Der Kia EV5 ist seit März 2026 in allen sechs Varianten bestellbar. Die Preise reichen von 45.990 € für den Air mit Frontantrieb bis 59.990 € für den 306-PS-GT mit Allrad. Allerdings unterscheiden sich die Versionen bei Leistung, Reichweite und Ausstattung so stark, dass die Entscheidung schwerer fällt als bei jedem anderen aktuellen Kia.
In dieser Kaufberatung zeige ich, welche der sechs Varianten 2026 wirklich Sinn ergibt – inklusive Firmenwagen-Steuer-Rechnung, BAFA-Förderung und einer ehrlichen Antwort auf die wichtigste Frage: Sind 14.000 € Aufpreis vom Air zum GT gerechtfertigt?
Sechs Varianten, drei Technikpakete: Die EV5-Familie 2026 erklärt
Der Kia EV5 setzt 2026 auf eine sechsstufige Modellpalette. Zunächst gibt es drei Frontantriebs-Versionen (Air, Earth, GT-Line FWD) mit jeweils 218 PS. Darüber hinaus folgen zwei Allradversionen (GT-Line Earth AWD, GT-Line AWD) mit 265 PS. Schließlich rundet der EV5 GT mit 306 PS die Palette nach oben ab.
Alle sechs Varianten nutzen denselben 81,4-kWh-Akku (78 kWh netto) und dieselbe 400-Volt-Plattform mit 150 kW DC-Ladeleistung. Folglich ist die Wahl keine Frage der Batterie, sondern der Leistung und der Ausstattung. Zudem teilen sich die Allrad-Versionen den gleichen Grundantrieb: ein 211-PS-Motor an der Vorderachse plus ein 95-PS-Heckmotor. Der Unterschied zwischen AWD und GT liegt deshalb in der Software-Abstimmung und im Drehmoment-Management.
Wichtig zu wissen: Im Gegensatz zum Hyundai Ioniq 5 oder zum Kia EV6 setzt der EV5 nicht auf die 800-Volt-Architektur, sondern auf die ältere 400-Volt-Variante der E-GMP-Plattform. Dadurch liegt die DC-Ladeleistung mit maximal 150 kW deutlich unter den 350 kW der 800-Volt-Geschwister. Im Praxisalltag bedeutet das: Eine Ladung von 10 auf 80 Prozent dauert circa 30 Minuten statt 18 Minuten beim EV6. Für Pendler ist das irrelevant, für Vielfahrer auf der Langstrecke jedoch ein klarer Kompromiss.

Kia EV5 Preisliste 2026: Alle Varianten und Preise im Überblick
Bevor ich die einzelnen Varianten analysiere, hier die kompletten Listenpreise nach Kia Deutschland (Stand 19. Mai 2026):
| Variante | Antrieb | Leistung | WLTP-Reichweite | Listenpreis |
|---|---|---|---|---|
| EV5 Air | Frontantrieb | 218 PS / 160 kW | 530 km | 45.990 € |
| EV5 Earth | Frontantrieb | 218 PS / 160 kW | 530 km | 48.990 € |
| EV5 GT-Line | Frontantrieb | 218 PS / 160 kW | 505 km | 51.990 € |
| EV5 GT-Line Earth AWD | Allrad | 265 PS / 195 kW | 491 km | 52.990 € |
| EV5 GT-Line AWD | Allrad | 265 PS / 195 kW | 491 km | 55.990 € |
| EV5 GT | Allrad | 306 PS / 225 kW | 476 km | 59.990 € |
Datenquelle: Kia Deutschland Preisliste EV5, Stand 13. Mai 2026. Die Frontantriebs-Versionen sind sofort lieferbar, die AWD- und GT-Versionen werden ab Juli 2026 ausgeliefert.
Der Sprung vom günstigsten Air zum teuersten GT beträgt somit exakt 14.000 €. Dafür bekommt der GT-Käufer 88 PS Mehrleistung, Allradantrieb, eine andere Fahrwerksabstimmung und das komplette GT-Line-Ausstattungspaket. Andererseits verliert er 54 km Reichweite und zahlt rund 30 Prozent mehr Anschaffungspreis. Die zentrale Frage lautet deshalb: Wofür lohnt sich der Aufpreis – und wofür nicht?

