Der Maxus T60 MAX kostet mit Luxury-Vollausstattung rund 47.600 Euro und unterbietet damit einen vergleichbaren Toyota Hilux oder Ford Ranger um gut 14.000 Euro. Unter der Haube arbeitet ein 2,0-Liter-Vierzylinderdiesel mit 215 PS und 500 Nm, dazu gibt es serienmäßig Achtgangautomatik und Allradantrieb. An den Haken nimmt der Fünfsitzer 3,5 Tonnen, auf die Pritsche knapp eine Tonne. Maxus, sonst für elektrische Transporter bekannt, bringt damit sein erstes Verbrennermodell nach Deutschland. Die Frage ist, ob der Kampfpreis hält, was er verspricht.
Eine ehrliche Vorbemerkung: Der T60 MAX ist ein reiner Diesel, und ich bewerte ihn als das, was er ist, ein Arbeitsgerät mit klarer Preisansage. Wer rein elektrisch ziehen will, findet weiter unten die Einordnung gegenüber den Stromer-Alternativen. Wer dagegen einen robusten, gut ausgestatteten Pick-up zum scharfen Preis sucht und auf Diesel angewiesen ist, bekommt hier viel Fahrzeug fürs Geld. Genau diese Abwägung nehme ich in dieser Kaufberatung vor.

Warum Maxus plötzlich einen Diesel baut
Maxus hat sich in Deutschland mit elektrischen Transportern und dem Familien-Van MIFA 9 einen Namen gemacht. Der T60 MAX bricht mit diesem Muster, denn er ist das erste Nicht-Elektro-Modell der Marke hierzulande. Er ergänzt die beiden elektrischen Pick-ups eTerron 9 und T90 EV nach unten.
Der Grund ist simpel: Der Pick-up-Markt in Deutschland ist klein, aber fast vollständig dieselgetrieben. Wer hier Stückzahlen will, kommt am Verbrenner kaum vorbei. Maxus nutzt die Lücke, die Toyota und Ford mit selbstbewussten Preiserhöhungen geöffnet haben.
Importeur ist Maxomotiv. Das Fahrzeug steht auf einem klassischen Leiterrahmen, ist also ein echtes Nutzfahrzeug und kein SUV mit Ladefläche. Diese Bauweise ist robust, schwer und genau das, was die Zielgruppe erwartet. Maxus gehört wie MG zum chinesischen SAIC-Konzern und kann auf dessen Technik und Einkaufsmacht zurückgreifen. Das erklärt, wie der T60 MAX die etablierte Konkurrenz preislich derart unterbieten kann.

Antrieb, Verbrauch und Geländetauglichkeit
Den Vortrieb übernimmt ein Zweiliter-Commonrail-Diesel mit 158 kW (215 PS) und 500 Nm Drehmoment. Die Kraft geht über eine Achtgangautomatik serienmäßig an alle vier Räder. Im Alltag nennt Maxus einen Verbrauch von 9,1 Litern auf 100 Kilometer, was für ein Fahrzeug dieser Größe im Rahmen liegt.
Interessant ist die Kraftstofffrage. Der Motor ist mit HVO100 und anderen XTL-Kraftstoffen kompatibel. Damit lässt sich der CO2-Ausstoß im Betrieb laut Hersteller um bis zu 90 Prozent senken, sofern du den entsprechenden Sprit tankst. Das ist ein Argument für Betriebe, die ihre Flotte sauberer aufstellen wollen, ohne komplett auf Strom umzusteigen.
Im Gelände spielt der T60 MAX seine Stärken aus. Mit 217 bis 230 Millimetern Bodenfreiheit, einer Wattiefe von bis zu 550 Millimetern und passenden Böschungswinkeln bewältigt er echtes Terrain. Wer den Pick-up auf Baustellen, Feldwegen oder im Forst einsetzt, bekommt hier solide Hardware.

Fahreindruck: kerniger Diesel, sanfte Automatik
Wie fährt sich der T60 MAX? Im Fahrbericht von auto motor und sport arbeitet der Diesel kernig und zuverlässig, die Achtgang-Automatik schaltet sanft. Das passt zum Charakter des Fahrzeugs: kein sportlicher Begleiter, sondern ein souveräner Lastesel.
