Range Rover Sport Electric Preis

Range Rover Sport Electric Preis: Warum die 93.500 Euro nicht stimmen

13 Min. Lesezeit

Inhalt (14 Abschnitte)
  1. Range Rover Sport Electric Preis: Woher die 93.500 Euro kommen
  2. Was die Varianten kosten: Range Rover Sport Electric Preis je Ausstattung
  3. Was den Range Rover Sport Electric Preis nach oben treibt
  4. Die 100.000-Euro-Kante: Range Rover Sport Electric als Dienstwagen
  5. Rechenbeispiel: EV450, EV550, P460e und Verbrenner im Vergleich
  6. Was die Zahlen für dich bedeuten
  7. Für Selbstständige: Sonder-AfA statt Viertelregel
  8. Technik im Check: Akku, Reichweite und Laden
  9. Laden: schnell an der Säule, unklar an der Wallbox
  10. So fährt der Range Rover Sport Electric laut ersten Tests
  11. Die Konkurrenz: Wer unter 100.000 Euro bleibt
  12. Meine Einordnung der Gegner
  13. Schwächen: Gewicht, Wertverlust und Datenlücken
  14. Range Rover Sport Electric oder P460e? Mein Rat

Der Range Rover Sport Electric Preis liegt in Deutschland nicht bei 93.500 Euro, sondern bei mindestens 120.400 Euro. Die niedrige Zahl kursiert seit Wochen im Netz. Sie steht sogar auf der Website von Range Rover, gehört aber zu einer Ausstattung ohne Elektroantrieb. Für Dienstwagenfahrer ist das mehr als ein Detail. Denn damit verpasst jede Elektro-Variante die 0,25-Prozent-Regel.

Ich habe die Preise auf der deutschen Range-Rover-Website mit dpa, Auto Bild, firmenauto und EV-Database abgeglichen. Danach habe ich den geldwerten Vorteil für fünf Autos nachgerechnet: EV450, EV550, Plug-in-Hybrid, Verbrenner und einen BMW als Gegenprobe. Am Ende weißt du, welcher Range Rover Sport sich als Firmenwagen lohnt und wann ein anderes Auto die klügere Wahl ist.

Range Rover Sport Electric Preis
Range Rover Sport Electric Preis

Range Rover Sport Electric Preis: Woher die 93.500 Euro kommen

Die Zahl hat eine einfache Herkunft. Auf der deutschen Website von Range Rover steht unter der Überschrift „Range Rover Sport Electric“ der Hinweis „Ab € 93.500“. Mehrere Portale haben das als Einstiegspreis des Elektro-SUV übernommen, zum Beispiel Sparneuwagen.

Ein Blick auf die Modellseite derselben Website löst das Rätsel. Dort gehört der Preis von 93.500 Euro zur Ausstattung S. Diese gibt es nur als Plug-in-Hybrid P460e, als Benziner P380 oder als Diesel D250. Den EV450 bietet Range Rover erst ab der Ausstattung Dynamic SE an. Die beginnt zwar bei 104.000 Euro, allerdings mit Verbrenner.

Den echten Elektro-Preis nennen dpa, Auto Bild, ecomento und EV-Database übereinstimmend: 120.400 Euro für den EV450. Firmenauto gibt den Preis netto an, mit 101.176 Euro. Mit 19 Prozent Mehrwertsteuer ergibt das ebenfalls 120.400 Euro. Damit ist die Sache für mich klar.

Mein Rat deshalb: Verlass dich bei diesem Auto nicht auf die große Zahl auf der Startseite. Sie zeigt den günstigsten Range Rover Sport, nicht den günstigsten elektrischen. Am 30.10.2026 stand sie dort weiterhin.

Was die Varianten kosten: Range Rover Sport Electric Preis je Ausstattung

Range Rover startet mit zwei Antrieben. Der EV450 leistet 331 kW (450 PS), der EV550 kommt auf 405 kW (550 PS). Beide nutzen zwei Motoren, also Allrad. Dazu teilen sie sich denselben Akku mit 118,5 kWh netto.

