Winterreifen E-Auto

Winterreifen E-Auto 2026: Nur 6 von 32 Reifen im ADAC-Test sind „gut“

Wer Winterreifen E-Auto-tauglich kaufen will, findet im neuen ADAC-Test nur sechs „gute“ Ergebnisse unter 32 Reifen. In der Kleinwagengröße 185/65 R15 schaffen es gerade zwei, in 225/50 R17 sind es vier. Sechs Reifen fallen allein in der größeren Dimension mit „mangelhaft“ durch. Das Problem für Elektroauto-Fahrer: Kaum ein aktuelles E-Modell rollt ab Werk auf genau diesen Größen.

Ich habe deshalb nachgeschaut, welche Elektroautos tatsächlich auf die getesteten Dimensionen passen. Und ich zeige dir, wie du das Testurteil auf deine Größe überträgst, ohne beim Lastindex in die Falle zu tappen. Dazu kommen konkrete Zahlen zu Reichweite, Rollwiderstand und Verschleiß, eine Checkliste und eine klare Empfehlung.


Der ADAC-Winterreifentest 2026 in Kürze

Der ADAC hat seine Ergebnisse am 22.09.2026 veröffentlicht. Getestet wurden 32 Winterreifen in zwei Größen: 16 Modelle in 185/65 R15 für Kleinwagen und 16 Modelle in 225/50 R17 für die Mittelklasse. Bewertet werden Bremsen und Fahrverhalten auf trockener, nasser, verschneiter und vereister Fahrbahn. Dazu kommen Umweltkriterien wie Laufleistung, Abrieb, Effizienz und Geräusch.

Die Gewichtung ist entscheidend für das Verständnis der Noten. Laut der Auswertung von reifenlab.ch zählt Sicherheit zu 70 Prozent, Umwelt zu 30 Prozent. Ein Reifen mit Top-Werten auf Schnee kann also trotzdem durchfallen, wenn er im Nassen schwächelt. Genau das ist mehrfach passiert.

Die Kleinwagengröße schneidet ernüchternd ab. Nur der Continental WinterContact TS 870 (2,2) und der Michelin Alpin 7 (2,5) sind „gut“. Neun von 16 Reifen empfiehlt der ADAC nicht. Sunny Winter-max NW611, Atlas Polarbear HP und Rockblade Rock 868S bekommen „mangelhaft“, vor allem wegen gefährlich langer Bremswege im Nassen.

In 225/50 R17 sieht es besser aus. Pirelli Cinturato Winter 3 (2,2), Continental TS 870 (2,3), Goodyear UltraGrip Performance 3 (2,4) und Michelin Alpin 7 (2,5) erreichen „gut“. Sechs Modelle sind dagegen mangelhaft, meist wegen fehlender Balance zwischen den Fahrbahnzuständen.

Ein Detail fiel mir sofort auf: Der Sunwide Snowide holt auf Schnee eine 1,3. Gesamturteil trotzdem 5,5. Wer nur auf Schneenoten schaut, kauft im Zweifel den falschen Reifen.

Die Testergebnisse im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt die Spitze und die Verlierer beider Größen. Die Preise stammen aus den ADAC-Testtabellen und gelten pro Reifen (abgerufen am 01.10.2026).

GrößeReifenNoteUrteilADAC-Preis pro ReifenLaufleistung (Prognose)
185/65 R15Continental WinterContact TS 8702,2gut80 €ca. 40.000 km
185/65 R15Michelin Alpin 72,5gut80 €ca. 40.000 km
185/65 R15Hankook Winter i*cept RS33,1befriedigend63 €k. A.
185/65 R15Bridgestone Blizzak LM 0053,8ausreichend73 €ca. 22.000 km
185/65 R15Sunny Winter-max NW6114,8mangelhaft46 €ca. 35.000 km
185/65 R15Atlas Polarbear HP5,5mangelhaft60 €ca. 35.000 km
185/65 R15Rockblade Rock 868S5,5mangelhaft66 €k. A.
225/50 R17Pirelli Cinturato Winter 32,2gut149 €k. A.
225/50 R17Continental WinterContact TS 8702,3gut150 €k. A.
225/50 R17Goodyear UltraGrip Performance 32,4gut148 €k. A.
225/50 R17Michelin Alpin 72,5gut165 €k. A.
225/50 R17Dunlop Winter2,9befriedigend120 €ca. 59.300 km
225/50 R17Aptany RW2115,4mangelhaft61 €k. A.
225/50 R17Sunwide Snowide5,5mangelhaft116 €k. A.

