Mazda CX-6e

Mazda CX-6e bestellen 2026: Takumi oder Takumi Plus – welche Variante lohnt sich für dich?

Den Mazda CX-6e bestellen kann man in Deutschland seit dem 11. Februar 2026, die ersten Auslieferungen rollen ab Sommer 2026 zu den Händlern. Der 4,85 Meter lange Elektro-Crossover startet bei 49.990 € als Takumi und steigt auf 52.990 € als Takumi Plus mit digitalen Außenspiegeln. Mit 258 PS Heckantrieb, 78 kWh LFP-Akku und 484 km WLTP-Reichweite zielt Mazda direkt auf Tesla Model Y, Skoda Enyaq und Audi Q4 e-tron. Allerdings entscheidet eine technische Detailfrage darüber, ob der Aufpreis von 3.000 Euro wirklich Sinn ergibt.

In dieser Kaufberatung zeige ich als Automobilingenieur, warum der Mazda CX-6e weit mehr ist als nur ein umgelabelter Changan Deepal S07 – und welche der beiden Varianten für deutsche Käufer wirklich passt. Außerdem rechne ich konkret durch, wie tief die E-Auto-Förderung 2026 den Effektivpreis drückt, wann sich die 0,5-Prozent-Firmenwagen-Regel lohnt und welche Lieferzeit aktuell realistisch ist.


Warum der Mazda CX-6e jetzt das interessanteste Auto in seiner Klasse ist

Mazda hatte es bei Elektroautos nie leicht. Der MX-30 mit seinem winzigen 35,5-kWh-Akku floppte spektakulär, der Mazda 6e als erste echte Elektro-Limousine kam erst 2025 und blieb hinter den Erwartungen. Mit dem CX-6e ändert sich das jetzt grundlegend. Schließlich ist es das erste Mazda-E-SUV, das sich technisch und preislich auf Augenhöhe mit Tesla Model Y, Skoda Enyaq und Audi Q4 e-tron bewegt.

Der Zeitpunkt ist allerdings ungünstig gewählt. Denn die neue E-Auto-Förderung 2026 öffnet ihr BAFA-Antragsportal voraussichtlich noch im Mai 2026, der CX-6e-Marktstart erfolgt aber erst im Sommer. Folglich kannst du als Privatkäufer den vollen Förderbetrag bis zu 6.000 Euro mitnehmen, wenn du jetzt bestellst und dein Fahrzeug ab Juli 2026 zugelassen wird. Außerdem qualifiziert sich der CX-6e laut Mazda explizit für die Prämie – mit voller Förderung sinkt die Privatleasing-Rate sogar auf nur 364 Euro pro Monat brutto.

Strategisch noch interessanter: Der CX-6e ist technisch eng mit dem chinesischen Changan Deepal S07 verwandt. Beide laufen auf derselben EPA1-Plattform und werden im selben Werk in Nanjing gebaut. Mazda übernimmt die Feinabstimmung für europäische Anforderungen, also Fahrwerk, Lenkung und Bediensoftware. Demnach bekommst du im CX-6e die gleiche Hardware wie im Deepal, aber mit europäischer Abstimmung und sechs Jahren Mazda-Garantie. Das ist ein bemerkenswertes Angebot.

Mazda CX-6e Daten-Überblick: Was beide Varianten gemeinsam haben

Bevor wir Takumi und Takumi Plus vergleichen, hier die technische Basis, die beide Varianten teilen. Mazda bietet den CX-6e in Europa ausschließlich als Heckantrieb an, eine Allrad-Version ist vorerst nicht geplant. Außerdem gibt es nur eine Akku-Größe – im Gegensatz zum Mazda 6e, wo zwei Varianten zur Wahl stehen.

MerkmalMazda CX-6e
PlattformEPA1 (Changan-Mazda Joint Venture)
Länge × Breite × Höhe4.850 × 1.935 × 1.620 mm
Radstand2.902 mm
Antrieb1 Heckmotor, 190 kW (258 PS)
Drehmoment290 Nm
0–100 km/h7,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit185 km/h
Batterie78 kWh brutto / 75 kWh netto LFP
DC-Schnellladenbis 195 kW (10–80 % in 24 Min.)
AC-Laden11 kW Standard
Wärmepumpeserienmäßig
V2L (bidirektional)serienmäßig
Anhängelast1.500 kg
Kofferraum468 Liter (1.434 Liter umgeklappt) + 83 l Frunk
Garantie Fahrzeug6 Jahre / 150.000 km
Garantie Batterie8 Jahre / 160.000 km, ≥ 70 % Kapazität
Bestellstart Deutschland11. Februar 2026
MarktstartSommer 2026
ProduktionChina (Nanjing)

Quelle: Mazda Deutschland Pressemappe Februar 2026, GoingElectric, ADAC-Datenblatt 04/2026, Stand 10. Mai 2026.

