Was ist die THG-Quote überhaupt?
Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist nämlich ein gesetzliches Klimaschutz-Instrument. Mineralölkonzerne und Kraftstoffinverkehrbringer müssen jedes Jahr einen festgelegten Prozentsatz ihrer CO₂-Emissionen einsparen. Schaffen sie das nicht selbst, müssen sie folglich Quoten zukaufen. Genau hier kommen E-Auto-Halter ins Spiel.
Die Logik in drei Sätzen
Erstens: Der Staat schreibt fossilen Kraftstoffanbietern eine Mindesteinsparung an Treibhausgasen vor. Zweitens: Ein E-Auto-Halter spart durch elektrisches Fahren rund 760 Kilogramm CO₂ pro Jahr – diese Einsparung kann zertifiziert und am Quotenmarkt verkauft werden. Drittens: Vermittler bündeln Tausende solcher Einzelquoten, verkaufen sie an die Mineralölindustrie und teilen den Erlös mit den E-Auto-Haltern – meist zu 70 bis 90 Prozent.
Wer ist berechtigt?
Berechtigt sind ausschließlich Halter von rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV). Plug-in-Hybride und Wasserstoff-Fahrzeuge fallen nicht unter die THG-Quote. Außerdem muss die Zulassungsbescheinigung Teil I als Antriebsart „Elektro“ oder den Code „0004“ ausweisen. Folglich sind alle Tesla, BMW i, Mercedes EQ, VW ID, Hyundai IONIQ, Skoda Enyaq, Renault Zoe oder ähnliche Modelle sofort antragsberechtigt.
Aktuelle Top-Anbieter im Vergleich (Stand 30.04.2026)
Hier die zehn Anbieter mit den höchsten garantierten Auszahlungen. Alle Daten basieren auf den offiziellen Anbieter-Webseiten und dem Verivox-Vergleichsportal.
| # | Anbieter | Garantieprämie 2026 | Express-Option | Bundesverband-Mitglied |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Geld für eAuto (inkl. 50 € Neukundenbonus) | 310 € | 7 Tage / 230 € | Ja |
| 2 | Verivox-Vergleich (Top-Anbieter) | bis 325 € | je nach Anbieter | wechselnd |
| 3 | Elektrovorteil | bis 300 € | 7-14 Tage / 230 € | Ja |
| 4 | Emobility.energy | bis 295 € | 14 Tage / 220 € | Ja |
| 5 | e-mobileo (Fix) | 320 € | 14 Tage / 280 € | Ja |
| 6 | CHECK24 | 300 € (90 % Marktpreis-Garantie) | 21 Tage | Ja |
| 7 | JuicyCarbon | 285 € | 14 Tage / 230 € | Ja |
| 8 | Carbonify | 280 € | 14 Tage / 220 € | Ja |
| 9 | Greentrax | 270 € | 21 Tage / 200 € | Ja |
| 10 | THG-Experten | 260 € | 14 Tage / 210 € | Ja |
Wichtig: Die Prämienhöhen ändern sich oft kurzfristig. Daher empfehle ich vor Vertragsabschluss einen Schnellcheck auf Verivox.de oder direkt beim Anbieter. Außerdem solltest du prüfen, ob der Anbieter Mitglied im Bundesverband THG-Quote ist – das schützt dich vor dubiosen Newcomern.
Die Top-Flex-Prämien (Risiko-Modell)
Wer mehr Risiko nimmt, kann auch höhere Auszahlungen erreichen. Hier sind die aktuellen Spitzenwerte für variable Prämien:
| Anbieter | Flex-Prämie max. 2026 | Risiko |
|---|---|---|
| e-mobileo Flex | bis 450 € | Marktpreis-abhängig, kein Mindestbetrag |
| Geld für eAuto Flex | bis 400 € | 90 % Marktpreis, kein Mindestbetrag |
| CHECK24 Flex | bis 380 € | 90 % Marktpreis, mit Mindestschwelle |
Allerdings warnt Stiftung Warentest vor zu hohen Erwartungen bei Flex-Tarifen. Schließlich kann der Marktpreis im Lauf des Jahres deutlich sinken, wenn zum Beispiel mehr E-Autos zugelassen werden als erwartet. Daher empfehle ich Flex-Tarife nur Käufern, die im Notfall auch eine niedrigere Auszahlung tolerieren können.

