Ein Elektroauto mit Anhängerkupplung Wohnwagen 2026 ist längst kein Widerspruch mehr. Denn inzwischen ziehen BMW iX, Kia EV9 und Hyundai Ioniq 9 jeweils 2.500 kg, der Mercedes GLC EQ sogar 2.400 kg und der Maxus eTerron bis zu 3.500 kg – damit bewegen sie sich auf dem Niveau eines klassischen Diesel-SUVs. Trotzdem zeigt der ADAC-Praxistest mit dem Kia EV6 eine unbequeme Wahrheit: Mit einem 1.600-kg-Familienwohnwagen im Schlepp stieg der Verbrauch um 83 Prozent auf 36,6 kWh/100 km. Folglich schrumpfte die Reichweite von 400 auf rund 220 km.
In dieser Kaufberatung zeige ich als Automobilingenieur alle 12 relevanten Elektroautos mit Anhängerkupplung für 2026, rechne die Praxisreichweite pro Wohnwagen-Klasse durch und erkläre, warum die Anhängelast allein noch kein Urlaubsgarant ist. Außerdem bekommst du eine klare Ingenieurs-Empfehlung pro Einsatzzweck – vom 750-kg-Fahrradträger bis zum 2.500-kg-Pferdeanhänger.
Warum das Thema 2026 endlich ernst zu nehmen ist
Noch vor drei Jahren war der Satz „Ich fahre im Sommer mit dem E-Auto und dem Wohnwagen an die Adria“ eine Lachnummer. Denn die meisten Stromer hatten entweder gar keine Anhängerkupplung oder nur 750 kg Anhängelast – also zu wenig selbst für einen mittelgroßen Teardrop-Camper. Inzwischen hat sich das grundlegend geändert.
Mittlerweile bietet nahezu jeder Hersteller mindestens ein Modell mit 1.500 kg Anhängelast oder mehr. Darüber hinaus sind die Akkus größer geworden. Während der erste VW ID.3 noch mit 58 kWh auskommen musste, fährt der BMW iX3 Neue Klasse heute mit 108,7 kWh Kapazität vor. Zudem hat die Ladeinfrastruktur einen Sprung gemacht. Denn mit 800-Volt-Architektur und 350-kW-Säulen sind Ladepausen von 18 bis 25 Minuten realistisch – also ungefähr die Zeit, die eine Familie ohnehin für Kaffee und Toilette braucht.
Allerdings bleibt ein Punkt kritisch: Der Mehrverbrauch mit Anhänger ist deutlich höher als beim Verbrenner. Während ein Diesel-SUV mit Wohnwagen typischerweise 30 bis 50 Prozent mehr verbraucht, liegt der Mehrverbrauch beim Elektroauto laut ACE bei bis zu 50 Prozent, im ADAC-Test mit Kia EV6 sogar bei 83 Prozent. Entsprechend musst du die Reichweite deines E-Autos mit Anhänger in der Regel halbieren.
Die 12 besten Elektroautos mit Anhängerkupplung 2026
Zunächst die wichtigste Tabelle. Denn folgende 12 Elektroautos bieten 2026 eine Anhängelast von mindestens 1.500 kg – also genug für einen klassischen Familienwohnwagen.
