Der Hyundai Tucson 2027 schafft als Plug-in-Hybrid laut Hyundai rund 81 Kilometer elektrisch, der aktuelle nur 63 bis 70 Kilometer. Genau diese elf bis 18 Kilometer entscheiden bei Dienstwagen über 1 oder 0,5 Prozent Versteuerung. Bei Privatkäufern hängen bis zu 4.500 Euro Prämie daran. Der Haken: Die neue Generation kommt erst 2027, einen deutschen Preis gibt es noch nicht.
Ich habe die Weltpremiere vom 01.10.2026 mit der aktuellen Preisliste, den Rabatten auf mobile.de und carwow und den Regeln für Prämie und Dienstwagen abgeglichen. Am Ende steht eine klare Antwort für drei Käufertypen: Dienstwagenfahrer, Barzahler und Leasingkunden. Spoiler: Für viele ist der alte Tucson gerade das bessere Geschäft.

Was Hyundai am 01.10.2026 gezeigt hat
Hyundai hat die fünfte Tucson-Generation in New York enthüllt. Am 12. Oktober folgt auf dem Pariser Autosalon eine sportlichere Variante. Für Europa baut Hyundai den Wagen weiter im tschechischen Werk Nošovice, also innerhalb der EU.
Das Design bricht mit dem geschwungenen Vorgänger. Der Neue ist kantig, fast schon kastenförmig. Innen gibt es ein 9,9 Zoll großes Fahrerdisplay und wahlweise 12,9 oder 17 Zoll in der Mitte. Darauf läuft Pleos Connect, Hyundais neues System auf Basis von Android Automotive. Dazu kommt der Sprachassistent Gleo AI.
Wichtiger für den Alltag sind drei Punkte. Der Radstand wächst um 4 cm, der Kofferraum soll deutlich größer werden, und der Diesel fliegt raus. Wer noch einen Tucson mit 1.6 CRDi will, muss also beim aktuellen Modell zugreifen.
Ein Hinweis zum Namen: Hyundai selbst nennt das Auto schlicht Tucson. Ein Teil der deutschen Presse schreibt Tucson (2026), andere Hyundai Tucson 2027. In den USA läuft er als Modelljahr 2027 an, nach Europa kommt er ebenfalls 2027.
Hyundai Tucson 2027 gegen den aktuellen Tucson: die Daten
Die folgenden Werte stammen aus der europäischen Hyundai-Pressemitteilung vom 01.10.2026. Wichtig: Die Reichweite von 81 km ist ein geschätzter Wert, gemessen mit 17-Zoll-Rädern. Die endgültige Typgenehmigung steht noch aus.
| Merkmal | Tucson aktuell (4. Gen., Facelift) | Hyundai Tucson 2027 (5. Gen.) |
|---|---|---|
| Länge | 4.510 mm (PHEV bis 4.535 mm) | 4.560 mm |
| Breite | 1.865 mm | 1.900 mm |
| Höhe | 1.650 mm | 1.670 mm |
| Radstand | 2.680 mm | 2.720 mm |
| Kofferraum | 546 bis 616 l (PHEV 558 l) | 695 l (VDA) |
| Benziner | 1.6 T-GDI, 150 PS | 1.6 T-GDI, 150 PS (6-Gang manuell oder 7-DCT mit 48 V) |
| Vollhybrid | 239 PS | 245 PS, 380 Nm, 6-Stufen-Automatik |
| Plug-in-Hybrid | 288 PS, 13,8 kWh | 292 PS, 17,1 kWh, 7,2 kW AC |
| E-Reichweite PHEV (WLTP) | 63 bis 70 km | ca. 81 km (geschätzt) |
| Diesel | 1.6 CRDi, 136 PS | entfällt |
| Anhängelast | – | HEV 1.910 kg, PHEV 1.810 kg |
Beim Kofferraum wäre ich vorsichtig. Von 558 auf 695 Liter sind fast 25 Prozent mehr, bei nur 5 cm mehr Länge. Hyundai nennt den Wert nach VDA, schlüsselt ihn aber nicht nach Antrieb auf. Beim Plug-in-Hybrid frisst die größere Batterie traditionell Platz. Den PHEV-Wert würde ich erst glauben, wenn er im Datenblatt steht.
Gleiches gilt für die Leistungsangaben. Einige Medien nennen 238 PS für den Hybrid und 288 PS für den Plug-in. Das sind die Werte des Vorgängers bzw. Rundungen aus US-Angaben. Hyundai Europa nennt 245 und 292 PS.

