Der Mercedes CLA EQ 2026 hat den ADAC-Effizienzrekord gebrochen, den Carwow Car of the Year Award gewonnen und bei auto motor und sport das beste Testergebnis aller Zeiten erzielt. Gleichzeitig sorgt er für volle Auftragsbücher: 2.731 Neuzulassungen allein in den ersten zwei Monaten machen ihn zum sechstbeliebtesten Elektroauto Deutschlands. In dieser Kaufberatung klären wir, ob der CLA EQ seinen Ruf wirklich verdient — und für wen sich welche Variante lohnt.

Warum der Mercedes CLA EQ 2026 alles verändert
Mercedes hat mit dem CLA EQ etwas geschafft, das viele Experten für unmöglich hielten. Ein Elektroauto, das gleichzeitig fast 800 Kilometer weit kommt, dabei nur 12,2 kWh pro 100 Kilometer verbraucht und trotzdem eine vollwertige Mittelklasse-Limousine mit Stern auf der Haube ist. Zudem lädt der CLA EQ mit bis zu 320 kW an der Schnellladesäule — somit fließen in nur zehn Minuten 325 Kilometer Reichweite nach.
Das ist kein Konzept mehr. Der Mercedes CLA EQ 2026 steht nämlich seit April 2025 als Coupé beim Händler, seit März 2026 auch als Shooting Brake. Und die Zahlen sprechen für sich: Der ADAC hat im Ecotest einen realen Verbrauch von nur 13,4 kWh pro 100 Kilometer gemessen — inklusive Ladeverluste. Daraus resultiert eine Praxisreichweite von über 740 Kilometern. Beides sind absolute Rekordwerte. Kein anderes bisher getestetes Elektroauto hat diese Marken auch nur annähernd erreicht.
Das Geheimnis liegt in der neuen MMA-Plattform (Mercedes Modular Architecture). Anders als die bisherigen Elektro-Mercedes auf der älteren EVA2-Architektur setzt der CLA EQ erstmals auf ein 800-Volt-Bordnetz, einen besonders effizienten Permanentmagnet-Motor und — ebenfalls eine echte Überraschung — ein Zweigang-Getriebe. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn senkt der zweite Gang die Motordrehzahl spürbar und spart dadurch Energie. Zusammen mit der extrem windschnittigen Coupé-Form ergibt sich ein Effizienzlevel, das die Konkurrenz derzeit nicht erreicht.
Vier Varianten: Vom Einstieg bis zum Performance-Allradler
Die Modellpalette des Mercedes CLA EQ 2026 ist durchdacht aufgebaut. Allerdings steckt dabei eine clevere Besonderheit im Angebot, die man kennen sollte: Der CLA 250 und der CLA 250+ nutzen physisch denselben 85-kWh-Akku. Beim CLA 250 wird die nutzbare Kapazität jedoch per Software auf 71 kWh begrenzt. Das erkennt man unter anderem am identischen Leergewicht beider Varianten. Mercedes spart so Produktionskosten und bietet gleichzeitig einen günstigeren Einstieg in die große Batterie.
| Variante | Leistung | Batterie (netto) | Reichweite WLTP | DC-Laden max. | 0–100 km/h | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CLA 200 EQ | 165 kW (224 PS) | 58 kWh | 541 km | 320 kW | ~7,8 s | 49.421 € |
| CLA 250 EQ | 200 kW (272 PS) | 71 kWh (softwarebegrenzt) | 674 km | 320 kW | ~6,9 s | 52.872 € |
| CLA 250+ EQ | 200 kW (272 PS) | 85 kWh | 792 km | 320 kW | 6,7 s | 55.728 € |
| CLA 350 4MATIC EQ | 261 kW (356 PS) | 85 kWh | 771 km | 320 kW | 5,0 s | 60.286 € |
Alle vier Varianten teilen sich die 800-Volt-Architektur und laden deshalb mit bis zu 320 kW Gleichstrom. Das ist ein wichtiger Punkt: Selbst das Basismodell CLA 200 EQ beherrscht ultraschnelles Laden. Von 10 auf 80 Prozent vergehen rund 22 Minuten. Im Alltag bedeutet das: Ein Kaffee am Rasthof reicht, um für die nächsten 400 Kilometer gerüstet zu sein.
