Der meistverkaufte französische Kleinwagen geht in die sechste Runde: Der neue Renault Clio 2026 kommt mit aggressiverem Design, mehr Platz und einem sparsamen Vollhybrid. Schon das Basismodell startet bei 19.900 Euro, der Vollhybrid E-Tech 160 mit 158 PS schafft im besten Fall bis zu 1.000 Kilometer Gesamtreichweite bei nur 3,9 Litern Verbrauch. Optisch orientiert sich der Clio am Konzeptfahrzeug Emblème und wirkt dadurch deutlich erwachsener und eigenständiger als bisher. Der Wagen ist bereits bestellbar und rollt im Laufe des Jahres 2026 zu den Händlern. Damit will Renault seinen wichtigsten und meistverkauften Bestseller fit für die nächsten Jahre machen.
Ich fasse für dich alle Motoren, Preise und Daten zusammen und ordne ein, für wen sich der neue Clio lohnt und wo seine Stärken und Schwächen liegen. Denn Renault hat das Antriebsangebot gestrafft und setzt voll auf Benzin und Hybrid statt auf einen Elektroantrieb. Hier kommt der komplette Überblick.
Was am neuen Renault Clio neu ist
Die sechste Generation bricht bewusst mit dem Vorgänger, wie es beim Clio Tradition hat. Das vom Konzeptfahrzeug Emblème inspirierte Design wirkt athletischer und aggressiver. Eine längere, leicht abfallende Motorhaube, eine coupéhafte Dachlinie und schmale LED-Scheinwerfer in dunklen Gehäusen geben dem Kleinwagen einen selbstbewussten Auftritt.
Auch bei den Abmessungen hat der Clio zugelegt. Er wächst um sieben Zentimeter auf 4,12 Meter Länge und um vier Zentimeter auf 1,77 Meter Breite. Davon profitiert vor allem der Fond, wo endlich spürbar mehr Beinfreiheit zur Verfügung steht. Der Clio rückt damit beim Raumangebot spürbar näher an die Kompaktklasse heran, ohne seine handlichen Außenmaße zu verlieren.
Für Renault steht viel auf dem Spiel. Der Clio ist das meistverkaufte französische Auto aller Zeiten und macht einen erheblichen Teil des europäischen Konzernumsatzes aus. Die neue Generation soll diese Erfolgsgeschichte fortschreiben und gleichzeitig die Elektrifizierung vorantreiben, ohne treue Verbrenner-Kunden zu verlieren.
Motoren: Benziner und sparsamer Vollhybrid
Beim Antrieb hat Renault das Angebot bewusst verschlankt. Zur Wahl stehen ein Turbobenziner und ein Vollhybrid. Die früheren Varianten mit Diesel, Autogas und schwachem Saugbenziner entfallen, der LPG kommt zudem nicht nach Deutschland.
Den Einstieg bildet der TCe 115, ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 115 PS und 190 Newtonmetern. Er ist wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder neuer Doppelkupplungsautomatik erhältlich. Der Sprint auf 100 km/h gelingt in 10,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Der Verbrauch liegt bei rund 5,0 Litern.
Das Highlight ist der Full Hybrid E-Tech 160. Er kombiniert einen 1,8-Liter-Vierzylinder im Atkinson-Zyklus mit zwei Elektromotoren und kommt auf 158 PS Systemleistung. Das kupplungslose Multimode-Getriebe sorgt für sanfte Übergänge. In 8,3 Sekunden geht es auf Tempo 100.
Verbrauch und Reichweite
Beim Vollhybrid liegt die eigentliche Stärke des neuen Clio. Der Normverbrauch beginnt bei nur 3,9 Litern auf 100 Kilometer, die CO2-Emissionen bei 89 Gramm pro Kilometer. Im Stadtverkehr kann der Clio bis zu 80 Prozent der Zeit rein elektrisch fahren, ganz ohne Stecker und externes Laden.
