Der BMW i3 Touring ist offiziell bestätigt – und kommt ausgerechnet in dem Moment auf den Markt, in dem Mercedes seinen C-Klasse-Kombi für tot erklärt. BMW-CEO Oliver Zipse hat den elektrischen 3er-Kombi bei der i3-Limousinen-Premiere am 18. März 2026 in München persönlich bestätigt. Der i3 Touring (intern NA1) startet 2027, also rund sechs bis zwölf Monate nach der Limousine. Technisch übernimmt er die komplette Plattform der Neuen Klasse: 800-Volt-Architektur, 109-kWh-Batterie, bis zu 400 kW DC-Ladeleistung und in der i3 50 xDrive-Version 345 kW (469 PS). Während die Limousine 900 km WLTP-Reichweite erreicht, dürfte der Touring bei 850 bis 880 km landen. Der geschätzte Preis: rund 68.000 bis 69.000 Euro für die 50 xDrive-Variante.
Diese Analyse zeigt, warum BMW gegen den Branchentrend an Kombis festhält, was den i3 Touring technisch von der Limousine unterscheidet, ob die fünfprozentige Reichweiten-Einbuße den Mehrwert beim Kofferraum rechtfertigt, wie sich der Touring gegen Audi A6 Avant e-tron und VW ID.7 Tourer schlägt, ob das markentypische separat öffnende Heckfenster zurückkehrt – und ob du jetzt bestellen oder lieber warten solltest. Alle Daten stammen direkt aus der BMW-Premiere vom 18. März 2026, der offiziellen Pressemitteilung, Auto Motor und Sport, InsideEVs Deutschland, t-online, Carwow und Bimmertoday, Stand 27. April 2026.

Die Eckdaten des BMW i3 Touring auf einen Blick
Zunächst die wichtigsten Zahlen. Diese Tabelle zeigt, was BMW für den Touring bestätigt hat – und welche Punkte noch offen sind.
| Parameter | BMW i3 Touring (NA1) |
|---|---|
| Bestätigung | 18. März 2026 (CEO Oliver Zipse) |
| Marktstart | 2027 (geschätzt H2 2027) |
| Plattform | Neue Klasse (eDrive Gen6) |
| Architektur | 800 Volt |
| Batterie | 109 kWh (4695-Rundzellen, Cell-to-Pack) |
| Antrieb (Top-Variante) | i3 50 xDrive: 345 kW (469 PS) Allrad |
| Antrieb (Basis 2027) | i3 40 eDrive: ~210 kW (286 PS) Hinterrad |
| Reichweite WLTP (Schätzung) | 850–880 km (vs. 900 km Limousine) |
| DC-Ladeleistung | bis 400 kW (400 km in 10 Minuten) |
| Bidirektionales Laden | V2L, V2H, V2G serienmäßig |
| Geschätzter Preis | ab ca. 68.000 € (i3 50 xDrive) |
Daten: BMW Pressemitteilung 18. März 2026, Auto Motor und Sport, InsideEVs, t-online, Stand 27. April 2026.
Warum BMW gegen den Trend baut – und Mercedes nicht
Der Kontext ist entscheidend. Genau eine Woche vor der Veröffentlichung dieses Artikels hat Mercedes-Designer Robert Lesnik in einem Autocar-Interview die Streichung des C-Klasse-Kombis als T-Modell bekräftigt. Seine Begründung: „Niemand kauft Kombis.“ In den USA spielen sie keine Rolle, in China werden sie nicht verstanden, und in Europa sei eine separate Kombi-Plattform wirtschaftlich kaum darstellbar.
BMW geht den entgegengesetzten Weg. Folglich entsteht ein direkter Strategie-Kontrast in genau dem Segment, das deutsche Vielfahrer und Firmenwagen-Kunden traditionell am stärksten geprägt haben. Oliver Zipse begründet die Entscheidung präzise: „Geschäftskunden und Familien werden sich besonders freuen. Der Touring war bei ihnen schon immer besonders beliebt.“ Diese Aussage richtet sich klar an den europäischen Markt – den BMW als zentral für die i3-Reihe einstuft.
Die Unterschiede in den Strategien lassen sich in einer Tabelle zusammenfassen.
| Kombi-Strategie | BMW (i3 Touring) | Mercedes (C-Klasse) |
|---|---|---|
| Elektro-Kombi geplant | Ja, ab 2027 | Nein |
| Plattform | Neue Klasse (NA1) | MB.EA (kein T-Modell) |
| Begründung | Geschäftskunden & Familien | „Niemand kauft sie“ |
| Kombi-Alternative | i3 Touring | Verbrenner-T-Modell W206, GLC EQ |
| Markt-Tradition | 3er Touring seit 1987 | C-Klasse T-Modell seit 1996 |
Daten: BMW Premiere-Statement März 2026, Mercedes-Interview Lesnik via Autocar 21.4.2026, Stand 27. April 2026.