Shooting Brake: Der elektrische Kombi ab März 2026

Seit März 2026 gibt es den Mercedes CLA EQ 2026 also auch als Shooting Brake — also als sportlichen Kombi. Gerade für Familien und Hundebesitzer ist das eine entscheidende Information, denn das Coupé bietet nur rund 460 Liter Kofferraum. Der Shooting Brake steigert das auf bis zu 1.290 Liter bei umgelegter Rückbank.
| Merkmal | CLA Coupé EQ | CLA Shooting Brake EQ |
|---|---|---|
| Kofferraum | ~460 l | bis 1.290 l |
| Anhängelast (RWD) | 1.500 kg | 1.500 kg |
| Anhängelast (AWD) | 1.800 kg | 1.800 kg |
| Preis CLA 250+ EQ | 55.728 € | 57.096 € |
| Preis CLA 350 4MATIC EQ | 60.286 € | 61.653 € |
| Reichweite 250+ EQ | 792 km | 768 km |
Der Aufpreis für den Shooting Brake beträgt dabei rund 1.370 Euro — ein fairer Zuschlag für deutlich mehr Alltagstauglichkeit. Darüber hinaus glänzt der Shooting Brake mit einer Anhängelast von bis zu 1.800 Kilogramm in der 4MATIC-Version. Das reicht für einen mittelgroßen Wohnwagen oder einen Pferdeanhänger. Wer regelmäßig Fahrräder oder Campingausrüstung transportiert, kommt am Shooting Brake kaum vorbei.
Was den CLA EQ im Alltag besonders macht
Effizienz: Der Rekordbrecher
Der ADAC hat im standardisierten Ecotest einen Verbrauch von 13,4 kWh pro 100 Kilometer gemessen. Zum Vergleich: Ein Tesla Model 3 Long Range liegt bei etwa 15,5 kWh, ein BMW i4 eDrive40 bei rund 17 kWh, ein Hyundai Ioniq 6 bei 15,2 kWh. Der CLA EQ unterbietet die gesamte Konkurrenz um mindestens 12 Prozent.
Woher kommt diese Effizienz? Erstens aus der Aerodynamik: Die coupéhafte Silhouette erzeugt extrem wenig Luftwiderstand. Zweitens aus dem einzigartigen Zweigang-Getriebe, das bei Autobahngeschwindigkeiten die Motordrehzahl senkt und dadurch weniger Strom verbraucht. Drittens aus dem neuen, besonders effizienten Permanentmagnet-Synchronmotor, den Mercedes speziell für die MMA-Plattform entwickelt hat. In der Praxis bedeutet das: Wer im Eco-Modus fährt und überwiegend Stadt und Landstraße nutzt, kann mit einer Akkuladung über 700 Kilometer weit kommen. Selbst bei flottem Autobahnstempo um die 130 km/h sind 500 Kilometer realistisch. Infolgedessen sind die Ladekosten ebenfalls bemerkenswert niedrig: Bei einem Haushaltsstrompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde kostet eine volle Akkuladung des CLA 250+ EQ rund 25 Euro — genug für fast 800 Kilometer. Ein vergleichbarer Verbrenner braucht für dieselbe Strecke Benzin im Wert von etwa 90 Euro. Somit spart der CLA EQ allein bei den Energiekosten über 800 Euro pro 10.000 Kilometer.
Laden: 325 Kilometer in zehn Minuten
Die 800-Volt-Architektur ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 320 kW. Mercedes gibt als Spitzenwert sogar 350 kW unter optimalen Bedingungen an. Im ADAC-Test lagen allerdings maximal 244 kW an — was dennoch zu einer Ladedauer von nur 24 Minuten für 10 auf 80 Prozent führte. Auf Langstrecken bedeutet das: Eine kurze Pause von zehn Minuten reicht für 325 Kilometer Reichweite. In Kombination mit der hohen Effizienz muss man mit dem CLA EQ seltener laden als mit praktisch jedem anderen Elektroauto auf dem Markt. Darüber hinaus unterstützt der CLA EQ 11 kW Wechselstrom an der heimischen Wallbox. Eine volle Ladung dauert dann etwa neun Stunden — über Nacht also kein Problem.