| Modell | Max. Anhängelast | Batterie | WLTP-Reichweite | Verbrauch ohne Anhänger | Preis ab (Stand 22.04.2026) |
|---|---|---|---|---|---|
| Maxus eTerron | 3.500 kg | 102 kWh | 430 km | 28,5 kWh/100 km | 74.958 € |
| BMW iX xDrive50 | 2.500 kg | 112 kWh | 701 km | 18,4 kWh/100 km | 102.300 € |
| Kia EV9 AWD | 2.500 kg | 99,8 kWh | 505 km | 22,8 kWh/100 km | 72.490 € |
| Hyundai Ioniq 9 | 2.500 kg | 110,3 kWh | 620 km | 21,3 kWh/100 km | 69.990 € |
| Audi Q6 e-tron quattro | 2.400 kg | 100 kWh | 625 km | 17,5 kWh/100 km | 72.400 € |
| Mercedes GLC EQ 400 4MATIC | 2.400 kg | 94 kWh | 713 km | 14,9 kWh/100 km | 67.717 € |
| Tesla Model X | 2.300 kg | 100 kWh | 576 km | 19,3 kWh/100 km | 96.630 € |
| Audi A6 e-tron | 2.100 kg | 100 kWh | 756 km | 15,1 kWh/100 km | 75.600 € |
| BMW i5 Touring xDrive | 2.000 kg | 81,2 kWh | 560 km | 17,8 kWh/100 km | 79.600 € |
| Porsche Macan 4 | 2.000 kg | 100 kWh | 641 km | 18,3 kWh/100 km | 84.100 € |
| Volvo ES90 | 2.000 kg | 111 kWh | 700 km | 16,5 kWh/100 km | 81.500 € |
| Skoda Enyaq 85x | 1.800 kg | 82 kWh | 555 km | 17,3 kWh/100 km | 52.350 € |
Quellen: ADAC Autokatalog, firmenauto Ranking, EV-Database, Hersteller-Konfiguratoren, abgerufen im April 2026.
Preisklassen und was die Förderung bringt
Entsprechend deutlich zeigt sich: Wer einen vollwertigen Wohnwagen ziehen will, startet preislich bei rund 52.000 Euro (Skoda Enyaq 85x) und landet schnell bei 70.000 Euro und mehr. Das ist für viele Familien ein echtes Hindernis. Allerdings bleibt die staatliche Förderung als wirksamer Hebel. Denn bis zu 6.000 Euro Prämie gibt es für Listenpreise unter 45.000 Euro. Für die meisten hier gelisteten SUVs ist das zwar zu teuer, doch für den Skoda Enyaq 85x (Basisversion 50.670 Euro nach Preisliste) greift immerhin die reduzierte Förderung von 3.000 Euro – mehr dazu in meinem Überblick zur E-Auto-Förderung 2026.

Wie viel Anhängelast brauche ich wirklich?
Bevor du über Modelle entscheidest, solltest du ehrlich prüfen, was du tatsächlich ziehen willst. Denn ein BMW iX für 102.300 Euro ist komplett überdimensioniert, wenn du nur einen Fahrradträger brauchst.
Bis 750 kg: Fahrradträger, kleine Baumarkt-Anhänger
Für leichte Lasten reicht fast jedes moderne Elektroauto aus. Zudem sind die Preise hier deutlich niedriger. Der Renault 5 E-Tech, der Fiat Grande Panda und sogar der Dacia Spring bieten inzwischen eine Anhängerkupplung für Fahrradträger an. Besonders wichtig: Die Stützlast muss mindestens 75 kg betragen, damit vier E-Bikes samt Träger sicher transportiert werden können.
1.500 kg: Teardrop-Camper, kleiner Bootsanhänger, Jetski
Hier beginnt die Wohnwagen-Klasse. Der Skoda Enyaq 60, der Opel Frontera Electric und der VW ID.4 GTX bewältigen 1.500 kg ohne Probleme. Dementsprechend reicht die Anhängelast für einen Teardrop-Camper oder ein kleines Motorboot auf Anhänger. Für die meisten Campingurlauber ist das ausreichend.
1.800 bis 2.000 kg: Mittelgroßer Wohnwagen, Pferdeanhänger (1 Pferd)
Diese Klasse deckt bereits 80 Prozent aller Wohnwagen in Deutschland ab. Der Skoda Enyaq 85x (1.800 kg), der BMW i5 Touring xDrive (2.000 kg) und der Porsche Macan 4 (2.000 kg) sind dafür geeignet. Außerdem passen viele Pferdeanhänger für ein Pferd in diese Klasse – allerdings nur, wenn das Gesamtgewicht unter 2.000 kg bleibt.
2.400 bis 2.500 kg: Großer Wohnwagen, Doppel-Pferdeanhänger
Hier spielt die Oberliga. Der Mercedes GLC EQ (2.400 kg), der Audi Q6 e-tron quattro (2.400 kg), der BMW iX, Kia EV9 und Hyundai Ioniq 9 (jeweils 2.500 kg) können auch schwere Wohnwagen der Obergrößen-Klasse oder Doppel-Pferdeanhänger ziehen.