VarianteLeistungPreis ab (Stand 30.10.2026)Quelle
EV450 Dynamic SE331 kW / 450 PS120.400 Eurodpa, Auto Bild, EV-Database
EV450 Dynamic HSE331 kW / 450 PSnoch nicht bekanntRange Rover
EV450 Autobiography331 kW / 450 PSnoch nicht bekanntRange Rover
EV550 Dynamic HSE405 kW / 550 PS140.700 EuroSP-X, EV-Database
EV550 Autobiography405 kW / 550 PSnoch nicht bekanntRange Rover
EV550 First Edition405 kW / 550 PS153.500 EuroRange Rover

Zum Vergleich: Der große Range Rover Electric kostet laut MeinAuto ab 163.500 Euro. Der Sport ist also rund 43.000 Euro günstiger. Auto Bild ordnet ihn außerdem so ein: 16.000 Euro teurer als der günstigste Plug-in-Hybrid und etwa zehn Prozent günstiger als der günstigste V8.

Die Bestellung läuft bereits. Laut EV-Database ist der Wagen seit Oktober 2026 bestellbar, auf der Website gibt es Konfigurator und Reservierung. Die dpa spricht von einem Marktstart noch in diesem Jahr. Britische und niederländische Medien nennen erste Auslieferungen für Anfang 2027. Ein festes Datum für Deutschland ist noch nicht bekannt.

Range Rover Sport Electric Preis
Range Rover Sport Electric Preis

Was den Range Rover Sport Electric Preis nach oben treibt

Range Rover rechnet wie alle Luxusmarken. Der Grundpreis lockt, die Extras bringen das Geld. Laut Range Rover kosten Sonderausstattung und Zubehör extra, und die Verfügbarkeit hängt von Modell und Antrieb ab.

Eine vollständige deutsche Aufpreisliste für den Elektro-Sport habe ich bis heute nicht gefunden. Typische Posten in dieser Klasse sind Anhängerkupplung, größere Räder, Assistenzpakete und Sound. Die Hinterachslenkung ist beim EV450 laut niederländischer Pressemitteilung optional. Bei BMW kostet allein die Anhängerkupplung für den iX laut ADAC 1.200 Euro.

Für die Steuer spielt das beim Range Rover kaum noch eine Rolle. Er liegt ohnehin über 100.000 Euro. Trotzdem erhöht jedes Extra den Bruttolistenpreis und damit deinen geldwerten Vorteil. Konkret kosten 5.000 Euro Extras bei 0,5 Prozent, 20 km Arbeitsweg und 42 Prozent Steuersatz rund 17 Euro Steuer im Monat.

Die 100.000-Euro-Kante: Range Rover Sport Electric als Dienstwagen

Seit Mitte 2025 gilt für reine Elektroautos eine neue Grenze. Laut VW Financial Services greift die 0,25-Prozent-Regel bei Anschaffung nach dem 30.06.2025 bis zu einem Bruttolistenpreis von 100.000 Euro. Darüber gilt 0,5 Prozent. Vorher lag die Grenze bei 70.000 Euro.

Der EV450 verfehlt diese Grenze um 20.400 Euro. Es gibt also keinen Range Rover Sport Electric mit Viertelregel, auch nicht ohne jedes Extra. Das ist der Kern der Sache, und kaum ein Bericht sagt es so deutlich.

Spannend wird es beim Plug-in-Hybrid. Auch für ihn gilt 0,5 Prozent, wenn er mindestens 80 km elektrisch schafft oder höchstens 50 g CO2 pro km ausstößt. Der P460e kommt laut Range Rover auf bis zu 118 km elektrische Reichweite. Damit landet er in derselben Steuerklasse wie das Elektroauto, kostet aber 16.000 Euro weniger.

Benziner und Diesel fallen dagegen unter die volle 1-Prozent-Regel. Das gilt auch für die Mildhybride P380 und P540, denn ein Mildhybrid ist steuerlich ein Verbrenner.

Rechenbeispiel: EV450, EV550, P460e und Verbrenner im Vergleich

Meine Annahmen sind einfach. Du fährst 20 km einfachen Arbeitsweg, dafür gilt die Pauschale von 0,03 Prozent pro Kilometer. Dein Grenzsteuersatz liegt bei 42 Prozent. Soli und Kirchensteuer lasse ich weg.

Den P460e setze ich mit rund 104.400 Euro an. Das passt zur Angabe von Auto Bild und zur Preisliste vom Juli 2025. Für den Verbrenner nehme ich den Einstieg in den Dynamic SE mit 104.000 Euro. Als Gegenprobe steht der BMW iX xDrive60 mit 99.900 Euro laut ADAC in der Tabelle.

