Der Mercedes-AMG GT SUV Preis startet bei 113.050 Euro, und das ist fast das Unspektakulärste an diesem Auto. Das Topmodell GT 63 leistet 860 kW, umgerechnet 1.169 PS. Es soll mit bis zu 710 kW laden. Auf dem Papier lädt damit kein SUV auf dem deutschen Markt schneller. Was das Topmodell kostet, verrät Mercedes allerdings noch nicht.
Ich habe die bestätigten Daten der Premiere von den Gerüchten davor getrennt. Dann habe ich nachgerechnet, was 710 kW an deutschen Ladesäulen heute wirklich bringen. Dazu kommen ein Preisvergleich mit Cayenne, Urus und XM sowie die Rechnung für den Dienstwagen. Am Ende sage ich dir, wer zugreifen sollte und wer beim Porsche besser aufgehoben ist.

Weltpremiere in Stuttgart: Warum dieses SUV so viel Lärm macht
Am 17. Oktober 2026 stand das neue AMG-SUV vor dem Mercedes-Benz Museum in Stuttgart. Laut Stuttgarter Zeitung kamen rund 15.000 Beschäftigte und Gäste. AMG-Chef Stefan Weckbach zeigte das erste SUV, das AMG komplett selbst entwickelt hat. Bisher waren AMG-SUVs geschärfte Mercedes-Modelle wie GLE oder G-Klasse.
Die Basis heißt AMG.EA. Das ist eine reine Elektro-Plattform mit 800 Volt, die schon das AMG GT 4-Türer Coupé nutzt. Intern trägt das SUV den Code X591. Bauen will Mercedes es im Werk Sindelfingen. Die Motoren der starken Versionen kommen laut Stuttgarter Zeitung aus Berlin-Marienfelde.
Warum das Timing zählt: Porsche hat den Cayenne Electric längst in der Preisliste. Range Rover nimmt Bestellungen für sein Elektro-SUV an. Mercedes kommt also spät, dafür aber mit den größten Zahlen im Segment. Wer „AMG GT SUV 2026“ sucht, will deshalb vor allem zwei Dinge wissen: den Preis und die echten Daten.

Mercedes-AMG GT SUV: Die bestätigten Daten aller drei Versionen
Das GT 53 SUV nutzt zwei Synchronmotoren, je einen pro Achse. GT 55 und GT 63 bekommen dagegen drei flache Axialfluss-Motoren von der Mercedes-Tochter Yasa.
| Daten laut Mercedes | GT 53 SUV | GT 55 SUV | GT 63 SUV |
|---|---|---|---|
| Spitzenleistung | 400 kW (544 PS) | 600 kW (816 PS) | 860 kW (1.169 PS) |
| Dauerleistung | 270 kW | 530 kW | 530 kW |
| Drehmoment | 800 Nm | 1.860 Nm | 2.000 Nm |
| Akku (netto) | 106 kWh | 106 / 128 kWh | 106 / 128 kWh |
| WLTP-Reichweite | 597 bis 668 km | 525 bis 700 km | 525 bis 700 km |
| Ladeleistung DC | 600 kW | 600 / 710 kW | 600 / 710 kW |
| 10 bis 80 Prozent | 11 min | 11 / 12 min | 11 / 12 min |
| 0 auf 100 km/h | 4,2 s | 3,1 s | 2,7 s (2,5 s mit Rollout) |
| Spitze | 250 km/h | 270 km/h mit Paket | 270 km/h mit Paket |
| Bestellbar | seit 20.10.2026 | Frühjahr 2027 | Frühjahr 2027 |
Das SUV ist 5,08 Meter lang, 2,00 Meter breit und hat 3,04 Meter Radstand. Der Kofferraum fasst 607 bis 1.740 Liter, vorne kommen 78 Liter dazu. Hinten sitzen serienmäßig drei Personen, es ist also ein Fünfsitzer. Das Leergewicht liegt je nach Version bei rund 2,5 bis 2,7 Tonnen.
