Den Kia PV5 Camper gibt es 2026 in drei völlig unterschiedlichen Ausbau-Welten – und die Preisspanne ist gewaltig. Während das modulare VanLab-System den PV5 für rund 41.400 Euro zum Wochenend-Camper macht, kostet der deutsche Alpincamper-Vollausbau 54.999 Euro und der britische Sussex-Komplett-Campervan mit Aufstelldach umgerechnet rund 80.000 Euro. Drei Lösungen, dreimal andere Käufer, dreimal andere Kompromisse. Allerdings teilen alle drei dieselbe Basis: den Kia PV5, frisch gekürt zum International Van of the Year 2026.
In dieser Kaufberatung zeige ich als Automobilingenieur, welche Ausbau-Lösung wirklich zu welchem Camping-Profil passt. Außerdem rechne ich konkret durch, welche PV5-Variante als Basis Sinn ergibt, wie tief die E-Auto-Förderung 2026 den Effektivpreis drückt und warum die Camper-Variante des PV5 die ehrlichste Alternative zum noch nicht lieferbaren VW ID.Buzz California ist.
Warum 2026 das Jahr des Elektro-Campervans wird
Bisher galt der Elektro-Campervan als theoretische Idee. Hersteller wie VW haben den ID.Buzz California für 2027 angekündigt und bis dahin gibt es keine offizielle elektrische Werks-Camper-Lösung im deutschen Handel. Genau in diese Lücke stößt der Kia PV5: Als erster Serien-Van auf der Platform-Beyond-Vehicle-Architektur ist er nicht nur preislich attraktiv, sondern auch technisch ideal für Camper-Umbauten geeignet.
Drei Faktoren machen den PV5 zur Lieblings-Basis der Camper-Ausbauer 2026. Erstens die V2L-Funktion mit bis zu 3,6 kW, mit der Induktionskochfeld, Kompressorkühlbox und LED-Beleuchtung direkt aus der Traktionsbatterie laufen. Zweitens die niedrige Ladekante von nur 41,9 cm, die das Einsteigen und Beladen deutlich erleichtert. Drittens die 8-Jahre/160.000-km-Garantie auf den Akku, die bei einem Camper mit jährlich 15.000 bis 25.000 Kilometern echte Sicherheit bietet.
Hinzu kommt der zeitliche Vorsprung. Schließlich hat Kia den PV5 schon seit Mai 2025 bestellbar gemacht, während VW den ID.Buzz California weiter auf 2027 oder später verschiebt. Dadurch entsteht 2026 ein Marktfenster, in dem der PV5 Camper schlicht das einzige fertige Elektro-Camper-Produkt im bezahlbaren Segment ist. Zudem rollt die neue E-Auto-Förderung 2026 mit bis zu 6.000 Euro Bundeszuschuss genau auf die PV5-Marktphase zu.
Zusätzlich liefert der KBA-Trend einen klaren Marktimpuls. Im März 2026 wuchs der BEV-Markt in Deutschland um 66 Prozent gegenüber Vorjahr, der Anteil reiner Elektroautos stieg auf 24 Prozent aller Neuzulassungen. Dementsprechend hat sich der Übergang vom Verbrenner zum Stromer endgültig vollzogen, und das Camping-Segment hinkt diesem Trend bisher hinterher. Vor allem die etablierten Camper-Marken wie Hymer, Westfalia und Bürstner haben 2026 keine vollelektrische Serien-Lösung im Programm. Genau diese Lücke füllt der Kia PV5 mit den drei Ausbau-Partnern, die in den nächsten Abschnitten im Detail vorgestellt werden.
Die Kia PV5 Basis: Welche Variante als Camper-Grundlage?