Wichtig: Der CX-6e nutzt einen LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat) statt der bisher verbreiteten NMC-Chemie. Folglich ist der Akku langlebiger, brandsicherer und kommt ohne Kobalt aus. Allerdings ist die Energiedichte geringer, daher das Leergewicht von 2.205 Kilogramm – deutlich mehr als bei einem vergleichbaren Skoda Enyaq mit 2.060 kg.

Mazda CX-6e

Mazda CX-6e Takumi: Die wahre Volumen-Variante mit 484 km Reichweite

Die Basisversion Takumi startet bei 49.990 Euro und kommt mit 19-Zoll-Leichtmetallrädern, 23-Lautsprecher-Soundsystem, 9 Airbags, 360-Grad-Kamera, dem riesigen 26,45-Zoll-Touchscreen mit 5K-Auflösung und einem Panorama-Glasdach mit 99,7 Prozent UV-Schutz. Außerdem sind kabelloses Apple CarPlay, Android Auto, Sprachsteuerung mit „Hey Mazda“ und eine Wärmepumpe serienmäßig dabei.

Die WLTP-Reichweite des Takumi beträgt 484 Kilometer. Das ist der höchste Wert in der gesamten Baureihe, weil die kleineren 19-Zoll-Räder weniger Rollwiderstand erzeugen als die 21-Zoll-Felgen des Takumi Plus. Der WLTP-Verbrauch liegt bei 18,9 kWh pro 100 Kilometer. In der Realität dürfte der Verbrauch auf der Autobahn bei Tempo 130 allerdings auf 22 bis 24 kWh steigen, was die Praxisreichweite auf etwa 320 bis 350 Kilometer reduziert.

Was der Takumi NICHT hat: keine digitalen Außenspiegel, keine Maztex-Kunstleder-Sitze in der Premium-Farbgebung, kein Premium-Ambientelicht in 256 Farben, kein Elektrorollo für das Glasdach. Hingegen sind alle sicherheitsrelevanten Systeme bereits in der Basis enthalten – von Smart Brake Support über Spurhalteassistent bis Totwinkelüberwachung.

Für 90 Prozent aller Privatkäufer ist der Takumi die richtige Wahl. Schließlich liefert er die volle Reichweite, die volle Leistung und nahezu die komplette Komfortausstattung. Mit der E-Auto-Förderung 2026 von bis zu 6.000 Euro sinkt der Effektivpreis auf 43.990 Euro – das ist deutlich günstiger als ein vergleichbar ausgestatteter Audi Q6 e-tron oder Tesla Model Y Long Range.

Mazda CX-6e Takumi Plus: Lohnen die digitalen Spiegel den 3.000-Euro-Aufpreis?

Die Topversion Takumi Plus kostet 52.990 Euro und unterscheidet sich vom Takumi durch genau vier Punkte: 21-Zoll-Räder, digitale Außenspiegel mit OLED-Display in der Tür, exklusive Maztex-Kunstleder-Polsterung in violett-beige, sowie das Elektrorollo für das Glasdach. Der Aufpreis von 3.000 Euro ist dabei genau hier eingepreist.

Der Haken: Die WLTP-Reichweite sinkt durch die größeren Räder von 484 auf 463 Kilometer. Mit den digitalen Spiegeln gewinnt der Takumi Plus zwar 5 km Reichweite zurück (auf 468 km), weil sie aerodynamisch effizienter sind als klassische Außenspiegel. Demnach verlierst du gegenüber dem Takumi insgesamt 16 Kilometer WLTP-Reichweite – also rund 10 Kilometer weniger Praxisreichweite.