Der Leiterrahmen sorgt für die nötige Steifigkeit beim Ziehen und im Gelände, fordert aber den für Pick-ups typischen Komfortkompromiss auf schlechter Straße. Mit 215 PS und 500 Nm hat der Maxus genug Druck, um auch beladen oder am Hänger souverän zu beschleunigen.
Wer von einem klassischen Pick-up kommt, findet sich sofort zurecht. Wer dagegen die Laufruhe eines Elektroantriebs gewohnt ist, merkt den Unterschied deutlich. Genau hier trennt sich die Zielgruppe.

Anhängelast, Nutzlast und Ladefläche
Bei den harten Werten zeigt der T60 MAX, warum ihn viele dem Strom-Pendant vorziehen. Die Anhängelast beträgt volle 3,5 Tonnen. Damit zieht er schwere Trailer, Boote und Maschinen ohne die Reichweitensorgen eines Elektrofahrzeugs.
Die Nutzlast liegt bei rund 975 Kilogramm und damit knapp unter einer Tonne. Das zulässige Gesamtgewicht erreicht bis zu 3,25 Tonnen. Die Ladefläche misst rund 1.495 Millimeter in der Länge, 1.510 Millimeter in der Breite und 530 Millimeter in der Höhe.
Mit 5,40 Metern Länge, 1,96 Metern Breite und 3,15 Metern Radstand ist der T60 MAX ein ausgewachsenes Fahrzeug. In der Doppelkabine finden fünf Personen Platz. Das Verhältnis aus Zugkraft, Zuladung und Preis ist im Segment schwer zu schlagen.
Ausstattung: Luxury serienmäßig
Für den deutschen Markt bietet Maxus den T60 MAX direkt in der Luxury-Linie an, und der Name ist Programm. Die Passagiere sitzen auf Ledersitzen, die vorderen sind elektrisch verstellbar und beheizbar. Für ein Nutzfahrzeug ist das ungewöhnlich komfortabel.
Im Cockpit sitzen zwei nebeneinander angeordnete 12,3-Zoll-Displays. Dazu kommen Klimaautomatik, Apple CarPlay, Android Auto, kabelloses Laden und eine Soundanlage mit DAB-Radio. Einzige Option ist Metalliclack, ansonsten ist alles an Bord.
Auch bei der Sicherheit geht Maxus in die Vollen. Sechs Airbags, ein automatisches Notbremssystem, Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat sowie eine 360-Grad-Kamera mit Parksensoren sind serienmäßig. Diese Ausstattungstiefe zum Preis ist das eigentliche Verkaufsargument. Wer von einem nüchternen Arbeits-Pick-up kommt, erlebt hier einen spürbaren Sprung bei Komfort und Bedienung. Für Betriebe, die das Fahrzeug auch privat oder für Kundentermine nutzen, ist das ein echter Mehrwert.

Für welche Einsätze der T60 MAX gemacht ist
Der T60 MAX ist ein klares Werkzeug, kein Lifestyle-Objekt. Seine Stärken liegen dort, wo Zugkraft, Zuladung und Geländegängigkeit zählen. Handwerksbetriebe, Bauunternehmen sowie Land- und Forstwirtschaft sind die naheliegende Zielgruppe.
Auch Pferdebetriebe und Freizeitsportler mit schwerem Anhänger profitieren von den 3,5 Tonnen Anhängelast. Mit der Luxury-Ausstattung taugt der Maxus zugleich als komfortabler Alltagswagen, der die Familie am Wochenende mitnimmt.
Weniger sinnvoll ist er als reines Stadtauto. Mit 5,40 Metern Länge und knapp zwei Metern Breite passt er in kein enges Parkhaus. Wer nur gelegentlich etwas transportiert, ist mit einem kleineren Fahrzeug besser bedient.
Preis und Einordnung gegen die Konkurrenz
Der Listenpreis liegt bei rund 47.600 Euro brutto. Gewerbliche Nettopreise beginnen je nach Quelle und Konfiguration bei etwa 33.600 bis 39.990 Euro. Die Herstellergarantie umfasst fünf Jahre oder 160.000 Kilometer.
