Der Range Rover Electric kommt: Land Rover hat im Juni 2026 bestätigt, dass sein erster rein elektrischer Range Rover ab Ende 2026 bestellbar sein wird. Unter dem Blech steckt eine selbst entwickelte 117-kWh-Batterie mit 800-Volt-Technik, zwei Elektromotoren mit zusammen rund 550 PS und eine Reichweite von bis zu etwa 510 Kilometern. Der Einstiegspreis dürfte bei rund 123.500 Euro liegen, voll ausgestattet sind über 300.000 Euro möglich. Mehr als 65.000 Interessenten stehen weltweit bereits auf der Warteliste. Damit greift die britische Luxusmarke die etablierte deutsche Premium-Konkurrenz nun auch rein elektrisch frontal an.
Ich fasse für dich alle bestätigten und vorläufigen Daten zusammen, ordne den Preis ehrlich ein und erkläre, für wen sich der elektrische Range Rover wirklich lohnt. Denn neben dem Stromer bleiben weiterhin der Plug-in-Hybrid und sogar der V8 im Programm. Die spannende Frage ist also nicht nur, was der Range Rover Electric kann, sondern auch, welche Antriebsvariante für dich die richtige ist.

Was den Range Rover Electric besonders macht
Der Range Rover Electric ist das erste vollelektrische Modell der Baureihe und zugleich das wichtigste Aushängeschild der großen Elektrooffensive von Jaguar Land Rover. Wichtig dabei: Optisch bleibt er ein echter Range Rover. Die typische, klare Silhouette mit der hohen Gürtellinie und dem aufrechten Stand wurde bewusst beibehalten, um die Stammkundschaft nicht zu verschrecken.
Technisch basiert der Wagen auf der MLA-Plattform, die sowohl Verbrenner als auch reine E-Antriebe aufnehmen kann. Besonders stolz ist der Hersteller auf die Batterie. Erstmals hat JLR eine komplette Hochvoltbatterie selbst entwickelt und gebaut, optimiert auf Energiedichte, Reichweite und kurze Ladezeiten.
Der Anspruch ist klar formuliert: Geländetauglichkeit und Souveränität, die man von einem Range Rover erwartet, sollen auch elektrisch erhalten bleiben. Der Range Rover Electric will also kein kompromissbehafteter Öko-SUV sein, sondern die konsequente Weiterentwicklung des Luxus-Geländewagens.
Antrieb und Leistung: rund 550 PS aus zwei Motoren
Für den Vortrieb sorgen zwei permanenterregte Synchronmotoren, einer pro Achse, vorne wie hinten. Damit ist der Allradantrieb gesetzt, was bei einem Range Rover Pflicht ist. Die Systemleistung liegt nach bisherigen Angaben bei knapp 405 bis 410 kW, das entspricht rund 550 PS.
Das ist genug Leistung für souveräne Fahrleistungen, auch wenn der Range Rover Electric kein Sportwagen sein will. Sein Charakter zielt auf Ruhe, Komfort und souveräne Durchzugskraft, nicht auf schnelle Rundenzeiten. Die instant verfügbare Kraft des Elektroantriebs passt dabei perfekt zum erhabenen Fahrgefühl der Marke und sorgt schon ab dem Stillstand für kraftvollen, lautlosen Vortrieb.
Für noch mehr Leistung dürfte später der Range Rover Sport Electric sorgen. Bei ihm sind erste Berichten zufolge bis zu 460 kW, also rund 626 PS, und ein Sprint auf 100 km/h in unter vier Sekunden im Gespräch. Der reguläre Range Rover Electric bleibt dagegen der komfortbetonte Luxusliner der Baureihe.

Reichweite, Batterie und Laden
Das Herzstück ist die 117-kWh-Batterie. Sie besteht aus 344 prismatischen Zellen in einer zweistöckigen Anordnung und nutzt eine Cell-to-Pack-Architektur, die Bauraum spart und die Energiedichte erhöht. Die rein elektrische Reichweite gibt der Hersteller mit vorläufig rund 480 bis 510 Kilometern nach WLTP an.
Dank der 800-Volt-Technik lädt der Range Rover Electric schnell. An einer leistungsfähigen Schnellladesäule mit bis zu 250 kW sollen sich in nur 15 Minuten rund 100 Kilometer Reichweite nachladen lassen. Für ein Fahrzeug dieser Größe und dieses Gewichts sind das ordentliche Werte.