Rechenbeispiel pro MonatEV450EV550P460e (PHEV)Verbrenner Dynamic SEBMW iX xDrive60
Bruttolistenpreis120.400 €140.700 €ca. 104.400 €104.000 €99.900 €
Regel0,5 %0,5 %0,5 %1 %0,25 %
Privatnutzung602,00 €703,50 €522,00 €1.040,00 €249,75 €
Arbeitsweg 20 km361,20 €422,10 €313,20 €624,00 €149,85 €
Geldwerter Vorteil963,20 €1.125,60 €835,20 €1.664,00 €399,60 €
Steuer bei 42 %ca. 405 €ca. 473 €ca. 351 €ca. 699 €ca. 168 €
Range Rover Sport Electric Preis
Range Rover Sport Electric Preis

Was die Zahlen für dich bedeuten

Die Tabelle zeigt drei Dinge. Erstens zahlt der EV450-Fahrer rund 54 Euro mehr Steuer im Monat als der Fahrer des P460e. Zweitens kostet der Verbrenner fast 300 Euro mehr als der EV450. Drittens zieht der BMW allen davon, weil er knapp unter der Grenze bleibt.

Aufs Jahr gerechnet trennen den EV450 und den iX rund 2.840 Euro. Über drei Jahre Leasing sind das gut 8.500 Euro. Dafür bekommst du beim Range Rover die Marke, das Können im Gelände und den Innenraum. Ob dir das so viel wert ist, musst du selbst entscheiden.

Aber Vorsicht beim BMW: Schon die Anhängerkupplung für 1.200 Euro hebt ihn auf 101.100 Euro. Dann gilt 0,5 Prozent, und die Steuer steigt auf rund 340 Euro im Monat. Ein einziges Extra kostet dich also gut 170 Euro monatlich.

Für Selbstständige: Sonder-AfA statt Viertelregel

Wer das Auto kauft statt least, hat einen zweiten Hebel. Laut firmenauto dürfen Unternehmen neue Elektroautos mit Anschaffung nach dem 30.06.2025 im ersten Jahr mit 75 Prozent abschreiben. Eine Preisgrenze nennt firmenauto dafür nicht. Plug-in-Hybride bleiben außen vor.

Das klingt nach einem großen Vorteil für den EV450. Allerdings verschiebt die Sonder-AfA die Ersparnis nur nach vorn, insgesamt schreibst du nicht mehr ab. Beim Leasing profitiert zudem die Leasinggesellschaft, nicht du. Für Unternehmer mit hohem Gewinn in diesem Jahr kann der Kauf trotzdem attraktiv sein. Frag dafür deinen Steuerberater, nicht den Verkäufer.

Technik im Check: Akku, Reichweite und Laden

Bei der Technik sind die Daten erfreulich konkret. Hier die wichtigsten Werte im Überblick:

  • Akku: 118,5 kWh netto, laut EV-Database 125 kWh brutto, dazu 800-Volt-Technik.
  • Reichweite: bis zu 609 km WLTP beim EV450, für den EV550 nennt SP-X 601 km.
  • Verbrauch: 22,7 kWh pro 100 km laut Norm.
  • Laden: von 10 auf 80 Prozent in 22 Minuten, in 10 Minuten Strom für bis zu 220 km.
  • Leistung: EV450 mit 331 kW und 677 Nm, EV550 mit 405 kW und 850 Nm.
  • Sprint: 4,5 Sekunden auf 100 km/h beim EV550, laut Pressemitteilung 5,6 Sekunden beim EV450.
  • Spitze: 200 km/h, elektronisch begrenzt.
  • Anhängelast: bis zu 2,5 Tonnen.
  • Wattiefe: bis zu 90 cm.
  • Gewicht: laut EV-Database 2.770 kg leer.

Ein Wert gefällt mir besonders. Land Rover nennt selbst eine Praxisreichweite von bis zu 536 km. Das ist ehrlicher als bei vielen Konkurrenten. EV-Database schätzt im Mittel rund 490 km und im Winter etwa 420 km.

Mit Anhänger sieht es anders aus. Range Rover warnt selbst, dass Gelände, Anhänger und Untersetzung die Reichweite deutlich senken. Wer regelmäßig einen Pferdeanhänger zieht, plant also besser mit kurzen Etappen.