Die folgende Tabelle zeigt, warum der Preis Aufsehen erregt. Daten: Hersteller und auto motor und sport, Stand Frühjahr 2026, jeweils vergleichbare Topausstattung.
| Modell | Antrieb | Anhängelast | Preis (vergleichbar) |
|---|---|---|---|
| Maxus T60 MAX Luxury | 2.0 Diesel, Allrad | 3.500 kg | ca. 47.600 € |
| Toyota Hilux Executive | Diesel, Allrad | 3.500 kg | ca. 61.303 € |
| Ford Ranger Wildtrak | Diesel, Allrad | 3.500 kg | ca. 63.171 € |
Der Abstand von gut 14.000 Euro zu den etablierten Platzhirschen ist der Kern des Angebots. Isuzu D-Max und VW Amarok liegen ebenfalls deutlich darüber. Was du beim Maxus mitkaufst, ist eine jüngere Marke mit dünnerem Servicenetz. Diesen Punkt solltest du gegen die Ersparnis abwägen.
Unterhalt: Verbrauch, Wartung und Wertverlust
Beim Verbrauch nennt Maxus 9,1 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Für ein Fahrzeug dieser Größe mit Allrad ist das vertretbar, summiert sich bei hoher Fahrleistung aber spürbar. Mit der steigenden CO2-Bepreisung wird Diesel zudem Jahr für Jahr teurer.
Bei der Wartung punktet Maxus mit fünf Jahren oder 160.000 Kilometern Herstellergarantie. Das ist im Pick-up-Segment großzügig und federt einen Teil des Newcomer-Risikos ab. Trotzdem solltest du Werkstattnähe und Ersatzteilversorgung vor dem Kauf klären, denn das Netz ist kleiner als bei den etablierten Marken.
Ein offener Punkt bleibt der Wertverlust. Hilux und Ranger haben einen stabilen Gebrauchtmarkt, während eine junge Marke wie Maxus ihren Restwert erst beweisen muss. Wer das Fahrzeug lange fährt, relativiert dieses Risiko. Wer früh verkaufen will, sollte es fest einkalkulieren.
Diesel oder lieber elektrisch? Die ehrliche Abwägung
Auf einem Portal für Elektromobilität gehört dieser Absatz dazu. Der T60 MAX ist günstig in der Anschaffung, aber als Diesel bekommt er keine Kaufprämie und wird als Firmenwagen mit einem statt 0,25 Prozent versteuert. Genau hier drehen die elektrischen Geschwister die Rechnung.
Ein eTerron 9 kostet zwar deutlich mehr, spart aber als Dienstwagen über die Steuer und beim Energiepreis. Wer zu Hause oder am Betrieb laden kann und überwiegend regional fährt, sollte beide Varianten über vier Jahre Gesamtkosten durchrechnen. In vielen Gewerbe-Fällen schmilzt der Preisvorteil des Diesels dann zusammen. Ein konkretes Beispiel: Bei rund 47.600 Euro Liste zahlt ein Gewerbetreibender beim Diesel die volle Ein-Prozent-Regel, beim elektrischen eTerron 9 dagegen nur 0,25 Prozent. Dieser Steuervorteil allein gleicht über vier Jahre einen erheblichen Teil des höheren Anschaffungspreises aus.
Der Diesel bleibt dort die ehrlichere Wahl, wo täglich lange Strecken anfallen, keine Lademöglichkeit existiert oder die volle Zuladung über 900 Kilogramm gebraucht wird. Für alle anderen lohnt der ehrliche Vergleich mit dem Stromer, bevor die Bestellung rausgeht.
Schwächen, die du vor dem Kauf kennen solltest
Erstens die Antriebsart. Als Diesel profitiert der T60 MAX weder von der Kaufprämie noch von der günstigen Dienstwagensteuer. Steigende CO2-Bepreisung verteuert den Kraftstoff zudem Jahr für Jahr.
Zweitens das Servicenetz. Maxus ist über den Importeur Maxomotiv vertreten, aber das Werkstattnetz ist kleiner als bei Toyota oder Ford. Vor dem Kauf lohnt der Blick auf die nächste Servicestelle.