Welche Quote gilt 2026 und wie wird sie berechnet?
Die THG-Quote für 2026 liegt bei 12,1 Prozent. Damit müssen Mineralölkonzerne ihre CO₂-Emissionen um 12,1 Prozent gegenüber dem Referenzwert senken. Im Vorjahr lag die Quote bei 10,6 Prozent. Folglich steigt der Wert der THG-Zertifikate weiter, was 2026 erstmals seit 2022 wieder zu echten Spitzenprämien führt.
Der pauschale Rechenwert pro E-Auto
Pro privat zugelassenem Pkw der Klasse M1 wird ein pauschaler Stromverbrauch von 2.000 kWh pro Jahr angesetzt. Dieser Wert gilt unabhängig davon, wie viele Kilometer du tatsächlich fährst. Schließlich willst du als Halter nicht jeden Ladevorgang dokumentieren müssen.
Aus diesen 2.000 kWh ergibt sich eine eingesparte CO₂-Menge von rund 760 kg CO₂-Äquivalent pro Jahr. Diese Menge kann dein Vermittler am Quotenmarkt verkaufen. Bei einem aktuellen Preis von rund 380 bis 450 Euro pro Tonne CO₂ ergibt sich ein theoretischer Bruttoerlös von 290 bis 340 Euro pro E-Auto. Davon behält der Vermittler 10 bis 30 Prozent als Marge ein – der Rest geht als Prämie an dich.
Warum die Prämie 2026 stärker steigt
Drei Faktoren treiben die Prämie:
Faktor 1: Steigende THG-Quote. Die Pflichtquote für Mineralölkonzerne steigt jedes Jahr. 2026 liegt sie bei 12,1 Prozent, 2030 wird sie 25 Prozent erreichen. Folglich wird der Bedarf an gehandelten Zertifikaten kontinuierlich größer.
Faktor 2: RED-III-Richtlinie. Der EU-Richtlinienentwurf zur Erneuerbaren-Energie-Direktive verlängert die THG-Quote auf 2040 und weitet sie auf Schiffs- und Luftverkehr aus. Außerdem fallen Doppelanrechnungen für fortschrittliche Biokraftstoffe weg. Daher steigt die Nachfrage strukturell.
Faktor 3: Steigender Strommix-Anteil Erneuerbarer. Der CO₂-Anteil im deutschen Strommix sinkt jährlich. Folglich wird der CO₂-Vorsprung des E-Autos gegenüber dem Verbrenner größer, was den Wert deiner THG-Quote erhöht.

Fix oder Flex: Welches Modell ist das richtige für dich?
Der wichtigste Vertragsunterschied im THG-Markt. Jeder Anbieter bietet meist beide Modelle – die Wahl entscheidet über deine reale Auszahlung.
Die Fix-Prämie (Garantieprämie)
Die Fix-Prämie ist ein vorab garantierter Betrag, den du unabhängig vom späteren Marktpreis bekommst. Aktuell liegt das Maximum bei 320 bis 330 Euro inklusive Neukundenbonus. Der Anbieter trägt das Marktrisiko – falls die Quote zum Verkaufszeitpunkt billiger ist, bekommt er weniger Marge.
Vorteil: 100-prozentige Planungssicherheit. Du weißt sofort, was du bekommst.
Nachteil: Steigt der Marktpreis stark, profitierst du nicht davon.
Geeignet für: Einsteiger, vorsichtige Käufer, alle die einfach eine sichere Prämie wollen.
Die Flex-Prämie (variable Prämie)
Bei der Flex-Prämie verspricht der Anbieter dir einen Prozentsatz des späteren Verkaufserlöses – meist 80 bis 90 Prozent des Marktpreises. Daher kennst du den endgültigen Betrag erst nach Verkauf der Quote, was 8 bis 24 Wochen nach Antragstellung passiert.
Vorteil: Wenn der Quotenpreis steigt, profitierst du voll mit. Maximal sind 2026 bis 450 Euro drin.
Nachteil: Wenn der Markt fällt, bekommst du auch weniger – manchmal unter 200 Euro.