Mehr Platz innen: was die 4 cm Radstand bringen
Die zusätzlichen 4 cm Radstand kommen vor allem dem Fond zugute. Hyundai nennt hinten 1.002 mm Beinfreiheit und 1.014 mm Kopffreiheit. Vorne sind es 1.052 mm Beinraum. Für ein Auto unter 4,60 m sind das gute Werte, große Erwachsene sitzen hinten ohne Knie an der Lehne.
Ein Detail, das Eltern freuen wird: Die hinteren Türen öffnen jetzt bis 83 Grad, zehn Grad weiter als bisher. Kindersitze ein- und ausbauen geht damit leichter. Die Bodenfreiheit liegt bei 169 mm, mit 17-Zoll-Rädern in Westeuropa bei 159 mm. Ein Geländewagen wird der Tucson also auch in fünfter Generation nicht.
Beim Infotainment wechselt Hyundai komplett die Plattform. Pleos Connect soll Updates over the air bekommen und Apps wie ein Smartphone laden. Gleo AI versteht laut Hyundai natürliche Sprache, statt starrer Befehle. Ob die deutsche Sprachversion zum Marktstart genauso gut funktioniert, kann heute niemand seriös sagen. Bei neuen Software-Plattformen ruckelt es in den ersten Monaten erfahrungsgemäß noch.
Der Vollhybrid bekommt mit 1.910 kg übrigens mehr Anhängelast als der Plug-in mit 1.810 kg. Für einen mittelgroßen Wohnwagen reichen beide.

Preis und Marktstart: was feststeht und was ich schätze
Fest steht: Hyundai hat weder einen deutschen Preis noch ein Lieferdatum genannt. Laut ecomento sollen die Bestellungen im ersten Quartal 2027 starten, auto motor und sport und autonotizen nennen Frühjahr 2027 als Marktstart. Realistisch rollen die ersten Kundenautos damit im Frühsommer 2027 zu den Händlern.
Meine Schätzung für die Preise basiert auf der aktuellen Liste. Neue Generationen legen bei Hyundai typischerweise 1.000 bis 3.000 Euro zu, dazu kommt mehr Batterie im Plug-in.
| Antrieb | Tucson aktuell, UPE ab (Stand 02.10.2026) | Hyundai Tucson 2027 (meine Schätzung) |
|---|---|---|
| 1.6 T-GDI Benziner | 36.490 Euro | ca. 37.500 bis 39.500 Euro |
| Vollhybrid | 41.240 Euro | ca. 43.000 bis 45.000 Euro |
| Plug-in-Hybrid | 45.690 Euro | ca. 47.500 bis 50.000 Euro |
| Diesel | 40.350 Euro | entfällt |
Das ist ausdrücklich eine Schätzung, kein Hyundai-Preis. motor1 erwartet den Einstieg bei 37.000 bis 39.000 Euro, autonotizen sieht ihn unter 40.000 Euro. Das passt zu meiner Spanne. Mit Rabatt ist der Neue zum Start aber sicher nicht zu haben. Und genau da wird es für den alten interessant.
So viel Rabatt gibt es auf den alten Tucson
Der Generationswechsel ist offiziell, die Händler müssen ihre Höfe leeren. Das sieht man an den Zahlen. Auf mobile.de stehen am 02.10.2026 rund 1.315 Tucson als Tageszulassung, ab etwa 25.650 Euro. Das ist der 150-PS-Benziner, dessen Listenpreis bei 36.490 Euro beginnt. Macht knapp 30 Prozent Nachlass.
| Antrieb | Listenpreis ab | Günstigstes gefundenes Angebot | Nachlass |
|---|---|---|---|
| Benziner 150 PS | 36.490 Euro | Tageszulassung ab ca. 25.650 Euro (mobile.de) | ca. 30 % |
| Benziner 150 PS | 36.490 Euro | Neuwagen bar ab 30.747 Euro (carwow) | ca. 16 % |
| Hybrid 239 PS | 41.240 Euro | Tageszulassung ab 33.709 Euro (mobile.de) | ca. 18 % |
| Hybrid N Line | 45.750 Euro | Neuwagen ab 35.900 Euro (mobile.de) | ca. 22 % |
| Plug-in-Hybrid | 45.690 Euro | Leasing ab 283 Euro/Monat (meinauto, 1.000 Euro Anzahlung) | – |
Alle Werte Stand 02.10.2026. carwow nennt im Schnitt 9.063 Euro Ersparnis auf den Listenpreis über alle Tucson-Angebote. Hyundai selbst bewirbt den Benziner im Leasing ab 199 Euro pro Monat, mit 2.990 Euro Anzahlung, 48 Monaten und 40.000 km.