Realistisch sollte man bei einem so großen und schweren SUV im Alltag mit einem spürbaren Aufschlag beim Verbrauch rechnen, vor allem auf der Autobahn und im Winter. Wer die Reichweite voll ausschöpfen will, fährt vorausschauend und nutzt die Rekuperation. Für die typische Range-Rover-Nutzung mit gemischten Strecken dürfte die Reichweite aber komfortabel ausreichen.

Innenraum und Platz
Im Innenraum bleibt sich der Range Rover treu. Es erwartet dich ein luxuriös gestaltetes Ambiente mit hochwertigen Materialien, bequemen Sitzen und zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt steht ein großer Touchscreen mit 13,1 Zoll Diagonale, der das moderne Infotainment beherbergt.
Wie bei der Verbrennerversion gibt es den Range Rover Electric auch in einer Langversion. In dieser ist eine dritte Sitzreihe vorgesehen, die Platz für bis zu sieben Personen bietet. Damit eignet sich der Wagen auch für große Familien oder als repräsentativer Shuttle.
Insgesamt bleibt der Innenraum die Stärke des Range Rover. Kaum ein anderes Fahrzeug verbindet Geländewagen-Format, Luxus und Alltagstauglichkeit so konsequent. Der Elektroantrieb sorgt zusätzlich für einen noch ruhigeren Innenraum, weil der Verbrenner als Geräuschquelle wegfällt.

Offroad-Fähigkeiten und Anhängelast
Ein Range Rover muss mehr können als gut aussehen. Land Rover verspricht, dass die legendäre Geländetauglichkeit auch beim Elektromodell erhalten bleibt. Wattiefe, Verschränkung und Traktion sollen auf dem gewohnt hohen Niveau liegen, unterstützt durch die präzise Steuerbarkeit der Elektromotoren.
Gerade im Gelände hat ein E-Antrieb Vorteile. Das Drehmoment steht sofort und feinfühlig zur Verfügung, was das Kriechen über schwieriges Terrain erleichtert. Die tief liegende Batterie senkt zudem den Schwerpunkt, was der Fahrstabilität zugutekommt.
Offen ist bislang die maximale Anhängelast des Elektromodells. Klassische Range Rover ziehen bis zu 3,5 Tonnen, ein Wert, der für Pferdeanhänger oder große Wohnwagen wichtig ist. Hier müssen die finalen Daten zeigen, ob der Stromer mit dem V8 mithalten kann. Wer regelmäßig schwere Lasten zieht, sollte diesen Punkt vor der Bestellung genau prüfen.
Preis und Marktstart
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Eckdaten zusammen. Quellen: Herstellerangaben und aktuelle Berichte, Stand 1. Juni 2026. Mehrere Werte sind vorläufig.
| Merkmal | Range Rover Electric |
|---|---|
| Antrieb | zwei E-Motoren, Allrad |
| Systemleistung | rund 550 PS (etwa 405 bis 410 kW) |
| Batterie | 117 kWh (Cell-to-Pack, 800 Volt) |
| Reichweite (WLTP) | rund 480 bis 510 km (vorläufig) |
| Schnellladen | bis 250 kW (100 km in etwa 15 Min.) |
| Sitzplätze | bis zu 7 (Langversion) |
| Bestellstart | Ende 2026 |
| Einstiegspreis | um 123.500 Euro (inoffiziell) |
| Warteliste weltweit | über 65.000 Interessenten |
Einen offiziellen deutschen Preis hat Land Rover noch nicht final bestätigt. Berichte gehen von einem Einstiegspreis um 123.500 Euro aus, wobei der Konfigurator den Preis mit Sonderausstattung schnell über 140.000 und in Einzelfällen über 300.000 Euro treiben kann. Angesichts der langen Warteliste solltest du dich bei ernsthaftem Interesse frühzeitig vormerken lassen.
Der Bestellstart ist für Ende 2026 angekündigt, die ersten Auslieferungen folgen entsprechend danach. Ebenfalls 2026 werden der Range Rover Sport Electric sowie weitere elektrische Modelle der Marke erwartet.