Fahren: Komfort statt Krawall
Der Mercedes CLA EQ 2026 fährt sich ausgesprochen komfortabel. Mercedes setzt dabei bewusst auf ein konventionelles Stahlfahrwerk ohne adaptive Dämpfer — eine Entscheidung, die auf den ersten Blick konservativ wirkt. Im Alltag überzeugt sie jedoch: Der CLA EQ federt Unebenheiten souverän ab und bleibt selbst auf schlechten Straßen erstaunlich gelassen. Der ADAC beschreibt den Fahrkomfort insofern als vergleichbar mit klassischen Mercedes-Modellen früherer Generationen. Gleichzeitig ist der CLA EQ beim Bremsen überragend. Auto motor und sport hat beispielsweise einen Bremsweg von nur 32,5 Metern aus 100 km/h gemessen — das ist Sportwagen-Niveau. Die Lenkung ist präzise und gut gewichtet. Im CLA 350 4MATIC EQ mit 356 PS und Allradantrieb geht es zudem richtig vorwärts: In nur 5,0 Sekunden beschleunigt der Stuttgarter von Null auf 100 km/h. Ebenso überzeugt die Geräuschdämmung: Selbst bei Autobahngeschwindigkeiten bleibt es im Innenraum erstaunlich leise.
Innenraum: MBUX Superscreen und generative KI

Mercedes hat den Innenraum komplett neu gestaltet. Das Herzstück ist der optionale MBUX Superscreen, der sich als durchgehendes Display über die gesamte Armaturenbrettbreite erstreckt. Serienmäßig gibt es ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument und einen 12,3-Zoll-Touchscreen. Dazu kommt der neue MBUX Virtuelle Assistent mit generativer KI, der Emotionen erkennen und sich an den Fahrstil des Nutzers anpassen kann.
Sportsitze sind ab der Ausstattungslinie Progressive serienmäßig. Die Materialqualität im Innenraum liegt erwartungsgemäß auf hohem Mercedes-Niveau — deutlich über dem, was VW im ID.3 oder ID.7 bietet. Allerdings gibt es auch Kritik: Einige Tester bemängeln die relativ hohe Sitzposition für ein Coupé und den recht schmalen Fond. Letzteres ist dem coupéhaften Design geschuldet. Wer regelmäßig große Passagiere im Fond transportiert, sollte deshalb den Shooting Brake oder den kommenden GLC EQ in Betracht ziehen.
Hinsichtlich der Winterreichweite sollte man realistisch planen: Bei Minustemperaturen sinkt die Reichweite erfahrungsgemäß um 25 bis 35 Prozent. Dennoch bleiben beim CLA 250+ EQ selbst im Winter über 500 Kilometer übrig — mehr als bei fast jedem Konkurrenten unter Idealbedingungen. Darüber hinaus heizt die Wärmepumpe den Innenraum energieeffizient, ohne den Akku übermäßig zu belasten. Bezüglich der Versicherung ordnet sich der CLA EQ in der Typklasse 18 bis 21 ein (Haftpflicht) — vergleichbar mit einem BMW i4 und günstiger als ein Tesla Model 3 Performance.
Firmenwagen: Der CLA EQ als Steuerspar-Modell
Für Dienstwagenfahrer ist der Mercedes CLA EQ 2026 daher ein hochattraktives Angebot. Alle Varianten unter 70.000 Euro Bruttolistenpreis profitieren nämlich von der günstigen 0,25-Prozent-Regelung für Elektrofahrzeuge. Der CLA 250+ EQ mit einem Listenpreis von 55.728 Euro ergibt einen geldwerten Vorteil von nur 139 Euro pro Monat. Bei einem persönlichen Steuersatz von 42 Prozent macht das eine monatliche Steuerlast von rund 58 Euro — für einen nagelneuen Mercedes mit 272 PS und 792 Kilometern Reichweite.