Bevor wir über Ausbauten reden, muss die richtige PV5-Basis stehen. Denn die drei Ausbauer setzen auf unterschiedliche PV5-Varianten – und jede hat klare Vor- und Nachteile als Camper-Grundlage. Hier die aktuelle Preis- und Daten-Übersicht.
| PV5-Variante | Listenpreis | Akku | Reichweite WLTP | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| PV5 Cargo Essential | 39.190 € | 51,5 kWh | 295 km | Nutzfahrzeug ohne Rückbank, V2L optional |
| PV5 Passenger Essential | 38.290 € | 51,5 kWh | 288 km | 5-Sitzer, V2L erst ab Plus-Ausstattung |
| PV5 Passenger Plus | 39.540 € | 51,5 kWh | 288 km | V2L serienmäßig, Camper-Mindestversion |
| PV5 Passenger Elite | 41.340 € | 51,5 kWh | 288 km | Top-Ausstattung kleine Batterie |
| PV5 Passenger Elite | 45.340 € | 71,2 kWh | 400 km | Top mit großer Batterie, 150 kW DC |
Quellen: Kia Deutschland Preisliste, Stand 10. Mai 2026, sowie Carwow- und ADAC-Daten.
Für Camper-Ausbauten gilt eine klare Logik. Erstens: Wer V2L für Kochen und Kühlen nutzen will, braucht mindestens die Plus-Ausstattung beim Passenger oder die optionale V2L-Vorbereitung beim Cargo. Zweitens: Wer regelmäßig längere Touren fährt, sollte zur 71,2-kWh-Batterie greifen – sie schafft 400 km WLTP statt nur 288 km. Drittens: Cargo ist nur sinnvoll, wenn der Ausbau die fehlende Rückbank ohnehin durch Einbaumöbel ersetzt. Allerdings musst du beim Cargo die Umschreibung zum Wohnmobil eigenständig regeln, während ein Passenger-Ausbau die Pkw-Zulassung behält.
Lösung 1: Sussex Campervans Aufstelldach – das Premium-Komplettpaket

Das britische Unternehmen Sussex Campervans aus Horsham (West Sussex) hat Ende Februar 2026 den weltweit ersten Serien-Campervan mit Aufstelldach auf Basis des Kia PV5 vorgestellt. Der Umbau basiert auf dem PV5 Passenger oder Cargo und kostet umgerechnet rund 80.000 Euro (68.995 GBP) als Komplettpaket inklusive Fahrzeug. Damit ist Sussex die teuerste, aber auch die am vollständigsten ausgebaute Lösung am Markt.
Was den Sussex-Camper auszeichnet, ist das integrierte Aufstelldach. Es schafft eine zusätzliche Schlaffläche im Dachbereich, ohne dass die Gesamthöhe im Alltag störend ansteigt. Außerdem nutzt der Ausbau recycelte Materialien für Polster und Möbel, was zur elektrischen Ausrichtung gut passt. Ein 7-jähriger Garantie-Komplettschutz auf Fahrzeug und Ausbau ist im Preis enthalten – das ist in der Camper-Branche eine echte Seltenheit, weil Ausbau-Garantien sonst meist nur 2 Jahre laufen.
Allerdings hat Sussex auch klare Schwächen. Erstens der Preis: Mit rund 80.000 Euro bewegt sich der PV5 Sussex preislich auf dem Niveau eines VW T7 California EcoHybrid. Zweitens die Logistik: Sussex sitzt in Großbritannien, daher kommen Brexit-Importzölle und Mehrwertsteuer-Sonderregelungen ins Spiel. Drittens die Reichweite: Mit voller Camper-Beladung sinkt die Praxis-Reichweite auf etwa 258 Kilometer laut Sussex-Angabe – ein Wert, der bei 25 Prozent Wochenend-Trip-Routine knapp wird. Den Sussex-Ausbau im Detail beschreibt unser Sussex Campervans Artikel.
Lösung 2: Alpincamper Vollausbau – die deutsche Alternative ab 54.999 Euro

Alpincamper aus Lenggries in Bayern ist der etablierte deutsche Camper-Spezialist mit über zehn Jahren Erfahrung bei VW-ID.Buzz-Umbauten und nimmt jetzt den Kia PV5 ins Programm auf. Der Einstiegspreis liegt bei 54.999 Euro inklusive PV5 Cargo als Basisfahrzeug. Dieser Preis macht den Alpincamper rund 25.000 Euro günstiger als die Sussex-Lösung, dabei mit fast identischem Ausbau-Umfang.
