einzeln um bis zu 16 Zentimeter längsverschieben, sodass man wahlweise mehr Beinfreiheit für die Passagiere oder mehr Kofferraum schafft. Umgeklappt ergibt sich ein Ladevolumen von bis zu 1.000 Litern — und der umklappbare Beifahrersitz ermöglicht den Transport von Gegenständen bis zu zwei Metern Länge. Für einen 3,79-Meter-Wagen ist das beeindruckend.

Das Armaturenbrett ist bunt gestaltet und greift die gewählte Außenfarbe im Innenraum auf. Ein 7-Zoll-Digitalinstrument und ein 10-Zoll-Infotainment-Touchscreen sind serienmäßig. In der Techno-Ausstattung kommt Google Integration hinzu — also Google Maps, Google Assistant und der Google Play Store direkt im Fahrzeug. Ebenfalls clever: das YouClip-System mit Befestigungspunkten im Fußraum und Kofferraum, an denen sich Einkaufstüten, Ladekabel oder Zubehör fixieren lassen. Dazu kommen Haken an der Beifahrer-Kopfstütze für Taschen.

Zwei Ausstattungslinien: Evolution und Techno

Renault hält es beim Twingo bewusst einfach — dementsprechend gibt es nur zwei Ausstattungsvarianten ohne komplizierte Paketstruktur.

Evolution (ab 19.990 Euro)

Die Basisversion, die allerdings erst ab Frühjahr 2026 bestellbar ist (die ersten Auslieferungen verzögern sich also etwas gegenüber dem Techno). Bereits serienmäßig an Bord: verschiebbare Rücksitze, 7-Zoll-Digitalcockpit, 10-Zoll-Infotainment mit Smartphone-Integration, höhenverstellbarer Fahrersitz, manuelle Klimaanlage, Parksensoren hinten, 11-kW-AC-Laden und 50-kW-DC-Laden. Felgen: 16-Zoll-Stahl mit Radkappen.

Techno (ab 21.590 Euro)

Das Topmodell mit dem entscheidenden Mehrwert: Google Integration im Infotainment (Google Maps, Assistant, Play Store), One-Pedal-Driving-Funktion, umklappbare Beifahrer-Rückenlehne, Klimaautomatik und serienmäßige Rückfahrkamera. Für 1.600 Euro Aufpreis bekommt man somit die Features, die den Twingo im Alltag deutlich komfortabler machen. Unsere Empfehlung geht deshalb klar zum Techno — insbesondere wegen der One-Pedal-Funktion, die gerade im Stadtverkehr enorm praktisch ist.

E-Auto-Förderung: Der Twingo für unter 14.000 Euro

Die neue staatliche E-Auto-Förderung von bis zu 6.000 Euro macht den Twingo zum Preisbrecher. Privathaushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen (unter 80.000 Euro zu versteuerndes Einkommen) erhalten je nach Familiensituation zwischen 3.000 und 6.000 Euro Zuschuss. In Kombination mit dem Basispreis von 19.990 Euro sinkt der Effektivpreis dadurch auf:

  • Maximale Förderung (6.000 Euro): Twingo Evolution für 13.990 Euro
  • Basisförderung (3.000 Euro): Twingo Evolution für 16.990 Euro
  • Techno mit maximaler Förderung: 15.590 Euro

Das sind Preise, die man bisher nur von Gebrauchtwagen kannte. Renault bewirbt den Twingo deshalb auch aktiv mit dem Hinweis auf die Förderung. Anträge können voraussichtlich ab Mai 2026 online gestellt werden, die Förderung gilt allerdings rückwirkend ab dem 1. Januar 2026. Wer sich jetzt einen Twingo bestellt, kann den Antrag also nachreichen.

Vergleich: Twingo gegen die günstigsten Elektro-Konkurrenten

Wie schlägt sich der Renault Twingo E-Tech 2026 also im Vergleich mit den wichtigsten Rivalen? In diesem Preissegment zählt jeder Euro und jeder Kilometer Reichweite.

MerkmalRenault Twingo E-TechDacia Spring 2026Citroën ë-C3Hyundai Inster
Preis ab19.990 €16.900 €23.300 €23.900 €
Leistung60 kW (82 PS)48 kW (65 PS)83 kW (113 PS)71 kW (97 PS)
Batterie27,5 kWh LFP26,8 kWh LFP44 kWh LFP42 kWh NMC
Reichweite WLTP263 km228 km320 km327 km
DC-Laden max.50 kW30 kW100 kW72 kW
AC-Laden11 kW7 kW11 kW11 kW
Länge3,79 m3,73 m4,01 m3,83 m
Wendekreis9,87 m9,6 m~10,5 m~10,0 m
One-PedalJa (Techno)NeinNeinJa
InfotainmentGoogle (Techno)7-Zoll10,25-Zoll10,25-Zoll