Mit dem großen Akku schaffen GT 55 und GT 63 bis zu 700 Kilometer WLTP, mit dem kleinen bis zu 585. Mercedes nennt alle Werte zu Laden und Reichweite ausdrücklich vorläufig. Electrive nennt kürzere Sprintzeiten, vermutlich mit Rollout gemessen.

Was vor der Premiere anders kursierte
Vor dem 17. Oktober kursierten andere Zahlen. Web.de schrieb Ende September von knapp 1.000 PS, rund 106 kWh, 600 kW Ladeleistung und etwa 600 Kilometern Reichweite. Für ein Topmodell nannte das Portal sogar bis zu 1.360 PS.
Davon bestätigt Mercedes nur den Akku mit 106 kWh und die 600 kW als Basis. Neu sind der optionale Akku mit 128 kWh, die 710 kW und die 700 Kilometer. Die 1.360 PS gibt es dagegen nicht. Liest du ältere Artikel, prüf also das Datum.
710 kW Ladeleistung: Was davon an deutschen Säulen ankommt
Die 710 kW sind die eigentliche Schlagzeile. Allerdings gelten sie nur für GT 55 und GT 63 mit großem Akku. Das GT 53 lädt mit maximal 600 kW. Für 710 kW braucht das Auto laut automobile.at rund 1.000 Ampere. Genau da liegt das Problem.
Alpitronic ist der wichtigste Lieferant für Schnelllader in Europa. Sein System HYC1000 begrenzt CCS bisher auf 600 kW und 600 Ampere je Stecker. Im Juni 2026 stellte die Firma laut electrive einen neuen HP Dispenser vor. Der schafft mit einem CCS-Stecker über 1.000 Ampere und bis zu 1 Megawatt. Ein Startdatum für Europa nennt Alpitronic aber nicht.
Ionity betreibt in Deutschland bisher zwei Ladeparks mit HYC1000, in Werne und in Karlsruhe. Beide liefern laut electrive bis zu 600 kW pro Ladepunkt, und das nur unter passenden Bedingungen. Laden dort mehrere Autos, teilen sie sich 1 Megawatt. Stand 22.10.2026 kenne ich keinen öffentlichen Ladepunkt in Deutschland, der 710 kW freigibt.
An einer typischen Säule mit 400 kW braucht der große Akku laut Mercedes 16 statt 12 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Du verlierst also vier Minuten. Der kleine Akku braucht dort 14 statt 11 Minuten. Das ist weniger Drama, als die Schlagzeile vermuten lässt.
BYD setzt beim Flash Charging mit 1.500 kW auf ein eigenes Netz. Mercedes geht dagegen den offenen Weg über CCS, und der braucht Zeit.

Rechnen wir die „450 km in zehn Minuten“ nach
Mercedes wirbt mit rund 450 Kilometern Reichweite in zehn Minuten. Electrive nennt 454 Kilometer für den großen Akku und 440 Kilometer für das GT 53. Laut Dr. Web fließen in zehn Minuten 83 kWh in den Akku. Teilen wir das einmal durch den Verbrauch.
Das GT 63 braucht laut ecomento 20,9 bis 23,8 kWh auf 100 Kilometer. Mit 83 kWh komme ich damit auf 349 bis 397 Kilometer. Elektroauto-news.net nennt für die Topmodelle ebenfalls bis zu 386 Kilometer. Selbst beim sparsamen GT 53 mit 18,8 kWh wären es rechnerisch nur 441 Kilometer.
Mein Rat: Rechne beim GT 63 mit knapp 400 Kilometern in zehn Minuten. Und das gilt nur an einer Säule, die es kaum gibt. Ist das trotzdem so schnell wie Tanken? Fast. Auch ein Tankstopp mit Bezahlen dauert gern fünf bis acht Minuten.