Daraus ergibt sich eine beeindruckende Gesamtreichweite. Unter günstigen Bedingungen sind bis zu 1.000 Kilometer mit einer Tankfüllung möglich. Damit eignet sich der Clio Hybrid hervorragend für Pendler und Vielfahrer, die niedrige Verbräuche schätzen, aber keine Lust auf Ladestopps haben.
Wichtig ist die Einordnung. Der Clio ist kein Plug-in-Hybrid und kein Elektroauto, sondern ein klassischer Vollhybrid. Er lädt sich selbst während der Fahrt und beim Bremsen auf. Wer ein reines Elektroauto sucht, ist bei Modellen wie dem Renault 5 besser aufgehoben.

Innenraum und Technik
Im Innenraum macht der Clio einen großen Sprung. Schon die Basisversion Evolution bringt ein digitales Fahrerdisplay und einen zehn Zoll großen zentralen Touchscreen mit. In den höheren Linien Techno und Esprit Alpine sind beide Bildschirme jeweils zehn Zoll groß und leicht zum Fahrer ausgerichtet.
Herzstück ist das Infotainmentsystem OpenR link mit integrierten Google-Diensten. Damit stehen Google Maps, der Sprachassistent und der Zugriff auf zahlreiche Apps direkt im Auto bereit. Diese Technik kennt man bisher eher aus höheren Klassen, im Kleinwagensegment ist sie ein echtes Argument.
Dank der gewachsenen Abmessungen ist auch das Platzangebot besser geworden. Vorn wie hinten sitzt man bequemer als im Vorgänger, und der Kofferraum bleibt mit über 300 Litern alltagstauglich. Insgesamt wirkt der Innenraum moderner und wertiger, auch wenn an einzelnen Stellen gespart wurde.

Die Ausstattungslinien im Überblick
Den neuen Clio gibt es in drei Hauptlinien. Den Einstieg bildet die Version Evolution, die bereits ein digitales Cockpit, einen zehn Zoll großen Touchscreen und die wichtigsten Assistenzsysteme mitbringt. Für viele Käufer dürfte diese Basis schon ausreichend ausgestattet sein.
Darüber rangiert die Linie Techno, die mit größeren Displays, mehr Komfort und edleren Materialien punktet. Sie ist der klassische Allrounder im Programm und trifft den Geschmack der meisten Kunden. Hier stimmt das Verhältnis aus Preis und Ausstattung besonders gut.
An der Spitze steht die sportlich angehauchte Linie Esprit Alpine. Sie übernimmt Designelemente von Renaults Sportmarke Alpine und kombiniert sie mit dem stärksten Vollhybrid-Antrieb. Wer den Clio besonders hochwertig und sportlich möchte, greift hier zu, zahlt dafür aber den höchsten Preis.
Sicherheit und Assistenzsysteme
Beim Thema Sicherheit hat Renault deutlich aufgerüstet. Der neue Clio bietet eine umfangreiche Palette an Assistenzsystemen, die in dieser Klasse nicht selbstverständlich ist. Dazu zählen unter anderem ein Notbremsassistent, ein Spurhalteassistent und eine adaptive Geschwindigkeitsregelung.
Renault verspricht außerdem, dass sich viele der pflichtgemäßen Warnsysteme über eine einzige Taste schnell deaktivieren lassen. Das ist ein praktisches Detail, denn viele Fahrer empfinden die seit 2024 vorgeschriebenen Assistenten als aufdringlich. Der Clio macht den Umgang damit angenehmer.
Auch bei der passiven Sicherheit dürfte der gewachsene Clio gut abschneiden. Die größere Karosserie und moderne Strukturen sprechen für ein solides Crashverhalten. Ein offizielles Euro-NCAP-Ergebnis stand bei Redaktionsschluss aber noch aus.