Folglich wird BMW im Premium-Mittelklasse-Kombi-Segment ab 2027 praktisch ohne deutsche Konkurrenz dastehen. Audi bietet zwar den A6 Avant e-tron an, der allerdings deutlich oberhalb des i3 Touring positioniert ist. VW hat mit dem ID.7 Tourer ein vergleichbares Modell, allerdings ohne BMW-Premium-Anspruch.
Was den i3 Touring technisch ausmacht
Die Grundlage ist die Neue-Klasse-Plattform – die gleiche, auf der bereits der iX3 (NA5) und die i3 Limousine (NA0) stehen. Drei Eigenschaften machen sie für einen Kombi besonders interessant.
1. Die 800-Volt-Architektur
Die 800-Volt-Bordnetz-Architektur ist der zentrale Vorteil der Neuen Klasse. In Verbindung mit der 4695-Rundzellen-Batterie (46 mm Durchmesser, 95 mm Höhe) erreicht der i3 Touring eine maximale DC-Ladeleistung von 400 kW. Das bedeutet konkret: Bei einem leeren Akku lassen sich in zehn Minuten Strom für rund 400 Kilometer nachladen.
Damit übertrifft der i3 Touring den Tesla Model 3 Long Range (250 kW DC) deutlich. Auch der Mercedes EQE Touring (falls Mercedes ihn doch noch bauen sollte) bliebe mit voraussichtlich 330 kW unterhalb dieses Niveaus. Folglich definiert BMW die Schnelllade-Klasse für Premium-Kombis neu.
2. Die 109-kWh-Batterie
Die Touring-Variante übernimmt den identischen 109-kWh-Akku der Limousine. BMW setzt dabei auf eine Cell-to-Pack-Bauweise mit offener Bodenstruktur („Pack-to-open-Body“). Das spart Bauraum und Gewicht – wichtig für einen Kombi, dessen praktische Reichweite stark vom Beladungszustand abhängt.
Allerdings wird der Touring durch die zusätzliche Karosserieschnittstelle und das größere Volumen nach hinten etwa 70 bis 100 kg schwerer als die Limousine. Zudem verschlechtert die höhere Heckpartie die Aerodynamik leicht. Beide Faktoren zusammen kosten geschätzte 20 bis 50 km Reichweite. Folglich landet der Touring bei realistisch 850 bis 880 km WLTP – immer noch ein Spitzenwert im Premium-Kombi-Segment.
3. Bidirektionales Laden serienmäßig
Wie die Limousine bietet auch der Touring V2L (Vehicle-to-Load), V2H (Vehicle-to-Home) und V2G (Vehicle-to-Grid) ab Werk. Damit lässt sich der i3 Touring nicht nur als Auto, sondern auch als rollender Stromspeicher nutzen. Insbesondere für Familien mit eigener Photovoltaik-Anlage bedeutet das praktische Vorteile bei Stromkosten und Netzstabilität. Mehr zu den technischen Hintergründen findest du in unserem Artikel zum bidirektionalen Laden 2026.

Limousine vs. Touring: Wann sich das Warten lohnt
Eine zentrale Frage für Käufer: Soll man jetzt die Limousine bestellen oder ein Jahr auf den Touring warten? Drei Kriterien helfen bei der Entscheidung.
Kriterium 1: Wie oft transportierst du sperriges Gepäck?
Die i3 Limousine hat eine relativ kleine Kofferraumöffnung. Sperrige Gegenstände wie Kinderwagen, Fahrradanhänger oder Reisetaschen lassen sich nur mühsam einladen. Der Touring dürfte bei umgeklappter Rückbank über 1.500 Liter Ladevolumen bieten und damit den Kombi-Charakter klar herausarbeiten.
Wer mehr als zweimal pro Jahr sperrige Gegenstände transportiert, profitiert vom Touring deutlich. Wer hingegen primär Pendler ist und höchstens einen Wochenend-Koffer mitnimmt, braucht keinen Kombi.
Kriterium 2: Wie wichtig ist dir die maximale Reichweite?
Die Limousine erreicht 900 km WLTP, der Touring voraussichtlich 850 bis 880 km. Der Unterschied liegt bei rund 20 bis 50 km – im Alltag also bei einer einzigen Tankladung weniger pro Monat. Folglich ist die Reichweiten-Differenz für die meisten Käufer praktisch irrelevant.