Für Privatkäufer noch eine Zahl als Rechenbeispiel. Bei angenommenen 35 Cent pro kWh zu Hause kosten 100 km nach Norm rund 7,95 Euro. Am Schnelllader zahlst du je nach Anbieter deutlich mehr.

Range Rover Sport Electric Preis
Range Rover Sport Electric Preis

Laden: schnell an der Säule, unklar an der Wallbox

Am Schnelllader macht der Sport fast alles richtig. Range Rover nennt 22 Minuten für 10 bis 80 Prozent. Die Bedingungen dafür stehen im Kleingedruckten: mindestens 325 kW und 800 Volt an der Säule, 23 Grad Außentemperatur und vorgewärmter Akku. Im Winter dauert es also länger.

An der Wallbox widersprechen sich die Quellen. Range Rover schreibt von 22 kW Wechselstrom und unter sieben Stunden für eine volle Ladung. SP-X und firmenauto nennen dagegen 11 kW und rund 13 Stunden. Möglich ist, dass 22 kW Aufpreis kostet. Bei Porsche kostet der 22-kW-Lader im Cayenne Electric laut Konfigurator zum Beispiel 1.666 Euro. Frag deshalb vor der Bestellung, was in deinem Auto steckt.

Ein Minus nennen die Tester auch. Plug & Charge fehlt zum Start. Die Funktion soll per Update kommen, zuerst in den USA.

So fährt der Range Rover Sport Electric laut ersten Tests

Ich bin den Wagen noch nicht gefahren. Die ersten Fahrberichte stammen von firmenauto, vom Pressedienst SP-X und von Auto Bild. Sie fallen bemerkenswert einig aus.

Alle loben den Antritt. Der Sport beschleunigt fast lautlos und sehr gleichmäßig. Laut SP-X geht es von 80 auf 120 km/h in 3,6 Sekunden, so schnell wie im V8 SV. Für Überholmanöver auf der Landstraße ist das der wichtigere Wert als der Sprint aus dem Stand.

Erstaunlich finden die Tester das Handling. Trotz rund 2,7 Tonnen wirkt der Wagen präzise. Dafür sorgen Luftfederung, Hinterachslenkung und aktive Wankstabilisierung. Zudem liegt der Schwerpunkt laut Range Rover 73 mm tiefer als beim Plug-in-Hybrid, und die Karosserie ist 61 Prozent steifer.

Im Gelände regeln die E-Motoren den Allrad. SP-X beschreibt das als feinfühliger und einfacher als beim Verbrenner. Den Fahrmodus wählst du allerdings per Tipp auf das Display. Einen Drehregler wie im großen Range Rover gibt es nicht.

Auto Bild hebt die Ruhe im Innenraum hervor. Wer will, bekommt einen künstlichen Sound. Das Fazit dort: Man verzichtet auf nichts, wenn man den Elektro statt eines Verbrenners nimmt. Als Kritik bleiben in den Tests fast nur Preis und fehlendes Plug & Charge.

Mein Eindruck aus den Berichten: Der Sport Electric ist kein Kompromiss. Er dürfte der beste Range Rover Sport sein, solange du die Reichweite nicht mit Anhänger und Autobahntempo ausreizen musst.

Range Rover Sport Electric Preis
Range Rover Sport Electric Preis

Die Konkurrenz: Wer unter 100.000 Euro bleibt

In dieser Klasse ist die 100.000-Euro-Grenze ein Verkaufsargument. BMW hat das offenbar verstanden. Die Preise stammen aus Konfiguratoren, ADAC und Fachpresse, Stand 30.10.2026.

ModellPreis abEckdatenSteuerregel ohne ExtrasQuelle
BMW iX xDrive6099.900 €400 kW, 109,1 kWh, 701 km WLTP0,25 %ADAC
BMW iX5 60 xDriveca. 102.800 € (berichtet)141 kWh, bis 845 km WLTP0,5 %Carwow, electrive
Porsche Cayenne Electric105.200 €113 kWh brutto, bis 642 km WLTP0,5 %Porsche, ecomento
Porsche Cayenne Coupé Electric109.000 €Coupé-Variante0,5 %Porsche
Range Rover Sport EV450120.400 €331 kW, 118,5 kWh, 609 km WLTP0,5 %dpa, Auto Bild
Range Rover Sport EV550140.700 €405 kW, 118,5 kWh, 601 km WLTP0,5 %SP-X
Range Rover Electric EV450163.500 €118 kWh, bis 600 km WLTP0,5 %MeinAuto

Meine Einordnung der Gegner

Der iX xDrive60 ist das stärkste Argument gegen den Range Rover. Er hat mehr Reichweite und kostet als Dienstwagen weniger als die Hälfte an Steuer. Allerdings ist der iX kein neues Auto. Laut ADAC läuft die erste Generation seit 2021, das Facelift seit 2025.

