Dacia Spring facelift

Dacia März-Offensive 2026: Sandero, Jogger & Spring — drei Facelifts auf einen Schlag

Dacia macht ernst. Im März 2026 stehen drei überarbeitete Modelle gleichzeitig beim Händler: Der Sandero als Europas meistverkauftes Auto mit neuem Hybrid 155 PS, der Jogger als günstigster 7-Sitzer Deutschlands mit erstmals verfügbarer LPG-Automatik und der Spring als Europas billigstes Elektroauto mit stärkeren Motoren und neuer LFP-Batterie. Zusammen decken die drei Modelle praktisch jeden Bedarf ab — vom Stadtpendler über die Großfamilie bis zum E-Auto-Einsteiger. Dieser Artikel vergleicht alle drei Facelifts, zeigt die wichtigsten Neuerungen und beantwortet die entscheidende Frage: Welcher Dacia ist 2026 der richtige für dich?

Dacia Spring facelift

Die Dacia-Offensive auf einen Blick: Alle drei Facelifts im Vergleich

EigenschaftSandero (Facelift)Jogger (Facelift)Spring (Facelift)
Einstiegspreis12.790 €17.990 €16.900 € (nach Elektrobonus: 13.900 €)
Leasing ab99 €/Monat119 €/Monatca. 89 €/Monat (nach Bonus)
Länge4,09 m4,55 m3,70 m
Sitze55 oder 74
Kofferraum328–1.108 l708–1.807 l (5-Sitzer)308 l
Neuester MotorHybrid 155 (155 PS)Hybrid 155 (155 PS)Electric 100 (100 PS)
LPG-OptionEco-G 120 (120 PS)Eco-G 120 (120 PS)
LPG mit Automatik✅ (DCT, NEU)✅ (DCT, NEU)
Max. Reichweite1.590 km (LPG)1.480 km (LPG)225 km (WLTP)
Schnellladen40 kW (NEU, vorher 30 kW)
10,1″-Touchscreenab Expressionab ExpressionSerie
Induktives Laden✅ (optional)✅ (ab Extreme)
Multi-View-Kamera✅ (optional)✅ (optional)
ZielgruppeSingles, PendlerFamilien, VielfahrerStadtfahrer, E-Einsteiger

1. Sandero Facelift: Europas Bestseller wird hybridisiert

Dacia Sandero
Dacia Sandero

Was ist neu?

Der Dacia Sandero war 2024 das meistverkaufte Auto Europas — über 300.000 Einheiten, ein Rekord für die Marke. Jeder fünfte in Deutschland verkaufte Kleinwagen ist mittlerweile ein Sandero. Das Facelift ändert deshalb wenig am Grundrezept, verbessert aber die richtigen Stellen:

Äußerlich erkennt man das Facelift an der neuen LED-Lichtsignatur in Form eines umgekehrten T — ein Designelement, das vom Duster übernommen wurde. Dazu kommen überarbeitete Stoßfänger und neue Pixel-Heckleuchten. Die Abmessungen bleiben identisch (4,09 m Länge). Der Stepway erhält darüber hinaus mattschwarze Radhausabdeckungen aus dem recycelten Material „Starkle“ (20 % Recycling-Kunststoff).

Im Innenraum gibt es die größten Veränderungen: Ein neues 10,1-Zoll-Infotainment mit drahtlosem Apple CarPlay und Android Auto, ein digitales 7-Zoll-Kombiinstrument, induktive Smartphone-Ladeschale und das vom Duster bekannte Lenkrad mit Schaltwippen. Die Sitze stammen ebenfalls vom Duster und bieten deutlich besseren Komfort als bisher. Das clevere YouClip-System für flexibles Zubehör bleibt Serie.

Bei den Motoren ist der Vollhybrid das Highlight. Der Hybrid 155 (155 PS) aus dem Bigster kommt erstmals in den Sandero Stepway — allerdings nur in der Topausstattung Extreme. Er kombiniert einen 1,8-Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren und einer kleinen Batterie. In der Stadt fährt er bis zu 80 % der Zeit rein elektrisch. Außerdem neu: Der Eco-G 120 (120 PS) mit LPG ist erstmals mit Doppelkupplungsgetriebe (DCT) bestellbar — die erste LPG-Automatik von Dacia überhaupt.