Kriterium 3: Wie lange willst du warten?
Die i3 Limousine startet ihren Marktstart im Herbst 2026, mit Auslieferungen ab Oktober/November. Der Touring kommt dagegen voraussichtlich erst zur zweiten Hälfte 2027 – also rund ein Jahr später. Wer aktuell einen 3er Touring fährt und dringend Ersatz braucht, kann nicht warten und sollte zur Limousine greifen oder eine Übergangslösung wählen.
Die offene Frage: Heckklappe mit oder ohne separat öffnender Scheibe?
Eine technische Detailfrage spaltet BMW-Touring-Fans. Der klassische 3er Touring hatte über Jahrzehnte eine separat öffnende Heckscheibe – ein praktisches Feature für schnellen Zugriff auf den Kofferraum. Beim aktuellen 5er Touring (G61/i5) hat BMW darauf verzichtet, mit Verweis auf Aerodynamik und Design.
Beim i3 Touring ist die Frage noch nicht beantwortet. BMW selbst hat sich in der offiziellen Mitteilung zur Premiere bewusst zurückgehalten. Allerdings sprechen drei Argumente für die Rückkehr des Features beim i3 Touring.
Erstens: Das Feature war ein zentrales Markenzeichen des 3er Touring – es zu streichen würde Stammkunden verärgern. Zweitens: Bei einem Kombi mit nur 850 bis 880 km Reichweite wäre der zusätzliche Aerodynamik-Verlust minimal. Drittens: Konkurrenten wie der Audi A6 Avant e-tron bieten ähnliche Features, was Druck auf BMW erzeugt.
Umgekehrt spricht für eine Streichung, dass BMW die Designsprache der Neuen Klasse möglichst konsequent halten möchte. Insbesondere die schmale Heckleuchten-Linie könnte mit einer separat öffnenden Scheibe kollidieren. Die endgültige Entscheidung dürfte spätestens auf der IAA Mobility 2027 fallen.
Die Antriebsvarianten: Was BMW bestätigt hat
Drei Antriebsvarianten sind für den i3 Touring grundsätzlich denkbar – analog zur Limousine.
i3 50 xDrive Touring (Marktstart 2027)
Die Topversion zum Marktstart leistet 345 kW (469 PS) mit Allradantrieb. Sie übernimmt das Setup der Limousine: zwei Synchronmotoren, ein 480-A-Pulswechselrichter an der Hinterachse, Boost-Funktion für kurze Beschleunigungen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dürfte beim Touring rund 3,9 bis 4,1 Sekunden dauern – minimal langsamer als die Limousine (3,8 s) durch das höhere Gewicht.
i3 40 eDrive Touring (geplant 2027/2028)
Die günstigere Variante mit Hinterradantrieb folgt voraussichtlich erst Ende 2027 oder Anfang 2028. Die Leistung dürfte bei rund 210 kW (286 PS) liegen, die Reichweite bei 850 km WLTP ähnlich wie der i3 50. Folglich wird diese Variante besonders für Privatkäufer und Firmenwagen-Flotten interessant, die das Maximum an Effizienz bei moderater Leistung suchen.
i3 M Touring (Premiere 2028 oder später)
Auf der i3-Limousinen-Premiere hat BMW bestätigt, dass M Performance- und volle M-Versionen sowohl für die Limousine als auch für den Touring in Entwicklung sind. Damit kehrt der M3 Touring – der seit 2022 als Verbrenner mit 510 PS gebaut wird – in elektrischer Form zurück. Konkrete Daten gibt es noch nicht, allerdings dürfte ein elektrischer M3 Touring deutlich über 600 PS leisten.
Wettbewerb: Welche Premium-Elektro-Kombis es 2027 gibt
Im Premium-Mittelklasse-Kombi-Segment gibt es 2027 nur wenige direkte Konkurrenten. Folgende Tabelle zeigt den Vergleich.
| Modell | Reichweite WLTP | Lade-Peak | Preis ab | Kofferraum |
|---|---|---|---|---|
| BMW i3 Touring | ca. 850–880 km | 400 kW | ca. 68.000 € | >1.500 l |
| Audi A6 Avant e-tron 55 quattro | 720 km | 270 kW | 64.450 € | 1.422 l |
| VW ID.7 Tourer Pro S | 685 km | 200 kW | 56.995 € | 1.714 l |
| Peugeot e-308 SW | 408 km | 100 kW | 45.700 € | 1.487 l |
Daten: Hersteller-Angaben, ADAC, Stand 27. April 2026.