Die digitalen Außenspiegel sind allerdings ein zweischneidiges Schwert. Erstens schmälern sie die Fahrzeugbreite um einen Zentimeter (von 2,09 auf 2,08 Meter inklusive Spiegel). Zweitens benötigen die OLED-Displays in der Tür eine gewisse Eingewöhnung – der Blick fällt nicht mehr nach außen, sondern auf einen Bildschirm. Außerdem haben Hersteller wie Audi und Honda mit dieser Technik gemischte Erfahrungen gemacht: Praxistests berichten von verzerrter Tiefenwahrnehmung und Problemen bei Regen oder direkter Sonneneinstrahlung.

Für wen lohnt sich die Takumi Plus? Erstens für Käufer, die das maximale Statement-Auto wollen – Maztex in Violett und digitale Spiegel sind echte Eyecatcher. Zweitens für Vielfahrer, die bereits Erfahrung mit Kameraspiegeln haben und die Tür-Displays nicht stört. Allerdings würde ich die meisten Erstkäufer von Kameraspiegeln eher abraten – die 3.000 Euro investierst du klüger in die Förderung-Wartezeit oder eine bessere Wallbox.

Was den Mazda CX-6e mit dem Changan Deepal S07 verbindet (und was nicht)

Hier kommt der Punkt, an dem ich als Automobilingenieur transparent sein muss: Der Mazda CX-6e ist technisch eng mit dem Changan Deepal S07 verwandt. Beide nutzen die EPA1-Plattform aus dem Joint Venture Changan-Mazda. Beide werden im selben Werk in Nanjing gebaut. Außerdem teilen sie Akku, Motor, Lenkgetriebe, Achsen und einen Großteil der Karosseriestruktur.

Was Mazda jedoch eigenständig entwickelt hat: die Fahrwerksabstimmung, das Lenkungs-Mapping, die Software-Oberfläche, die Sicherheitskalibrierung und die akustische Dämmung. Schließlich tritt Mazda mit europäischen Komfort- und Geräuschstandards an, während der Deepal S07 für den chinesischen Markt abgestimmt ist. Demnach bekommst du im CX-6e eine andere Fahrdynamik als im Deepal, obwohl die Hardware nahezu identisch ist.

Bei AutoColumn werden wir diesen Plattform-Vergleich übrigens vom 4. bis 18. Mai 2026 mit einem direkten Praxistest des Changan Deepal S05 ergänzen, der auf der gleichen Plattform-Familie basiert. Folglich werden Sie hier in Kürze den ersten echten deutschen Direktvergleich zwischen Mazda-Abstimmung und Changan-Original lesen können – ein Praxiseindruck, den ADAC und Auto Bild bisher nicht abgeliefert haben.

Ein wichtiger Unterschied bleibt: Mazda gewährt sechs Jahre Garantie bis 150.000 Kilometer plus acht Jahre / 160.000 Kilometer auf die Batterie mit mindestens 70 Prozent Restkapazität. Bei einem Deepal-Direktimport hättest du diese europäische Garantie nicht. Genau dafür zahlst du den Mazda-Aufpreis von rund 7.000 bis 10.000 Euro gegenüber einem hypothetischen Deepal S07 in Deutschland.

Mazda CX-6e vs Tesla Model Y, Skoda Enyaq, Audi Q6 e-tron: Der ehrliche Vergleich

Im Mittelklasse-E-SUV-Segment trifft der CX-6e auf etablierte und teils günstigere Konkurrenz. Daher hier der direkte Vergleich der wichtigsten Größen:

ModellPreis abReichweite WLTPLeistungDC-LadenAnhängelast
Mazda CX-6e Takumi49.990 €484 km258 PS195 kW1.500 kg
Tesla Model Y Long Range49.990 €622 km351 PS250 kW1.600 kg
Skoda Enyaq 8547.990 €581 km286 PS175 kW1.400 kg
Audi Q6 e-tron Performance63.600 €642 km326 PS270 kW2.400 kg
Hyundai Ioniq 5 77,4 kWh47.900 €507 km229 PS233 kW1.600 kg

Daten: Hersteller-Preislisten, ADAC-Autokatalog und WLTP-Werte, Stand 10. Mai 2026.

Was bedeutet das in der Praxis? Der Mazda CX-6e Takumi liegt bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit hinter Tesla, Skoda, Hyundai und Audi. Er ist nicht das beste Spec-Auto im Segment. Allerdings gewinnt er bei der Serienausstattung deutlich: 23-Lautsprecher-Soundsystem, 26,45-Zoll-Display, 360-Grad-Kamera, Panorama-Glasdach, V2L-Funktion und 9 Airbags sind beim Mazda Standard. Bei Tesla Model Y und Skoda Enyaq sind viele dieser Features kostenpflichtige Extras.