Für den Plug-in-Hybrid fand ich deutlich weniger Tageszulassungen. Das hat einen Grund, zu dem ich gleich komme.
Dienstwagen: 81 km und die 0,5-Prozent-Grenze
Seit 2025 gilt für Plug-in-Hybride als Dienstwagen eine klare Regel. Halbe Versteuerung mit 0,5 Prozent gibt es nur bei höchstens 50 g CO2 pro Kilometer oder mindestens 80 km elektrischer Reichweite. Wer beides verfehlt, zahlt die vollen 1 Prozent wie ein Verbrenner. Auch der Arbeitsweg mit 0,03 Prozent pro Kilometer wird bei der halben Regel nur vom halben Listenpreis berechnet.
Entscheidend ist, welcher Reichweitenwert zählt. Laut Finanzverwaltung ist das die elektrische Reichweite innerorts, also der EAER-city-Wert aus Feld 49.5.2 der Übereinstimmungsbescheinigung (CoC). Dieser Wert liegt fast immer über der kombinierten WLTP-Reichweite.
Das verändert die Rechnung beim alten Tucson. Hyundai schreibt auf seiner Förderseite, dass der Tucson Plug-in-Hybrid mit Frontantrieb ab Modelljahr 2026 die geforderte Mindestreichweite innerorts erfüllt. Kombiniert schafft er nur 63 bis 70 km, innerorts aber offenbar mindestens 80. Ältere Baujahre und Allradler können darunter liegen.
Beim Hyundai Tucson 2027 sind die 81 km vermutlich der kombinierte Wert. Dann läge der Innerorts-Wert noch höher, der Puffer wäre größer, als er aussieht. Sicher ist das erst mit dem CoC. Größere Räder kosten Reichweite, gemessen wurde mit 17 Zoll. Bei 20-Zoll-Felgen kann es enger werden.
Mein Rat: Lass dir vor der Bestellung den EAER-city-Wert für genau deine Ausstattung und Radgröße schriftlich geben. Das gilt für den alten wie für den neuen Tucson.
Meine Dienstwagen-Rechnung bei 50.000 Euro Listenpreis
Ich rechne mit 50.000 Euro Bruttolistenpreis. Das ist eine gut ausgestattete Plug-in-Version, alt wie neu. Dazu kommen 20 km einfacher Arbeitsweg.
| Posten pro Monat | 1-Prozent-Regel | 0,5-Prozent-Regel |
|---|---|---|
| Privatnutzung | 500 Euro | 250 Euro |
| Arbeitsweg 20 km (0,03 %) | 300 Euro | 150 Euro |
| Geldwerter Vorteil gesamt | 800 Euro | 400 Euro |
| Mehrsteuer bei 30 % Grenzsteuersatz | 240 Euro | 120 Euro |
| Mehrsteuer bei 42 % Grenzsteuersatz | 336 Euro | 168 Euro |
Der Unterschied liegt bei 400 Euro geldwertem Vorteil im Monat. Bei 42 Prozent Grenzsteuersatz sind das 168 Euro netto weniger Steuer pro Monat. Aufs Jahr gerechnet rund 2.000 Euro, über drei Jahre Leasing gut 6.000 Euro. Soli und Kirchensteuer kommen noch obendrauf.
Ein Plug-in-Hybrid, der knapp an 80 km innerorts scheitert, kostet einen Vielverdiener also einen Familienurlaub pro Jahr. Für Dienstwagenfahrer ist das die wichtigste Zahl des ganzen Artikels.
Reichweite im Alltag: was von 81 km übrig bleibt
WLTP-Werte sind Laborwerte. Der ADAC hat den aktuellen Tucson Plug-in gemessen: Statt der angegebenen 64 km schaffte er im Test 53 km elektrisch. Das sind rund 17 Prozent weniger.
Überträgt man diesen Abschlag auf den Hyundai Tucson 2027, bleiben von 81 km grob 65 bis 70 km im Alltag. Das ist meine Hochrechnung, keine Messung. Im Winter mit Heizung und auf der Autobahn wird es weniger.
Für einen typischen Pendler mit 25 bis 30 km pro Strecke reicht das trotzdem für Hin- und Rückweg ohne Benzin. Beim alten Tucson wird es bei 30 km einfacher Strecke im Winter schon eng.