Drei Schlussfolgerungen ergeben sich daraus.
Erstens: BMW dominiert beim Schnellladen. 400 kW DC sind 130 kW mehr als beim Audi A6 Avant e-tron und das Doppelte des VW ID.7 Tourer. Insbesondere für Vielfahrer und Firmenwagen-Kunden auf der Langstrecke macht das einen erheblichen Unterschied.
Zweitens: Reichweite ist der zweite große Vorteil. Der i3 Touring fährt voraussichtlich 130 bis 195 km weiter als die Konkurrenz. Damit positioniert sich BMW ähnlich wie bei der Limousine ganz oben im Reichweiten-Ranking.
Drittens: Beim Preis ist der i3 Touring der teuerste. Allerdings bietet er auch das beste technische Paket. Wer Premium will, zahlt den Aufpreis. Wer Effizienz bei niedrigerem Preis sucht, sollte den VW ID.7 Tourer prüfen.
Lieferzeiten und Bestelloptionen
Die i3 Limousine startet ihre Auslieferung im Herbst 2026 – allerdings sind die Lieferzeiten bereits jetzt auf rund neun bis zwölf Monate gestiegen. Wer heute bestellt, fährt voraussichtlich erst Sommer 2027.
Beim Touring werden die Lieferzeiten sich vermutlich ähnlich entwickeln. Die ersten Bestellbücher dürfte BMW im ersten Quartal 2027 öffnen, mit Auslieferungen ab Q3 2027. Folglich kann sich die effektive Wartezeit auf einen i3 Touring von der Bestellung bis zur Auslieferung auf 12 bis 18 Monate erstrecken.
Allerdings besteht eine Strategie-Option: Bestelle jetzt die Limousine als Übergangsfahrzeug, fahre sie zwei bis drei Jahre, und verkaufe sie an die zweite Welle der Neuen-Klasse-Käufer weiter. Insbesondere durch die hohe Nachfrage dürfte der Wertverlust der Limousine in den ersten Jahren überschaubar bleiben.
E-Auto-Förderung 2026: Was du wissen musst
Mit einem geschätzten Listenpreis von rund 68.000 Euro liegt der i3 Touring oberhalb der Fördergrenze für die E-Auto-Prämie 2026. Diese gilt nur für Modelle mit einem Netto-Listenpreis bis 65.000 Euro. Folglich gibt es keine staatliche Kaufprämie, allerdings bleibt der Touring mit einem Bruttolistenpreis unter 100.000 Euro für die 0,25-Prozent-Firmenwagenversteuerung qualifiziert.
Bei einem Bruttolistenpreis von 68.000 Euro bedeutet das: 170 Euro geldwerten Vorteil pro Monat plus Wegstrecken-Pauschale. Damit ist der i3 Touring einer der attraktivsten Premium-Firmenwagen am Markt. Mehr Details zur Berechnung findest du in unserer E-Auto-Förderung-Übersicht 2026.
Empfehlung: Wer sollte den BMW i3 Touring bestellen?
Nach Analyse aller verfügbaren Daten ergeben sich folgende konkrete Empfehlungen für unterschiedliche Käufergruppen.
Wenn du den i3 Touring kaufen solltest
Bestelle den i3 Touring 50 xDrive (~68.000 €), wenn du Familien-Vielfahrer bist und Premium willst. 469 PS, über 850 km Reichweite, 400 kW DC-Laden und ein großzügiger Kofferraum decken alle Anforderungen ab. Außerdem sicherst du dir ein Auto, das sechs bis acht Jahre lang technisch state-of-the-art bleiben dürfte.
Warte auf den i3 40 eDrive Touring (~58.000 €), wenn dir Effizienz wichtiger ist als Allrad. Die Hinterradantrieb-Variante kommt voraussichtlich Ende 2027 oder Anfang 2028. Sie bietet die gleiche Plattform, aber mit deutlich geringerem Verbrauch und niedrigeren Wartungskosten. Insbesondere für Pendler ohne Wintersport-Bedarf ist das die rationalere Wahl.
Greif zur i3 Limousine (~66.500 €), wenn du nicht warten kannst. Die Limousine ist verfügbar ab Herbst 2026, Bestellungen sind seit März offen. Wer einen aktuellen 3er fährt und dessen Leasing-Vertrag 2026 ausläuft, hat keine andere Wahl. Mehr Details zur Limousine findest du in unserer BMW i3 Neue Klasse Kaufberatung.