Was eine Schnellladung am Ionity-Lader kostet
Ionity verlangt ad hoc seit Juli 2026 bis zu 0,76 Euro pro kWh, so electrive. Mit dem Abo „Power“ für 11,99 Euro im Monat zahlst du ab rund 0,41 Euro. Eine Ladung von 10 auf 80 Prozent bringt beim großen Akku knapp 90 kWh. Das kostet ad hoc etwa 68 Euro, im Abo etwa 37 Euro.
Auf 100 Kilometer sind das beim GT 63 im Höchstverbrauch rund 18 Euro ad hoc, ohne Ladeverluste. Welche Tarife sich lohnen, zeigt unser Ladekosten-Vergleich 2026.

Mercedes-AMG GT SUV Preis: Was feststeht und was ich erwarte
Fest steht genau ein Preis. Das GT 53 SUV kostet ab 113.050 Euro, das melden ecomento und electrive übereinstimmend. Seit dem 20. Oktober 2026 kannst du es bestellen. Die Auslieferung startet laut jesmb im ersten Quartal 2027. Für GT 55 und GT 63 hat Mercedes-AMG dagegen noch keine Preise genannt.
Spannend ist der Abstand zum Coupé. Das GT 53 4-Türer Coupé kostet laut electrive 115.430 Euro. Im Vergleich dazu ist das SUV 2.380 Euro günstiger, obwohl es größer ist. Das GT 55 Coupé startet laut ecomento bei 154.700 Euro, das GT 63 Coupé bei 196.350 Euro. Mehr zum Schwestermodell steht in unserem Beitrag zum Mercedes-AMG GT 4-Türer.
| Version | Coupé (Preis fix) | SUV (Stand 22.10.2026) | Meine Erwartung für das SUV |
|---|---|---|---|
| GT 53 | 115.430 Euro | 113.050 Euro | bestätigt |
| GT 55 | 154.700 Euro | noch nicht bekannt | 150.000 bis 165.000 Euro |
| GT 63 | 196.350 Euro | noch nicht bekannt | 190.000 bis 210.000 Euro |
Meine Logik: Beim GT 53 bleibt das SUV knapp unter dem Coupé. GT 55 und GT 63 bekommen aber den großen Akku und die 710 kW, die das Coupé nicht hat. Das Coupé lädt laut electrive mit 600 kW. Ich rechne deshalb mit einem Aufpreis für den großen Akku.
Die Stuttgarter Zeitung schätzt die Topmodelle auf knapp unter 200.000 Euro. Für die Basis halte ich das für plausibel. Mit Manufaktur-Lack, Burmester-Sound und großem Akku landest du aber schnell deutlich darüber. Der Mercedes-AMG GT SUV Preis für ein GT 63 wie auf den Bildern dürfte also klar über 200.000 Euro liegen.

AMG GT SUV Preis im Vergleich: Cayenne, Urus, XM und Co.
Wo landet das AMG-SUV im Feld? Ich habe die aktuellen deutschen Einstiegspreise der wichtigsten Rivalen gesammelt. Wichtig dabei: Urus, XM und Purosangue fahren nicht rein elektrisch.