Zum Vergleich: Ein vergleichbar ausgestatteter Mercedes C 200 Benziner mit ähnlichem Listenpreis kostet bei der 1-Prozent-Regelung über 200 Euro Steuern pro Monat. Über einen typischen Dreijahreszeitraum spart der elektrische CLA somit rund 5.000 Euro allein an Dienstwagensteuer. Zusätzlich entfällt die Kfz-Steuer für zehn Jahre, und der Arbeitgeber profitiert von einer kürzeren Abschreibungsdauer.
Allerdings ist die neue E-Auto-Förderung von bis zu 6.000 Euro für den CLA EQ nur eingeschränkt relevant, denn sie richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. Gewerbliche Käufer und Leasingnehmer können die Förderung nicht direkt beanspruchen. Trotzdem bleibt der CLA EQ als Firmenwagen eines der besten Gesamtpakete auf dem Markt.
Vergleich: Mercedes CLA EQ gegen die stärksten Rivalen
Wie schlägt sich der Mercedes CLA EQ 2026 also im direkten Vergleich? Die relevanteste Konkurrenz kommt insbesondere von BMW, Tesla und Hyundai. Ein Blick auf die Kerndaten zeigt die Unterschiede.
| Merkmal | Mercedes CLA 250+ EQ | BMW i3 Neue Klasse | Tesla Model 3 LR | Hyundai Ioniq 6 77 kWh |
|---|---|---|---|---|
| Leistung | 200 kW (272 PS) | 250 kW (340 PS) | 208 kW (283 PS) | 168 kW (229 PS) |
| Batterie | 85 kWh | 108 kWh | 79 kWh | 77 kWh |
| Reichweite WLTP | 792 km | ~900 km | 702 km | 614 km |
| DC-Laden max. | 320 kW | 400 kW | 250 kW | 240 kW |
| ADAC-Verbrauch | 13,4 kWh/100 km | noch nicht getestet | ~15,5 kWh/100 km | ~15,2 kWh/100 km |
| 0–100 km/h | 6,7 s | ~5,6 s | 6,1 s | 7,4 s |
| Preis ab | 55.728 € | ~66.500 € (geschätzt) | 44.990 € | 43.990 € |
| Marktstart | Erhältlich | Herbst 2026 | Erhältlich | Erhältlich |
Der BMW i3 Neue Klasse ist auf dem Papier der härteste Konkurrent — mit 900 Kilometern Reichweite, 400 kW Laden und der komplett neuen Plattform. Aber er kommt erst im Herbst 2026, kostet voraussichtlich über 66.000 Euro und ist damit rund 10.000 Euro teurer als der CLA 250+. Wer heute ein Auto braucht, muss daher auf den BMW noch Monate warten.
Tesla und Hyundai: Günstiger, aber mit Kompromissen
Das Tesla Model 3 Long Range bleibt der Preis-Leistungs-König: knapp 45.000 Euro für 702 Kilometer Reichweite ist schwer zu schlagen. Dafür fehlt dem Tesla jedoch die Verarbeitungsqualität und der Fahrkomfort eines Mercedes. Die Ladeinfrastruktur ist hingegen dank des Supercharger-Netzwerks nach wie vor ein Plus für Tesla.
Der Hyundai Ioniq 6 ist die günstigste Option und überzeugt mit seinem aerodynamischen Design und der effizienten 800-Volt-Architektur. Bei Reichweite, Effizienz und Ladeleistung kann er aber nicht mit dem CLA EQ mithalten. Dafür bietet Hyundai fünf Jahre Garantie — Mercedes nur zwei. Außerdem ist der Ioniq 6 inzwischen seit über zwei Jahren auf dem Markt und wirkt neben dem brandneuen CLA EQ technisch etwas in die Jahre gekommen. Insbesondere beim Infotainment hat Mercedes mit dem MBUX Superscreen einen deutlichen Vorsprung.
Stärken und Schwächen im Überblick
Was der Mercedes CLA EQ 2026 besonders gut kann
Der Verbrauch von 12,2 bis 13,4 kWh pro 100 Kilometer ist der niedrigste Wert aller je vom ADAC getesteten Elektroautos. Folglich erreicht der CLA EQ 2026 auch die höchste Praxisreichweite: über 740 Kilometer im Ecotest. Darüber hinaus lädt er mit bis zu 320 kW ultraschnell, bremst wie ein Sportwagen und bietet den typischen Mercedes-Komfort. Außerdem gibt es ihn als Coupé und als Shooting Brake — und sogar als Mildhybrid-Benziner ab 46.243 Euro, falls jemand noch nicht vollständig auf Elektro umsteigen möchte. Die MMA-Plattform ist technologisch auf der Höhe der Zeit: 800 Volt, Zweigang-Getriebe, MBUX mit generativer KI. Der CLA EQ setzt damit einen neuen Maßstab in seiner Klasse.