Kia EV5 Air FWD: Die rationale Basis für 45.990 €
Der EV5 Air ist die Einstiegs-Variante und gleichzeitig die effizienteste der Baureihe. Mit 18-Zoll-Felgen, dem 160-kW-Frontmotor und einem Verbrauch von 16,9 kWh/100 km erreicht er die höchste WLTP-Reichweite (530 km) der gesamten Palette. Serienmäßig sind LED-Scheinwerfer, Dachreling, beheizbare elektrische Außenspiegel, zwei 12,3-Zoll-Displays inklusive Navigation, eine Zweizonen-Klimaautomatik und ein Rückfahrkamerasystem an Bord.
Allerdings fehlen drei wichtige Komfort-Features: Sitzheizung, Lenkradheizung und Wärmepumpe. Diese gibt es nur im Winter-Paket für 1.290 € Aufpreis. Insbesondere die Wärmepumpe ist auf der Langstrecke im Winter entscheidend, weil sie den Reichweitenverlust bei 0 °C um etwa 30 Kilometer reduziert. Folglich landet der Air mit Winter-Paket bei einem Effektivpreis von 47.280 € – immer noch der günstigste EV5, aber nicht mehr ganz so weit vom Earth entfernt.
Für wen lohnt sich der Air? Ich empfehle ihn Privatkäufern mit BAFA-Förderberechtigung, die selten Langstrecke fahren und beim Komfort priorisieren wollen. Außerdem ist er die richtige Wahl für alle, die das Auto im Eigenheim mit Wallbox laden und somit selten am DC-Schnelllader stehen. Wer dagegen Wert auf Sitzheizung, induktives Smartphone-Laden oder eine sensorgesteuerte Heckklappe legt, sollte direkt zum Earth greifen.
Earth und GT-Line FWD: Wann lohnt sich mehr Ausstattung statt Allrad?
Der EV5 Earth kostet 48.990 € und damit 3.000 € mehr als der Air. Dafür sind das Winter-Paket (Sitzheizung, Lenkradheizung, Wärmepumpe), 19-Zoll-Felgen, ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz, eine sensorgesteuerte Heckklappe, induktives Handy-Laden und eine Dreizonen-Klimaautomatik serienmäßig an Bord. Zudem lädt der Earth dank V2L-Funktion mit 3,6 kW externe Geräte, was den EV5 als Camping-Begleiter aufwertet.
Allerdings sinkt die Reichweite durch die größeren Felgen auf 505 bis 525 km (je nach Konfiguration). Stattdessen profitiert der Earth jedoch von der Wärmepumpe, die den Winterverbrauch deutlich reduziert. Folglich liegt die effektive Winter-Reichweite des Earth sogar über der eines Air ohne Winter-Paket.
Die GT-Line FWD (51.990 €) ergänzt das Earth-Paket um eine sportlichere Optik (schwarzes Dach, GT-Line-Stoßfänger), beleuchtete Türgriffe und Sportsitze. Allerdings bekommt der Käufer weder mehr Leistung noch mehr Reichweite. Deshalb ist die GT-Line FWD aus rein technischer Sicht die unattraktivste Variante: 3.000 € Aufpreis nur für Optik und Sitzdesign. Wer das Geld lieber in Mehrleistung investieren will, sollte direkt zur AWD-Version greifen, die nur 1.000 € teurer ist und 47 PS Mehrleistung plus Allradantrieb bietet.

Kia EV5 GT-Line AWD: Allrad für 7.000 € Aufpreis – lohnt sich das?
Mit der GT-Line Earth AWD (52.990 €) startet der Allrad-Bereich der Baureihe. Der zusätzliche Heckmotor bringt 95 PS Mehrleistung (Gesamtsystemleistung 265 PS / 195 kW) und steigert das Drehmoment spürbar. Außerdem reduziert sich die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h von 8,1 (FWD) auf 5,3 Sekunden – ein Unterschied, den man im Alltag bei jedem Beschleunigungsmanöver spürt.