Wenn du dir Alternativen anschauen solltest
Schau dich beim Audi A6 Avant e-tron (64.450 €) um, wenn du oberhalb des i3 Touring positioniert bist. Der A6 Avant ist eine halbe Klasse größer, ähnlich teuer und bereits verfügbar. Allerdings bleibt er beim Schnellladen mit 270 kW deutlich hinter BMW.
Wähle den VW ID.7 Tourer (56.995 €), wenn du Premium-Anspruch ohne Premium-Preis suchst. Der VW liegt rund 11.000 Euro unter dem geschätzten i3 Touring-Preis und bietet sogar etwas mehr Kofferraum. Dafür musst du auf 800-Volt-Technik und die BMW-Fahrdynamik verzichten.
Vermeide den Mercedes-Wechsel, wenn du Kombi-Fan bist. Mercedes hat klar erklärt, dass die C-Klasse EQ ohne T-Modell kommt. Wer einen Premium-Elektro-Kombi will, muss zu BMW – oder eine Klasse höher zum Audi A6 Avant. Mercedes spielt in dieser Klasse 2027 schlicht nicht mit.
Am Ende bleibt eines klar: Der BMW i3 Touring ist nicht nur ein neues Modell, sondern ein strategisches Statement. Während Mercedes seine Kombi-Tradition aufgibt, hält BMW konsequent am Touring fest. Insbesondere für deutsche Geschäftskunden und Familien ist das eine gute Nachricht: Der elektrische 3er Touring wird ab 2027 zum konkurrenzlosen Angebot in seinem Segment. Wer warten kann, bekommt das wahrscheinlich beste Premium-Mittelklasse-Auto seiner Generation.
Häufig gestellte Fragen
Die Antworten zu den wichtigsten Fragen findest du in unserem separaten FAQ-Dokument zu diesem Artikel.
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Letzte Aktualisierung: 27. April 2026 · Datenquellen: BMW Pressemitteilung 18.3.2026, InsideEVs Deutschland, Auto Motor und Sport, t-online, Carwow, Bimmertoday, ElektroQuatsch, Autocar Mercedes-Lesnik-Interview 21.4.2026.
Der BMW i3 Touring (intern NA1) startet voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2027. Die Limousine kommt ein Jahr früher im Herbst 2026. CEO Oliver Zipse hat den Touring bei der Limousinen-Premiere am 18. März 2026 offiziell bestätigt. Erste Bestellungen dürften im ersten Quartal 2027 möglich sein.
Die WLTP-Reichweite dürfte zwischen 850 und 880 Kilometern liegen. Die Limousine erreicht 900 km, der Touring fährt aufgrund der höheren Karosserie und etwas schlechterer Aerodynamik geschätzt 20 bis 50 km weniger weit. Die Batterie ist mit 109 kWh identisch zur Limousine. Damit bleibt der Touring der reichweitenstärkste Premium-Elektro-Kombi 2027.
BMW hat noch keine offiziellen Preise genannt. Auf Basis des iX3 (70.900 Euro) und der typischen Limousine-zu-Touring-Differenz schätzen wir den Einstiegspreis des i3 50 xDrive Touring auf rund 68.000 bis 69.000 Euro. Eine günstigere i3 40 eDrive-Variante mit Hinterradantrieb folgt voraussichtlich Ende 2027 oder Anfang 2028 und dürfte bei 58.000 bis 60.000 Euro starten.
BMW sieht im Touring weiterhin einen wichtigen Markt für deutsche Geschäftskunden und Familien. CEO Oliver Zipse betont, der Touring sei „bei ihnen schon immer besonders beliebt“ gewesen. Mercedes-Designer Robert Lesnik begründet seine Streichung der C-Klasse-Kombi-Variante hingegen mit fehlender Nachfrage in den USA und China. Folglich entstehen 2027 unterschiedliche Strategien.
Dank der 800-Volt-Architektur lädt der i3 Touring mit bis zu 400 kW DC. Damit lassen sich in zehn Minuten rund 400 Kilometer Reichweite nachladen. Das ist mehr als bei jedem direkten Konkurrenten: Audi A6 Avant e-tron erreicht 270 kW, VW ID.7 Tourer nur 200 kW. Beim AC-Laden zu Hause sind 11 kW serienmäßig oder 22 kW optional möglich.
Wer Familien-Vielfahrer ist und Kombi-Nutzwert braucht, sollte auf den Touring warten. Wer Pendler ist und kein sperriges Gepäck transportiert, kann zur Limousine greifen. Aktuelle Lieferzeiten der Limousine liegen bei neun bis zwölf Monaten. Wer einen 3er Touring fährt und 2026 ein neues Auto braucht, hat keine andere Wahl als die Limousine oder eine Übergangslösung.
