Der BYD Datang ist die Sensation des Frühjahrs 2026. Mehr als 100.000 Vorbestellungen in zwei Wochen, 950 km Reichweite, eine 1.000-Volt-Architektur mit Megawatt-Flash-Charging und ein chinesischer Einstiegspreis von umgerechnet rund 32.000 Euro. Allerdings ist der 5,30 Meter lange 7-Sitzer aktuell nur in China bestellbar. Der europäische Marktstart steht erst für 2026 oder 2027 fest, und in Deutschland werden erste Auslieferungen voraussichtlich nicht vor Sommer 2027 erfolgen.
In dieser Analyse zeige ich, was der BYD Datang technisch wirklich kann, wann er nach Europa kommt und ob es sich lohnt, auf ihn zu warten oder lieber jetzt zum Hyundai Ioniq 9 oder Kia EV9 zu greifen. Beide koreanischen Flaggschiffe sind in Deutschland sofort lieferbar und decken denselben 7-Sitzer-Bedarf ab, den der Datang ab 2027 übernehmen will.

100.000 Vorbestellungen in zwei Wochen: Warum der Datang Europa nervös macht
Der BYD Datang feierte seine Weltpremiere am 5. März 2026 auf BYDs Technology Day. Außerdem öffnete der Hersteller die Vorbestellung am 24. April 2026 auf der Beijing Auto Show. Schließlich teilte Lu Tian, General Manager der Dynasty Network Sales Division, am 7. Mai mit, dass die 100.000-Vorbestellungen-Marke gefallen ist – in weniger als zwei Wochen. Damit zählt der Datang zu den erfolgreichsten Marktstarts der chinesischen E-Auto-Geschichte.
Für europäische Hersteller ist diese Zahl ein Alarmsignal. Denn der Datang positioniert sich genau dort, wo Hyundai Ioniq 9 und Kia EV9 aktuell Premium-Preise erzielen: im D-Segment der 7-Sitzer-Elektro-SUVs zwischen 60.000 und 90.000 Euro. Allerdings ruft BYD für den Datang in China nur 250.000 bis 320.000 Yuan auf, was umgerechnet zwischen rund 32.000 und 42.000 Euro entspricht. Selbst nach EU-Importzöllen, Mehrwertsteuer und Homologation dürfte der Datang in Deutschland deutlich unter 80.000 Euro starten – bei vergleichbarer oder besserer Ausstattung.
Folglich stehen Familienkäufer und Firmenwagenfahrer 2026 vor einer schwierigen Entscheidung. Wer jetzt einen 7-Sitzer braucht, kommt am Ioniq 9 oder EV9 kaum vorbei. Wer dagegen warten kann, könnte 2027 ein Fahrzeug bekommen, das technisch in vielen Disziplinen führt: 130 kWh LFP-Akku, 1.000-Volt-Architektur, Megawatt-Flash-Charging, Allradlenkung und 27-Lautsprecher-Devialet-Sound. Aus diesem Grund lohnt sich ein ehrlicher Direktvergleich der drei Modelle – einer in der Zukunft, zwei in der Gegenwart.

Identische Radstände, völlig andere Karosserien: Die Geometrie der Drei
Eine technische Kuriosität: Alle drei Modelle nutzen einen Radstand von 3.130 mm. Folglich ist die Innenraum-Architektur ähnlich, die Karosserien unterscheiden sich jedoch deutlich. Hier die Eckmaße im Direktvergleich:
| Maß | Hyundai Ioniq 9 | Kia EV9 | BYD Datang |
|---|---|---|---|
| Länge | 5.060 mm | 5.010 mm | 5.263–5.302 mm |
| Breite | 1.980 mm | 1.980 mm | 1.999 mm |
| Höhe | 1.790 mm | 1.780 mm | 1.790–1.800 mm |
| Radstand | 3.130 mm | 3.100 mm | 3.130 mm |
| Leergewicht | 2.600 kg | 2.490 kg | 2.640–2.970 kg |
| cW-Wert | 0,259 | 0,29 | nicht bestätigt |
Der Datang ist also rund 25 cm länger als der EV9 und 24 cm länger als der Ioniq 9. Dadurch entstehen längere Überhänge und ein massiverer Auftritt, der allerdings auch das Parken in deutschen Tiefgaragen schwieriger macht. Zudem ist er mit bis zu 2.970 kg Leergewicht der Schwergewichts-Champion der drei.