| Modell | Antrieb | Leistung | DC-Laden | Preis ab (Stand 22.10.2026) | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|
| Mercedes-AMG GT 53 SUV | elektrisch | 400 kW (544 PS) | 600 kW | 113.050 Euro | ecomento |
| Mercedes-AMG GT 63 SUV | elektrisch | 860 kW (1.169 PS) | 710 kW | noch nicht bekannt | ecomento |
| Porsche Cayenne Electric | elektrisch | 325 kW mit Launch Control | rund 400 kW | 105.200 Euro | Auto Bild |
| Porsche Cayenne S Electric | elektrisch | 490 kW (666 PS) mit Launch Control | rund 400 kW | 126.400 Euro | Auto Bild |
| Porsche Cayenne Turbo Electric | elektrisch | 850 kW (1.156 PS) | rund 400 kW | 165.500 Euro | Auto Bild |
| Range Rover Electric EV550 | elektrisch | 550 PS | 350 kW | 180.100 Euro | meinauto.de |
| Lotus Eletre R | elektrisch | 675 kW (918 PS) | 350 kW | zuletzt 150.990 Euro | ADAC |
| BMW XM Label | Plug-in-Hybrid | 550 kW (748 PS) | entfällt | 183.400 Euro | ADAC |
| Lamborghini Urus SE | Plug-in-Hybrid | 800 PS | entfällt | rund 260.000 Euro | AutoScout24 |
| Ferrari Purosangue | V12-Benziner | 725 PS | entfällt | rund 380.000 Euro | AutoScout24 |
GT 63 gegen Cayenne Turbo: Wo das AMG vorne liegt
Zwei Dinge fallen sofort auf. Erstens lädt kein Rivale auch nur annähernd so schnell wie das AMG. Porsche schafft rund 400 kW, Range Rover und Lotus kommen auf 350 kW. Zweitens wirkt der Mercedes-AMG GT SUV Preis für das GT 53 in diesem Feld fast wie ein Schnäppchen. Es kostet 7.850 Euro mehr als der Basis-Cayenne, lädt aber mit 600 statt 400 kW.
Beim Duell GT 63 gegen Cayenne Turbo entscheidet am Ende der Preis. Liegt das AMG bei rund 200.000 Euro, zahlst du gut 34.000 Euro mehr. Dafür bekommst du 10 kW mehr Spitze und 710 statt 400 kW Ladeleistung. Dazu kommen bis zu 700 statt 623 Kilometer WLTP. Lamborghini und Ferrari spielen dagegen in einer anderen Liga, denn dort kaufst du Marke und Klang.

Firmenwagen-Steuer: Ab diesem Preis zahlt der AMG GT SUV 0,5 Prozent
Seit 2025 gilt die 0,25-Prozent-Regel für E-Dienstwagen bis 100.000 Euro Listenpreis, berichtet auto motor und sport. Darüber versteuerst du 0,5 Prozent im Monat. Jede Version des AMG-SUVs liegt über der Grenze, auch das GT 53. Selbst der Basis-Cayenne reißt sie mit 105.200 Euro knapp.
Trotzdem bleibt der Vorteil groß, denn ein Verbrenner kostet 1 Prozent. Plug-in-Hybride wie Urus SE oder XM Label brauchen für 0,5 Prozent strenge Werte bei CO2 oder E-Reichweite. Prüf das im Einzelfall.
Beispielrechnung: Was das SUV als Dienstwagen kostet
Meine Annahmen: 20 Kilometer Arbeitsweg, persönlicher Steuersatz 42 Prozent, ohne Soli und Kirchensteuer. Das Finanzamt rundet den Listenpreis auf volle 100 Euro ab. Den Arbeitsweg setzt es mit 0,03 Prozent pro Kilometer an, beim E-Auto über 100.000 Euro aber nur zur Hälfte.
| Modell | Listenpreis | Satz | Geldwerter Vorteil pro Monat | Steuer pro Monat (42 %) |
|---|---|---|---|---|
| AMG GT 53 SUV | 113.050 Euro | 0,5 % | 904 Euro | rund 380 Euro |
| Cayenne Turbo Electric | 165.500 Euro | 0,5 % | 1.324 Euro | rund 556 Euro |
| AMG GT 63 SUV (meine Schätzung) | 200.000 Euro | 0,5 % | 1.600 Euro | 672 Euro |
| Verbrenner zum Preis des GT 53 | 113.050 Euro | 1 % | 1.808 Euro | rund 759 Euro |
Das GT 53 kostet dich also rund 380 Euro Steuer im Monat. Läge es unter 100.000 Euro, wären es nur rund 190 Euro. Gegenüber einem gleich teuren Verbrenner sparst du knapp 380 Euro im Monat. Über drei Jahre sind das rund 13.600 Euro.