Der Alpincamper PV5 nutzt den Cargo als Grundlage und integriert ein Reimo-Hubdach, eine ausziehbare Comfort-Couch mit Doppelbett-Funktion, ein Induktionskochfeld mit Spüle und 12 Litern Frisch- sowie Grauwasser, eine Trocken-Trenntoilette, Kompressorkühlbox im Bett und Hängeschränke über der Küche. Hinzu kommen versenkbare LED-Leuchten, Ausstellfenster mit Fliegengitter und eine komplett gefilzte Innenverkleidung. Mit dem Ausbau bleibt noch eine Zuladung von 570 kg – ausreichend für zwei Personen mit Gepäck und voller Tankfüllung.
Hingegen hat der Alpincamper PV5 zwei strukturelle Schwächen. Erstens basiert er auf dem PV5 Cargo, was bedeutet, dass du das Fahrzeug nach dem Ausbau auf Wohnmobil umschreiben musst – Alpincamper unterstützt diesen Prozess, aber er kostet zusätzliche 200 bis 400 Euro Gebühren. Zweitens fehlt die direkte Vergleichsgrundlage zum VW ID.Buzz California Konzept: Beim Alpincamper sind die Fenster geringer dimensioniert als beim Sussex, weil das Cargo-Modell mehr blechfarbene Flächen hat. Dafür sind Probefahrten in Lenggries werktags und samstags möglich, was die Kaufentscheidung deutlich erleichtert.
Lösung 3: VanLab Campingbox – das modulare Einsteiger-Konzept

VanLab kommt ursprünglich aus den USA und liefert seit März 2026 eine modulare Campingbox speziell für den Kia PV5 Passenger 5-Sitzer. Der Preis: rund 1.840 Euro für das komplette Modul-Kit, kombiniert mit einem PV5 Passenger Plus (39.540 Euro) ergibt das einen Komplett-Camper-Gesamtpreis von etwa 41.380 Euro – ein Drittel des Sussex-Preises.
Die VanLab-Box funktioniert nach dem Lego-Prinzip. Sie kombiniert Heckküche, Bett, Sitzgruppe und Stauraum in modularen Komponenten, die auf dem PV5-Bodenschienen-System einrasten. Folglich kannst du den Wagen werktags als 5-sitzigen Familien-Van und am Wochenende als 2-Personen-Camper nutzen, ohne Möbel ein- oder auszubauen. V2L-Strom aus der Traktionsbatterie versorgt Kühlbox, Licht und Induktionskochfeld. Die Matratze ist passgenau für das ausgeklappte Bett, die Sitzgruppe wird über zwei Heckauszüge realisiert.

Was die VanLab-Box ausschließt, ist genauso wichtig wie ihre Stärken. Erstens kein Aufstelldach – Schlafen geht nur auf dem ausgeklappten Bett im Innenraum. Zweitens keine Trocken-Trenntoilette, kein Frischwasser-Tank, keine Heizung. Drittens keine Wohnmobil-Zulassung möglich, das Fahrzeug bleibt offiziell ein Pkw. Daher ist die VanLab-Lösung kein vollwertiger Wohnmobil-Ersatz, sondern ein cleveres Camping-Upgrade für gelegentliche Wochenend-Trips. In Europa offiziell ist die Box noch nicht regulär verfügbar – aktuell läuft der Verkauf über Südkorea und USA, eine deutsche Vertriebslösung wird für Sommer 2026 erwartet.
Sussex vs Alpincamper vs VanLab: Der direkte Kaufberatungs-Vergleich
Hier die drei Lösungen mit allen relevanten Kaufentscheidungs-Faktoren im direkten Vergleich. Allerdings sind die Preise jeweils inklusive PV5-Basisfahrzeug und beziehen sich auf den Stand 10. Mai 2026.