3.500 kg: Boote, Große Baumaschinen, Luxus-Wohnwagen
Bisher die einsame Spitze: Der Maxus eTerron als Pickup erreicht als einziges Elektro-Pkw in Deutschland die maximal zulässige Anhängelast von 3.500 kg. Folglich ist er das einzige Elektroauto, das einen großen Wohnanhänger mit Rutschkupplung oder ein schweres Boot ziehen darf.
Die unangenehme Wahrheit: Reichweite halbiert sich
Jetzt kommt der Teil, den Hersteller in Prospekten gerne übersehen. Ein Wohnwagen hat einen miserablen Luftwiderstand. Zudem wiegen moderne Familienwohnwagen selten unter 1.300 kg. Beides zusammen bedeutet Mehrverbrauch – und zwar richtig viel.
Der ADAC hat es 2022 mit einem Kia EV6 und einem Dethleffs Aero 470 FSK (1.600 kg) getestet. Das Ergebnis auf 1.281 km quer durch Österreich, Italien und Slowenien:
- Verbrauch ohne Wohnwagen: 20,1 kWh/100 km
- Verbrauch mit Wohnwagen: 36,6 kWh/100 km
- Mehrverbrauch: 83 Prozent
- Reichweite ohne Wohnwagen: rund 400 km
- Reichweite mit Wohnwagen: rund 220 km
Übertragen auf die aktuellen 2026er-Modelle bedeutet das folgende geschätzte Praxisreichweiten mit einem 1.500-kg-Wohnwagen (Annahme: +70 % Mehrverbrauch bei 800V-Architektur mit besserer Aerodynamik):
| Modell | WLTP solo | Praxis mit Wohnwagen (geschätzt) |
|---|---|---|
| Mercedes GLC EQ | 713 km | 320 bis 360 km |
| BMW iX xDrive50 | 701 km | 310 bis 350 km |
| Hyundai Ioniq 9 | 620 km | 260 bis 300 km |
| Audi Q6 e-tron quattro | 625 km | 270 bis 310 km |
| Skoda Enyaq 85x | 555 km | 220 bis 260 km |
| Kia EV9 AWD | 505 km | 200 bis 230 km |
Somit bedeutet selbst ein BMW iX oder Mercedes GLC EQ im Wohnwagen-Betrieb: Alle 280 bis 320 km musst du an die Ladesäule. Insbesondere auf einer 900-km-Tour nach Kroatien entspricht das drei bis vier Ladestopps.
Das echte Problem: Durchfahrtsladestationen
Der Mehrverbrauch ist das eine. Das eigentliche Problem mit dem Elektroauto und Wohnwagen ist jedoch die Lade-Infrastruktur. Denn die meisten Schnellladesäulen sind als Senkrechtparkplätze angelegt. Folglich musst du den Wohnwagen jedes Mal abkuppeln und separat parken. Bei 25 Minuten Ladezeit und zwei Ladestopps pro Tag addieren sich dadurch schnell 30 bis 45 Minuten zusätzliche Rangierzeit.
Der ADAC fordert deshalb seit Jahren den Ausbau von sogenannten Durchfahrtsladestationen, bei denen Fahrzeug plus Anhänger in einer Linie stehen bleiben können. Bisher sind diese allerdings selten. Positive Ausnahmen finden sich entlang der A2, A7 und A8 bei Ionity-Säulen der neueren Generation sowie bei einzelnen Fastned-Stationen an Autobahnen. Trotzdem bleibt das Thema eine Schwachstelle, die vor dem Kauf ehrlich bedacht werden muss. Die vollständigen Kosten verschiedener Ladenetze analysiere ich ausführlich im E-Auto-Ladekosten-Vergleich 2026.
Firmenwagen-Steuer: Der versteckte Vorteil
Für Firmenwagen-Fahrer mit Anhängerbedarf gibt es allerdings einen Trumpf, der oft übersehen wird. Denn Elektroautos werden weiterhin mit 0,25 Prozent des Bruttolistenpreises besteuert – vorausgesetzt, der Listenpreis liegt unter 100.000 Euro. Für Listenpreise zwischen 100.000 und 100.000 Euro plus gilt die 0,5-Prozent-Regel, statt der 1-Prozent-Regel bei Verbrennern.