Preise und Ausstattungslinien

VarianteMotorPreis
Essential SCe 6565 PS, 5-Gang12.790 €
Essential TCe 100100 PS, 6-Gang13.590 €
Expression Eco-G 120120 PS LPG, 6-Gang14.790 €
Expression Eco-G 120 DCT120 PS LPG, Automatik16.590 €
Stepway Essential TCe 110110 PS, 6-Gang15.290 €
Stepway Essential Eco-G 120120 PS LPG, 6-Gang14.990 €
Stepway Expression Eco-G 120 DCT120 PS LPG, Automatik17.790 €
Stepway Extreme Hybrid 155155 PS, Multi-Mode~22.500 € (geschätzt)

Empfehlung: Der Eco-G 120 in Expression-Ausstattung bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: LPG-Antrieb (Benzinkosten halbiert), 10,1-Zoll-Display, Klimaanlage und der komplette Infotainment-Stack — für 14.790 €. Die LPG-Automatik für 1.800 € Aufpreis lohnt sich besonders für Stadtpendler, die viel im Stop-and-Go-Verkehr unterwegs sind.

Was kostet ein Sandero im Alltag? TCO-Rechnung

Neben dem Kaufpreis entscheiden die laufenden Kosten über die wahre Wirtschaftlichkeit. Deshalb haben wir die Gesamtkosten (TCO) über 5 Jahre bei 15.000 km/Jahr berechnet:

Der Sandero Eco-G 120 verbraucht kombiniert rund 6,9 l LPG/100 km. Bei einem LPG-Preis von 0,70 €/Liter ergibt das jährliche Kraftstoffkosten von nur 724 €. Zum Vergleich: Ein VW Polo 1.0 TSI mit 6,0 l Super/100 km kostet bei 1,85 €/Liter insgesamt 1.665 € pro Jahr — also 941 € mehr. Über 5 Jahre spart der LPG-Sandero demnach rund 4.700 € an Kraftstoff. Zusammen mit dem niedrigeren Kaufpreis (14.790 € vs. Polo ab 22.150 €) ergibt sich ein Gesamtkostenvorteil von über 12.000 € in 5 Jahren. Das ist der Grund, warum der Sandero trotz einfacherer Materialien wirtschaftlich praktisch unschlagbar ist.


2. Jogger Facelift: Deutschlands günstigster 7-Sitzer mit LPG-Automatik

Was ist neu?

Der Dacia Jogger ist seit seiner Einführung 2022 ein Verkaufsschlager, weil er als einziges Auto unter 20.000 € bis zu 7 Sitze bietet. Das Facelift bringt dieselben optischen und Innenraum-Upgrades wie der Sandero, ergänzt aber darüber hinaus zwei entscheidende Neuerungen im Antrieb:

Erstens ersetzt der Hybrid 155 (155 PS) den bisherigen Hybrid 140 — mit mehr Leistung und besserem Ansprechverhalten. Der 1,8-Liter-Benziner plus zwei Elektromotoren liefern jetzt einen spürbar kräftigeren Vortrieb, was bei einem vollbeladenen 7-Sitzer tatsächlich einen Unterschied macht. Darüber hinaus soll der Jogger Hybrid in der Stadt bis zu 80 % der Fahrzeit rein elektrisch zurücklegen können — das senkt den innerstädtischen Verbrauch erheblich.

Zweitens gibt es den Eco-G 120 mit Automatik — erstmals in einem 7-Sitzer zu diesem Preis. Die Kombination aus LPG-Antrieb und DCT-Getriebe macht den Jogger folglich zum idealen Familienauto: niedrige Kraftstoffkosten (LPG kostet rund 0,70 €/Liter), komfortables Automatikgetriebe und bis zu 1.480 km Gesamtreichweite. Für eine Familie, die regelmäßig längere Strecken fährt, ist das ein überzeugendes Paket. Außerdem profitiert der Jogger vom riesigen Kofferraum: 708 Liter im 5-Sitzer-Modus und bis zu 1.807 Liter bei umgeklappter Rückbank — das ist mehr als in manch einem Mittelklasse-Kombi.