Preis und Marktstart
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Eckdaten zusammen. Quellen: Renault Herstellerangaben und Preisliste, Stand Juni 2026.
| Merkmal | Renault Clio 2026 |
|---|---|
| Karosserie | Fünftüriger Kleinwagen, 5 Sitze |
| Länge | 4,12 Meter |
| Einstiegsmotor | TCe 115 (115 PS Benziner) |
| Topmotor | Full Hybrid E-Tech 160 (158 PS) |
| Verbrauch Hybrid | ab 3,9 l/100 km |
| Reichweite Hybrid | bis zu 1.000 km |
| 0 auf 100 km/h | 8,3 s (Hybrid) |
| Einstiegspreis | ab 19.900 Euro |
| Topversion | Esprit Alpine Hybrid ab 27.600 Euro |
| Marktstart | bestellbar, Auslieferung 2026 |
Preislich bleibt der Clio erstaunlich bodenständig. Das Basismodell startet bei 19.900 Euro und damit weiterhin knapp unter der 20.000-Euro-Marke. Der Vollhybrid E-Tech 160 beginnt bei rund 24.600 Euro, die Topversion Esprit Alpine kostet 27.600 Euro.
Der neue Clio ist bereits bestellbar und rollt im Laufe des Jahres 2026 zu den Kunden. Die größte Herausforderung wartet an der Ladenkasse, denn der Clio muss sich gegen etablierte deutsche Konkurrenten behaupten, die oft mit hohen Rabatten locken. Sein sparsamer Hybrid und die moderne Technik sind dabei seine stärksten Argumente.
Betriebskosten und Unterhalt
Bei den laufenden Kosten ist der Clio ein vernünftiges Auto. Der niedrige Verbrauch des Vollhybrid senkt die Spritkosten spürbar, gerade im Stadt- und Pendelverkehr. Als sparsamer Kleinwagen fällt zudem die Kfz-Steuer moderat aus, anders als bei großen Verbrennern.
Auch bei Versicherung und Verschleiß bleibt der Clio überschaubar. Kleinwagen sind in der Regel günstig eingestuft, und der Hybridantrieb schont durch Rekuperation die Bremsen. Renault gibt zudem eine mehrjährige Neuwagengarantie, die sich über das Servicenetz verlängern lässt.
Wer die Gesamtkosten im Blick hat, sollte den etwas höheren Anschaffungspreis des Hybrids gegen die Spritersparnis rechnen. Bei hoher Fahrleistung amortisiert sich der Aufpreis über die Jahre, bei Wenigfahrern bleibt der günstigere Benziner oft die wirtschaftlichere Wahl.
Konkurrenz: VW Polo, Opel Corsa und Toyota Yaris
Der Clio bewegt sich in einem der wichtigsten Segmente überhaupt. Seine direkten Gegner sind der VW Polo, der Opel Corsa, der Peugeot 208 und der Toyota Yaris. Gerade der Yaris bietet als Vollhybrid eine sehr ähnliche Antriebsphilosophie und gilt als großer Rivale.
Sein Pfund ist die Kombination aus sparsamem Hybrid, moderner Google-Technik und gewachsenem Platzangebot. Während viele Konkurrenten beim Infotainment hinterherhinken, ist der Clio hier auf der Höhe der Zeit. Auch das eigenständige Design dürfte viele Käufer überzeugen.
Sein Nachteil ist der im Vergleich zu Dacia oder mancher China-Konkurrenz höhere Preis. Wer maximalen Platz pro Euro sucht, schaut eher zum Konzernbruder Dacia Sandero. Wer dagegen einen modernen, sparsamen und gut ausgestatteten Kleinwagen will, findet im Clio eine sehr runde Wahl.
Clio Hybrid gegen Toyota Yaris Hybrid
Der spannendste Vergleich ist der mit dem Toyota Yaris Hybrid, dem Pionier der sparsamen Vollhybrid-Kleinwagen. Beide setzen auf einen selbstladenden Hybrid, der vor allem in der Stadt glänzt. Der Yaris gilt als extrem zuverlässig und sparsam, ist aber innen enger als der gewachsene Clio.