Für Firmen gibt es einen zweiten Hebel. Neue E-Autos aus der Zeit zwischen Juli 2025 und Ende 2027 dürfen sie im ersten Jahr zu 75 Prozent abschreiben. So steht es bei auto motor und sport. Das gilt nur beim Kauf, nicht beim Leasing. Beim GT 53 SUV wären das im ersten Jahr gut 71.000 Euro netto. Mehr Tricks stehen in unserem Ratgeber zu Luxus-Firmenwagen 2026.
Die Schwächen, über die bei der Premiere keiner sprach
Das Gewicht: Bis zu rund 2,7 Tonnen sind viel, auch mit Hinterachslenkung bis 6 Grad. Reifen und Bremsen zahlen dafür die Rechnung. Immerhin bekommt das GT 63 serienmäßig Carbon-Keramik-Bremsen, GT 53 und GT 55 starten mit Stahl.
Der Verbrauch: Schon im WLTP nennt Mercedes bis zu 23,8 kWh beim Topmodell. Auf der Autobahn bei hohem Tempo liegt der echte Wert erfahrungsgemäß klar darüber. Die 700 Kilometer gelten also für ruhige Fahrer.
Das Laden zu Hause: Laut jesmb lädt das SUV mit Wechselstrom nur mit 11 kW. Für den großen Akku heißt das fast zwölf Stunden von leer auf voll. Über Nacht reicht das, aber mehr als eine normale Wallbox braucht es nicht.
Die Kraft auf Zeit: Die 1.169 PS gibt es nur kurz. Dauerhaft liefern GT 55 und GT 63 laut ecomento 530 kW, das GT 53 nur 270 kW.
Der Klang: Mercedes bietet künstlichen V8- oder Sechszylinder-Sound an, den du abschalten kannst. Mich überzeugt so etwas im Elektroauto nicht.

GT 53 SUV oder Cayenne Electric: Wer ist der bessere Kauf?
Diese Frage zählt für die meisten Käufer, denn kaum jemand kauft ein GT 63 für 200.000 Euro. Zwischen 105.000 und 130.000 Euro treffen GT 53 SUV, Cayenne Electric und Cayenne S Electric aufeinander.
| AMG GT 53 SUV | Cayenne Electric | Cayenne S Electric | |
|---|---|---|---|
| Preis ab | 113.050 Euro | 105.200 Euro | 126.400 Euro |
| Leistung | 400 kW (544 PS) | 325 kW (442 PS) mit Launch Control | 490 kW (666 PS) mit Launch Control |
| Akku netto | 106 kWh | 108 kWh | 108 kWh |
| DC-Laden | 600 kW | rund 400 kW | rund 400 kW |
| WLTP | bis 668 km | 642 km | 653 km |
| Auslieferung | ab 1. Quartal 2027 | bereits bestellbar | bereits bestellbar |
Auf dem Papier gewinnt das AMG klar. Es ist stärker und lädt schneller als der Basis-Cayenne, kostet aber nur 7.850 Euro mehr. Gegenüber dem Cayenne S sparst du sogar 13.350 Euro, verzichtest dafür aber auf rund 90 kW Leistung.
Der Porsche hat trotzdem echte Argumente. Er ist schon länger bestellbar, und das AMG muss sich erst beweisen, auch bei der Software. Zudem halten Porsche-Modelle ihren Wert traditionell gut. Wenn dir Sicherheit wichtiger ist als die Ladeleistung, ist der Cayenne die ruhigere Wahl.
Mein Fazit zum Mercedes-AMG GT SUV
Das Spektakel ist echt. 1.169 PS, 2.000 Nm und 710 kW Ladeleistung gab es so noch in keinem SUV mit Stern. Doch der Mercedes-AMG GT SUV Preis für das Topmodell fehlt, und die 710 kW findest du an deutschen Säulen heute nicht. Deshalb ist für mich nicht das GT 63 der interessante Wagen, sondern das GT 53.
Kauf das GT 53 SUV, wenn du ein großes, schnelles Elektro-SUV um 110.000 Euro willst und oft Langstrecke fährst. Mit 600 kW lädt es schneller als jeder Cayenne. Beim GT 63 würde ich dagegen warten, bis Mercedes den Preis nennt und bis es Säulen mit 710 kW gibt. Vor Frühjahr 2027 kannst du es ohnehin nicht bestellen.