Wo der CLA EQ Schwächen zeigt
Billig ist der Mercedes CLA EQ 2026 allerdings nicht. Der Einstieg bei 49.421 Euro liegt deutlich über einem VW ID.3 Neo (ab rund 35.000 Euro) oder einem Tesla Model 3 (ab 42.990 Euro). Zudem treiben Extras den Preis schnell in Richtung 70.000 Euro: MBUX Superscreen, Panoramadach, Driving Assistance Plus und die Metallic-Lackierung kosten jeweils mehrere Tausend Euro Aufpreis. Ferner bietet Mercedes nur zwei Jahre Herstellergarantie — bei Hyundai, Kia und BYD sind fünf bis sieben Jahre Standard. Das Platzangebot im Fond des Coupé ist eingeschränkt, und das passive Stahlfahrwerk lässt sich nicht adaptiv anpassen. Wer ein sportlicheres Setup bevorzugt, hat keine Option zur Individualisierung. Schließlich fehlte zum Marktstart ein günstigeres Einstiegsmodell — der CLA 200 EQ kam erst später dazu.
Unsere Kaufempfehlung: Welcher CLA EQ passt zu wem?

Nach Analyse aller Varianten empfehlen wir den CLA 250 EQ ab 52.872 Euro als bestes Gesamtpaket. Ja, der CLA 250+ EQ hat auf dem Papier 118 Kilometer mehr Reichweite. Aber im Alltag reichen auch 674 Kilometer für nahezu jede Fahrsituation aus. Dafür spart man fast 3.000 Euro gegenüber dem 250+ — bei identischer Leistung, identischem Ladeverhalten und identischem Motor. Der Akku ist physisch derselbe, nur per Software begrenzt.
Wer allerdings beruflich viel Langstrecke fährt und jeden Ladestopp vermeiden will, greift zum CLA 250+ EQ. Familien mit Platzbedarf wählen den Shooting Brake. Und wer Performance sucht, bekommt im CLA 350 4MATIC EQ mit 356 PS und Allradantrieb ein echtes Sportgerät, das in 5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt.
Vom CLA 200 EQ mit dem kleineren 58-kWh-Akku raten wir eher ab. Der Preisunterschied zum CLA 250 beträgt nur rund 3.500 Euro, aber der Reichweitensprung von 541 auf 674 Kilometer ist erheblich — gerade auf der Autobahn macht sich das bemerkbar.
Die größere Perspektive: Mercedes gegen die Konkurrenz aus München und China
Der Mercedes CLA EQ 2026 markiert den Startschuss einer umfassenden Elektro-Offensive der Stuttgarter. Auf der MMA-Plattform folgen noch 2026 der GLA EQ und der GLB EQ. Parallel dazu bringt Mercedes auf der größeren MB.EA-Plattform den GLC EQ und die elektrische C-Klasse — letztere mit bis zu 800 Kilometern Reichweite und einer Premiere Ende April 2026.
Damit positioniert sich Mercedes klar gegen die Neue Klasse von BMW, die mit dem iX3 und dem i3 ebenfalls 2026 angreift. Gleichzeitig drängen chinesische Hersteller wie BYD und Zeekr mit aggressiven Preisen in die deutsche Mittelklasse. Der BYD Seal etwa kostet nach Hersteller-Bonus weniger als die Hälfte eines CLA 250+ EQ. Allerdings kann kein chinesisches Modell bei Effizienz, Ladeleistung und Markenimage mit dem Mercedes mithalten.