Im Schnitt prognostiziert der ADAC rund 31.000 Kilometer Laufleistung in 185/65 R15. In 225/50 R17 liegt der Durchschnitt über 45.000 Kilometern. Der Bridgestone in der kleinen Größe ist mit etwa 22.000 Kilometern das Schlusslicht.

Rechne kurz nach: Ein Satz Continental TS 870 in 185/65 R15 kostet laut ADAC-Preisangabe rund 320 Euro. Bei 40.000 Kilometern sind das 0,8 Cent pro Kilometer. Der Bridgestone kostet 292 Euro, hält aber nur 22.000 Kilometer. Das ergibt 1,3 Cent pro Kilometer. Der billigere Reifen ist am Ende der teurere.

Winterreifen E-Auto: Passen die Testgrößen überhaupt?

Hier wird es ehrlich: Die meisten aktuellen Elektroautos fahren auf keiner der beiden Testgrößen. Der ADAC nennt für 185/65 R15 Modelle wie Fiat 500e, Opel Corsa, Peugeot 208 und Renault Clio. Für 225/50 R17 listet er Audi A4, BMW 3er und Mercedes C-Klasse. Das sind überwiegend Verbrenner.

Ich habe die Seriengrößen gängiger E-Autos über Reifenkataloge (reifenlab.de, reifenleader.de, grip500.de) und das Tesla-Handbuch geprüft. Das Ergebnis: Die 185/65 R15 passt auf den älteren Renault Zoe und den Fiat 500e. Für 225/50 R17 fand ich unter den populären aktuellen Elektroautos keinen direkten Treffer.

Viele E-Autos nutzen schmale, hohe Reifen auf großen Felgen. Das senkt den Luftwiderstand und den Rollwiderstand. Der Renault 5 rollt auf 195/55 R18, der VW ID.3 auf 215/55 R18 bis 215/45 R20. Das sind Größen, die in klassischen Tests selten vorkommen.

Heißt das, der Test ist für die Suche nach Winterreifen E-Auto-gerecht wertlos? Nein. Reifenhersteller verwenden innerhalb einer Produktlinie dieselbe Gummimischung und ähnliche Profilkonzepte über viele Größen. Ein Reifen, der in zwei sehr unterschiedlichen Dimensionen vorne liegt, ist ein starkes Signal. Genau das gilt für Continental TS 870 und Michelin Alpin 7: beide in beiden Größen „gut“.

Umgekehrt ist Vorsicht geboten. Der Goodyear UltraGrip Performance 3 holt in 225/50 R17 eine 2,4, in 185/65 R15 aber nur 3,3. Die Übertragung funktioniert also nicht immer eins zu eins. Mehr dazu in der nächsten Tabelle.

Welche Größe fährt dein Elektroauto?

Diese Übersicht zeigt die Seriengrößen beliebter E-Autos und was du daraus für die Reifenwahl ableitest. Prüfe immer zusätzlich deine Zulassungsbescheinigung Teil I und das Reifendruckschild in der Fahrertür.

ModellSeriengröße(n) laut Katalog / HerstellerTestgröße passt?Worauf achten
Fiat 500e (ab 2020)185/65 R15, 195/55 R16, 205/45 R17ja, 185/65 R15Lastindex wie Original übernehmen
Renault Zoe (2013–2024)185/65 R15, 195/55 R16, 205/45 R17, 215/45 R17ja, 185/65 R15Tragfähigkeit prüfen, viele Zoe auf 16 Zoll
Renault 5 E-Tech195/55 R18 93H XLneinXL Pflicht, Lastindex 93 = 650 kg
Dacia Spring (ab 2024)165/70 R14, 165/65 R15neinKleine Auswahl, früh bestellen
Citroën ë-C3205/55 R16, 205/50 R17 93neinBei 17 Zoll XL-Ausführung wählen
VW ID.3215/55 R18, 215/50 R19, 215/45 R20nein18 Zoll im Winter günstiger und komfortabler
Skoda Elroq235/55 R19, 235/50 R20, 235/45 R21neinXL oder HL, Lastindex um 101–105
MG4 Electric205/60 R16, 215/50 R17 95, 235/45 R18 98neinLastindex 95/98 nicht unterschreiten
Kia EV3215/60 R17, 215/50 R19nein17 Zoll ist günstiger und hat mehr Flanke
Tesla Model 3235/45 R18, 235/40 R19, 235/35 R20 / 275/30 R20neinMischbereifung bei 20 Zoll beachten

Die Tabelle beruht auf Katalogdaten. Einzelne Ausstattungen können abweichen, verbindlich ist deine Zulassungsbescheinigung.