Dacia Spring: Billiger, aber deutlich einfacher

Der Dacia Spring bleibt mit 16.900 Euro das günstigste Elektroauto auf dem deutschen Markt. Allerdings merkt man den Preisunterschied: nur 65 PS, lediglich 7 kW AC-Laden (eine volle Ladung dauert über 11 Stunden an der Wallbox), maximal 30 kW DC und 228 km Reichweite. Wer dagegen den Twingo mit seinem 11-kW-Lader, dem 50-kW-DC-Laden und der besseren Verarbeitungsqualität vergleicht, bekommt für 3.000 Euro Aufpreis ein deutlich alltagstauglicheres Auto.

Citroën ë-C3 und Hyundai Inster: Mehr Reichweite, aber teurer

Beide bieten über 300 km Reichweite und stärkere Motoren, kosten dafür jedoch 3.000 bis 4.000 Euro mehr. Für Pendler mit täglichen Strecken über 60 Kilometer einfach ist die größere Batterie ein klarer Vorteil. Wer hingegen überwiegend in der Stadt fährt und selten mehr als 30 Kilometer am Tag zurücklegt, gibt dieses Geld für den Twingo E-Tech besser nicht aus. Interessant ist dabei, dass der Citroën ë-C3 mit 100 kW DC-Laden die doppelte Schnellladegeschwindigkeit des Twingo bietet — ein wichtiger Punkt für alle, die gelegentlich längere Strecken zurücklegen müssen. Der Hyundai Inster wiederum überzeugt mit One-Pedal-Driving bereits in der Basisversion und einer deutlich moderneren Infotainment-Ausstattung. Allerdings ist der Inster mit 3.900 Euro Aufpreis gegenüber dem Twingo auch spürbar teurer.

Stärken und Schwächen: Ehrliche Worte

Was den Twingo auszeichnet

Das Gesamtpaket aus Preis, Design und Alltagstauglichkeit ist die größte Stärke des Renault Twingo E-Tech 2026. Kein anderes neues Elektroauto in Deutschland bietet serienmäßig DC-Laden, 11-kW-AC-Laden, 24 Assistenzsysteme und Google-Infotainment (Techno) für unter 22.000 Euro. Darüber hinaus begeistert das Retro-Design emotional — der Twingo macht einfach gute Laune, was man von einem Dacia Spring oder Citroën ë-C3 beim besten Willen nicht behaupten kann. Ebenso überzeugt das verschiebbare Rücksitzkonzept und der kleine Wendekreis im Stadtverkehr.

Wo der Twingo an seine Grenzen stößt

Erstens: 263 km Reichweite sind für reine Stadtnutzung ausreichend, aber für Pendler mit täglichen Autobahnstrecken zu wenig — zumal im Winter erfahrungsgemäß 25 bis 35 Prozent Abzug fällig werden. Das ergibt eine realistische Winter-Autobahn-Reichweite von nur 150 bis 170 Kilometer. Zweitens: Die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h macht den Twingo faktisch zum Rechte-Spur-Auto auf der Autobahn. Drittens: Die fehlende Wärmepumpe erhöht den Heizungsverbrauch im Winter spürbar. Und schließlich: Ohne aktive Batteriekühlung sollte man häufiges Schnellladen bei Hitze eher vermeiden, um die Batterielebensdauer nicht unnötig zu belasten.

Laufende Kosten: Warum der Twingo auch im Unterhalt überzeugt

Neben dem niedrigen Kaufpreis punktet der Renault Twingo E-Tech 2026 auch bei den laufenden Kosten. Der Stromverbrauch liegt laut WLTP bei rund 12,2 kWh pro 100 Kilometer. Bei einem Haushaltsstrompreis von 30 Cent pro kWh kostet eine volle Ladung des 27,5-kWh-Akkus somit nur rund 8,25 Euro — genug für bis zu 263 Kilometer. Auf 10.000 Kilometer gerechnet ergeben sich Energiekosten von etwa 370 Euro. Ein vergleichbarer Benzin-Kleinwagen (beispielsweise ein Renault Clio mit 5,5 Liter Verbrauch) kostet bei den aktuellen Spritpreisen dagegen rund 900 Euro für dieselbe Strecke. Folglich spart der Twingo E-Tech rund 530 Euro pro 10.000 Kilometer allein beim Kraftstoff.