Für den deutschen Automobilstandort ist der CLA EQ deshalb ein starkes Signal: Deutsche Ingenieurskunst kann bei Elektroautos an der Weltspitze mitspielen — wenn der Preis stimmt. Und genau hier liegt die Herausforderung für Mercedes: Ob sich die Premiumstrategie langfristig gegen die Preisbrecher aus China behaupten kann, wird das Jahr 2026 zeigen.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zum Mercedes CLA EQ 2026
Was kostet der günstigste Mercedes CLA EQ? Der Einstieg in den Mercedes CLA EQ 2026 beginnt beim CLA 200 EQ mit 224 PS und 58-kWh-Akku bei 49.421 Euro. Der CLA 250 mit 272 PS und 674 Kilometer Reichweite kostet ab 52.872 Euro, der reichweitenstärkste CLA 250+ ab 55.728 Euro. Den Shooting Brake gibt es ab 57.096 Euro.
Wie weit fährt der Mercedes CLA EQ wirklich? Im ADAC Ecotest erreichte der CLA 250+ EQ über 740 Kilometer — ein absoluter Rekordwert. Nach WLTP-Norm gibt Mercedes bis zu 792 Kilometer an. Selbst bei flottem Autobahnfahren mit Tempo 130 sind 500 bis 550 Kilometer realistisch.
Wie schnell lädt der Mercedes CLA EQ? Der CLA EQ unterstützt bis zu 320 kW Gleichstrom-Schnellladung dank seiner 800-Volt-Architektur. Von 10 auf 80 Prozent dauert es rund 22 Minuten. In zehn Minuten fließen genug Strom für 325 Kilometer Reichweite nach. An der heimischen 11-kW-Wallbox ist der Akku in etwa neun Stunden voll.
Gibt es den Mercedes CLA EQ auch als Kombi? Ja. Der CLA Shooting Brake EQ ist seit März 2026 erhältlich. Er bietet bis zu 1.290 Liter Kofferraum und eine Anhängelast von bis zu 1.800 Kilogramm in der 4MATIC-Version. Der Aufpreis gegenüber dem Coupé beträgt rund 1.370 Euro.
Lohnt sich der CLA EQ als Firmenwagen? Eindeutig ja. Mit der 0,25-Prozent-Regelung für Elektrofahrzeuge unter 70.000 Euro liegt die monatliche Versteuerung beim CLA 250+ EQ bei nur rund 58 Euro (bei 42 Prozent Steuersatz). Das ist deutlich weniger als bei vergleichbaren Verbrennern mit der 1-Prozent-Regelung.
Technik und Ausstattung im Detail
Was ist besser: CLA 250 oder CLA 250+ EQ? Beide nutzen identische Motoren und denselben physischen 85-kWh-Akku. Beim CLA 250 wird die nutzbare Kapazität per Software auf 71 kWh begrenzt, was die Reichweite von 792 auf 674 Kilometer reduziert. Dafür spart man knapp 3.000 Euro. Für die meisten Fahrer reichen 674 Kilometer im Alltag völlig aus.
Hat der CLA EQ ein Zweigang-Getriebe? Ja, der Mercedes CLA EQ 2026 nutzt als eines der wenigen Elektroautos ein Zweigang-Getriebe. Bei höheren Geschwindigkeiten schaltet der Motor in den zweiten Gang, was die Drehzahl und damit den Stromverbrauch senkt. Das ist einer der Gründe für die Rekord-Effizienz.
Wie sicher ist der Mercedes CLA EQ? Der CLA EQ hat im Euro NCAP Crashtest fünf Sterne erhalten. Das Sicherheitspaket umfasst Front-, Seiten- und Kopfairbags, einen Knieairbag, einen Mittelairbag, aktive Motorhaube, Notbremssystem mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, Spurhalteassistent und Fahrerüberwachung gegen Müdigkeit.
Wann kommt die Mercedes C-Klasse EQ? Die Weltpremiere der elektrischen Mercedes C-Klasse EQ ist für Ende April 2026 bestätigt. Sie steht auf der größeren MB.EA-Plattform mit einem 94-kWh-Akku und bis zu 800 Kilometern Reichweite. Erste Auslieferungen werden für Sommer 2026 erwartet.
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Letzte Aktualisierung: 21. März 2026 · Datenquellen: ADAC, Mercedes-Benz, Euro NCAP, Carwow, InsideEVs, Auto Bild