Bei der Garantie schlägt Mazda alle Konkurrenten: Sechs Jahre Fahrzeuggarantie bis 150.000 km sind das längste Angebot im Segment. Zum Vergleich: Tesla, Skoda und Audi gewähren jeweils nur vier Jahre. Demnach holt der Mazda über die Haltedauer einen Teil seines Listenpreis-Nachteils zurück.

Mazda CX-6e Lieferzeit 2026: Wie lange wartet man wirklich?

Diese Frage beschäftigt aktuell die meisten Interessenten – und die Antwort ist erfreulich konkret. Mazda nimmt seit dem 11. Februar 2026 verbindliche Bestellungen entgegen. Die ersten Auslieferungen sind für Sommer 2026 geplant, also voraussichtlich Juli oder August. Wer also jetzt bestellt, sollte sein Fahrzeug bis Ende August oder September 2026 zugelassen bekommen.

Die Produktion erfolgt komplett in China im Changan-Werk Nanjing. Folglich gibt es zwei mögliche Engpässe: Erstens den Schiffstransport von Shanghai nach Bremerhaven, der typischerweise vier bis sechs Wochen dauert. Zweitens die Zollabfertigung, die durch die EU-Strafzölle auf chinesische E-Autos seit November 2024 komplexer geworden ist. Mazda fällt allerdings unter die niedrigste Zollkategorie (21,3 Prozent), nicht unter die 35,3 Prozent für SAIC oder BYD.

Die aktuelle Lieferzeit liegt nach Aussagen der Wahl-Group (autorisierter Mazda-Partner) bei rund vier bis fünf Monaten ab Bestellung. Wer im Mai 2026 bestellt, kann mit einer Auslieferung im September oder Oktober rechnen. Allerdings warnen Händler bereits jetzt: Mit Eröffnung des BAFA-Förderportals dürfte die Nachfrage stark anziehen, was die Lieferzeit ab Juni 2026 auf sechs bis acht Monate verlängern könnte.

Wer den Mazda CX-6e bestellen will und auf die Förderung angewiesen ist, sollte deshalb nicht warten. Schließlich gilt die Förderung erst ab Erstzulassung und nur bis zur Erschöpfung des Förderbudgets von 3 Milliarden Euro – das könnte bei starker Nachfrage bereits Ende 2026 erreicht sein.

Firmenwagen-Rechnung: Warum der CX-6e Takumi unter der 0,5-Prozent-Grenze bleibt

Bei einem Bruttolistenpreis von 49.990 Euro liegt der Mazda CX-6e Takumi unter der 70.000-Euro-Grenze für die 0,25-Prozent-Regel für reine Elektroautos. Folglich beträgt der monatliche geldwerte Vorteil nur 124,98 Euro. Bei einem persönlichen Steuersatz von 42 Prozent ergibt das eine monatliche Steuerbelastung von 52,49 Euro.

Zum Vergleich: Ein vergleichbar ausgestatteter Mazda CX-60 PHEV (Listenpreis ca. 60.000 Euro) als Firmenwagen würde mit der 0,5-Prozent-Regel monatlich 300 Euro geldwerten Vorteil bedeuten – also einen Steueraufwand von rund 126 Euro pro Monat. Demnach spart der CX-6e Takumi gegenüber dem PHEV-Bruder rund 73 Euro pro Monat oder 876 Euro pro Jahr an persönlicher Steuerlast.

Über drei Jahre Leasing summiert sich die Ersparnis auf 2.628 Euro. Hinzu kommen die niedrigeren Stromkosten gegenüber Benzin und Diesel, die steuerfreie Wallbox-Förderung des Arbeitgebers sowie die Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos bis 2030. Außerdem bietet Mazda für Gewerbekunden einen besonders attraktiven Leasingtarif: ab 399 Euro netto pro Monat bei 48 Monaten Laufzeit und 10.000 Kilometern pro Jahr.

