Robotaxi München statt Fahrer am Steuer: Das Münchner Taxi Zentrum (MTZ) will bis zu 500 autonome Elektroautos des US-Unternehmens Tensor einsetzen. Unterschrieben ist allerdings bisher nur eine Absichtserklärung. Einen Starttermin gibt es nicht, einen Fahrpreis ebenfalls nicht. Und das Auto selbst kannst du bis heute nicht kaufen.
Ich habe die Pressemitteilung, den deutschen Rechtsrahmen und alle bekannten Projekte für ein Robotaxi in Deutschland nebeneinandergelegt. Dazu habe ich nachgerechnet, was eine Fahrt im Münchner Taxi heute kostet und was Waymo in den USA verlangt. Am Ende steht dann meine Einschätzung, ab wann du in München wirklich ohne Fahrer unterwegs bist. Kleiner Spoiler: nicht nächstes Jahr.
Robotaxi München: Was MTZ und Tensor wirklich unterschrieben haben
Die Meldung kam am 27. Oktober 2026 aus San José in Kalifornien. Tensor Auto und das Münchner Taxi Zentrum haben einen Letter of Intent unterzeichnet. Das ist jedoch nur eine Absichtserklärung, kein Kaufvertrag. Vorgestellt haben die Partner den Plan laut The Next Web auf einem Gipfel für autonome Mobilität in Madrid. In Deutschland berichtete danach unter anderem ecomento am 29. Oktober.
Der Kern ist schnell erzählt. Zunächst einmal sollen bis zu 500 Tensor Robocars als autonome Taxis in deutschen Städten fahren, den Anfang macht München. Die Autos tragen dabei die Marke von MTZ, nicht die von Tensor. Du buchst also weiter über die bekannten Wege des Taxiunternehmens, denn die Robocars hängen am bestehenden Vermittlungssystem.
Wichtig ist allerdings das Kleingedruckte. Alles steht unter dem Vorbehalt endgültiger Verträge und einer Genehmigung für Level 4 in Deutschland. Summen haben die Partner außerdem nicht genannt. Ein Startdatum fehlt ebenso wie ein Tarif.
So soll das Geschäft funktionieren
Tensor verkauft die Fahrzeuge und vermietet zudem die Fahrsoftware im Abo. Die Firma nennt das „Autonomous Driving as a Service“. MTZ betreibt dagegen die Flotte und behält Kunden, Marke und Daten. Finanzieren sollen die Autos Banken und andere Geldgeber.
Dazu kommt ein großes Ziel. Innerhalb von 24 Monaten nach dem Marktstart in Europa wollen die Partner weitere 10.000 Robocars bei Taxi- und Flottenbetreibern unterbringen. Ein möglicher Kanal ist dabei Taxis 4 Smart Mobility, ein Verbund von Taxiverbänden aus sechs Ländern. Den Vorsitz hat MTZ-Chef Gregor Beiner. Er ist zudem Präsident des Bundesverbands Taxi und Mietwagen.
Laut Pressemitteilung gibt es in Deutschland rund 50.000 Taxis und in Europa etwa 500.000. Außerdem prüfen die Partner, ob sie das Robocar auch an Privatleute in Deutschland verkaufen.
Robotaxi München: Wer hinter dem Münchner Taxi Zentrum steckt
MTZ fährt seit mehr als 40 Jahren in München und hat über 150 Beschäftigte. Nach eigener Aussage ist es sogar das größte Taxiunternehmen der Region. Schon 2018 startete MTZ eine der ersten rein elektrischen Premium-Taxiflotten in Deutschland, mit eigenen Schnellladern. Die Firma kennt also Elektroautos im Dauerbetrieb. Laut The Next Web wählte Tensor den Partner auch wegen seiner guten Drähte zu den Behörden.