Geladen wird nur mit Wechselstrom und maximal 7,2 kW. Die 17,1-kWh-Batterie ist an der Wallbox damit in rund zweieinhalb bis drei Stunden voll, an der Haushaltssteckdose dauert es eine Nacht. Schnellladen per CCS bietet Hyundai nicht an, der Tiguan eHybrid und der RAV4 schon. Für Dienstwagenfahrer ohne Wallbox zu Hause ist das ein echter Nachteil: Wer nicht lädt, fährt einen schweren Benziner.
Privatkauf: die E-Auto-Prämie für Plug-in-Hybride
Die Förderung 2026 gilt auch für Plug-in-Hybride. Die Bedingung ist fast dieselbe wie beim Dienstwagen. Laut BAFA zählen höchstens 60 g CO2 pro Kilometer oder mindestens 80 km Reichweite innerorts nach EAER city. Die Grenze für den CO2-Wert liegt hier also bei 60 statt 50 Gramm.
Der Zuschuss für Plug-in-Hybride liegt zwischen 1.500 und 4.500 Euro. Er hängt vom zu versteuernden Haushaltseinkommen und der Kinderzahl ab.
| Haushaltseinkommen | ohne Kind | 1 Kind | 2 Kinder |
|---|---|---|---|
| bis 45.000 Euro | 3.500 Euro | 4.000 Euro | 4.500 Euro |
| 45.001 bis 60.000 Euro | 2.500 Euro | 3.000 Euro | 3.500 Euro |
| 60.001 bis 80.000 Euro | 1.500 Euro | 2.000 Euro | 2.500 Euro |
Laut ACE und BAFA steigt die Einkommensgrenze mit Kindern um 5.000 Euro je Kind, maximal um zwei. Antragsberechtigt sind nur Privatpersonen. Kauf und Leasing sind gleichermaßen förderfähig, das Auto muss aber mindestens 36 Monate auf dich zugelassen bleiben.
Jetzt kommt der Punkt, den viele übersehen. Plug-in-Hybride sind nur förderfähig, wenn sie bis zum 30.06.2027 zugelassen werden. Danach will der Bund die Förderung anhand realer Verbrauchsdaten neu prüfen.

Warum der Starttermin für die Prämie heikel ist
Hier liegt das eigentliche Risiko beim Hyundai Tucson 2027. Bestellstart im ersten Quartal, Marktstart im Frühjahr: Wer im März bestellt, bekommt seinen Wagen mit etwas Glück im Juni. Mit Pech kommt er im Juli, und dann ist die Prämie für Plug-in-Hybride womöglich weg.
Der alte Tucson Plug-in mit Frontantrieb ist dagegen sofort lieferbar und laut Hyundai förderfähig. Das erklärt auch, warum kaum PHEV-Tageszulassungen auftauchen. Eine Tageszulassung läuft auf den Händler, die Prämie gibt es nur für Neufahrzeuge, die auf dich als Erstbesitzer zugelassen werden. Händler verkaufen die Plug-ins deshalb lieber als Neuwagen.
Rechnen wir das durch. Ein Haushalt mit 55.000 Euro Einkommen und einem Kind bekommt 3.000 Euro. Kombiniert mit einem Händlerrabatt von zehn bis 15 Prozent auf 45.690 Euro landet der alte Tucson Plug-in bei grob 36.000 bis 38.000 Euro netto. Den neuen wird es 2027 zu diesem Preis nicht geben.
Zur Made-in-EU-Debatte: Aktuell verlangt die Förderung keine europäische Produktion. Das BAFA schreibt aber, solche Vorgaben könnten später ins laufende Programm kommen. Beide Tucson-Generationen stammen für Europa aus Tschechien. Für den Tucson wäre eine solche Regel also eher ein Vorteil gegenüber Importen aus China.
Hybrid oder Plug-in: welcher Tucson zu wem passt
Viele Tucson-Käufer stellen sich die Frage falsch. Es geht weniger um alt oder neu, sondern um Hybrid oder Plug-in. Beim aktuellen Modell trennen die beiden 4.450 Euro Listenpreis: 41.240 gegen 45.690 Euro.
Der Vollhybrid braucht laut Hyundai 5,6 Liter auf 100 km und lädt sich selbst. Der Plug-in kommt auf gewichtete 2,7 Liter plus 11,4 kWh Strom, aber nur, wenn du ihn regelmäßig an die Steckdose hängst. Ohne Laden schleppst du die Batterie umsonst mit: Der aktuelle Plug-in wiegt bis zu 1.889 kg, der Benziner ab 1.520 kg.