Förderung 2026: Effektivpreise nach E-Auto-Prämie

Die neue E-Auto-Förderung 2026 staffelt sich nach Haushaltseinkommen und Kinderzahl. Privatkäufer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 80.000 Euro erhalten zwischen 1.500 und 6.000 Euro Zuschuss. Außerdem gilt die Förderung rückwirkend für alle Fahrzeuge mit Erstzulassung ab 1. Januar 2026. Mehr Details findest du in meiner Anleitung zum BAFA-Antrag E-Auto 2026.

VarianteListenpreisFörderung max.Effektivpreis
CX-6e Takumi49.990 €6.000 €43.990 €
CX-6e Takumi Plus52.990 €6.000 €46.990 €

Stand: 10. Mai 2026, Förderung gemäß BMUKN-Richtlinie 2026.

Wichtig: Die Förderung wird nicht direkt vom Kaufpreis abgezogen, sondern nach erfolgreicher Zulassung beantragt und ausgezahlt. Daher musst du den vollen Listenpreis vorfinanzieren und bekommst die 6.000 Euro erst nach Antragsbearbeitung – aktuell etwa zwei bis drei Monate nach BAFA-Antragsstellung. Privatleasingkunden haben es einfacher: Mazda zieht die Förderung bereits in die monatliche Rate ein, weshalb der Takumi mit voller Förderung ab 364 Euro pro Monat brutto fährt.

Was am Mazda CX-6e wirklich nervt: Die ehrlichen Schwächen

Trotz aller Stärken hat der CX-6e klare Schwachpunkte, die ich nicht verschweigen will. Erstens leidet die Reichweite gegenüber der Konkurrenz. 484 Kilometer WLTP sind okay, aber Tesla Model Y kommt auf 622 km, Skoda Enyaq 85 auf 581 km. Außerdem fehlt komplett ein Allradantrieb – wer Schnee, Berge oder Anhänger über 1.500 kg fährt, muss zur Konkurrenz wechseln.

Zweitens kritisierte das Magazin Carscoops im Januar 2026, dass die Software hinter Audi und BMW zurückliegt. Daher sind Spracherkennung und Ladeplanung stellenweise hakelig. Mazda verspricht Software-Updates, aber der Stand bei Marktstart wird vermutlich nicht auf Premium-Niveau sein. Drittens ist der Kofferraum mit 468 Litern für ein 4,85-Meter-SUV bescheiden – Skoda Enyaq schafft 585 Liter, Tesla Model Y sogar 854 Liter.

Viertens sollten Käufer berücksichtigen, dass der CX-6e komplett in China produziert wird. Zwar gewährt Mazda volle europäische Garantie, allerdings sind Ersatzteile bei Karosserieschäden möglicherweise länger unterwegs als bei einem deutschen oder französischen Fahrzeug. Schließlich kann die Wertstabilität niedriger sein als bei etablierten europäischen Premium-Modellen – der Mazda 6e zeigt bereits, dass die Restwerte nach 12 Monaten überdurchschnittlich gefallen sind.

Empfehlung: Welcher Mazda CX-6e passt zu dir?

Nach Analyse beider Varianten und Vergleich mit Tesla, Skoda, Audi und Hyundai lautet meine klare Empfehlung:

Für 90 Prozent aller Privatkäufer ist der CX-6e Takumi die richtige Wahl. Mit 484 km Reichweite, der vollen Sicherheits- und Komfortausstattung serienmäßig und einem Effektivpreis von 43.990 Euro nach Förderung liefert er das beste Gesamtpaket. Außerdem schlägt er bei Garantie und Serienausstattung nahezu jeden Konkurrenten in der Klasse.

Den Takumi Plus solltest du nur kaufen, wenn dir die digitalen Spiegel und die Maztex-Polsterung wirklich wichtig sind. Schließlich verlierst du 16 km WLTP-Reichweite und zahlst 3.000 Euro Aufpreis für Features, die in Praxistests gemischte Bewertungen erhalten. Dieses Geld investierst du klüger in eine 22-kW-Wallbox oder eine Photovoltaik-Anlage mit Speicher.

Wer maximale Reichweite oder Allradantrieb will, sollte zum Tesla Model Y Long Range oder Skoda Enyaq 85 greifen. Beide bieten über 580 km WLTP und Allrad-Optionen. Wer hingegen Premium-Anspruch und 800-Volt-Technik priorisiert, fährt mit dem Audi Q6 e-tron besser – muss aber auch 13.000 Euro mehr ausgeben.