Andererseits kostet der Allradantrieb Reichweite und Geld: Die WLTP-Reichweite sinkt auf 491 km, der Verbrauch steigt auf 18,1 kWh/100 km. Zudem verkleinert sich der Frunk und das Fahrzeuggewicht steigt um circa 90 kg. Der Aufpreis gegenüber dem direkt vergleichbaren Earth FWD beträgt 4.000 €, gegenüber der GT-Line FWD nur 1.000 € – wer also GT-Line-Optik will, sollte gleich AWD nehmen.
Für wen lohnt sich AWD wirklich? Aus Ingenieurssicht gibt es vier Gruppen: Erstens Bewohner von Mittelgebirgsregionen mit häufigen Wintereinsätzen. Zweitens Familien, die regelmäßig Anhänger oder Caravans ziehen (1.200 kg gebremste Anhängelast bleibt bei allen Varianten gleich, allerdings ist AWD beim Anfahren mit Anhänger stabiler). Drittens Vielfahrer auf bayrischen oder österreichischen Autobahnen mit häufigen Starkregen-Situationen. Viertens Firmenwagenfahrer, die den geldwerten Vorteil ohnehin nur zu 0,25 Prozent versteuern und deshalb beim Bruttolistenpreis flexibel sind.
Kia EV5 GT 306 PS: Was bringt der Performance-Aufpreis wirklich?
Der EV5 GT (59.990 €) ist das Topmodell und stellt 306 PS Systemleistung sowie 225 kW Maximalleistung bereit. Die 0-auf-100-Zeit sinkt auf 4,8 Sekunden – ein Wert, der dem BMW iX1 xDrive30 entspricht. Optisch unterscheidet sich der GT durch GT-spezifische 20-Zoll-Felgen, einen aerodynamischen Heckspoiler, Brembo-Bremssättel in Rot und exklusive Innenraum-Akzente in Lime Green.
Technisch interessant ist die Drehmoment-Verteilung: Während die GT-Line AWD eine eher konservative 60/40-Verteilung Vorderachse/Hinterachse nutzt, kann der GT bis zu 50 Prozent der Antriebskraft an die Hinterachse leiten. Folglich fühlt sich der GT bei sportlicher Fahrweise dynamischer und heckbetonter an. Zudem hat Kia das adaptive Fahrwerk neu abgestimmt: 15 mm tiefergelegt, härtere Dämpfer, direktere Lenkung.
Allerdings kostet diese Performance: Die WLTP-Reichweite sinkt auf 476 km, der Verbrauch klettert auf 19,2 kWh/100 km, und der Aufpreis gegenüber der GT-Line AWD beträgt 4.000 €. Aus rein rationaler Sicht ist der GT deshalb schwer zu rechtfertigen. Dennoch spricht er Kunden an, die ein Statement setzen wollen und gleichzeitig die 7-Jahres-Kia-Garantie schätzen. Für Tracktag-Fahrer oder Hot-Hatch-Liebhaber bleibt er allerdings die schwächste Option im Segment: Sowohl Hyundai Ioniq 5 N (650 PS) als auch Tesla Model Y Performance (480 PS) bieten deutlich mehr Performance fürs Geld.

Reichweite und Verbrauch: Alle Varianten im Praxis-Vergleich
WLTP-Werte sind Labormessungen. Auf der Autobahn bei 130 km/h, im Stadtverkehr oder im Winter sehen die Reichweiten deutlich anders aus. Deshalb habe ich auf Basis der WLTP-Daten, des ADAC-Ecotest-Korrekturfaktors und der Erfahrungswerte aus dem Kia EV3 und EV6 realistische Praxiswerte geschätzt:
| Variante | WLTP | Stadt (Sommer) | Autobahn 130 km/h | Winter (-5 °C) |
|---|---|---|---|---|
| EV5 Air FWD | 530 km | 580 km | 380 km | 360 km |
| EV5 Earth FWD | 525 km | 575 km | 375 km | 380 km* |
| EV5 GT-Line FWD | 505 km | 555 km | 360 km | 365 km* |
| EV5 GT-Line AWD | 491 km | 540 km | 345 km | 350 km* |
| EV5 GT | 476 km | 520 km | 330 km | 335 km* |
*Mit serienmäßiger Wärmepumpe (ab Earth), Air ohne Winter-Paket schneidet schlechter ab.