Wer ist Tensor? Vom China-Robotaxi zum Robocar aus Vietnam
Der Name ist neu, die Firma dagegen nicht. Tensor ist aus dem Robotaxi-Entwickler AutoX hervorgegangen, gegründet 2016 im Silicon Valley. AutoX testete laut TT News ab 2017 in Kalifornien und brachte danach 2019 Robotaxis in China auf die Straße. Im August 2025 erklärte Tensor, das China-Geschäft komplett abgegeben zu haben.
Heute sitzt die Firma in San José und hat Büros in Barcelona, Singapur und Dubai. Gründer und Chef ist Jay Xiao. Bauen soll das Robocar der vietnamesische Hersteller VinFast in seinem Werk in Vietnam. Das hat Tensor bei der Vorstellung im August 2025 angekündigt. Die ersten Auslieferungen plante die Firma damals für die zweite Hälfte 2026.
Kaufen kannst du das Auto trotzdem bis heute nicht. Auf der Tensor-Website gibt es stattdessen nur eine Anmeldung für Neuigkeiten zum Verkaufsstart.
Tensor sammelt Absichtserklärungen
MTZ ist nicht der erste Partner. Lyft will laut einer Mitteilung vom Oktober 2025 „Hunderte“ Robocars kaufen und ab 2027 in Europa und Nordamerika einsetzen. Zudem unterschrieb in Kopenhagen der Carsharing-Anbieter GreenMobility eine unverbindliche Erklärung über bis zu 2.000 Fahrzeuge.
Danach folgte im September 2026 Volt Premium Taxi aus Sofia. Laut EVwire bestellte Volt 200 Robocars fest und peilt bis zu 2.000 an. Einen Starttermin gibt es aber auch dort nicht. Das Muster ist klar: viele Zusagen, wenig Verbindliches.
Was über das Tensor Robocar bekannt ist
Tensor nennt das Robocar das erste Level-4-Auto für private Besitzer. Du kannst also selbst fahren oder es in freigegebenen Zonen allein fahren lassen. Lenkrad und Pedale klappen dann weg. Die wichtigsten Daten stammen allerdings fast alle vom Hersteller.
| Merkmal | Angabe | Quelle |
|---|---|---|
| Antrieb | rein elektrisch | Tensor |
| Batterie | 112 kWh, 845-Volt-Technik | Tensor |
| Laden | 20 bis 80 Prozent in rund 10 Minuten, im Schnitt etwa 400 kW | Tensor |
| Reichweite | noch nicht bekannt | keine Angabe |
| Länge / Breite | rund 5,52 m / 2,03 m (ohne Spiegel) | Tensor, von Zoll umgerechnet |
| Radstand | rund 3,15 m | Tensor, von Zoll umgerechnet |
| Sitze | fünf (2+3) | Tensor |
| Sensoren | über 100, darunter 37 Kameras, 5 Lidar, 11 Radar | Tensor, WardsAuto |
| Rechner | acht Nvidia-Chips Drive AGX Thor, 8.000 TOPS | Automotive World |
| Lenkrad | klappbar, Pedale versenkbar | Tensor |
| Preis | noch nicht bekannt | keine Angabe |
| Hersteller | VinFast, Vietnam | WardsAuto |
Der Preis bleibt offen. Laut einem Bericht von Benzinga, der sich auf Forbes beruft, will Tensor sogar teurer sein als Premium-Elektroautos wie der Lucid Air. Für dich als Fahrgast zählt das kaum, für Taxiunternehmer dafür umso mehr.
Ein Detail hat mich überrascht. Laut demselben Bericht aus dem August 2025 soll das Robocar zum Start nur auf Autobahnen und großen Hauptstraßen autonom fahren, und zwar in Regionen ohne Schnee. Für eine Stadt mit Wintern wie München ist das deshalb kein Nebensatz.
Darf ein Robotaxi in München und Deutschland überhaupt ohne Fahrer fahren?