Preise und Motorenvergleich

VarianteMotorGetriebePreis
Essential Eco-G 120120 PS LPG6-Gang manuell17.990 €
Expression Eco-G 120120 PS LPG6-Gang manuell19.390 €
Expression Eco-G 120 DCT120 PS LPGAutomatik (NEU)~21.200 €
Extreme Eco-G 120 DCT120 PS LPGAutomatik~22.500 €
Extreme Hybrid 155155 PSMulti-Mode-Automatik~24.000 € (geschätzt)

Empfehlung: Für Familien mit zwei Kindern ist der Jogger Expression Eco-G 120 mit Automatik das klügste Angebot: 7 Sitze, LPG mit 1.480 km Reichweite, Automatik, 10,1-Zoll-Display — für rund 21.200 €. Kein Wettbewerber kann das annähernd bieten. Der nächstgünstige 7-Sitzer mit Automatik (Citroën C3 Aircross) kostet deutlich mehr und bietet weniger Motorenvielfalt. Wer dagegen maximale Leistung und elektrisches Fahren priorisiert, sollte den Jogger Extreme Hybrid 155 in Betracht ziehen — er ist der einzige Voll-Hybrid unter 25.000 € mit 7 Sitzen in Deutschland.

Jogger vs Dacia Striker: Welcher Familien-Dacia?

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Vergleich mit dem kommenden Dacia Striker, der Ende 2026 als Crossover-Kombi den Markt betritt. Der Striker wird voraussichtlich den Jogger ergänzen, nicht ersetzen: Der Jogger bleibt der klassische 7-Sitzer-Van, während der Striker als sportlicherer 5-Sitzer mit höherem Kofferraumvolumen positioniert wird. Wer also vor allem viele Sitzplätze braucht, bleibt beim Jogger. Wer hingegen mehr Kofferraum und eine dynamischere Optik bevorzugt, sollte auf den Striker warten. Beide Modelle werden voraussichtlich die gleiche Motorenpalette teilen, einschließlich des Eco-G 120 mit Automatik.

Dacia vs China: Warum Dacia nicht ersetzbar ist

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass chinesische Hersteller Dacia verdrängen werden. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Dacias Stärke liegt in einem Bereich, den chinesische Marken bisher nicht bedienen. BYD, Leapmotor und MG konzentrieren sich auf Elektroautos und PHEVs ab 18.000 €. Keiner von ihnen bietet einen reinen Verbrenner oder LPG-Antrieb unter 15.000 € an. Ebenso hat keiner einen 7-Sitzer im Programm, der mit dem Jogger konkurrieren könnte.

Darüber hinaus profitiert Dacia von einem entscheidenden Vertrauensvorteil: Die Marke gehört zum Renault-Konzern, produziert in Rumänien (EU) und hat ein über 400 Händler umfassendes Servicenetz in Deutschland. Chinesische Marken wie BYD (geplant: 300 Händler bis Ende 2026) und Leapmotor (120 über Stellantis) können dieses Netz nicht kurzfristig replizieren. Für risikoscheue Käufer, die einen günstigen Neuwagen mit europäischer Garantie und EU-Produktion wollen, bleibt Dacia deshalb die sicherste Wahl — auch wenn chinesische Alternativen technisch oft mehr bieten.


3. Spring Facelift: Europas billigstes E-Auto wird erwachsener

Was ist neu?

Der Dacia Spring war bisher Europas günstigstes Elektroauto — allerdings auch eines mit der schwächsten Leistung (45 PS, 33 kW). Das Facelift ändert das grundlegend:

Neue Motoren: Die bisherigen Antriebe werden durch zwei deutlich stärkere Varianten ersetzt: Electric 70 (70 PS / 52 kW) und Electric 100 (100 PS / 75 kW). Die Beschleunigungszeiten verbessern sich dadurch beinahe um die Hälfte — was den Spring endlich alltagstauglicher macht. Insbesondere beim Auffahren auf die Autobahn und beim Überholen auf Landstraßen war der bisherige 45-PS-Motor ein echtes Sicherheitsrisiko. Das ist mit den neuen Antrieben Geschichte.

Neue Batterie: Der Spring wechselt von NMC- auf LFP-Chemie (Lithium-Eisenphosphat) mit 24,3 kWh Kapazität. LFP-Batterien sind langlebiger, sicherer und temperaturstabiler als NMC — genau die Technologie, die auch BYD in seinen günstigsten Modellen verwendet. Die WLTP-Reichweite bleibt bei 225 km. Allerdings dürfte die reale Reichweite im Winter durch die bessere Temperaturstabilität der LFP-Zellen weniger stark einbrechen als beim Vorgänger.

Schnelleres Laden: Die DC-Ladeleistung steigt von 30 auf 40 kW. Damit lädt der Spring in unter 30 Minuten von 20 auf 80 % — eine spürbare Verbesserung, auch wenn 40 kW im Wettbewerbsvergleich weiterhin bescheiden ist. Zum Vergleich: Der Renault Twingo Electric schafft 50 kW, der BYD Dolphin Surf sogar 60 kW. Dennoch reicht die Ladeleistung für den typischen Einsatzzweck des Spring — kurze Stadtstrecken mit Laden über Nacht — vollkommen aus.