Auffällig ist dabei: Der Air ohne Winter-Paket verliert bei Minusgraden mehr Reichweite als alle anderen Varianten, weil ihm die Wärmepumpe fehlt. Folglich relativiert sich sein Vorteil bei der WLTP-Reichweite im realen Winterbetrieb. Insbesondere für Käufer in Süddeutschland oder den Alpenländern lohnt sich deshalb mindestens das Winter-Paket im Air, besser noch der direkte Sprung zum Earth.
Kia EV5 als Firmenwagen: 0,25-Prozent-Regel im Detail
Für Firmenwagenfahrer ist der EV5 besonders attraktiv. Denn alle sechs Varianten liegen mit ihrem Bruttolistenpreis unter 70.000 € und qualifizieren sich somit für die 0,25-Prozent-Regelung statt der 0,5- oder 1,0-Prozent-Versteuerung bei Verbrennern. Hier die monatliche Steuerbelastung bei 42 Prozent Grenzsteuersatz:
| Variante | Listenpreis | Geldwerter Vorteil (0,25 %) | Steuer/Monat (42 %) |
|---|---|---|---|
| EV5 Air FWD | 45.990 € | 114,98 € | 48,29 € |
| EV5 Earth FWD | 48.990 € | 122,48 € | 51,44 € |
| EV5 GT-Line FWD | 51.990 € | 129,98 € | 54,59 € |
| EV5 GT-Line AWD | 55.990 € | 139,98 € | 58,79 € |
| EV5 GT | 59.990 € | 149,98 € | 62,99 € |
Zum Vergleich: Ein VW Tiguan Verbrenner mit gleichem Listenpreis von 55.990 € würde bei 1,0-Prozent-Versteuerung monatlich 235,16 € Steuern kosten – also rund 176 € mehr pro Monat. Über vier Jahre Leasingdauer summiert sich diese Ersparnis auf circa 8.448 €. Außerdem entfallen die Energiekosten weitgehend, wenn der Arbeitgeber kostenloses Laden anbietet (steuerfrei bis 2030).
Folglich ist der EV5 GT-Line AWD (55.990 €) aus Firmenwagensicht besonders attraktiv: Allrad, GT-Line-Ausstattung und 306 PS Beschleunigung kosten den Fahrer monatlich nur knapp 59 € mehr Steuer als der Basis-Air. Die Mehrleistung pro Euro Mehrsteuer ist deshalb beim AWD am besten – mehr dazu in meiner Firmenwagen Steuer sparen 2026 Analyse.
E-Auto-Förderung 2026: Endpreise nach BAFA-Prämie
Seit dem 19. Mai 2026 ist das BAFA-Antragsportal für die neue E-Auto-Förderung 2026 online. Privatkäufer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 80.000 € können zwischen 3.000 € und 6.000 € Prämie beantragen. Allerdings gibt es eine Hürde: Der EV5 wird in Yancheng (China) produziert. Folglich muss vor dem Antrag geprüft werden, ob die EU-Anforderungen an die Förderfähigkeit erfüllt sind. Aktuell ist die Förderfähigkeit des EV5 noch nicht abschließend bestätigt – Käufer sollten dies vor Vertragsunterzeichnung beim Händler klären.
Bei voller Förderfähigkeit ergeben sich folgende Effektivpreise (maximal 6.000 € BAFA-Prämie):
| Variante | Listenpreis | Mit max. Förderung |
|---|---|---|
| EV5 Air FWD | 45.990 € | 39.990 € |
| EV5 Earth FWD | 48.990 € | 42.990 € |
| EV5 GT-Line FWD | 51.990 € | 45.990 € |
| EV5 GT-Line AWD | 55.990 € | 49.990 € |
| EV5 GT | 59.990 € | 53.990 € |
Insbesondere der Air mit Förderung wird damit zur attraktivsten Variante im Segment. Denn 39.990 € für ein 4,61 Meter langes Kompakt-SUV mit 530 km Reichweite, 7 Jahren Garantie und V2L-Vorbereitung sind ein Wert, den kaum ein Wettbewerber unterbietet. Den passenden Förderbetrag für deine Situation kannst du im E-Auto Förderung Rechner 2026 berechnen.