Der iX5 ist moderner, mit 141 kWh und bis zu 845 km WLTP. Laut Carwow und Elektroquatsch landet er jedoch bei rund 102.800 Euro, einen offiziellen BMW-Preis habe ich nicht gefunden. Damit verfehlt auch er die Grenze, wenn auch knapp. Bestellstart war laut electrive der 8. Oktober 2026.

Der Cayenne Electric ist der sportlichere Gegner und 15.200 Euro günstiger als der EV450. Er lädt laut ecomento in bis zu 16 Minuten auf 80 Prozent. Steuerlich spielt er aber in derselben Liga wie der Range Rover.

Schwächen: Gewicht, Wertverlust und Datenlücken

Jetzt der unbequeme Teil. Zuerst das Gewicht: Laut EV-Database wiegt der Sport leer 2.770 kg, zulässig sind 3.480 kg. Das spürst du bei Reifen und Bremsen, auch wenn die Tester das Handling loben.

Zweitens der Wertverlust. Luxus-Elektroautos verlieren schnell an Wert. Laut einer ISeeCars-Studie, über die PC-Welt im August 2026 berichtete, verlor der Jaguar I-Pace in fünf Jahren 72,2 Prozent. Elektroautos lagen im Schnitt bei 58,8 Prozent, alle Autos bei 45,6 Prozent. Die Studie rechnet in US-Dollar, die Richtung gilt aber auch bei uns.

Drittens die Marke. JLR hat beim I-Pace gelernt, wie schwer ein erstes Elektroauto ist. Immerhin gibt Range Rover in Deutschland laut eigener Website 5 Jahre oder 150.000 km Garantie auf das Auto. Für den Akku gelten 8 Jahre oder 160.000 km. Das nimmt viel Risiko aus dem Kauf.

Viertens die Datenlücken. Für den Kofferraum finde ich Angaben von 627 bis 818 Litern, je nach Quelle und Messart. Ob es einen Frunk gibt, ist noch nicht bekannt. Auch die Aufpreise für Dynamic HSE und Autobiography beim EV450 fehlen. Wer jetzt bestellt, kauft also teilweise blind.

Range Rover Sport Electric oder P460e? Mein Rat

Range Rover baut hier ein sehr gutes Elektro-SUV. Der Preis passt allerdings nicht zur deutschen Steuerlogik. Meine Empfehlung hängt deshalb davon ab, wer zahlt.

Kauf den EV450 Dynamic SE, wenn du privat kaufst oder als Unternehmer die Sonder-AfA nutzen kannst. Er ist der vernünftigste Elektro-Sport und deutlich ruhiger als jeder Verbrenner. Die 20.300 Euro Aufpreis zum EV550 würde ich mir sparen.

Nimm den P460e, wenn du einen Dienstwagen fährst und mit 118 km elektrisch im Alltag auskommst. Du zahlst dieselben 0,5 Prozent auf einen um 16.000 Euro niedrigeren Preis. Das spart rund 54 Euro Steuer im Monat. Lädst du ihn aber nicht, ist er ein schwerer Benziner mit laut Range Rover 10,0 Litern auf 100 km.

Finger weg vom EV550 als Dienstwagen, wenn dir 100 PS mehr nicht wirklich etwas bedeuten. Er kostet rund 68 Euro mehr Steuer im Monat als der EV450 und hat sogar etwas weniger Reichweite.

Schau dir den BMW iX xDrive60 an, wenn die Steuer für dich zählt. Er ist der einzige Wagen in diesem Vergleich mit Viertelregel. Achte aber bei jedem Extra darauf, dass der Bruttolistenpreis bei höchstens 100.000 Euro bleibt.

Warte auf den Range Rover GT, wenn dir die Marke wichtig ist, du aber kein hohes SUV brauchst. Was über den flachen Elektro-Range-Rover bekannt ist, liest du in unserem Bericht zum Range Rover GT.