Aerodynamisch dominiert hingegen der Ioniq 9 mit einem cW-Wert von 0,259 – einem hervorragenden Wert für ein SUV dieser Größe. Folglich spart Hyundai im Vergleich zum kastigen Kia EV9 (cW 0,29) auf der Autobahn spürbar Strom und Reichweite. Beim Datang hat BYD diesen Wert noch nicht offiziell bestätigt, die kantige Front lässt jedoch auf einen Wert zwischen den koreanischen Wettbewerbern schließen.

Antrieb und Reichweite: Wer fährt am weitesten?
Hier wird der Vergleich besonders interessant, weil die drei Hersteller völlig unterschiedliche Reichweiten-Normen verwenden. WLTP gilt in Europa, CLTC dagegen in China und überzeichnet die Reichweite typischerweise um 30 bis 40 Prozent gegenüber WLTP. Deshalb habe ich die CLTC-Werte des Datang vorsichtshalber auf realistische WLTP-Äquivalente umgerechnet:
| Variante | Leistung | Batterie | Reichweite (WLTP/WLTP-äquiv.) | 0–100 km/h |
|---|---|---|---|---|
| Ioniq 9 RWD | 218 PS | 110 kWh NMC | 620 km | 9,4 s |
| Ioniq 9 AWD | 307 PS | 110 kWh NMC | 600 km | 6,7 s |
| Ioniq 9 Performance | 428 PS | 110 kWh NMC | 595 km | 5,2 s |
| EV9 Air RWD | 218 PS | 76,1 kWh | 443 km | 8,2 s |
| EV9 Earth RWD | 204 PS | 99,8 kWh | 563 km | 9,4 s |
| EV9 AWD GT-Line | 385 PS | 99,8 kWh | 505 km | 5,3 s |
| EV9 GT | 508 PS | 99,8 kWh | 510 km | 4,3 s |
| Datang RWD | 402 PS | 130,15 kWh LFP | ca. 660–700 km (gesch.) | ca. 6,5 s |
| Datang AWD | 785 PS | 130,15 kWh LFP | ca. 590–630 km (gesch.) | 3,9 s |
Beim Realverbrauch zeigt der ADAC-Test des Ioniq 9 (Februar 2026) rund 24 kWh/100 km und eine reale Reichweite von 535 km. Insbesondere auf der Autobahn profitiert er vom besseren cW-Wert.
Beim Datang sind 950 km CLTC nach WLTP-Norm voraussichtlich nur 660 bis 700 km. Trotzdem läge der Chinese damit klar vor beiden Koreanern, allerdings bei höherem Gewicht. Zudem nutzt der Datang die zweite Blade-Battery-Generation mit laut BYD 2,5-facher Energiedichte.

800V vs 1.000V: Die Megawatt-Frage
Hier liegt der größte technische Bruch zwischen den koreanischen Etablierten und dem chinesischen Herausforderer. Sowohl Ioniq 9 als auch EV9 nutzen die bewährte 800-Volt-Architektur der E-GMP-Plattform mit einer DC-Spitzenleistung von 233 kW. Folglich laden beide in circa 24 Minuten von 10 auf 80 Prozent.
Der BYD Datang setzt dagegen auf eine völlig neue 1.000-Volt-Architektur mit Megawatt-Flash-Charging. Theoretisch erreicht der Datang an einer kompatiblen BYD-Flash-Charging-Säule eine Spitzenleistung von 1.000 kW. Damit verkürzt sich die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent laut BYD auf rund 9 Minuten. Außerdem soll der Wagen in 5 Minuten Reichweite für 400 Kilometer nachladen.
Allerdings gibt es einen entscheidenden Haken für deutsche Käufer: Die nötige 1.000-Volt-Infrastruktur existiert in Europa schlicht nicht. Aktuell bieten weder Ionity noch EnBW noch Allego oder Aral pulse Säulen mit mehr als 400 kW (Aral pulse Top-HPC) an. Folglich kann der Datang seine theoretische Lade-Überlegenheit in Deutschland zunächst nicht ausspielen. Stattdessen wird er an den vorhandenen CCS2-Säulen wahrscheinlich auf circa 350 kW limitiert werden – immer noch besser als die Koreaner, aber kein Quantensprung mehr.
Übrigens: Wer mehr über bidirektionales Laden und die Zukunft der Ladeinfrastruktur erfahren möchte, findet eine ausführliche Analyse in meinem Artikel zum bidirektionalen Laden 2026.