Lastindex, XL und HL: Warum Traglast beim E-Auto zählt

Elektroautos sind schwer. Der Akku allein wiegt oft mehrere hundert Kilogramm, viele E-SUVs bringen leer deutlich über 1,8 Tonnen auf die Waage. Beim Winterreifen E-Auto ist die Traglast deshalb kein Detail. Jeder Reifen muss diese Last zuverlässig tragen, auch voll beladen und bei Autobahntempo.

Der Lastindex steht auf der Flanke hinter der Größe. Beispiel Renault 5: 195/55 R18 93H XL. Die 93 bedeutet 650 Kilogramm pro Reifen. Ein Lastindex von 95 steht für 690 Kilogramm, 98 für 750 Kilogramm. Du darfst diesen Wert nie unterschreiten, sonst erlischt die Betriebserlaubnis.

XL steht für Extra Load. Diese Reifen sind verstärkt und tragen bei höherem Luftdruck mehr Last als ein Standardreifen gleicher Größe. Viele E-Autos brauchen XL schon ab Werk.

HL ist die nächste Stufe. Die europäische Reifen- und Felgenorganisation ETRTO hat die Kennzeichnung High Load rund um 2020 eingeführt. Laut Michelin trägt ein HL-Reifen bei gleicher Größe und gleichem Luftdruck mehr Last als ein XL-Reifen. Das Fachmagazin kfz-betrieb nennt ein Beispiel: Ein XL-Reifen mit Lastindex 98 trägt 750 Kilogramm, die HL-Version mit Index 101 dagegen 825 Kilogramm. Das sind rund 10 Prozent mehr.

Erkennbar ist HL am Präfix vor der Größe, etwa „HL 245/40 R19 101Y XL“. Meine Regel: Wurde dein Auto mit XL oder HL ausgeliefert, kaufst du im Winter mindestens dieselbe Klasse. Ein Standardreifen gleicher Größe ist dann tabu.

Rollwiderstand, EU-Label und Reifengeräusch

Beim Winterreifen E-Auto entscheidet der Rollwiderstand direkt über die Reichweite. Das EU-Reifenlabel zeigt ihn in den Klassen A bis E. Laut ADAC liegt der Unterschied zwischen einem A- und einem E-Reifen bei rund 7,5 Prozent Verbrauch. Bei einem Verbrenner sind das etwa 0,5 Liter auf 100 Kilometer.

Übertrage das aufs E-Auto: Bei 18 kWh pro 100 Kilometer bedeuten 7,5 Prozent etwa 1,35 kWh mehr. Bei 400 Kilometern Reichweite gehen so rund 28 Kilometer verloren. Das ist spürbar, aber kein Drama. Die meisten aktuellen Reifen liegen ohnehin in Klasse B oder C.

Wichtiger finde ich die Nasshaftung. Laut ADAC bremst ein A-Reifen aus 80 km/h bis zu 18 Meter kürzer als ein E-Reifen. Im deutschen Winter ist die Straße öfter nass als verschneit. Deshalb würde ich nie Nassgrip gegen eine Effizienzklasse tauschen.

Beim Geräusch zeigt das Label die Klassen A und B samt Dezibelwert. Im E-Auto fehlt das Motorgeräusch, das Abrollen hörst du deutlicher. Ein Unterschied von 3 dB klingt klein, entspricht aber der doppelten Schallenergie. Achte deshalb auf den Dezibelwert, nicht nur auf den Buchstaben.

Im ADAC-Test tauchen Effizienz und Geräusch in der Umweltnote auf. Der Pirelli Cinturato Winter 3 fiel dort mit niedrigem Verbrauch auf. Der Goodyear UltraGrip Performance 3 erhielt laut reifenlab.ch die beste Umweltnote (2,0) in 225/50 R17.

Wie viel Reichweite kostet der Winter wirklich?

Der Reifen ist nur ein Teil der Rechnung. Den größten Effekt hat die Kälte selbst. Der ADAC hat Ergebnisse aus Tests nach Green-NCAP-Verfahren ausgewertet: Auf einer 23-Kilometer-Kurzstrecke stieg der Verbrauch bei minus 7 Grad gegenüber plus 23 Grad im Schnitt um 70 Prozent.