Konkret heißt das beim Mercedes GLC EQ 400 4MATIC mit 67.717 Euro Listenpreis:
- Verbrenner-Regel (1 %): 677 Euro monatlicher geldwerter Vorteil
- E-Auto-Regel (0,25 %): 169 Euro monatlicher geldwerter Vorteil
- Ersparnis bei 42 % Steuersatz: 213 Euro pro Monat, somit 2.560 Euro pro Jahr
Dementsprechend spart ein Firmenwagen-Fahrer mit einem Mercedes GLC EQ über drei Jahre rund 7.680 Euro an Steuern im Vergleich zu einem gleich teuren Diesel-GLC. Das allein kompensiert bereits die höheren laufenden Stromkosten durch den Mehrverbrauch mit Wohnwagen. Mehr zur Dienstwagensteuer findest du in meiner Kaufberatung zum Mercedes GLC EQ.

Empfehlung 2026
Jetzt wird es konkret. Je nach Einsatzzweck gibt es klare Gewinner.
Für Gelegenheits-Camper mit Wohnwagen bis 1.800 kg
Nimm den Skoda Enyaq 85x für 52.350 Euro. Denn er bietet 1.800 kg Anhängelast, 555 km Reichweite und das bewährte MEB-Ökosystem von VW. Außerdem ist die Wärmepumpe serienmäßig. Somit sinkt der Winter-Mehrverbrauch um 20 bis 30 Prozent. Insbesondere für Familien mit einem Standard-Wohnwagen ist der Enyaq das beste Preis-Leistungs-Paket.
Für Vielfahrer mit regelmäßigem Wohnwagen-Betrieb
Nimm den Mercedes GLC EQ 400 4MATIC. Denn er kombiniert 2.400 kg Anhängelast mit 713 km WLTP-Reichweite und der S-Klasse-Luftfederung, die speziell mit Anhänger den Komfort deutlich verbessert. Zudem lädt er mit 330 kW – somit sind 20-minütige Ladepausen realistisch, in denen eine Familie ohnehin pausiert.
Für Pferdebesitzer und Doppel-Anhänger-Betrieb
Hier empfehle ich den Kia EV9 AWD für 72.490 Euro. Denn er bietet 2.500 kg Anhängelast, 7 Jahre Garantie und einen riesigen Innenraum. Darüber hinaus ist er mit rund 5,01 m Länge groß genug, um einen schweren Pferdeanhänger souverän zu ziehen, ohne ins Pendeln zu geraten.
Für Boots- oder Großcamping-Fahrer
Nur der Maxus eTerron (3.500 kg) kann es wirklich. Allerdings ist er ein Pickup mit entsprechend hartem Fahrwerk. Stattdessen empfehle ich für diese Zielgruppe derzeit noch einen Plug-in-Hybrid wie den BMW X5 xDrive50e oder den Mercedes GLE 450e. Warum? Weil die Elektroauto-Lade-Infrastruktur für mehrwöchige Camping-Touren in Südeuropa noch nicht robust genug ist.
Finger weg, wenn du regelmäßig lange Distanzen fährst
Ehrlich gesagt: Wer im Sommer regelmäßig 1.500 km am Stück mit dem Wohnwagen fahren will, ist 2026 mit einem Plug-in-Hybrid noch besser bedient. Denn der Zeitverlust durch abkuppeln, aufladen und wieder ankuppeln summiert sich auf 2 bis 3 Stunden pro Fahrtag. Darüber hinaus werden 2027 die neuen 400-kW-Lade-Hubs mit echten Durchfahrtsladestationen erwartet. Bis dahin ist Diesel-SUV oder PHEV die pragmatischere Wahl.
Fazit: 2026 ist das Jahr des Umstiegs – aber nur für die richtige Zielgruppe
Unterm Strich ist das Elektroauto mit Anhängerkupplung für Wohnwagen 2026 endgültig alltagstauglich geworden – zumindest für Gelegenheits-Camper und Dienstwagen-Fahrer mit einem Wohnwagen bis 1.800 kg. Denn Modelle wie der Skoda Enyaq 85x, der Mercedes GLC EQ und der BMW iX3 bieten Reichweiten, Ladegeschwindigkeiten und Anhängelasten, die vor drei Jahren noch undenkbar waren.