Meine Faustregel: Hast du eine Wallbox oder lädst beim Arbeitgeber, nimm den Plug-in. Mit Prämie oder 0,5 Prozent ist er dann sogar günstiger als der Hybrid. Parkst du an der Straße und fährst viel Autobahn, nimm den Vollhybrid. Der ist als Tageszulassung zudem deutlich leichter mit Rabatt zu finden.
Für den Hyundai Tucson 2027 bleibt diese Logik gleich. Der Hybrid wächst leicht auf 245 PS, der Plug-in bekommt die größere Batterie. Am Grundprinzip ändert die neue Generation nichts.
Die Konkurrenz: Plug-in-SUV mit Preisen
Vor der Entscheidung lohnt der Blick auf die Alternativen. Viele Konkurrenten fahren schon heute deutlich weiter elektrisch als selbst der neue Tucson.
| Modell | Preis ab (Stand 02.10.2026) | Systemleistung | E-Reichweite WLTP |
|---|---|---|---|
| Hyundai Tucson PHEV (aktuell) | 45.690 Euro | 288 PS | 63 bis 70 km |
| Hyundai Tucson 2027 PHEV | noch nicht bekannt | 292 PS | ca. 81 km (geschätzt) |
| VW Tiguan eHybrid Life | 52.735 Euro | 204 PS | bis 125 km |
| Skoda Kodiaq iV Selection | 49.230 Euro | 204 PS | 122 km |
| Kia Sportage PHEV Spirit 2WD | 49.300 Euro | 288 PS | 66 km |
| Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid | 49.990 Euro | bis 304 PS | bis 137 km |
| Ford Kuga Plug-in-Hybrid | 47.100 Euro | 243 PS | 69 km |
| BYD Seal U DM-i Comfort | 42.990 Euro | 218 PS | 125 km |
| MG HS Plug-in-Hybrid Luxury | 41.990 Euro | 272 PS | ca. 100 km |
Drei Dinge fallen auf. Tiguan, Kodiaq, RAV4 und Seal U liegen mit über 120 km weit jenseits jeder 80-km-Grenze, da muss niemand ein CoC zittern. Der Kia Sportage ist technisch der Zwilling des alten Tucson und hat dieselbe Schwäche. Und BYD und MG sind rund 4.000 Euro günstiger, kommen aber aus China.
Was beim neuen Tucson noch offen ist
Bevor du dein Geld parkst und wartest, solltest du wissen, was Hyundai noch nicht verraten hat. Die Liste ist lang.
- Deutsche Preise und Ausstattungslinien.
- Der genaue Liefertermin für Deutschland.
- Der EAER-city-Wert des Plug-in, also die Zahl, die über Steuer und Prämie entscheidet.
- Das Kofferraumvolumen des Plug-in-Hybrids.
- Ob der Plug-in bei uns auch mit Allrad kommt und was der Allrad an Reichweite kostet.
- Der gewichtete CO2-Wert. Hyundai nennt im Pressematerial vorläufige Zielwerte von 90 bis 110 g/km für den Plug-in. Ob das der gewichtete Wert ist, geht daraus nicht hervor.
Solange diese Punkte fehlen, kaufst du beim Neuen die Katze im Sack. Beim alten Tucson liegen alle Zahlen auf dem Tisch.
Hyundai Tucson 2027 oder alter Tucson: meine Kaufempfehlung
Dienstwagenfahrer: Prüfe zuerst das CoC. Hat dein konkreter alter Tucson Plug-in mit Frontantrieb einen EAER-city-Wert ab 80 km, nimm ihn jetzt. Dann versteuerst du ab sofort nur 0,5 Prozent und profitierst vom Abverkauf. Liegt der Wert darunter, warte nicht auf den Hyundai Tucson 2027. Nimm einen Skoda Kodiaq iV oder Tiguan eHybrid mit über 120 km, die sind heute bestellbar und haben Reserve.
Privater Barzahler: Kauf den alten Tucson. Der Vollhybrid als Tageszulassung ab etwa 33.700 Euro ist das vernünftigste Angebot im Segment. Willst du laden, nimm den Plug-in mit Frontantrieb als Neuwagen, kassiere die Prämie und verhandle zusätzlich zehn Prozent. Auf den Neuen solltest du nur warten, wenn dir 17-Zoll-Display, mehr Platz im Fond und ein frisches Design wirklich mehrere tausend Euro wert sind.