Geeignet für: Risikobereite Halter, Quoten-Erfahrene, alle die maximale Auszahlung wollen.
Die Express-Prämie (sofort-Auszahlung)
Manche Anbieter zahlen den Betrag schon innerhalb von 7 bis 14 Tagen aus – allerdings zu reduzierten Sätzen. Aktuell liegt die Express-Prämie zwischen 200 und 280 Euro. Folglich verzichtest du auf 30 bis 80 Euro für die schnelle Liquidität.
Vorteil: Geld in einer Woche auf dem Konto.
Nachteil: 30 bis 80 Euro weniger als die Standard-Auszahlung.
Geeignet für: Käufer mit knapper Liquidität, alle die nicht auf 4-6 Monate Wartezeit aus sind.
Die wichtigsten Fallen im THG-Markt
Stiftung Warentest hat 2024 unfaire Klauseln in Verträgen vieler Vermittler entdeckt. Drei Fallen stechen besonders hervor.
Falle 1: Mehrjahresverträge mit Sperrwirkung
Manche Anbieter binden Halter über zwei oder drei Jahre. Das bedeutet, du gibst nicht nur die Quote 2026, sondern auch die für 2027 und 2028 ab – zu festen Konditionen. Daher kannst du nicht profitieren, falls die Prämie steigt. Empfehlung: Schließe nur Verträge mit einjähriger Laufzeit ab. Achte auf den Passus „Vertragslaufzeit“ oder „Abtretungszeitraum“.
Falle 2: Versteckte Provision bei „Bis zu“-Werbung
Werbung mit „bis zu 450 Euro“ ist meistens Flex-Marketing. Im Kleingedruckten zahlt der Anbieter dann nur 60-70 Prozent des Marktpreises aus, der Rest verbleibt als Marge. Folglich solltest du nur Anbieter wählen, die mindestens 85 Prozent Marktpreis-Beteiligung schriftlich zusichern.
Falle 3: Automatische Vertragsverlängerung
Einige Vermittler verlängern den Vertrag automatisch, wenn du nicht aktiv kündigst. Daher könntest du im Folgejahr an einen schlechter zahlenden Anbieter gebunden sein. Empfehlung: Setz dir einen Reminder im September 2026 für die Kündigung.
Falle 4: Verkaufsfrist verpassen
Die Anträge müssen bis zum 15. November 2026 beim Umweltbundesamt eingereicht werden. Da viele Anbieter selbst Bearbeitungszeit brauchen, solltest du bis spätestens 31. Oktober 2026 den Antrag bei deinem Vermittler abgeben. Wer das verpasst, verschenkt die komplette Prämie.

So beantragst du die THG-Quote 2026 (Schritt für Schritt)
Der Antrag dauert weniger als 5 Minuten. Hier der konkrete Ablauf.
Schritt 1: Anbieter wählen
Vergleiche auf Verivox oder direkt bei den Top-3-Anbietern (Geld für eAuto, Elektrovorteil, e-mobileo). Achte auf Garantieprämie, Vertragslaufzeit (1 Jahr!) und Mitgliedschaft im Bundesverband THG-Quote.
Schritt 2: Online registrieren
Auf der Anbieter-Website registrierst du dich mit Name, Adresse, IBAN und E-Mail. Das dauert maximal 2 Minuten.
Schritt 3: Fahrzeugschein hochladen
Mach ein Foto deiner Zulassungsbescheinigung Teil I (früher Fahrzeugschein) – Vorder- und Rückseite. Achte darauf, dass alle Felder erkennbar sind, besonders Halter, Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) und Antriebsart.
Schritt 4: Vertrag bestätigen
Du bekommst per E-Mail einen Link zur Auftragserteilung. Klicke ihn an und bestätige die Abtretung deiner THG-Quote für 2026. Danach übernimmt der Anbieter alles weitere.
Schritt 5: Auszahlung erhalten
Je nach Modell wartest du 7 Tage (Express), 4-6 Wochen (Standard mit Vorabauszahlung) oder 4-6 Monate (Auszahlung nach Quotenverkauf). Das Geld kommt direkt aufs angegebene Konto.