Als Firmenwagen: 0,5-Prozent-Regelung statt 0,25 Prozent
Hier lohnt ein genauer Blick, denn beim Thema Dienstwagen kursieren falsche Annahmen. Reine Elektroautos profitieren nur dann von der besonders günstigen 0,25-Prozent-Regelung, wenn ihr Bruttolistenpreis unter 100.000 Euro liegt. Diese Grenze wurde zum 1. Juli 2025 von 70.000 auf 100.000 Euro angehoben.
Mit einem Einstiegspreis um 123.500 Euro liegt der Range Rover Electric jedoch klar über dieser Grenze. Damit greift für ihn die 0,5-Prozent-Regelung, nicht die 0,25-Prozent-Regelung. Trotzdem bleibt er steuerlich attraktiver als ein vergleichbarer Verbrenner, der mit der vollen 1-Prozent-Regelung versteuert wird.
Wer die maximale Ersparnis sucht, müsste also bei der Konfiguration unter der 100.000-Euro-Marke bleiben, was beim Range Rover Electric kaum realistisch ist. Für die meisten Käufer ist die 0,5-Prozent-Regelung daher der relevante Wert. Details zu den Regeln findest du in unserem Steuer-Ratgeber.
Range Rover Electric, PHEV oder V8?
Land Rover zwingt niemanden zum Umstieg. Neben dem Stromer bleiben der Plug-in-Hybrid P550e und der V8-Benziner weiter im Programm. Diese Wahlfreiheit ist ein echter Vorteil und macht die Entscheidung zu einer Frage des Fahrprofils.
Der Range Rover Electric passt zu dir, wenn du zu Hause oder im Betrieb laden kannst, das erhabene und leise Fahrgefühl schätzt und überwiegend planbare Strecken fährst. Er bietet das modernste und ruhigste Fahrerlebnis der Baureihe.
Der Plug-in-Hybrid mit rund 100 Kilometern elektrischer Reichweite ist der pragmatische Kompromiss für lange Autobahnstrecken ohne Reichweitenangst. Den V8 wählt nur noch, wer den Klang und die kompromisslose Anhängelast für schwere Lasten braucht. Wer dagegen langfristig denkt, sollte den Wertverlust von Luxus-Stromern im Blick behalten, der höher ausfallen kann als bei klassischen Verbrennern.
Konkurrenz: Wer gegen den Range Rover Electric antritt
Im Segment der großen Luxus-Elektro-SUV trifft der Range Rover Electric auf prominente Gegner. Dazu zählen der BMW iX, der Mercedes EQS SUV und der Tesla Model X. Auch der Cadillac und kommende Modelle aus China drängen in diese Klasse.
Sein Alleinstellungsmerkmal bleibt die Kombination aus echtem Geländewagen-Charakter, Luxus und dem ikonischen Markennamen. Während viele elektrische Luxus-SUV eher auf Effizienz und Technik setzen, verkauft der Range Rover vor allem Status, Komfort und Geländekompetenz.
Ob das den Aufpreis gegenüber der deutschen Konkurrenz rechtfertigt, hängt stark vom persönlichen Markenbezug ab. Fans der Marke bekommen erstmals einen vollelektrischen Range Rover ohne stilistische Kompromisse. Genau das dürfte der Schlüssel zum Erfolg der langen Warteliste sein.
Wertverlust: ein ehrlicher Hinweis
So begehrt der Range Rover Electric auch ist, ein Punkt verdient Ehrlichkeit. Luxus-Elektroautos haben in den vergangenen Jahren oft einen überdurchschnittlich hohen Wertverlust gezeigt. Schnelle technische Fortschritte, sinkende Neupreise und eine überschaubare Nachfrage am Gebrauchtmarkt drücken die Restwerte.
Das betrifft nicht nur den Range Rover, sondern die gesamte Klasse teurer Stromer. Wer das Fahrzeug least, gibt dieses Risiko weitgehend an die Leasinggesellschaft ab. Wer kauft, sollte den möglichen Wertverlust dagegen fest in seine Kalkulation einplanen.
Mein Rat: Rechne den erwarteten Restwert konservativ und vergleiche Leasing und Kauf sorgfältig. Bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse entscheidet der Wertverlust oft stärker über die wahren Kosten als der reine Stromverbrauch.

Mein Fazit: Für wen lohnt sich der Range Rover Electric?