Ja, rechtlich schon seit 2021. Der Bundestag beschloss das Gesetz zum autonomen Fahren am 20. Mai 2021, der Bundesrat stimmte danach am 28. Mai zu. Seit Sommer 2021 dürfen Autos mit Level 4 im öffentlichen Verkehr fahren, und zwar ohne Fahrer. Die Bedingung ist, dass sie in einem festgelegten Betriebsbereich bleiben. Die Details regelt eine Verordnung, die seit dem 1. Juli 2022 gilt.
Deutschland war damit früh dran. Trotzdem fährt bis heute kein Robotaxi im Regelbetrieb, bei dem niemand mehr an Bord aufpasst. Das liegt an den Hürden im Alltag.
Drei Genehmigungen und eine Technische Aufsicht
Für fahrerlosen Betrieb braucht ein Anbieter mehrere Freigaben:
- Zuerst muss das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) dem Fahrzeug eine Betriebserlaubnis für autonome Fahrfunktionen erteilen.
- Eine Landesbehörde muss den Betriebsbereich genehmigen, also die Straßen, auf denen das Auto fahren darf.
- Außerdem übernimmt ein Mensch in einer Leitstelle die Technische Aufsicht. Er kann das Auto stilllegen und Manöver freigeben, lenkt es aber nicht fern.
- Für den Taxibetrieb kommt die Konzession nach dem Personenbeförderungsgesetz dazu. Die hat MTZ bereits.
Ein Punkt geht oft unter. Denn eine Testgenehmigung ist keine Erlaubnis für den Fahrgastbetrieb. Darauf weist electrive beim Robotaxi-Entwickler Momenta ausdrücklich hin. Zwischen Test und echtem Angebot liegen also noch weitere Schritte.

Robotaxi Deutschland: Wer schon fährt und wer nur ankündigt
Wer „Robotaxi Deutschland“ sucht, findet viele Schlagzeilen. Echten Betrieb ohne Sicherheitsfahrer findest du dagegen nicht. Diese Übersicht zeigt den Stand Ende Oktober 2026.
| Projekt | Ort | Stand Oktober 2026 | Mensch am Steuer? |
|---|---|---|---|
| MOIA/VW, ID. Buzz AD (ALIKE) | Hamburg | Fahrgasttest seit Juli 2026, bis zu 10 Autos, gratis | ja, Sicherheitsfahrer |
| KIRA (DB, RMV) | Darmstadt, Kreis Offenbach | 8 Shuttles, rund 130 Haltestellen, über 3.500 Testnutzer | ja, Sicherheitsfahrer |
| Uber und Momenta | München | bundesweite KBA-Testerlaubnis seit Juli 2026, Pilot „kurz vor dem Start“ | ja, Sicherheitsfahrer |
| Uber, Autobrains und Nvidia | München | angekündigt im Juni 2026, kein Termin | noch nicht bekannt |
| Waymo | München | Kartierung seit Ende August 2026, Angebot ab Ende 2027 geplant | zunächst geschulte Fahrer |
| Baidu und Lyft | Deutschland | angekündigt im August 2025 für 2026, kein Betrieb bekannt | noch nicht bekannt |
| Tensor und MTZ | München | Absichtserklärung vom 27.10.2026 | noch nicht bekannt |
In Hamburg fahren die ID. Buzz AD von MOIA in Teilen von Winterhude, Barmbek und Wandsbek. Mitfahren dürfen nur vorher registrierte Hamburger. KIRA nutzt dagegen laut ecomento elektrische Nio ES8 und läuft mittwochs bis freitags von 8:30 bis 18 Uhr.
Robotaxi München wird zum Testfeld
Auffällig ist, wie viele Anbieter gerade mit einem Robotaxi nach München drängen. Zuerst kündigten Uber und Momenta ihre Tests im September 2025 an. Im Juli 2026 bekam Momenta dann vom KBA eine Testerlaubnis für Level 4 auf Stadtstraßen in ganz Deutschland. Anfang Oktober sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi dem Handelsblatt, man sei „kurz vor dem Start“ des Pilotbetriebs. Den Sicherheitsfahrer will Uber erst abziehen, wenn das System restlos überzeugt.