Allerdings bleibt der Schwachpunkt der Mehrverbrauch von bis zu 83 Prozent – plus die noch lückenhafte Verfügbarkeit echter Durchfahrtsladestationen. Deshalb gilt meine klare Ingenieurs-Regel für 2026: Wer weniger als 5.000 km pro Jahr mit Wohnwagen fährt, kann problemlos umsteigen. Wer hingegen jeden Sommer mit dem Wohnwagen an die Adria will, wartet noch bis 2027, wenn die neuen 400-kW-Lade-Hubs mit Durchfahrtsladestationen in großer Zahl online gehen.
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Letzte Aktualisierung: 22. April 2026 · Datenquellen: ADAC Autokatalog, ADAC Praxistest Kia EV6 Wohnwagen, firmenauto Ranking Anhängelast, EV-Database, Hersteller-Konfiguratoren
Der Maxus eTerron als Pickup erreicht 3.500 kg Anhängelast – so viel wie ein klassischer Diesel-Pickup. Danach folgen BMW iX, Kia EV9 AWD und Hyundai Ioniq 9 mit jeweils 2.500 kg. Bei Limousinen führt der Audi A6 e-tron mit 2.100 kg. Für die meisten Wohnwagen-Nutzer reichen allerdings 1.800 bis 2.000 kg völlig aus.
Laut ADAC-Praxistest mit dem Kia EV6 und einem 1.600-kg-Familienwohnwagen steigt der Verbrauch um 83 Prozent. Dadurch halbiert sich die Reichweite im schlimmsten Fall. Moderne 800V-Modelle wie der BMW iX3, Mercedes GLC EQ oder Audi Q6 e-tron schneiden wegen besserer Aerodynamik etwas besser ab – dennoch solltest du mit 60 bis 80 Prozent Mehrverbrauch rechnen.
Ja, aber nur mit den richtigen Modellen. Ein Einzel-Pferdeanhänger wiegt mit Pferd etwa 1.500 bis 1.800 kg. Dafür eignen sich Skoda Enyaq 85x, BMW i5 Touring xDrive oder Porsche Macan 4. Für einen Doppel-Pferdeanhänger (bis 2.700 kg Gesamtgewicht) brauchst du allerdings einen Mercedes GLC EQ, Audi Q6 e-tron quattro, BMW iX oder Kia EV9 AWD mit 2.400 bis 2.500 kg Anhängelast.
Für Vielfahrer und Firmenwagen-Nutzer ja. Denn die 0,25-Prozent-Regel bei Elektro-Firmenwagen (Listenpreis unter 100.000 Euro) spart pro Monat 300 bis 500 Euro an Steuern gegenüber einem Diesel-SUV. Darüber hinaus sind die Stromkosten auch mit Mehrverbrauch meist niedriger als Diesel – vorausgesetzt, du lädst zu 70 Prozent zu Hause oder am Arbeitsplatz. Bei reiner Autobahn-Schnellladung mit Wohnwagen relativiert sich der Vorteil allerdings deutlich.
Ja, aber leider noch zu wenige. Zwar bauen Ionity und Fastned an ausgewählten Autobahn-Standorten bewusst Säulen so, dass Fahrzeug plus Anhänger in einer Reihe stehen können. Bekannte Standorte mit Durchfahrtsmöglichkeit finden sich beispielsweise an der A2 (Kamen-Bönen), A8 (Gruibingen) und A3 (Limburg Süd). Trotzdem musst du für längere Touren einplanen, an mindestens 50 Prozent der Ladestopps den Wohnwagen abzukuppeln.
Für die meisten Elektroautos empfehle ich eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung ab Werk. Denn sie ist optisch unsichtbar im Alltag und schnell ausgefahren. Außerdem ist die Stützlast für die Einzelmontage mit dem Fahrzeugrahmen abgestimmt. Aftermarket-Lösungen bergen hingegen das Risiko einer erloschenen Garantie oder sogar einer ungültigen Betriebserlaubnis. Dementsprechend zahlt sich der Aufpreis von 1.000 bis 1.400 Euro für die Werks-Kupplung über die Nutzungsdauer aus.