Lieferzeiten und Bestellung: Was du jetzt wissen musst
Die Frontantriebs-Versionen (Air, Earth, GT-Line FWD) sind seit Oktober 2025 verfügbar und werden seit November 2025 ausgeliefert. Aktuell beträgt die Lieferzeit ab Bestellung circa drei bis sechs Wochen, weil Kia im Zentrallager Wuppertal Lagerfahrzeuge vorhält. Folglich kann man bei den FWD-Versionen relativ flexibel bestellen.
Die AWD-Versionen (GT-Line Earth AWD und GT-Line AWD) sowie der GT sind zwar seit März 2026 konfigurierbar, werden aber erst ab Juli 2026 ausgeliefert. Außerdem zählt: Wer im Mai 2026 bestellt, erhält den Wagen voraussichtlich im August oder September 2026. Bei besonders gefragten Konfigurationen (etwa GT in Wolfsgrau) können sich die Lieferzeiten bis Oktober verlängern.
Zudem wichtig: Kia bietet zum Marktstart der AWD-Versionen ein limitiertes Einführungsmodell namens GT-Line Launch Edition AWD für 54.990 € an. Dieses kombiniert die Serienausstattung der GT-Line AWD mit Panoramaglasdach, Metallic-Lackierung und dem DriveWise-Paket (Head-up-Display, Fingerabdrucksensor, digitaler Autoschlüssel). Folglich spart die Launch Edition gegenüber einer Einzelkonfiguration rund 2.880 €. Zusätzlicher Bonus: Diese Modelle laufen als erstes vom Band und haben deshalb die kürzeste Lieferzeit aller AWD-Varianten.

Kia EV5 vs VW ID.4 und Tesla Model Y: Der Marktvergleich
Im Kompakt-SUV-Segment trifft der EV5 auf zwei etablierte Wettbewerber. Zunächst der VW ID.4 (ab 40.335 €, vor dem Facelift zum ID. Tiguan im Herbst 2026), der mit Heckantrieb, MEB-Plattform und 200 kW DC-Ladung punktet. Außerdem das Tesla Model Y Juniper (ab 39.990 €), das über das Supercharger-Netzwerk und die niedrigste Verbrauchskennzahl im Segment überzeugt.
| Modell | Basis-Preis | WLTP-Reichweite | DC-Laden | Garantie |
|---|---|---|---|---|
| Kia EV5 Air | 45.990 € | 530 km | 150 kW | 7 Jahre / 150.000 km |
| VW ID.4 Pro | 44.690 € | 545 km | 200 kW | 2 Jahre |
| Tesla Model Y LR | 46.990 € | 600 km | 250 kW | 4 Jahre / 80.000 km |
| Hyundai Ioniq 5 | 44.800 € | 597 km | 350 kW | 5 Jahre |
Der EV5 verliert auf dem Papier in fast jeder Disziplin: weniger Reichweite als Model Y und Ioniq 5, langsameres Laden als alle drei Konkurrenten, höherer Einstiegspreis als ID.4. Allerdings kontert Kia mit der unschlagbaren 7-Jahres-Garantie, dem deutlich besser ausgestatteten Einstiegsmodell (LED-Lichter, beheizte Außenspiegel, beide Displays serienmäßig) und dem komfortableren Innenraum. Folglich punktet der EV5 dort, wo Statistiken aufhören: bei Werterhalt, Servicekosten und Langzeitqualität.
Ein detaillierter Vergleich mit dem Tesla Model Y findet sich in meiner Tesla Model Y Juniper Kaufberatung. Wer dagegen ein günstigeres Kia-Modell sucht, sollte einen Blick in die Kia EV2 2026 Kaufberatung werfen.

Empfehlung: Welche EV5-Variante du 2026 bestellen solltest
Nach allen technischen Daten, Steuerrechnungen und Praxisüberlegungen empfehle ich klare Varianten für klare Zielgruppen.