Der Range Rover Electric ist die konsequente Elektrifizierung eines Luxus-Klassikers. Wer das Geld hat, zu Hause laden kann und das erhabene, leise Fahrgefühl sucht, bekommt hier den vielleicht kompletten Luxus-Stromer mit echtem Range-Rover-Charakter. Die 800-Volt-Technik und die große Batterie sind dabei auf der Höhe der Zeit.
Für Vielfahrer mit unplanbaren Langstrecken oder schwerem Anhängerbetrieb bleiben der Plug-in-Hybrid und der V8 die sinnvollere Wahl. Genau diese Wahlfreiheit ist die eigentliche Stärke des Konzepts. Du musst dich nicht ideologisch festlegen, sondern wählst den Antrieb, der zu deinem Alltag passt.
Mein Rat: Wer ernsthaft Interesse hat, sollte sich angesichts der über 65.000 Vormerkungen frühzeitig auf die Warteliste setzen lassen und die finale Preisliste abwarten. Und wer den Wagen als Firmenwagen plant, sollte die 0,5-Prozent-Regelung von Anfang an in die Kostenrechnung einbeziehen. Dann wird aus dem Traum vom elektrischen Range Rover eine planbare Entscheidung. Und genau diese nüchterne Planung unterscheidet am Ende den zufriedenen Käufer von dem, der sich später über versteckte Kosten ärgert.
Weiterlesen auf AutoColumn
- Porsche Cayenne Coupé Electric 2026: Kaufberatung, Preis und Reichweite
- BMW i7 Facelift 2026: Kaufberatung, Preis und Reichweite
- Denza Z9 GT 2026: Der Porsche-Taycan-Jäger aus China im Test
- Audi A6 e-tron 2026: Kaufberatung, Preis und Reichweite
- Luxus-Firmenwagen 2026: Premium fahren und Steuern sparen
- 0,5-Prozent-Regelung 2026: Welche Plug-in-Hybride und E-Autos qualifizieren sich?
- E-Auto Firmenwagen 2026: Beste Modelle für 0,25-Prozent-Versteuerung
- BMW iX3 Neue Klasse 2026: Daten, Preis und Reichweite
- Kfz-Steuer Elektroauto 2026: Steuerbefreiung bis 2035
Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2026. Datenquellen: Land Rover Herstellerangaben, ecomento: Range Rover Electric Bestellstart, elektroauto-news.net: JLR Elektrooffensive, InsideEVs: Range Rover Electric Daten. Hinweis: Leistung, Reichweite, Ladeleistung und Preis sind teilweise vorläufig und waren bei Veröffentlichung noch nicht final bestätigt.
Land Rover hat im Juni 2026 bestätigt, dass der Range Rover Electric ab Ende 2026 bestellbar sein wird. Die ersten Auslieferungen folgen danach. Weltweit stehen bereits über 65.000 Interessenten auf der Warteliste.
Einen offiziellen deutschen Preis hat Land Rover noch nicht final bestätigt. Berichte gehen von einem Einstiegspreis um 123.500 Euro aus. Mit Sonderausstattung sind über 140.000 Euro und in Einzelfällen über 300.000 Euro möglich.
Die 117-kWh-Batterie ermöglicht nach vorläufigen Angaben eine WLTP-Reichweite von rund 480 bis 510 Kilometern. Dank 800-Volt-Technik lädt der SUV mit bis zu 250 kW und holt in etwa 15 Minuten rund 100 Kilometer Reichweite nach.
Zwei Elektromotoren sorgen für Allradantrieb und eine Systemleistung von rund 550 PS, also etwa 405 bis 410 kW. Der sportlichere Range Rover Sport Electric soll später mit bis zu rund 626 PS folgen.
Mit einem Preis über 100.000 Euro fällt der Range Rover Electric unter die 0,5-Prozent-Regelung, nicht unter die günstigere 0,25-Prozent-Regelung, die nur bis 100.000 Euro Bruttolistenpreis gilt. Gegenüber einem Verbrenner mit 1-Prozent-Regelung bleibt er aber steuerlich attraktiver.
Ja. Neben dem Range Rover Electric bleiben der Plug-in-Hybrid P550e mit rund 100 km elektrischer Reichweite und der V8-Benziner im Programm. Käufer können also frei zwischen rein elektrisch, Plug-in-Hybrid und Verbrenner wählen.