Waymo meldete Ende August 2026 seine Pläne für München. Zuerst kartiert die Google-Schwester die Stadt mit geschulten Fahrern am Steuer. Ein öffentliches Angebot soll danach gegen Ende 2027 starten. Damit wäre Tensor mit MTZ der dritte große Name im Rennen um das Robotaxi München, und zwar der Nachzügler mit dem vagesten Zeitplan.
Robotaxi München gegen Taxi: Was eine Fahrt kosten könnte
Einen Tarif für das Robotaxi in München gibt es noch nicht. Ich kann dir aber zeigen, was dieselbe Strecke heute kostet. Seit dem 1. Juli 2026 gilt in München ein neuer Taxitarif. Der Grundpreis liegt bei 5,90 Euro, jeder Kilometer bis Kilometer sieben kostet 2,70 Euro und danach 2,50 Euro. Gleichzeitig gelten Mindestpreise für Uber, Bolt und Co.: 5,13 Euro Grundpreis, 2,43 Euro bis sieben Kilometer und danach 2,25 Euro.
| Strecke | Taxi München (Stand 30.10.2026) | Mindestpreis Mietwagen über App |
|---|---|---|
| 5 km | 19,40 Euro | 17,28 Euro |
| 10 km | 32,30 Euro | 28,89 Euro |
| 15 km | 44,80 Euro | 40,14 Euro |
Die Rechnung gilt dabei ohne Wartezeit im Stau. Die kostet im Taxi 39 Euro pro Stunde. Vom Hauptbahnhof zum Flughafen zahlst du außerdem einen Festpreis von 96 Euro.
Waymo zeigt: billiger ist nicht automatisch
In den USA gibt es dagegen echte Robotaxi-Preise. Der Datendienst Obi hat für die Bucht von San Francisco über 94.000 Fahrtanfragen simuliert. Zwischen Ende November 2025 und Anfang Januar 2026 kostete eine Waymo-Fahrt im Schnitt 19,69 Dollar. Bei Uber waren es 17,47 Dollar, bei Lyft 15,47 Dollar. Waymo war also rund 13 Prozent teurer als Uber, und trotzdem fahren die Leute mit.
Das ist ein Vergleich, keine Prognose. Für München ziehe ich daraus aber einen Schluss, und der ist meine Einschätzung: Solange MTZ die Robocars als Taxis betreibt, dürfte der Taxitarif der Stadt gelten. Ein Billigtaxi ohne Fahrer wäre dann gar nicht ohne Weiteres möglich. Die Ersparnis beim Personal landet deshalb eher beim Betreiber als bei dir.
Und was wird aus den Taxifahrern?
MTZ formuliert das sehr vorsichtig. Professionelle Fahrer blieben unverzichtbar, sagt Beiner laut Pressemitteilung, überall dort, wo persönlicher Service gefragt ist. Gemeint sind zum Beispiel Fahrgäste mit viel Gepäck, ältere Menschen oder Menschen, die Hilfe beim Einsteigen brauchen. Das Robocar soll also ergänzen, nicht ersetzen.
Das ist auch Politik. Denn Beiner führt den Bundesverband der Branche, und Taxifahrer sind seine Basis. Trotzdem steckt in der Rechnung ein harter Kern. Ein Auto ohne Fahrer kann länger am Tag fahren, und es braucht außerdem keine Schichtplanung. Genau das macht es für Flottenbetreiber interessant.
Würden die Deutschen einsteigen?
Die Bereitschaft ist größer, als viele denken. In einer Umfrage von Bitkom Research sagten 56 Prozent, dass sie ein autonomes Taxi nutzen würden. Dafür befragte Bitkom im Sommer 2025 telefonisch 1.004 Menschen ab 16 Jahren. Allerdings hielten in derselben Umfrage 43 Prozent das autonome Fahren für einen überschätzten Trend. Neugier und Skepsis liegen also dicht beieinander.