Für Privatkäufer mit BAFA-Förderung empfehle ich den EV5 Earth FWD für 48.990 € (Effektivpreis 42.990 € mit maximaler Förderung). Denn er bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis: Wärmepumpe, V2L, Sitzheizung und Dreizonen-Klimaautomatik serienmäßig, dazu die volle 530-km-Reichweite und der niedrigste Verbrauch der gesamten Allrad-freien Palette. Außerdem ist die Lieferzeit aktuell am kürzesten.
Für Firmenwagenfahrer empfehle ich den EV5 GT-Line AWD für 55.990 €. Denn die monatliche Steuerbelastung steigt durch den höheren Listenpreis nur minimal (rund 11 € mehr als beim Air), während Allrad, GT-Line-Komfort und 265 PS Mehrleistung den Alltagsnutzen deutlich heben. Zudem profitiert dieser Kundenkreis nicht von der BAFA-Förderung, sodass der Listenpreis-Aufpreis weniger weh tut.
Für Sparfüchse empfehle ich den EV5 Air FWD mit Winter-Paket (47.280 €), wenn die BAFA-Förderfähigkeit bestätigt ist. Denn 41.280 € für ein 4,61-Meter-SUV mit 530 km Reichweite, V2L-Vorbereitung und 7 Jahren Garantie sind im Segment unschlagbar. Allerdings sollte man die Förderfähigkeit unbedingt vor Vertragsunterzeichnung beim Händler klären lassen.
Vom EV5 GT rate ich dagegen ab. Denn 14.000 € Aufpreis gegenüber dem Air für 88 PS Mehrleistung sind aus rationaler Sicht nicht zu rechtfertigen, zumal die Reichweite um 54 km schrumpft. Wer wirklich Performance sucht, findet beim Hyundai Ioniq 5 N (ab 76.000 €) oder beim Tesla Model Y Performance (ab 58.000 €) das deutlich überzeugendere Gesamtpaket.
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Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2026. Datenquellen: Kia Deutschland EV5 Preisliste (Stand 13.05.2026), Auto Bild EV5 Modellseite, InsideEVs.de EV5 AWD Vorstellung, electrive.net EV5 Bestellstart, Bundesumweltministerium E-Auto-Förderung 2026, ADAC EV5 Datenblatt.
Die Frontantriebs-Versionen Air, Earth und GT-Line FWD sind sofort verfügbar und werden seit November 2025 ausgeliefert. Die Allrad-Versionen GT-Line AWD und der 306-PS-GT sind seit März 2026 bestellbar, die Auslieferungen beginnen jedoch erst im Juli 2026. Wer im Mai bestellt, erhält den Wagen voraussichtlich im August oder September.
Privatkäufer mit Haushaltseinkommen unter 80.000 € können zwischen 3.000 und 6.000 € BAFA-Prämie beantragen. Die Höhe hängt vom zu versteuernden Einkommen und der Kinderzahl ab. Der Antrag läuft seit dem 19. Mai 2026 über das BAFA-Portal. Die Förderfähigkeit des EV5 sollte vor Vertragsabschluss beim Händler geprüft werden, da er in China produziert wird.
Nein, der Kia EV5 setzt auf die 400-Volt-Variante der E-GMP-Plattform. Folglich liegt die maximale DC-Ladeleistung bei 150 kW statt 350 kW wie beim Ioniq 5 oder EV6. Eine Ladung von 10 auf 80 Prozent dauert deshalb circa 30 Minuten statt 18 Minuten beim 800-Volt-Bruder.
Der Kia EV5 GT erreicht eine WLTP-Reichweite von 476 km. Im Vergleich zur Frontantriebs-Basis (530 km) verliert er somit 54 Kilometer. Auf der Autobahn bei 130 km/h sind realistisch 330 Kilometer drin, im Stadtverkehr im Sommer dagegen rund 520 Kilometer. Die Praxisreichweite hängt zudem stark von Felgengröße und Fahrstil ab.
Ja, alle sechs EV5-Varianten liegen unter 70.000 € Bruttolistenpreis und qualifizieren sich für die 0,25-Prozent-Regelung. Beim GT-Line AWD für 55.990 € beträgt der geldwerte Vorteil nur 140 € pro Monat. Bei 42 Prozent Grenzsteuersatz spart der Fahrer somit gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner-SUV rund 176 € Steuer pro Monat oder 8.448 € über vier Jahre Leasing.