Mein persönliches Fazit: Der Range Rover Sport Electric ist das bessere Auto, der P460e die bessere Steuererklärung. Der Range Rover Sport Electric Preis von 120.400 Euro ist für dieses Auto fair, für die deutsche Dienstwagensteuer aber genau 20.400 Euro zu hoch. Und wer irgendwo „ab 93.500 Euro“ liest, sollte genau hinschauen. Für diesen Preis gibt es den Sport, aber nicht als reines Elektroauto.


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Range Rover Sport Electric Preis

Über den Autor: Amit Ahirrao ist professioneller Präzisionsfahrer und Gründer von AutoColumn. Er schreibt über Elektroautos, Luxusmodelle und die Frage, was sich für Käufer und Dienstwagenfahrer in Deutschland wirklich rechnet.

Letzte Aktualisierung: 30.10.2026

Quellen anzeigen (25)

Letzte Aktualisierung: 30.10.2026 · Datenquellen: Range Rover Deutschland Modellseite, Range Rover Sport Electric Deutschland, Range Rover Garantie, Land Rover Preisliste Range Rover Sport MY26, Auto Bild Fahrbericht, firmenauto Fahrbericht, SP-X via leinetal24, dpa via leinetal24, ecomento, EV-Database EV450, EV-Database EV550, Elektroquatsch, Autoblog.nl, Auto Express, MeinAuto Range Rover Electric, Sparneuwagen, VW Financial Services 0,5-Prozent-Regelung, firmenauto Sonder-AfA, ADAC BMW iX xDrive60, Carwow BMW iX5, electrive BMW iX5, Porsche Konfigurator Cayenne Electric, Porsche Konfigurator Cayenne Coupé Electric, ecomento Cayenne Electric, PC-Welt/ISeeCars

Firmenwagen-Rechner: Was kostet der Dienstwagen im Monat?

Vereinfachte Rechnung nach der Listenpreis-Regel (Stand 2026): E-Autos 0,25 % bis 100.000 € Bruttolistenpreis (bei Anschaffung ab Juli 2025, davor bis 70.000 €), darüber 0,5 %; Plug-in-Hybride 0,5 %; Verbrenner 1 %. Arbeitsweg 0,03 % je Kilometer, anteilig gleich. Ohne Soli und Kirchensteuer, keine Steuerberatung.

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Wie hoch ist der Range Rover Sport Electric Preis in Deutschland?

Der Range Rover Sport Electric startet in Deutschland bei 120.400 Euro für den EV450 Dynamic SE. Der stärkere EV550 kostet ab 140.700 Euro, die First Edition ab 153.500 Euro. Die oft genannten 93.500 Euro gelten für die Ausstattung S, die es nur mit Plug-in-Hybrid, Benziner oder Diesel gibt (Stand 30.10.2026).

Gilt für den Range Rover Sport Electric die 0,25-Prozent-Regel?

Nein. Die 0,25-Prozent-Regel gilt nur für Elektroautos mit einem Bruttolistenpreis bis 100.000 Euro. Schon der günstigste EV450 kostet 120.400 Euro. Deshalb versteuern Dienstwagenfahrer jede Elektro-Variante mit 0,5 Prozent des Listenpreises pro Monat.

Ist der Range Rover Sport P460e als Dienstwagen günstiger als die Elektroversion?

Ja, meist schon. Der Plug-in-Hybrid schafft laut Range Rover bis zu 118 km elektrisch und fällt deshalb ebenfalls unter die 0,5-Prozent-Regel. Weil er rund 16.000 Euro weniger kostet, zahlst du bei 42 Prozent Steuersatz und 20 km Arbeitsweg etwa 54 Euro weniger Steuer im Monat.

Welche Reichweite hat der Range Rover Sport Electric?

Range Rover nennt bis zu 609 km nach WLTP für den EV450, für den EV550 nennt der Pressedienst SP-X 601 km. Als Praxiswert gibt Land Rover bis zu 536 km an. Der Akku hat 118,5 kWh netto und lädt an einer passenden Schnellladesäule in 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent.

Wann wird der Range Rover Sport Electric ausgeliefert?

Der Range Rover Sport Electric ist seit Oktober 2026 bestellbar. Laut dpa soll der Marktstart noch 2026 erfolgen, britische und niederländische Medien nennen erste Auslieferungen für Anfang 2027. Ein festes Lieferdatum für Deutschland hat Range Rover noch nicht veröffentlicht.