Wie sicher sind Robotaxis? Was die Zahlen zeigen
Die einzigen großen Datensätze stammen bisher von Waymo. Bis Ende Juni 2026 fuhren die Waymo-Autos laut Firma über 270 Millionen Meilen ohne Fahrer, das sind rund 435 Millionen Kilometer. Im Vergleich zu menschlichen Fahrern auf denselben Strecken meldet Waymo 95 Prozent weniger Unfälle mit schweren oder tödlichen Verletzungen. Unfälle mit Verletzten insgesamt sanken dabei um 82 Prozent, solche mit verletzten Fußgängern um 93 Prozent.
Das sind beeindruckende Werte, aber mit drei Haken. Erstens sind es Firmendaten. Zweitens stammen sie aus Atlanta, Austin, Los Angeles, Phoenix und San Francisco, also ohne echten Winter. Drittens gelten sie für Waymo, nicht für Tensor. Für das Robocar gibt es jedoch noch keine vergleichbaren veröffentlichten Daten aus dem Fahrgastbetrieb. Auch electrive betont, dass sich die Waymo-Zahlen nicht einfach auf München übertragen lassen.
Wo der Plan für das Robotaxi München wackelt
Ich finde die Idee stark, dass ein Münchner Taxibetrieb die Kontrolle über Kunden und Daten behält. Trotzdem hat der Plan klare Schwachstellen:
- Nur eine Absichtserklärung. Verträge, Summen und Termine fehlen.
- Das Auto ist nicht auf dem Markt. Tensor plante die ersten Auslieferungen für Ende 2026. Kaufen kannst du es aber noch nicht.
- Kein Schnee zum Start. Laut Benzinga und Forbes soll der Level-4-Betrieb anfangs nur in Regionen ohne Schnee laufen.
- Lange Genehmigungen. Uber und Momenta kündigten München im September 2025 an. Die bundesweite Testerlaubnis kam erst im Juli 2026, ohne Fahrgastbetrieb.
- Starke Konkurrenz. Waymo hat laut eigenen Angaben schon mehr als 20 Millionen autonome Fahrten hinter sich.
- Offene Kosten. Preis, Reichweite und Abogebühr für die Software sind noch nicht bekannt.
Positiv bleibt: MTZ hat Konzession, Kunden, Ladeinfrastruktur und Erfahrung mit E-Taxis. Diese Basis fehlt manchem Tech-Konzern, der in Deutschland neu anfängt.

Mein Fazit: Wann das Robotaxi in München wirklich ohne Fahrer fährt
Hier kommt meine persönliche Einschätzung, keine Ankündigung eines Unternehmens. Für das Robotaxi München von MTZ und Tensor rechne ich nicht vor 2028 mit ersten Fahrten ohne Menschen am Steuer. Mit Hunderten Autos rechne ich frühestens 2029. Der Grund ist einfach: Das Auto ist nicht im Handel, und zudem dauern die Genehmigungen erfahrungsgemäß lange.
Wahrscheinlicher ist, dass Waymo oder Uber zuerst fahrerlos durch München rollen. Waymo nennt Ende 2027 als Ziel. Selbst dann dürften die ersten Betriebsbereiche klein sein, eher ein paar Stadtviertel als die ganze Stadt.
Mein Rat zum Robotaxi in München
- Wenn du in München wohnst: Plane die nächsten zwei Winter weiter mit Taxi, MVG und eigenem Auto. Ein Robotaxi ersetzt dir bis dahin nichts.
- Wenn du es ausprobieren willst: Registriere dich in Hamburg bei MOIA oder in Darmstadt bei KIRA. Ein Sicherheitsfahrer sitzt dort aber noch mit im Auto.
- Wenn du Taxiunternehmer bist: Beobachte das Modell von MTZ genau. Unterschreib aber nichts, bevor Preis, Abo und Haftung feststehen.