Leasingkunde: Hier spricht am wenigsten für das Warten. Aktuelle Raten ab 199 Euro (Benziner) bzw. ab 283 Euro (Plug-in) sind Abverkaufsniveau. Zum Start des Neuen werden die Raten höher liegen. Denk an die 36 Monate Zulassungspflicht, falls du die Prämie mitnimmst. Wer kurz least, kann in drei Jahren in den gereiften Tucson der fünften Generation wechseln.
Warten lohnt sich nur, wenn du ohnehin bis Sommer 2027 Zeit hast und ohne Prämie planst. Dann bekommst du das modernere Auto mit mehr Reichweite.

Checkliste vor der Unterschrift
- EAER-city-Wert aus Feld 49.5.2 des CoC für deine Ausstattung und Radgröße schriftlich anfordern.
- Beim Plug-in auf Frontantrieb und Modelljahr 2026 achten.
- Prämie: Zulassung auf dich, nicht als Tageszulassung auf den Händler.
- Bei Bestellung des Neuen: Liefertermin vor dem 30.06.2027 schriftlich fixieren lassen, sonst ohne Prämie kalkulieren.
- Diesel-Fans: Der 1.6 CRDi kommt nicht wieder, jetzt oder nie.
- Rabatt-Vergleich: mindestens drei Händler plus carwow oder meinauto anfragen.
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Über den Autor: Amit Ahirrao ist professioneller Präzisionsfahrer und Gründer von AutoColumn. Er vergleicht Neuwagenpreise, Förderregeln und Dienstwagen-Steuer für Käufer in Deutschland.
Letzte Aktualisierung: 02.10.2026 · Datenquellen: Hyundai Newsroom DE: Weltpremiere Tucson, Hyundai Europe Pressemitteilung, Hyundai Deutschland: Varianten und Preise, Hyundai: E-Auto-Förderung, ecomento, auto motor und sport, autonotizen, motor1, carwow, mobile.de, BAFA FAQ, ACE, Haufe: BMF zu Hybridfahrzeugen, ADAC Autokatalog, automobiledimension, ecomento: Toyota RAV4
Hyundai hat noch keinen deutschen Preis genannt. Laut ecomento startet der Verkauf im ersten Quartal 2027, der Marktstart ist für Frühjahr 2027 erwartet. Der aktuelle Tucson kostet ab 36.490 Euro, der Nachfolger dürfte als Benziner bei etwa 37.500 bis 39.500 Euro starten. Das ist eine Schätzung (Stand 02.10.2026).
Hyundai nennt für den neuen Tucson Plug-in-Hybrid mit 17,1 kWh Batterie rund 81 Kilometer elektrische Reichweite. Der Wert ist geschätzt, gemessen mit 17-Zoll-Rädern, und gilt bis zur endgültigen Typgenehmigung. Der aktuelle Tucson Plug-in schafft nach WLTP 63 bis 70 Kilometer.
Ja, wenn er höchstens 50 g CO2 pro Kilometer ausstößt oder mindestens 80 Kilometer elektrisch fährt. Maßgeblich ist die Reichweite innerorts (EAER city) aus der Übereinstimmungsbescheinigung. Laut Hyundai erreicht der Tucson Plug-in mit Frontantrieb ab Modelljahr 2026 diesen Wert. Prüfen Sie das CoC Ihres konkreten Fahrzeugs.
Der aktuelle Tucson Plug-in mit Frontantrieb ab Modelljahr 2026 ist laut Hyundai förderfähig. Je nach Haushaltseinkommen und Kinderzahl gibt es 1.500 bis 4.500 Euro. Plug-in-Hybride müssen bis zum 30.06.2027 zugelassen sein, was beim neuen Modell wegen des späten Marktstarts knapp werden kann.
Nein. Die fünfte Generation kommt nur als 1.6 T-GDI Benziner, als Vollhybrid mit 245 PS und als Plug-in-Hybrid mit 292 PS. Wer einen Tucson Diesel möchte, muss das aktuelle Modell mit 1.6 CRDi und 136 PS kaufen, das ab 40.350 Euro in der Preisliste steht.
Für viele Käufer ja. Tageszulassungen gibt es auf mobile.de ab rund 25.650 Euro, das sind knapp 30 Prozent unter Listenpreis. Der Plug-in mit Frontantrieb ist zudem förderfähig. Warten lohnt sich vor allem, wenn Sie mehr Platz, das neue Infotainment und mehr Reichweite wollen und erst 2027 ein Auto brauchen.