Drittens die schmale Auswahl. Es gibt faktisch nur eine Ausstattung und eine Motorisierung. Wer mehr Leistung oder eine Basisversion sucht, wird nicht fündig. Für manche ist diese Klarheit ein Vorteil, für andere eine Einschränkung. Hinzu kommt der laufende AdBlue-Bedarf eines modernen Diesels, den du in die Betriebskosten einplanen solltest. Ein gravierender Mangel ist das nicht, aber ein wiederkehrender Posten, den ein reiner Stromer schlicht nicht kennt.

Worauf es beim Kauf ankommt
Kauf den Maxus T60 MAX, wenn du einen voll ausgestatteten, geländetauglichen Pick-up mit 3,5 Tonnen Anhängelast und knapp einer Tonne Zuladung brauchst, viel und weit fährst und auf den Diesel angewiesen bist. Dann bekommst du sehr viel Fahrzeug für rund 47.600 Euro und sparst gegenüber Hilux und Ranger spürbar.
Überlege dir den Kauf zweimal, wenn du gewerblich unterwegs bist und laden kannst. In diesem Fall solltest du den elektrischen eTerron 9 oder den günstigeren KGM Musso EV gegenrechnen, denn Steuer und Energiekosten können den höheren Anschaffungspreis ausgleichen.
Ein typisches Profil, für das er passt: ein Bau- oder Forstbetrieb, der täglich lange Strecken ohne verlässliche Lademöglichkeit fährt und die volle Zuladung braucht. Hier spielt der Diesel seine Stärken aus. Ein Gewerbebetrieb mit fester Wallbox und regionalem Einsatz sollte dagegen zuerst die elektrischen Alternativen durchrechnen.
Mein konkreter Tipp: Wer den HVO100-Betrieb ernsthaft nutzen kann, holt aus dem Diesel das sauberste Gewissen heraus. Und unabhängig von der Antriebsfrage gilt, dass du eine Probefahrt mit angehängtem Lastgewicht machen solltest. Erst unter realer Last zeigt sich, ob Fahrwerk und Automatik zu deinem Einsatz passen. Wer das beherzigt, trifft beim T60 MAX eine kühl kalkulierte Entscheidung statt einer emotionalen.
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Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2026. Datenquellen: auto motor und sport: Maxus T60 Diesel-Pickup, AutoScout24: Maxus T60 Max Diesel, firmenauto: T60 Max ab 33.613 Euro netto, auto-medienportal: Maxus T60 Max. Hinweis: Preise und Konditionen für Deutschland können sich kurzfristig ändern. Verbindlich sind die Angaben von Maxus Deutschland und dem Händler.
Der Maxus T60 MAX kostet als Luxury-Version rund 47.600 Euro brutto. Gewerbliche Nettopreise beginnen je nach Quelle und Konfiguration bei etwa 33.600 bis 39.990 Euro. Damit unterbietet er einen vergleichbar ausgestatteten Toyota Hilux oder Ford Ranger um rund 14.000 Euro. Verbindlich sind die Preise des Importeurs.
Der T60 MAX fährt mit einem 2,0-Liter-Vierzylinderdiesel mit 158 kW (215 PS) und 500 Nm Drehmoment. Achtgangautomatik und Allradantrieb sind serienmäßig. Der Verbrauch liegt bei rund 9,1 Litern auf 100 Kilometer. Der Motor ist zudem mit HVO100 und anderen XTL-Kraftstoffen kompatibel.
Die Anhängelast beträgt 3,5 Tonnen, die Nutzlast auf der Pritsche rund 975 Kilogramm. Das zulässige Gesamtgewicht liegt bei bis zu 3,25 Tonnen. Damit eignet sich der T60 MAX für schwere Trailer, Boote und Baumaschinen im gewerblichen wie privaten Einsatz.
Nein. Der T60 MAX ist ein Diesel und damit nicht förderfähig. Auch die günstige Dienstwagensteuer von 0,25 Prozent gilt nur für reine Elektrofahrzeuge. Wer Steuervorteile sucht, sollte die elektrischen Maxus-Modelle eTerron 9 oder den KGM Musso EV gegenrechnen.
Der T60 MAX ist günstiger in der Anschaffung und ideal für lange Strecken ohne Lademöglichkeit. Der elektrische eTerron 9 kostet mehr, spart aber als Firmenwagen über Steuer und Energiekosten. Gewerbekunden mit Lademöglichkeit sollten beide Varianten über vier Jahre Gesamtkosten vergleichen.