Preise nach Elektrobonus

VarianteLeistungListenpreisNach Dacia-Bonus (3.000 €)
Expression Electric 7070 PS16.900 €13.900 €
Extreme Electric 100100 PS~19.500 € (geschätzt)~16.500 €

Wichtig: Dacia bietet bis 31. März 2026 einen Elektrobonus von 3.000 € bei Leasing oder Finanzierung (2.500 € bei Barkauf). Darüber hinaus kann die staatliche E-Auto-Förderung von bis zu 6.000 € (einkommensabhängig) zusätzlich beantragt werden. Im Idealfall kostet der Spring Expression nach allen Boni nur noch rund 10.900 € — das wäre das günstigste Neuwagen-Elektroauto aller Zeiten in Deutschland.

Empfehlung: Der Spring eignet sich ideal als Zweitwagen für die Stadt, für Pendler mit kurzen Strecken (unter 100 km/Tag) oder als Firmenwagen mit 0,25-%-Versteuerung. Für Langstrecke oder als einziges Auto der Familie bleibt er aufgrund der geringen Reichweite und Ladeleistung ungeeignet.

Spring als Firmenwagen: Die günstigste Dienstwagensteuer Deutschlands

Besonders interessant ist der Spring für Firmenwagenkunden. Durch die 0,25-%-Versteuerung (Listenpreis unter 70.000 €, BEV) liegt die monatliche Steuerlast beim Spring Expression bei lediglich rund 42 € brutto — weniger als für jeden anderen Neuwagen in Deutschland. Darüber hinaus entfallen Kraftstoffkosten nahezu komplett, wenn der Arbeitgeber eine Wallbox bereitstellt. Versicherung und Wartung sind ebenfalls minimal, da der Spring keine Ölwechsel braucht und kaum Verschleißteile hat. Für Unternehmen, die Mitarbeitern einen günstigen Firmenwagen anbieten wollen, ist der Spring deshalb die wirtschaftlichste Option auf dem gesamten deutschen Markt.

Was kommt als Nächstes? Dacia Hipster Concept

Interessanterweise hat Dacia auf seinen Product Days im Oktober 2025 auch einen Blick in die fernere Zukunft gewagt: Das Hipster Concept ist ein rein elektrisches Stadtauto unter 3 Metern Länge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h — und einem angestrebten Preis von unter 10.000 €. Damit würde Dacia das billigste Elektroauto der Welt anbieten. Frühestens Ende 2026, eher Anfang 2027, könnte der Hipster auf den Markt kommen. Ob der Kampfpreis bis dahin zu halten ist, bleibt allerdings abzuwarten. Dennoch zeigt das Konzept, wohin Dacia langfristig steuert: Elektromobilität für alle — und zwar wirklich für alle.


Welcher Dacia ist der richtige für dich?

BedarfEmpfehlungBegründung
Günstigstes Neuwagen überhauptSandero Essential SCe 65 (12.790 €)Kein Neuwagen in Deutschland ist billiger
Bester Allrounder / Preis-LeistungSandero Expression Eco-G 120 (14.790 €)LPG halbiert Spritkosten, gute Ausstattung
Komfort-Pendler mit AutomatikSandero Stepway Eco-G 120 DCT (17.790 €)LPG + Automatik + Stepway-Optik
Performance-KäuferSandero Stepway Extreme Hybrid 155 (~22.500 €)155 PS, 80 % elektrisch in der Stadt
Familie mit 2+ KindernJogger Expression Eco-G 120 DCT (~21.200 €)7 Sitze + LPG + Automatik + 1.480 km
Stadtfahrer / ZweitwagenSpring Expression Electric 70 (13.900 € nach Bonus)Günstigstes E-Auto Deutschlands
FirmenwagenSpring Expression Electric 700,25 % Versteuerung = ~29 €/Monat

Was alle drei Facelifts gemeinsam haben

Unabhängig vom Modell profitieren alle drei Dacia-Facelifts von denselben Verbesserungen:

Neues Familiengesicht: Die umgekehrte T-förmige LED-Lichtsignatur und die Pixel-Heckleuchten schaffen erstmals eine einheitliche Designsprache mit Duster und Bigster. Dadurch wirkt die gesamte Dacia-Palette deutlich moderner und hochwertiger als noch vor zwei Jahren. Darüber hinaus sorgt das neue Familiengesicht dafür, dass man Dacia-Modelle jetzt sofort als Dacia erkennt — ein wichtiger Schritt für die Markenidentität.