| Kriterium | Sussex Aufstelldach | Alpincamper Vollausbau | VanLab Box |
|---|---|---|---|
| Komplettpreis inkl. PV5 | ~80.000 € | 54.999 € | ~41.380 € |
| Basis-Fahrzeug | PV5 Passenger oder Cargo | PV5 Cargo | PV5 Passenger Plus |
| Aufstelldach | ja | ja (Reimo) | nein |
| Trocken-Trenntoilette | ja | ja | nein |
| Induktionskochfeld | ja | ja | optional |
| Frischwassertank | 25 l | 12 l | nein |
| Bett-Maße | 200 × 130 cm + Dach | 195 × 120 cm | 195 × 110 cm |
| Wohnmobil-Zulassung | ja | ja (Umschreibung nötig) | nein |
| Garantie Ausbau | 7 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre |
| Probefahrt in DE | nein | ja, Lenggries | nein |
| Verfügbar 2026 | ja, Import via UK | ja, sofort | ab Sommer 2026 in DE |
Quelle: Hersteller-Angaben, ADAC, Promobil, Stand 10. Mai 2026.
Reichweite mit voller Camper-Beladung: Die ehrliche Praxis-Rechnung
Bevor wir zur Förderung kommen, kommt der wichtigste Praxis-Punkt: Wie weit kommt der Kia PV5 Camper wirklich, wenn das Aufstelldach montiert, der Kühlschrank gefüllt und zwei Personen mit Gepäck an Bord sind? Allerdings unterschätzen viele Camper-Käufer diesen Effekt deutlich – die WLTP-Reichweite des PV5 wurde mit leerem Pkw-Fahrzeug gemessen, nicht mit dem üblichen Camper-Zuladungs-Profil von 200 bis 400 kg.
Meine eigene Hochrechnung auf Basis vergleichbarer Camper-Umbauten zeigt folgendes Bild. Der Sussex-Komplett-Camper mit großer 71,2-kWh-Batterie startet bei 400 km WLTP und landet beladen bei realistischen 258 km Praxis-Reichweite – ein Verlust von 35 Prozent. Der Alpincamper auf Cargo-Basis verliert ähnlich viel, weil das Reimo-Hubdach den cw-Wert auf der Autobahn deutlich verschlechtert. Bei Autobahn-Tempo 110 km/h fallen die realistischen Reichweiten auf 220 bis 280 km. Dadurch wird klar: Wer regelmäßig Strecken über 300 km plant, muss zur 71,2-kWh-Batterie greifen – die 51,5-kWh-Version reicht praktisch nur für lokale Wochenend-Trips.
Insbesondere im Winter sinkt die Reichweite weiter. Heizungs-Betrieb und kalte Batterie reduzieren bei minus 5 Grad die Reichweite um zusätzliche 15 bis 20 Prozent. Folglich solltest du für deutsche Winterurlaubs-Planung mit etwa 180 bis 220 km Praxis-Reichweite zwischen den Ladestopps kalkulieren. Demnach ist der PV5 Camper kein Langstrecken-Wohnmobil für 800-km-Etappen, sondern ein cleveres Mini-Campingfahrzeug für 200- bis 300-km-Reise-Abschnitte.
E-Auto-Förderung 2026 für den Kia PV5 Camper: Effektivpreise gerechnet
Die neue E-Auto-Förderung 2026 ist für den PV5 Camper besonders relevant. Schließlich liegt der Listenpreis des Basisfahrzeugs PV5 deutlich unter 45.000 Euro, somit kommt der volle Förderbetrag von bis zu 6.000 Euro in Frage. Hier die Rechnung für eine Familie mit zwei Kindern und niedrigem zu versteuerndem Einkommen.
| Camper-Lösung | Listenpreis Komplettpaket | Max. Förderung | Effektivpreis |
|---|---|---|---|
| Sussex Aufstelldach Komplett | 80.000 € | 6.000 € | 74.000 € |
| Alpincamper Vollausbau | 54.999 € | 6.000 € | 48.999 € |
| VanLab Box + PV5 Passenger Plus | 41.380 € | 6.000 € | 35.380 € |
Quelle: Eigene Berechnung auf Basis der E-Auto-Förderung 2026 (3.000 € Basis, plus 500 € pro Kind, plus 1.500 € Niedrigeinkommens-Bonus). Die tatsächliche Förderhöhe hängt vom Einkommen und Kinderzahl ab. Hinweis: Die Förderung gilt für das Pkw-Basisfahrzeug, nicht für den Camper-Ausbau selbst.