Innenraum, Sitze und Familientauglichkeit
Beim Innenraum zeigt sich die unterschiedliche DNA der drei Marken besonders deutlich. Hyundai setzt im Ioniq 9 auf einen Lounge-Charakter mit Relax-Sitzen in der ersten Reihe, optional drehbaren Sitzen in der zweiten Reihe und einer beidseitig öffnenden Mittelkonsole. Folglich entsteht ein Raumgefühl, das eher an einen luxuriösen Van als an ein klassisches SUV erinnert. Standardmäßig kommt der Ioniq 9 als Siebensitzer (2+3+2), gegen 1.000 Euro Aufpreis ist auch ein Sechssitzer mit Captain-Chairs verfügbar.
Der Kia EV9 ist dagegen pragmatischer ausgelegt. Die zweite Sitzreihe lässt sich um 180 Grad drehen, sodass die Passagiere mit denen der dritten Reihe kommunizieren können. Außerdem bietet die dritte Reihe Getränkehalter und USB-C-Ladeanschlüsse. Mit 333 bis 2.393 Litern Kofferraum (umgeklappt) ist der EV9 zudem variabler als der Ioniq 9 (770 L mit umgeklappter dritter Reihe).
Der BYD Datang führt eine Konfiguration ein, die es in dieser Klasse bisher nicht gab: ein echtes 2+2+3-Layout mit einer Dreier-Bank in der dritten Reihe. Dadurch verzichtet BYD bewusst auf den Gang in der zweiten Reihe, schafft aber Platz für sieben Personen ohne SUV-typische Hierarchie. Zudem bietet der Datang ein versenkbares Entertainment-Display aus dem Dachhimmel, 27 Devialet-Lautsprecher und das gläserne Sky-Mirror-Dach. Diese Ausstattung würde bei einem deutschen Premium-SUV mehrere Tausend Euro Aufpreis kosten.

Preisvergleich: Was die drei Modelle 2026 wirklich kosten
Beim Preis hört der direkte Vergleich auf, denn der Datang ist in Deutschland noch nicht bestellbar. Hier die aktuelle Preisstruktur (Stand 19. Mai 2026):
| Modell | Listenpreis Deutschland | Status |
|---|---|---|
| Kia EV9 Air RWD 76 kWh | 63.690 € | Sofort bestellbar |
| Kia EV9 Earth RWD 99,8 kWh | 72.490 € | Sofort bestellbar |
| Kia EV9 AWD GT-Line | 82.380 € | Sofort bestellbar |
| Kia EV9 GT (508 PS) | 93.490 € | Bestellbar |
| Hyundai Ioniq 9 RWD | 68.500 € | Sofort bestellbar |
| Hyundai Ioniq 9 AWD | ca. 74.000 € | Sofort bestellbar |
| Hyundai Ioniq 9 Performance AWD | 86.750 € | Sofort bestellbar |
| BYD Datang RWD (China) | ca. 32.000 € equiv. | nur China, Q3 2026 dt. Start |
| BYD Datang AWD (China) | ca. 42.000 € equiv. | nur China, Q3 2026 dt. Start |
Der chinesische Preis des Datang ist allerdings nicht direkt auf Deutschland übertragbar. Denn auf den China-Preis kommen EU-Importzölle (aktuell rund 17 Prozent zusätzlich zum Standardzoll von 10 Prozent für chinesische BEVs), Umsatzsteuer, Transport, deutsche Homologation und CCS2-Adapter. Realistisch dürfte der Datang in Deutschland deshalb bei circa 65.000 bis 80.000 Euro starten und damit direkt mit Ioniq 9 und EV9 konkurrieren. Genauer wird das erst, wenn BYD die offiziellen deutschen Preise nennt.

Wann kommt der BYD Datang nach Deutschland?
Diese Frage ist aktuell die häufigste Suchanfrage zum Datang. BYD hat den Europa-Start offiziell für 2026 oder 2027 bestätigt, ohne sich auf ein Datum festzulegen. Allerdings sprechen mehrere Indizien für einen späten Marktstart in Deutschland.