Der Mazda CX-6e ist kein Spec-Sieger, aber ein clever positioniertes Komfort-SUV mit sehr starker Serienausstattung und der besten Garantie im Segment. Genau diese Kombination aus Mazda-Abstimmung, Changan-Effizienz und europäischer Garantie macht ihn für die richtige Zielgruppe zum besten Mittelklasse-Elektro-SUV unter 50.000 Euro Effektivpreis.

Häufig gestellte Fragen zum Mazda CX-6e

Die wichtigsten Antworten zu Bestellung, Lieferzeit, Reichweite und Garantie hat AutoColumn dir in einer separaten FAQ-Übersicht zusammengestellt. Außerdem findest du unter den verlinkten Artikeln weitere Vergleiche und vertiefte Analysen rund um Elektromobilität und China-Plattformen.

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Letzte Aktualisierung: 10. Mai 2026 · Datenquellen: Mazda Deutschland CX-6e Modellseite, Mazda Press Deutschland, ADAC Mazda CX-6e Datenblatt, GoingElectric Mazda CX-6e Übersicht, Auto Bild CX-6e Erstcheck, InsideEVs Deutschland Mazda CX-6e Daten und Preise, BAFA E-Auto-Förderung 2026 Antrag vorbereiten.

Was kostet der Mazda CX-6e bestellen 2026 in Deutschland?

Der Mazda CX-6e startet bei 49.990 € als Takumi und kostet 52.990 € als Takumi Plus mit digitalen Außenspiegeln. Mit der E-Auto-Förderung 2026 von bis zu 6.000 € sinkt der Effektivpreis auf 43.990 € beziehungsweise 46.990 €. Im Privatleasing fährt der Takumi mit voller Förderung ab 364 € pro Monat brutto.

Wie groß ist die Reichweite des Mazda CX-6e?

Der Mazda CX-6e Takumi schafft mit 19-Zoll-Rädern bis zu 484 Kilometer nach WLTP. Der Takumi Plus mit 21-Zoll-Felgen kommt auf 463 km, mit den optionalen digitalen Außenspiegeln auf 468 km. Im Praxisbetrieb auf der Autobahn bei Tempo 130 reduziert sich die Reichweite auf rund 320 bis 350 Kilometer.

Wann kann ich den Mazda CX-6e bestellen und wann wird geliefert?

Der Mazda CX-6e ist seit dem 11. Februar 2026 in Deutschland bestellbar. Die ersten Auslieferungen erfolgen im Sommer 2026, also voraussichtlich Juli oder August. Die aktuelle Lieferzeit liegt bei vier bis fünf Monaten ab Bestellung, mit Eröffnung des BAFA-Förderportals dürfte sie auf sechs bis acht Monate steigen.

Lohnt sich der Mazda CX-6e als Firmenwagen?

Ja. Mit einem Listenpreis von 49.990 € fällt der Takumi unter die 0,25-Prozent-Regel für Elektroautos und kostet als Firmenwagen monatlich nur 124,98 € geldwerten Vorteil. Bei 42 Prozent Steuersatz sind das gerade einmal 52,49 € Steuerlast pro Monat. Für Gewerbekunden bietet Mazda Leasingraten ab 399 € netto.

Hat der Mazda CX-6e den gleichen Akku wie der Changan Deepal S07?

Ja, beide Modelle nutzen den gleichen 78-kWh-LFP-Akku und werden auf der gemeinsamen EPA1-Plattform im Werk Nanjing gebaut. Mazda übernimmt allerdings die Feinabstimmung von Fahrwerk, Lenkung und Software für europäische Anforderungen. Außerdem gewährt Mazda sechs Jahre Fahrzeuggarantie und acht Jahre auf die Batterie – bei Direktimport eines Deepal hättest du diese Garantie nicht.

Welche Variante des Mazda CX-6e soll ich kaufen?

Für 90 Prozent aller Privatkäufer ist der CX-6e Takumi für 49.990 € die richtige Wahl. Er bietet die volle Reichweite von 484 km, die volle Sicherheits- und Komfortausstattung und kostet 3.000 € weniger als der Takumi Plus. Den Takumi Plus solltest du nur wählen, wenn dir die digitalen Außenspiegel und die Maztex-Polsterung in violett-beige wirklich wichtig sind.

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