Bessere Sicherheit: Alle Modelle erhalten serienmäßig einen automatischen Notbremsassistenten mit Erkennung von Fußgängern, Radfahrern und Motorrädern sowie eine Müdigkeitserkennung — beides war bei Dacia bisher nur teilweise vorhanden. Folglich erfüllen die Facelifts nun die aktuellen EU-Sicherheitsstandards vollständig. Eine neue „My Safety“-Taste erlaubt außerdem das schnelle Abrufen bevorzugter Assistenten-Einstellungen.

Moderneres Infotainment: Ab der Expression-Ausstattung gibt es ein 10,1-Zoll-Infotainment mit drahtlosem Apple CarPlay und Android Auto. Das digitale Kombiinstrument (7 Zoll) ersetzt dementsprechend die bisherige Analog-Anzeige. Zusätzlich ist induktives Smartphone-Laden optional verfügbar.

Nachhaltigere Materialien: Dacia setzt beim Stepway auf „Starkle“ — ein Material mit 20 % recyceltem Kunststoff für Radhausabdeckungen und Unterfahrschutz. Im Innenraum gibt es entsprechend neue Stoff- und Jeansbezüge, die optisch deutlich ansprechender sind als die bisherigen Kunststoffsitze.


Was fehlt: Ehrliche Schwächen aller drei Modelle

Trotz der Verbesserungen bleibt Dacia eine Budgetmarke — und das merkt man an einigen Stellen:

Kein digitales Cockpit in der Basis: Wer den günstigsten Sandero (12.790 €) kauft, bekommt weiterhin ein analoges Cockpit ohne Touchscreen-Infotainment. Das Media Display gibt es nämlich erst ab der Expression-Ausstattung — und die kostet mindestens 2.000 € mehr. Für Käufer, denen Konnektivität wichtig ist, beginnt der „echte“ Sandero deshalb erst bei rund 14.800 €.

Spring bleibt trotzdem ein Stadtauto: Trotz stärkerer Motoren liegt die WLTP-Reichweite bei nur 225 km und die DC-Ladeleistung bei 40 kW. Der Renault Twingo Electric bietet für 16.810 € zwar weniger Reichweite (263 km), jedoch ein deutlich moderneres Fahrwerks- und Interieur-Erlebnis. Und BYDs Dolphin Surf ab 18.990 € übertrifft den Spring in praktisch jeder Kategorie. Wer also ein vollwertiges Elektroauto für Langstrecke sucht, sollte mindestens in die Kia EV3- oder Leapmotor B10-Klasse schauen.

Hybrid 155 nur im Stepway Extreme: Der spannendste Antrieb ist ausschließlich in der teuersten Ausstattung des Sandero Stepway und Jogger verfügbar. Infolgedessen kostet ein Sandero Hybrid 155 geschätzt 22.500 € — beinahe doppelt so viel wie der Basispreis. In dieser Preisregion konkurriert er bereits mit dem Renault Clio Hybrid und dem Toyota Yaris Hybrid, die beide ein höheres Qualitätsniveau bieten.

Materialqualität bleibt unter der Konkurrenz: Auch mit dem Facelift kann der Sandero beim Interieur nicht mit einem VW Polo oder Opel Corsa mithalten. Hart-Plastik dominiert nach wie vor, die Türverkleidungen sind dünn, und der Kofferraum ist nicht verkleidet. Wer bereit ist, 3.000–5.000 € mehr auszugeben, bekommt bei der Konkurrenz spürbar bessere Materialien. Allerdings muss man ehrlich sagen: Für den aufgerufenen Preis liefert Dacia mehr Auto als jeder andere Hersteller — man darf nur keine Premium-Erwartungen haben.


Häufige Fragen zu den Dacia-Facelifts 2026

Was kostet der günstigste Dacia 2026? Der günstigste Neuwagen in Deutschland bleibt der Dacia Sandero Essential SCe 65 mit 12.790 €. Für ein Elektroauto ist der Dacia Spring ab 16.900 € der günstigste Neuwagen — nach dem Dacia-Elektrobonus von 3.000 € sogar ab 13.900 €.