Darüber hinaus entfällt die Kfz-Steuer für reine Elektroautos bis Ende 2030. Auch die Wartungskosten fallen niedriger aus als beim Verbrenner, weil der Twingo weder Ölwechsel noch Abgasuntersuchung noch Zahnriementausch benötigt. Renault gewährt zwei Jahre Fahrzeuggarantie und acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer auf die Hochvoltbatterie. Die Versicherung ist ebenfalls günstig: Mit Typklassen im niedrigen Bereich (KH 13–15 je nach Region) gehört der Twingo zu den günstigsten E-Autos in der Versicherung.

Beim Firmenwagen gilt die 0,25-Prozent-Regelung. Bei einem Listenpreis von 19.990 Euro beträgt der monatliche geldwerte Vorteil also gerade einmal 49,98 Euro. Bei 42 Prozent Steuersatz ergibt das eine tatsächliche Steuerlast von rund 21 Euro pro Monat — für einen Neuwagen. Das macht den Twingo auch als urbanen Dienstwagen für Pflegedienste, Lieferunternehmen und kleine Handwerksbetriebe interessant.

Winterreichweite und Alltagstauglichkeit

Die fehlende Wärmepumpe ist der größte Nachteil des Twingo im Winterbetrieb. Bei Temperaturen unter null Grad muss die Heizung ausschließlich über eine elektrische Heizplatte arbeiten, was den Verbrauch spürbar erhöht. In der Praxis bedeutet das: Statt 263 km WLTP-Reichweite bleiben im Winter bei Stadtfahrten etwa 170 bis 200 km übrig. Auf der Autobahn bei 100 km/h und Heizung auf 21 Grad sinkt die Reichweite allerdings auf nur noch 140 bis 160 km.

Für reine Stadtfahrer mit täglichen Strecken unter 40 Kilometern ist das jedoch kein Problem — man lädt einfach jede Nacht an der Wallbox nach. Die 11-kW-AC-Ladung schafft eine volle Aufladung in knapp drei Stunden, sodass selbst eine stark entleerte Batterie über Nacht problemlos wieder voll ist. Wer keine Wallbox hat, kann den Twingo auch an einer öffentlichen 11-kW-Säule über Nacht laden — dank der kleinen Batterie ist das bereits nach wenigen Stunden erledigt. Allerdings sollte man bei regelmäßigen Strecken über 50 Kilometer einfach realistische Erwartungen haben und sich nicht auf die WLTP-Angabe verlassen.

Warten oder jetzt kaufen?

Der Twingo Techno (21.590 Euro) ist seit Januar 2026 bestellbar und wird seit März ausgeliefert. Die günstigere Evolution-Version (19.990 Euro) folgt im Frühjahr 2026. Wer den besten Preis will, sollte somit noch wenige Wochen auf die Evolution-Bestellung warten.

Gleichzeitig lohnt sich ein Blick auf die Alternativen, die bis Sommer 2026 auf den Markt kommen: Der VW ID. Polo startet ab April bei unter 25.000 Euro mit deutlich mehr Reichweite (~450 km) und stärkerem Motor (211 PS). Deshalb stellt sich die Frage, ob die 5.000 Euro Mehrpreis für den Polo durch die doppelte Reichweite gerechtfertigt sind. Für reine Stadtfahrer lautet die Antwort: Nein — der Twingo reicht völlig aus. Für Pendler mit gemischten Strecken ist der Polo hingegen die bessere Wahl.

Für wen ist der Twingo die richtige Wahl?

Der Renault Twingo E-Tech 2026 ist das perfekte Auto für einen klar definierten Einsatzzweck: als Stadtauto, Zweitwagen oder Pendlerfahrzeug mit kurzen Strecken. Er passt zu Stadtbewohnern, die eine Wallbox oder einen Laternenparker mit 11-kW-Ladesäule nutzen können, und zu Familien, die ein günstiges Zweitauto für den Alltag suchen. Auch als Fahranfänger-Auto eignet sich der Twingo hervorragend — dank niedriger Versicherungskosten, einfacher Bedienung und übersichtlicher Abmessungen.

Darüber hinaus ist der Twingo ideal für kleine Unternehmen: Pflegedienste, Kurierfahrer im Innenstadtbereich, Handwerksbetriebe mit kurzen Anfahrtswegen und Fahrschulen profitieren von den extrem niedrigen Betriebskosten. Bei 21 Euro monatlicher Firmenwagen-Steuer und Energiekosten von unter 4 Euro pro 100 Kilometer rechnet sich der Twingo schneller als jeder vergleichbare Verbrenner.