Erstens hat BYD die Auslieferungen in China selbst erst für die zweite Jahreshälfte 2026 zugesagt. Folglich werden die ersten Modelle bis Ende 2026 ausschließlich den chinesischen Heimatmarkt bedienen. Zweitens muss BYD den Datang für Europa technisch anpassen: CCS2-Ladeport statt chinesischem GB/T, andere Reifenfreigaben, ein gegebenenfalls angepasstes ADAS für die europäische Verkehrsführung und eine vollständige Euro-NCAP-Crash-Validierung.
Drittens baut BYD aktuell sein europäisches Werk in Szeged (Ungarn), das im vierten Quartal 2025 die Produktion aufgenommen hat, sowie ein zweites Werk in Manisa (Türkei). Beide konzentrieren sich zunächst jedoch auf den Atto 3, Atto 2, Dolphin und Sealion 7, nicht auf das D-Segment. Folglich wird der Datang voraussichtlich als CKD-Import aus Xi’an kommen, was die Lieferzeiten verlängert.
Meine Einschätzung: Realistisch ist ein deutscher Marktstart frühestens im Sommer 2027. Wer 2026 ein 7-Sitzer-Elektroauto braucht, kommt deshalb am Ioniq 9 oder EV9 nicht vorbei.

Firmenwagen-Vergleich: Was Steuerlich wirklich zählt
Für Firmenwagenfahrer ist die Sache eindeutig. Denn alle Ioniq-9- und EV9-Varianten unter 70.000 Euro Bruttolistenpreis qualifizieren sich für die 0,25-Prozent-Regelung, alle darüber für die 0,5-Prozent-Regelung. Hier die monatliche Steuerbelastung bei 42 Prozent Grenzsteuersatz:
| Modell | Listenpreis | GwV | Steuer/Monat |
|---|---|---|---|
| EV9 Air RWD | 63.690 € | 159,23 € (0,25 %) | 66,87 € |
| Ioniq 9 RWD | 68.500 € | 171,25 € (0,25 %) | 71,93 € |
| EV9 Earth RWD | 72.490 € | 362,45 € (0,5 %) | 152,23 € |
| Ioniq 9 AWD | 74.000 € | 370,00 € (0,5 %) | 155,40 € |
| EV9 GT | 93.490 € | 467,45 € (0,5 %) | 196,33 € |
| Ioniq 9 Performance | 86.750 € | 433,75 € (0,5 %) | 182,18 € |
Folglich ist die magische Grenze von 70.000 Euro entscheidend: Wer einen EV9 Air oder Ioniq 9 RWD wählt, spart monatlich rund 80 Euro Steuer gegenüber den größeren Varianten. Über vier Jahre Leasingdauer summiert sich diese Ersparnis auf circa 3.840 Euro. Insbesondere für die Mehrzahl der Familienkäufer reicht die RWD-Variante mit 218 Pferdestärken vollkommen aus.
Wer mehr über die Firmenwagen-Optimierung erfahren möchte, sollte einen Blick in meinen Artikel zur Firmenwagen-Steuer 2026 werfen. Außerdem ist der Ioniq 9 als „Firmenauto des Jahres 2025″ ausgezeichnet worden – ein Hinweis darauf, dass deutsche Fuhrparkmanager das Modell bereits hoch bewerten.
Garantie, Service und Wertverlust: Der oft übersehene Faktor
Wer ein 7-Sitzer-Elektroauto für 70.000 bis 90.000 Euro kauft, behält es typischerweise sechs bis acht Jahre. Folglich spielt die Garantie eine entscheidende Rolle. Kia bietet beim EV9 sieben Jahre oder 150.000 Kilometer Fahrzeuggarantie und außerdem acht Jahre oder 160.000 Kilometer Batteriegarantie mit 70 Prozent Kapazitätsgarantie. Hyundai gewährt beim Ioniq 9 fünf Jahre Fahrzeuggarantie ohne Kilometerlimit sowie acht Jahre oder 160.000 Kilometer auf die Batterie.
BYD plant für den Datang in Europa eine sechsjährige Fahrzeuggarantie bis 150.000 Kilometer sowie acht Jahre oder 160.000 Kilometer Batteriegarantie. Allerdings sind die genauen Bedingungen für den deutschen Markt noch nicht bestätigt. Insbesondere die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die Werkstattdichte werden für den Datang in den ersten Jahren ein kritischer Faktor.