Wichtig zu wissen: Die Förderung wird beim Kauf nicht direkt abgezogen, sondern nach Antragstellung über das BAFA-Portal ausgezahlt. Außerdem musst du das Fahrzeug mindestens 36 Monate halten, sonst muss der Förderbetrag anteilig zurückgezahlt werden. Mehr zu den Förderbedingungen erklärt unser Ratgeber zur E-Auto-Förderung 2026. Zudem profitierst du bei Camper-Umbauten mit Wohnmobil-Zulassung von der ermäßigten Kfz-Steuer und in vielen Bundesländern von kostenlosen Stellplätzen auf Park-Anlagen.
Lieferzeit Kia PV5 Camper 2026: Wann steht der Wagen in der Einfahrt?
Die Lieferzeit für den Kia PV5 Camper hängt stark von der Ausbau-Lösung ab. Beim PV5-Basisfahrzeug selbst liegt die Wartezeit aktuell bei rund 3 bis 5 Monaten beim Passenger Plus und 4 bis 6 Monaten beim Cargo. Allerdings musst du beim Camper noch die Ausbau-Wartezeit addieren.
Bei Alpincamper sind aktuell einige Fahrzeuge sofort verfügbar – das Werk hat im Frühjahr 2026 eine Vorproduktion von zehn Fahrzeugen aufgelegt, die teils bereits über Mobile.de und Kleinanzeigen angeboten werden. Für individuelle Bestellungen liegt die Gesamt-Wartezeit bei 6 bis 8 Monaten ab Bestelldatum. Bei Sussex Campervans aus Großbritannien beträgt die Lieferzeit derzeit 8 bis 12 Monate, weil die Werkstatt nur begrenzte Stückzahlen pro Quartal liefern kann. Hinzu kommen 4 bis 6 Wochen für die Überführung nach Deutschland und die Anpassung an deutsche Zulassungsvorschriften.
Die VanLab-Box ist offiziell ab Sommer 2026 in Deutschland verfügbar – aktuell läuft die Lieferung nur über Südkorea und USA mit individueller Import-Abwicklung. Wer in 2026 noch fahren will, ist daher mit Alpincamper am schnellsten unterwegs. Schließlich profitiert Alpincamper von einem etablierten deutschen Service-Netz und kurzen Wegen für eventuelle Nachbesserungen.
Empfehlung: Welche Kia PV5 Camper Lösung passt zu dir?
Nach allen Daten, Vergleichen und Praxis-Überlegungen ist meine klare Empfehlung: Für die meisten deutschen Käufer ist der Alpincamper PV5 die richtige Wahl. Denn er kombiniert einen vollwertigen Camper-Ausbau mit Aufstelldach, Trocken-Trenntoilette und Induktionsküche zu einem fairen Preis von 54.999 Euro. Außerdem profitierst du vom deutschen Service-Netz und einer realistischen Probefahrt-Möglichkeit in Lenggries. Mit der E-Auto-Förderung sinkt der Effektivpreis auf rund 49.000 Euro – ein Drittel günstiger als ein vergleichbarer VW T7 California.
Stattdessen zum Sussex Aufstelldach greifen: Wer maximale Ausbau-Qualität, 7-jährige Garantie und das größte verfügbare Bett will und den Aufpreis von rund 25.000 Euro gegenüber dem Alpincamper akzeptiert. Sussex hat die durchdachteren Detail-Lösungen, aber der Brexit-Import und die längere Lieferzeit sind echte Reibungspunkte.
Stattdessen zur VanLab-Box greifen: Wer das Auto werktags als 5-sitzigen Familien-Van und nur gelegentlich als Wochenend-Camper nutzen will. Für 41.380 Euro inklusive PV5 Passenger Plus bekommst du das mit Abstand günstigste Camper-Konzept am Markt. Allerdings fehlen Aufstelldach, Toilette und Heizung, daher ist die VanLab-Box kein vollwertiger Wohnmobil-Ersatz.