Wer hingegen regelmäßig Autobahn fährt, mehr als 150 Kilometer am Tag pendelt oder ein Auto für alles braucht, sollte sich stattdessen den Renault 5 E-Tech (ab ~25.000 Euro, 400 km Reichweite) oder den Kia EV2 (ab 26.600 Euro, 453 km) ansehen. Der Twingo ist nämlich kein Alleskönner — aber als ehrlicher Stadtstromer zum Kampfpreis ist er derzeit konkurrenzlos. Gerade in Zeiten steigender Benzinpreise und wachsender Umweltzonen in deutschen Innenstädten kommt der Twingo genau zur richtigen Zeit. Insgesamt dürfte er eines der meistverkauften neuen Elektroautos des Jahres 2026 werden — wenn Renault die Nachfrage bedienen kann.

FAQ: Die wichtigsten Fragen zum Renault Twingo E-Tech 2026

Was kostet der Renault Twingo E-Tech? Die Basisversion Evolution startet bei 19.990 Euro. Die besser ausgestattete Techno-Version kostet 21.590 Euro. Mit der maximalen E-Auto-Förderung von 6.000 Euro sinkt der Preis auf unter 14.000 Euro — damit ist der Twingo das günstigste neue Elektroauto in Deutschland.

Wie weit fährt der Renault Twingo E-Tech? Die WLTP-Reichweite beträgt 263 Kilometer. Im reinen Stadtverkehr sind bis zu 300 Kilometer möglich. Im Winter auf der Autobahn sollte man hingegen mit 150 bis 170 Kilometern rechnen. Für den täglichen Stadtverkehr und kurze Pendelstrecken reicht das allerdings problemlos aus.

Wie schnell lädt der Renault Twingo E-Tech? In Deutschland serienmäßig mit 11 kW AC und 50 kW DC. An der Wallbox dauert eine volle Ladung etwa 3 Stunden. Am DC-Schnelllader vergehen rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Beide Ladeleistungen sind dabei Serienausstattung ohne Aufpreis.

Ist der Twingo E-Tech auch als Verbrenner erhältlich? Nein. Die vierte Generation des Twingo gibt es ausschließlich als vollelektrisches Modell. Weder Benziner, Diesel noch Hybrid sind geplant. Wer einen günstigen Benziner-Kleinwagen sucht, muss folglich zu Dacia Sandero oder Citroën C3 greifen.

Technik und Ausstattung im Detail

Hat der Twingo One-Pedal-Driving? Ja, allerdings nur in der Techno-Ausstattung (ab 21.590 Euro). Die Basisversion Evolution bietet diese Funktion dagegen nicht. Im Stadtverkehr ist One-Pedal-Driving ein echter Komfortgewinn, weil man das Bremspedal kaum noch benötigt.

Wo wird der Renault Twingo E-Tech gebaut? Im Renault-Werk Novo Mesto in Slowenien — demselben Werk, in dem auch der Clio produziert wird. Die Entwicklung erfolgte im Renault Advanced China Development Center in Shanghai, das Design stammt aus Frankreich. Somit profitiert der Twingo von internationaler Arbeitsteilung bei wettbewerbsfähigen Produktionskosten.

Kann der Twingo E-Tech bidirektional laden? Das 11-kW-AC-Ladegerät ist serienmäßig bidirektional ausgelegt. Vehicle-to-Grid (V2G) und Vehicle-to-Load (V2L) sollen zu einem späteren Zeitpunkt per Software-Update freigeschaltet werden. Einen konkreten Termin hat Renault dafür allerdings noch nicht genannt.

Batterie, Reichweite und Zukunft

Gibt es den Twingo mit größerer Batterie? Derzeit nicht. Zum Marktstart ist ausschließlich die 27,5-kWh-LFP-Batterie verfügbar. Ob Renault später eine Long-Range-Version mit größerem Akku anbieten wird, ist bisher nicht bestätigt. Angesichts der klaren Positionierung als Stadtauto erscheint das jedoch eher unwahrscheinlich.

Wie lange hält die LFP-Batterie? LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat) gelten als besonders langlebig und können bedenkenlos regelmäßig auf 100 Prozent geladen werden — anders als NMC-Akkus, bei denen Experten üblicherweise zu maximal 80 Prozent raten. Renault garantiert die Batterie acht Jahre beziehungsweise 160.000 Kilometer. In der Praxis dürften LFP-Zellen allerdings deutlich länger halten, weil sie weniger empfindlich auf Ladezyklen reagieren.

Gibt es einen Euro-NCAP-Crashtest für den Twingo E-Tech? Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt noch kein Euro-NCAP-Ergebnis vor. Renault stattet den Twingo allerdings serienmäßig mit 24 Assistenzsystemen aus, darunter Notbremsassistent, Spurhaltewarner und adaptiver Tempomat. Ein Crashtest-Ergebnis wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet.


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Letzte Aktualisierung: 22. März 2026 · Datenquellen: Renault Deutschland, Renault Presse, ADAC, Carwow, InsideEVs, Autozeitung

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