Beim Wertverlust liegen die Koreaner aktuell bei rund 45 bis 50 Prozent über drei Jahre (Quelle: Schwacke-Liste 2026), was im Premium-Segment durchschnittlich ist. Beim Datang lässt sich der Wertverlust mangels Marktdaten noch nicht seriös schätzen. Eine ähnliche Analyse für Premium-E-Autos findest du in meinem Wertverlust-Schnäppchen-Artikel 2026.
Empfehlung: Auf den Datang warten oder jetzt kaufen?
Die zentrale Frage dieses Vergleichs lautet nicht „welcher 7-Sitzer ist besser“, sondern „warten oder jetzt kaufen“. Meine Antwort differenziert nach Käufertyp.
Wer 2026 sofort einen 7-Sitzer braucht (Anhänger, Großfamilie, Firmenwagen): Hier ist Warten keine realistische Option. Ich empfehle den Hyundai Ioniq 9 RWD für 68.500 Euro als beste Komfort- und Effizienz-Wahl. Denn der cW-Wert von 0,259 spart auf der Langstrecke spürbar Strom, der Lounge-Charakter im Innenraum überzeugt, und der GCOTY-Award 2026 bestätigt die Premium-Positionierung. Außerdem bleibt der RWD knapp unter der 70.000-Euro-Schwelle der 0,25-Prozent-Regelung.
Wer Anhänger oder Wohnwagen zieht: Hier empfehle ich den Kia EV9 Earth RWD für 72.490 Euro oder den AWD ab 76.490 Euro. Denn der EV9 zieht 2.500 kg gebremst, bietet die größte Variabilität im Innenraum (drehbare zweite Reihe) und das robusteste Außendesign. Zudem ist die 7-Jahres-Kia-Garantie bis 150.000 km bei Familien-Vielfahrern ein klarer Vorteil. Mehr dazu im Anhängelast-Vergleich 2026.
Wer bis 2027 oder 2028 warten kann: Hier wird es spannend. Der Datang verspricht mit 130 kWh LFP-Akku, 1.000-Volt-Architektur und vermutlich aggressivem Preis um 65.000 bis 75.000 Euro Deutschland-Listenpreis ein Paket, das Ioniq 9 und EV9 technisch übertreffen würde. Allerdings sind drei Risiken zu bedenken. Erstens kann BYD den Marktstart wie bei anderen Modellen verschieben. Zweitens bleibt die deutsche Werkstattdichte 2027 noch offen. Drittens können sich die EU-Strafzölle bis dahin weiter ändern. Folglich empfehle ich, die Lage Anfang 2027 erneut zu prüfen und im Zweifel auf mindestens sechs Monate Praxisbetrieb in Deutschland zu warten, bevor bestellt wird. Mehr zur Kaufentscheidung findest du in meiner Elektroauto-Kaufberatung 2026.
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Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2026. Datenquellen: Hyundai Deutschland Ioniq 9 Varianten und Preise, Kia Deutschland EV9 Preisliste (PDF), ADAC Test Hyundai Ioniq 9 (16.02.2026), AUTO BILD Kia EV9 Modellseite, CnEVPost BYD Datang Spezifikationen (06.03.2026), CnEVPost BYD Datang 100.000 Vorbestellungen (07.05.2026).
Beide nutzen die gleiche E-GMP-Plattform mit 800-Volt-Technik. Der Hyundai Ioniq 9 punktet mit höherer Reichweite (620 km WLTP), besserem cW-Wert von 0,259 und Lounge-Innenraum. Der Kia EV9 bietet dafür mehr Variabilität, 7 Jahre Garantie und einen niedrigeren Einstiegspreis ab 63.690 €. Für Komfort empfehle ich den Ioniq 9, für Familien mit Anhänger den EV9.
BYD hat den Europa-Marktstart offiziell für 2026 oder 2027 bestätigt, ohne konkretes Datum. Realistisch ist ein deutscher Marktstart frühestens Sommer 2027. Denn die ersten Auslieferungen erfolgen bis Ende 2026 ausschließlich in China, und der Datang muss für Europa technisch angepasst werden (CCS2-Port, Euro-NCAP-Validierung).
Offizielle deutsche Preise gibt es noch nicht. Der China-Listenpreis liegt bei 250.000 bis 320.000 Yuan (umgerechnet rund 32.000 bis 42.000 €). Realistisch dürfte der Datang in Deutschland bei circa 65.000 bis 80.000 € starten, weil EU-Importzölle, Umsatzsteuer und Homologation den Preis deutlich erhöhen. Damit konkurriert er direkt mit Ioniq 9 und EV9.