Steuerlicher Hinweis: Privatpersonen vs Unternehmen
Für Privatpersonen ist die THG-Prämie steuerfrei. Sie muss nicht in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Folglich bleibt der gesamte Betrag bei dir.
Für Unternehmen und Selbstständige gelten andere Regeln: Wenn das E-Auto im Betriebsvermögen steht, muss die Prämie als Betriebseinnahme versteuert werden. Außerdem ist Umsatzsteuer abzuführen, wenn das Fahrzeug umsatzsteuerpflichtig genutzt wird. Daher empfehle ich Selbstständigen vor Antragsstellung eine kurze Rücksprache mit dem Steuerberater.
Tipp für Firmenwagen-Fahrer
Wenn du einen E-Firmenwagen privat nutzt und nicht der Halter bist, gehört die THG-Quote dem Arbeitgeber. Manche Unternehmen reichen die Prämie als Sachbezug oder als zusätzliches Gehalt weiter. Frag deshalb deinen Arbeitgeber, ob es eine Regelung gibt – das kann dich 250-300 Euro pro Jahr kosten, wenn du nicht fragst.
THG-Quote im Vergleich: Was bekommst du wirklich?
Drei konkrete Beispielrechnungen zeigen, was die Top-Anbieter dir 2026 wirklich auszahlen:
Beispiel 1: Privater BEV-Halter mit Fix-Prämie
Markus aus München fährt einen Tesla Model Y. Er entscheidet sich für die Fix-Prämie bei Geld für eAuto inklusive Neukundenbonus.
- Garantieprämie: 310 €
- Bearbeitungszeit: 4-6 Wochen
- Auszahlung: 310 € steuerfrei aufs Konto
- Aufwand: 5 Minuten Antragstellung
Beispiel 2: Privater BEV-Halter mit Flex-Prämie
Lisa aus Berlin fährt einen Hyundai Ioniq 5. Sie wählt die Flex-Prämie bei e-mobileo.
- Maximale Flex-Auszahlung: bis 450 €
- Realistische Erwartung 2026: 280-380 €
- Bearbeitungszeit: 4-6 Monate
- Risiko: Falls Marktpreis fällt, weniger als 250 €
Beispiel 3: BEV-Halter mit Express-Bedarf
Tom aus Hamburg braucht schnell Liquidität. Er wählt die Express-Prämie bei Elektrovorteil.
- Express-Auszahlung in 7 Tagen: 230 €
- Aufpreis verzichtet: 80 € weniger als die Standard-Prämie
- Aufwand: identisch, nur schneller bearbeitet
Die 5 wichtigsten Antworten zur THG-Quote 2026
Brauche ich eine Wallbox für die THG-Quote?
Nein. Die THG-Quote ist nämlich eine pauschale Vergütung pro zugelassenem E-Auto. Folglich spielt es keine Rolle, ob du an einer Wallbox, an öffentlichen Säulen oder gar nicht lädst. Allerdings können Wallbox-Betreiber zudem separat eine zusätzliche THG-Quote für die abgegebene Strommenge beantragen.
Wie oft kann ich die THG-Quote beantragen?
Einmal pro Jahr und Fahrzeug. Solange du Halter eines E-Autos bist, kannst du jedes Jahr die Quote für das laufende Kalenderjahr verkaufen. Daher lohnt sich dementsprechend ein einjähriger Vertrag, um jährlich neu zu vergleichen.
Was passiert, wenn ich mein E-Auto verkaufe?
Du kannst die THG-Quote für den Zeitraum beantragen, in dem du Halter warst. Allerdings ist das nur ratsam, wenn du mindestens 3 Monate Halter warst. Bei kürzerer Haltedauer ist die anteilige Auszahlung nämlich gering.
Kann ich auch für ein E-Motorrad die Quote beantragen?
Nein, denn nur vollelektrische Pkw der Fahrzeugklasse M1 mit Pflicht-Zulassung sind berechtigt. E-Roller, E-Mopeds und kleine Motorräder unter 11 kW Leistung sind hingegen ausgeschlossen. E-Lkw und E-Nutzfahrzeuge haben außerdem separate Programme.
Bekomme ich auch für ein Leasing-Auto die Quote?