Nimm den Cayenne Turbo Electric, wenn du das Auto früher brauchst und dir die erprobte Technik wichtiger ist. Finger weg vom AMG, wenn du fast nur Kurzstrecke fährst. Dann zahlst du für 600 kW, die du nie nutzt, und ein GLC mit Stern reicht völlig.
Wer kauft das GT 63 SUV? Vor allem Menschen, denen ein Urus zu teuer ist und die trotzdem keinen Kompromiss bei der Leistung wollen. Für sie ist das AMG vermutlich gut 60.000 Euro günstiger. Wenn der Preis bei rund 200.000 Euro landet, ist das in dieser Klasse fast schon vernünftig. Ich melde mich wieder, sobald Mercedes die Preisliste vollständig macht.

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Über den Autor: Amit Ahirrao ist professioneller Präzisionsfahrer und Gründer von AutoColumn. Er schreibt über Elektroautos, Ladetechnik und die Frage, welches Auto sich für deutsche Käufer wirklich rechnet.
Letzte Aktualisierung: 22.10.2026 · Datenquellen: ecomento: Mercedes-AMG GT SUV, electrive: Laden mit 710 kW, elektroauto-news.net, Stuttgarter Zeitung, jesmb, Dr. Web, automobile.at, web.de, electrive: AMG GT 53 4-Türer, ecomento: AMG GT 4-Türer Preise, electrive: Alpitronic HYC1000, electrive: Ionity Karlsruhe, electrive: Ionity-Preise, Auto Bild: Cayenne Electric, automobile.at: Cayenne Electric, meinauto.de: Range Rover Electric, ADAC: BMW XM Label, ADAC: Lotus Eletre R, AutoScout24: Urus, AutoScout24: Purosangue, auto motor und sport: E-Dienstwagen
Das Einstiegsmodell AMG GT 53 SUV kostet ab 113.050 Euro und ist seit dem 20. Oktober 2026 bestellbar. Für die stärkeren Versionen GT 55 und GT 63 hat Mercedes-AMG noch keine Preise genannt. Ich erwarte für das GT 63 SUV rund 190.000 bis 210.000 Euro ohne Extras.
Das GT 63 SUV leistet laut Mercedes bis zu 860 kW, das sind 1.169 PS, und 2.000 Nm Drehmoment. Dauerhaft liefert es 530 kW. Von 0 auf 100 km/h geht es in 2,7 Sekunden, die Spitze liegt mit Paket bei 270 km/h.
Die 710 kW gibt es nur mit dem 128-kWh-Akku und brauchen rund 1.000 Ampere. Die schnellsten Ionity-Ladepunkte in Deutschland, etwa in Werne und Karlsruhe, liefern bisher bis zu 600 kW. An einer 400-kW-Säule dauert 10 bis 80 Prozent laut Mercedes 16 statt 12 Minuten.
Das GT 53 SUV ist seit dem 20. Oktober 2026 bestellbar, die Auslieferung startet laut jesmb im ersten Quartal 2027. GT 55 und GT 63 folgen im Frühjahr 2027. Gebaut wird das SUV im Mercedes-Werk Sindelfingen.
Nein, denn alle Versionen kosten mehr als 100.000 Euro Listenpreis. Damit gilt die 0,5-Prozent-Regel. Beim GT 53 SUV sind das 565 Euro geldwerter Vorteil im Monat, plus Arbeitsweg. Ein gleich teurer Verbrenner käme auf 1.130 Euro.
Das GT 53 SUV kostet 7.850 Euro mehr als der Basis-Cayenne, leistet aber 400 statt 325 kW und lädt mit 600 statt rund 400 kW. Der Cayenne ist dafür schon länger bestellbar und technisch erprobt. Für Vielfahrer auf der Langstrecke spricht mehr für das AMG.