Der neue Clio kontert mit mehr Platz, dem moderneren Google-Infotainment und einem eigenständigeren Design. Beim Verbrauch nehmen sich beide wenig, beide liegen im Alltag bei rund vier bis fünf Litern. Die Entscheidung fällt daher oft über Platzangebot, Bedienung und Markenvorliebe.
Mein Eindruck: Wer maximale Langzeitzuverlässigkeit und ein dichtes Toyota-Servicenetz schätzt, bleibt beim Yaris. Wer mehr Platz, modernere Technik und ein mutigeres Design will, ist beim neuen Clio besser aufgehoben. Beide sind exzellente sparsame Kleinwagen.

Mein Fazit: Lohnt sich der neue Renault Clio?
Der neue Renault Clio ist ein rundum gelungener Kleinwagen, der seine Stärken klug bündelt. Der sparsame Vollhybrid mit bis zu 1.000 Kilometern Reichweite, die moderne Google-Technik und das mutige Design machen ihn zu einem der attraktivsten Angebote seiner Klasse. Wer einen effizienten Verbrenner-Kleinwagen ohne Ladestress sucht, liegt hier goldrichtig.
Die Schwächen halten sich in Grenzen. Der Hybrid ist in der Anschaffung etwas teurer, und beim Preis muss sich der Clio gegen günstige Konkurrenz behaupten. Wer rein elektrisch fahren will, muss ohnehin zu anderen Modellen greifen, denn der Clio bleibt bewusst Benziner und Vollhybrid.
Mein Rat: Für Pendler und Vielfahrer ist der Vollhybrid E-Tech 160 die klare Empfehlung, weil er Sparsamkeit und Reichweite ideal verbindet. Wer wenig fährt und auf den Preis achtet, ist mit dem TCe 115 oder einem gut ausgestatteten Dacia Sandero gut bedient. Ein Blick auf aktuelle Leasingangebote lohnt sich beim Clio fast immer.
Für AutoColumn ist der neue Clio ein gutes Beispiel dafür, dass der klassische Kleinwagen noch lange nicht ausgedient hat. Während viele Hersteller das Segment nach oben verlassen oder ganz auf teure Elektroautos setzen, bietet Renault hier bezahlbare, sparsame und moderne Technik in kompakter Form. Genau das macht den Clio zu einem der vernünftigsten Neuwagen seiner Klasse.
Weiterlesen auf AutoColumn
- VW ID. Polo bestellen 2026: Welche Variante lohnt sich?
- Renault 5 E-Tech vs Fiat Grande Panda Electric im Vergleich
- Renault Twingo Electric 2026: Preis, Reichweite und Test
- Dacia Sandero Facelift 2026: Preis, Hybrid und alle Daten
- VW ID. Polo vs Cupra Raval vs Skoda Epiq: Der große Vergleich
- Neuwagen unter 15.000 Euro 2026: Die günstigsten Modelle
- Beste Hybrid-Firmenwagen 2026: PHEV im Vergleich
- E-Auto oder Plug-in-Hybrid 2026: Der ehrliche Kostenvergleich
- Warum ist Dacia so günstig? 10 Gründe im Vergleich
Über den Autor: Amit Ahirrao ist professioneller Präzisionsfahrer und Gründer von AutoColumn. Er bewertet Fahrzeuge anhand realer Daten, gefahrener Strecken und nachvollziehbarer Einordnungen.
Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2026. Datenquellen: Renault Herstellerangaben, AUTO BILD: Renault Clio, AutoScout24: Renault Clio 2026, firmenauto: Clio Hybrid Test. Hinweis: Verbrauch und Reichweite nach WLTP, reale Werte können je nach Fahrweise abweichen. Preise Stand Juni 2026.