Ja, sofern du als Leasingnehmer in der Zulassungsbescheinigung als Halter eingetragen bist. Schließlich ist nicht der Eigentümer entscheidend, sondern der Halter. Wenn der Leasinggeber als Halter steht, gehört die Quote folglich ihm.
Was du als nächstes tun solltest
Drei konkrete Schritte für die kommenden Tage:
Schritt 1: Vergleiche Geld für eAuto, Elektrovorteil und e-mobileo direkt auf deren Websites. Achte auf den Bundesverband-Check und einjährige Vertragslaufzeit.
Schritt 2: Mach jetzt ein Foto deines Fahrzeugscheins (Vorder- und Rückseite) und lade es bei deinem gewählten Anbieter hoch. Daher hast du den ganzen Antrag in unter 10 Minuten erledigt.
Schritt 3: Setz dir einen Reminder für den 1. Oktober 2026, falls du noch keinen Antrag gestellt hast. Spätestens dann musst du loslegen, sonst verpasst du die Frist 15. November.
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Letzte Aktualisierung: 30. April 2026. Datenquellen: AUTO BILD THG-Quoten-Vergleich (12.04.2026), Verivox THG-Prämienvergleich, Finanztip THG-Quote, Geld für eAuto Wissensplattform, e-mobileo THG-Vergleich 2026, Bundesverband THG-Quote, thg-handel-2x.png (1156×800)Stiftung Warentest THG-Marktübersicht 2024. Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine steuerliche oder rechtliche Beratung dar. Die Höhe der Prämienzahlungen kann je nach Anbieter, Marktentwicklung und Vertragsmodell variieren.
Die garantierte THG-Prämie 2026 liegt aktuell zwischen 110 und 330 Euro pro Jahr. Der Spitzenwert von 310 bis 320 Euro inklusive Neukundenbonus wird derzeit von Geld für eAuto, Verivox-Top-Anbietern und e-mobileo angeboten. Bei flexiblen Modellen sind theoretisch bis zu 450 Euro möglich, allerdings mit Marktpreis-Risiko. Die Auszahlung ist für Privatpersonen steuerfrei.
Die Anbieter müssen die Anträge bis spätestens 15. November 2026 beim Umweltbundesamt einreichen. Daher solltest du selbst spätestens bis 31. Oktober 2026 den Antrag bei deinem gewählten Vermittler stellen. Wer die Frist verpasst, verschenkt die komplette Prämie für das Jahr 2026 und kann diese nicht rückwirkend nachholen.
Aktuell zahlt Geld für eAuto mit 310 Euro inklusive 50 Euro Neukundenbonus die höchste Garantieprämie. Verivox listet weitere Top-Anbieter mit bis zu 325 Euro. Bei e-mobileo ist eine Fix-Prämie von 320 Euro verfügbar. Vergleiche immer auch die Express-Optionen, falls du dein Geld in 7 bis 14 Tagen brauchst.
Für Privatpersonen ist die THG-Prämie komplett steuerfrei. Sie muss nicht in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Anders bei Unternehmen und Selbstständigen mit dem E-Auto im Betriebsvermögen: Hier gilt die Prämie als Betriebseinnahme und ist umsatzsteuer- und einkommensteuerpflichtig. Daher empfehle ich Selbstständigen vor Antragsstellung kurz mit dem Steuerberater zu sprechen.
Nein. Die THG-Quote gilt ausschließlich für rein batterieelektrische Fahrzeuge mit dem Eintrag „Elektro“ oder Code 0004 im Fahrzeugschein. Plug-in-Hybride, Voll-Hybride und Wasserstoff-Fahrzeuge sind ausgeschlossen, auch wenn sie eine staatliche E-Auto-Förderung bekommen. Folglich ist die THG-Prämie ein reiner BEV-Vorteil.
Die Fix-Prämie ist ein vorab garantierter Betrag, den du unabhängig vom Marktpreis bekommst. Sie liegt 2026 bei 280 bis 320 Euro. Die Flex-Prämie hingegen koppelt sich an den späteren Marktpreis und kann zwischen 200 und 450 Euro liegen. Wer Sicherheit will, wählt Fix. Wer auf steigende Quotenpreise setzt, kann Flex versuchen.