- Finger weg von einer Reservierung des Robocar als Privatkunde, solange Preis, Reichweite und deutsche Zulassung fehlen.
Unter dem Strich ist die Meldung trotzdem ein wichtiges Signal. Ein Münchner Taxibetrieb will das autonome Fahren selbst in die Hand nehmen, statt es Tech-Konzernen zu überlassen. Ob daraus echte Fahrten werden, zeigt sich erst mit dem ersten Vertrag. Dann rechne ich hier gern neu nach.
Häufige Fragen: Robotaxi München
E-Auto oder Benziner: Was kostet die Energie?
Nur Energiekosten, ohne Wartung, Steuer, Versicherung und Wertverlust. Zu Hause laden ist meist günstiger als an Schnellladern (oft 0,50 bis 0,79 € pro kWh).
Alle Rechner ansehenEinen festen Termin gibt es nicht. Das Münchner Taxi Zentrum und Tensor haben am 27. Oktober 2026 nur eine Absichtserklärung über bis zu 500 Fahrzeuge unterschrieben. Waymo plant ein öffentliches Angebot in München gegen Ende 2027. Fahrten ganz ohne Menschen am Steuer halte ich in München nicht vor 2028 für realistisch.
Das Tensor Robocar ist ein rein elektrisches Auto für autonomes Fahren nach Level 4. Tensor ist aus dem Robotaxi-Entwickler AutoX hervorgegangen und sitzt in San José. Bauen soll das Auto VinFast in Vietnam. Laut Tensor hat es eine 112-kWh-Batterie und über 100 Sensoren, Preis und Reichweite sind noch nicht bekannt.
Ja, seit dem Gesetz zum autonomen Fahren von 2021 dürfen Level-4-Fahrzeuge ohne Fahrer im öffentlichen Verkehr fahren. Sie brauchen eine Betriebserlaubnis vom Kraftfahrt-Bundesamt, einen genehmigten Betriebsbereich und eine Technische Aufsicht in einer Leitstelle. Im Regelbetrieb ohne Sicherheitsfahrer fährt in Deutschland bisher aber noch kein Robotaxi.
Weitere Fragen: Robotaxi München
Seit dem 1. Juli 2026 kostet das Taxi in München 5,90 Euro Grundpreis und 2,70 Euro pro Kilometer bis Kilometer sieben, danach 2,50 Euro. Eine Fahrt über zehn Kilometer kostet ohne Wartezeit also 32,30 Euro. Vom Hauptbahnhof zum Flughafen gilt ein Festpreis von 96 Euro.
In Hamburg testet MOIA seit Juli 2026 den autonomen VW ID. Buzz AD mit registrierten Fahrgästen. Im Rhein-Main-Gebiet fährt außerdem das Projekt KIRA mit acht Shuttles. In beiden Fällen sitzt noch ein Sicherheitsfahrer an Bord, und die Fahrten sind in der Testphase kostenlos.
Das ist nicht sicher. In San Francisco kostete eine Waymo-Fahrt laut dem Datendienst Obi um den Jahreswechsel 2025 im Schnitt 19,69 Dollar und damit mehr als bei Uber. Betreibt MTZ die Robocars als Taxis, dürfte in München zudem der städtische Taxitarif gelten.
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Über den Autor: Amit Ahirrao ist professioneller Präzisionsfahrer und Gründer von AutoColumn. Er schreibt über Elektroautos, neue Technik und die Firmen dahinter, immer mit Blick auf das, was deutsche Käufer und Fahrgäste wirklich davon haben.
Quellen
Letzte Aktualisierung: 30.10.2026
- ecomento
- Pressemitteilung Tensor/MTZ (EQS/PR Newswire)
- The Next Web
- Tensor Robocar
- WardsAuto
- Automotive World
- TT News
- Benzinga
- EVwire
- BMV Gesetz zum autonomen Fahren
- electrive Momenta
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