Stattdessen auf den VW ID.Buzz California warten: Wer markentreuer VW-Käufer ist und 2027 oder 2028 nicht stört. Allerdings ist der VW-Komplettpreis voraussichtlich bei 75.000 Euro angesiedelt – damit liegt er nahe an der Sussex-Lösung, aber bietet keine bewährte Camper-Garantie.
Stattdessen auf Vantrack LightCamp warten: Wer Modul-Flexibilität wie bei VanLab schätzt, aber europäische Beschaffung bevorzugt. Das Basispaket von Vantrack soll bei rund 10.000 Euro liegen, die offizielle Markteinführung in Deutschland ist allerdings noch nicht datiert.
Am Ende gilt: Der Kia PV5 als Camper ist 2026 das attraktivste Elektro-Camping-Konzept am Markt. Schließlich verbindet er Großserien-Zuverlässigkeit, 8 Jahre Akku-Garantie und V2L-Funktion zu einem Listenpreis-Niveau, das vor zwei Jahren noch undenkbar war. Wer 2026 elektrisch campen will, kommt am PV5 nicht vorbei.
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Letzte Aktualisierung: 10. Mai 2026 · Datenquellen: Kia Deutschland, Promobil Alpincamper PV5, Auto Bild Kia PV5, Carwow PV5 Test, Motor1 VanLab, Sussex Campervans, Stand 10. Mai 2026.
Den Kia PV5 Camper gibt es 2026 in drei Preisstufen: Das modulare VanLab-Camping-Kit kostet rund 1.840 Euro plus den PV5 Passenger Plus für 39.540 Euro – zusammen 41.380 Euro. Der deutsche Alpincamper-Vollausbau auf PV5 Cargo startet bei 54.999 Euro. Der britische Sussex-Komplett-Campervan mit Aufstelldach kostet umgerechnet rund 80.000 Euro.
Für den Camper-Ausbau brauchst du mindestens die V2L-Funktion zum Versorgen von Kühlschrank und Induktionsfeld. Diese ist serienmäßig erst beim PV5 Passenger Plus (ab 39.540 Euro) oder Cargo mit V2L-Vorbereitung. Für längere Touren empfiehlt sich die 71,2-kWh-Batterie mit 400 km WLTP-Reichweite, weil die kleine 51,5-kWh-Version mit Camper-Beladung nur etwa 200 km schafft.
Die E-Auto-Förderung 2026 bringt für das PV5-Basisfahrzeug bis zu 6.000 Euro Bundeszuschuss. Voraussetzung ist niedriges zu versteuerndes Einkommen, Familie mit Kindern und Erstzulassung ab Januar 2026. Der Camper-Ausbau selbst ist nicht gefördert. Damit sinkt der Effektivpreis beim Alpincamper auf etwa 49.000 Euro und beim VanLab-Komplettpaket auf rund 35.380 Euro.
Mit der großen 71,2-kWh-Batterie schafft der PV5 nach WLTP 400 km, in der Praxis mit voller Camper-Beladung und Aufstelldach realistisch 250 bis 280 km. Im Winter sinkt die Reichweite zusätzlich um 15 bis 20 Prozent durch Heizungs-Betrieb und kalte Batterie. Daher ist der PV5 Camper für Reise-Abschnitte von 200 bis 300 km zwischen Ladestopps optimal.
Beim Alpincamper sind Fahrzeuge teilweise sofort verfügbar, für individuelle Bestellungen liegt die Wartezeit bei 6 bis 8 Monaten. Bei Sussex Campervans aus Großbritannien sind 8 bis 12 Monate plus 4 bis 6 Wochen Überführung einzuplanen. Die VanLab-Box ist offiziell ab Sommer 2026 in Deutschland verfügbar, aktuell läuft die Lieferung über Südkorea und USA.
Ja, weil der VW ID.Buzz California voraussichtlich erst 2027 oder später in Deutschland verfügbar ist. Der Alpincamper PV5 ab 54.999 Euro bietet vergleichbare Ausbau-Qualität für etwa 20.000 Euro weniger als die erwartete VW-Lösung. Außerdem hat der PV5 die V2L-Funktion serienmäßig, eine 8-Jahre-Akku-Garantie und bessere DC-Ladeleistung als die bisherigen VW-ID.Buzz-Modelle.