Ist der Dacia Jogger immer noch der günstigste 7-Sitzer? Ja. Der Jogger bietet als einziges Auto unter 20.000 € in Deutschland bis zu 7 Sitzplätze. Mit dem Facelift gibt es zusätzlich erstmals eine LPG-Automatik und den stärkeren Hybrid 155. Der nächstgünstige 7-Sitzer (Citroën C3 Aircross) kostet deutlich mehr und bietet weniger Motorenvielfalt.

Lohnt sich der Dacia Spring 2026 als Elektroauto? Als Zweitwagen für die Stadt: ja, definitiv. Die neue LFP-Batterie ist langlebiger und sicherer, die stärkeren Motoren machen den Spring endlich alltagstauglicher. Für Langstrecke oder als einziges Auto bleibt er wegen 225 km Reichweite und 40 kW Ladeleistung allerdings ungeeignet. Wer mehr braucht, sollte sich stattdessen den Renault Twingo Electric oder den BYD Dolphin Surf ansehen.

Was bringt LPG (Autogas) im Dacia? Autogas kostet derzeit rund 0,70 €/Liter — weniger als die Hälfte von Super E10 (ca. 1,85 €/Liter). Der Eco-G 120 hat dementsprechend zwei Tanks (Benzin + LPG) mit einer kombinierten Reichweite von bis zu 1.590 km im Sandero bzw. 1.480 km im Jogger. In Deutschland gibt es über 6.000 LPG-Tankstellen. Folglich ist LPG die günstigste Möglichkeit, ein Auto mit Verbrennungsmotor zu betreiben — und gerade bei steigenden Benzinpreisen über 2 €/Liter wird dieser Vorteil immer relevanter.

Gibt es die LPG-Automatik auch im Jogger? Ja, das ist eine der wichtigsten Neuerungen des Facelifts. Erstmals bietet Dacia den Eco-G 120 mit einem Doppelkupplungsgetriebe (DCT) an — sowohl im Sandero als auch im Jogger. Bisher war LPG bei Dacia ausschließlich mit manuellem Getriebe verfügbar.

Wann kann man die Facelifts bestellen? Die Dacia-Facelifts sind bereits bestellbar. Die Konfiguratoren für Sandero, Sandero Stepway und Jogger sind auf dacia.de aktiv. Der Spring mit den neuen Motoren ist ebenfalls ab Anfang 2026 erhältlich. Der Hybrid 155 im Stepway und Jogger folgt im Laufe des Jahres 2026. Besonders attraktiv sind derzeit die Leasingangebote: Der Sandero Eco-G 120 ist ab 99 €/Monat leasbar, der Jogger ab 119 €/Monat — jeweils inklusive des Dacia Full Service Vertrags mit Wartung und Verschleiß. Diese Angebote gelten bis zum 31. März 2026 und sind damit zeitlich begrenzt.


Fazit: Drei Facelifts, eine Botschaft — Dacia dominiert das Preis-Leistungs-Segment

Dacias März-Offensive 2026 ist kein Zufall. Sie ist vielmehr eine strategische Antwort auf den wachsenden Wettbewerb von chinesischen Marken, die mit aggressiven Preisen den europäischen Markt angreifen. BYD bietet den Dolphin Surf ab 18.990 €, Leapmotor den B10 ab 29.900 € — aber keiner von ihnen kann einen Neuwagen ab 12.790 € liefern. Ebenso hat keiner ein LPG-Modell mit 1.590 km Reichweite oder einen 7-Sitzer unter 18.000 €.

Das ist Dacias Trumpf: Nicht die beste Technik, nicht die schönsten Materialien — aber das vernünftigste Gesamtpaket zum niedrigsten Preis. Und mit dem Hybrid 155, der LPG-Automatik und der neuen LFP-Batterie im Spring zeigt die Marke überzeugend, dass „günstig“ und „modern“ kein Widerspruch mehr sein müssen. Bemerkenswert ist zudem, dass Dacia inzwischen nicht mehr nur Einsteiger bedient: Der durchschnittliche Verkaufspreis des Sandero liegt bei 13.487 € — und jeder vierte Käufer greift sogar zur teuersten Variante. Das bedeutet, dass Dacia seine Kunden zunehmend von Basis- in höhere Ausstattungen migriert, ohne dabei seine Preisführerschaft aufzugeben. Im Grunde macht Dacia 2026 genau das, was die deutsche Autoindustrie verlernt hat: maximalen Kundennutzen zum minimalen Preis — und das konsequent über drei Modellreihen hinweg.


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Letzte Aktualisierung: 15. März 2026 · Datenquellen: Dacia Deutschland, Motor1, Auto Bild, ADAC, firmenauto

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