Die Spannweite ist enorm. Der BYD Atto 3 kam mit 38 Prozent Mehrverbrauch aus, der Dacia Spring mit 39 Prozent. Der VW ID.5 verbrauchte 107 Prozent mehr. Auf längeren Strecken fällt der Effekt deutlich kleiner aus. Bei 100 Kilometern und 0 statt 20 Grad maß der ADAC beim VW ID.3 30 Prozent Mehrverbrauch, bei Renault Zoe und Peugeot e-208 je 21 Prozent.

Der Grund: Auf Kurzstrecken frisst das Aufheizen von Innenraum und Akku den Großteil der Energie. Ist der Innenraum warm, braucht das Halten der Temperatur deutlich weniger Strom.

Was heißt das für deinen Alltag? Rechne bei Pendelstrecken im Winter mit 20 bis 30 Prozent weniger Reichweite, egal welche Winterreifen dein E-Auto trägt. Bei vielen kurzen Fahrten können es deutlich mehr sein. Ein effizienter Winterreifen holt davon nur einen kleinen Teil zurück.

Die wirksamsten Hebel laut ADAC: Vorheizen, solange das Auto am Netz hängt. In der Garage parken. Sitz- und Lenkradheizung statt voller Innenraumheizung nutzen. Den Akku vor dem Schnellladen vorkonditionieren.

Verschleiß: Drehmoment, Gewicht und Rekuperation

E-Autos stehen im Ruf, Reifen schneller abzunutzen. Michelin nennt einen um rund 20 Prozent höheren Verschleiß, andere Auswertungen sprechen von bis zu 50 Prozent. Eine umfassende, modellübergreifende Studie gibt es bislang nicht. Die Zahlen sind daher eher Richtwerte als Fakten.

Die Ursachen sind klar. Das Drehmoment liegt sofort an, auf kalter, nasser Straße dreht die Antriebsachse schneller durch. Das höhere Gewicht drückt stärker auf die Lauffläche. Starke Rekuperation belastet die Antriebsräder zusätzlich, weil sie auch beim Verzögern Kraft übertragen.

Im Winter verschärft sich das. Weiche Winterlamellen reiben auf trockenem, mildem Asphalt schneller ab. Der ADAC stellte fest, dass rund ein Drittel der Reifen in 185/65 R15 Schwächen bei milden Temperaturen auf trockener Straße zeigt.

Meine Gegenmittel: Im Eco-Modus anfahren, nicht bei jeder Ampel das volle Drehmoment abrufen. Den Luftdruck monatlich prüfen, denn Kälte senkt ihn. Bei Frontantrieb die Räder jede Saison von vorn nach hinten tauschen, sofern keine Mischbereifung montiert ist.

Die ADAC-Grenzwerte gelten auch für Winterreifen am E-Auto. Winterreifen solltest du unter 4 Millimetern Profil ersetzen. Älter als acht Jahre sollten sie nicht sein.

Winterreifenpflicht: Was in Deutschland gilt

In Deutschland gibt es keine feste Winterreifenpflicht nach Datum. Die Regel ist situativ und steht in Paragraf 2 Absatz 3a der StVO. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte darfst du nur mit geeigneten Reifen fahren.

Seit dem 01.10.2024 zählen dafür nur noch Reifen mit Alpine-Symbol, also dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Die Übergangsfrist für reine M+S-Reifen, die vor 2018 hergestellt wurden, ist abgelaufen. Ein Reifen nur mit M+S-Kennung gilt bei Winterwetter nicht mehr als Winterreifen.

Wer gegen die Pflicht verstößt, zahlt laut ADAC 60 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg. Mit Behinderung anderer steigt das Bußgeld auf 80 Euro, mit Gefährdung auf 100 Euro. Bei einem Unfall kann zudem die Versicherung Leistungen kürzen, wenn falsche Reifen den Schaden mitverursacht haben.

Die Faustregel „von O bis O“, also Oktober bis Ostern, ist kein Gesetz. Sie ist aber eine brauchbare Orientierung für den Wechsel.

Allwetter oder Winterreifen beim E-Auto?

Ganzjahresreifen sparen den Wechsel und einen zweiten Felgensatz. Für viele Stadtfahrer klingt das verlockend. Der ADAC-Ganzjahresreifentest vom Juni 2026 in 185/65 R15 dämpft die Erwartung aber deutlich.

Nur ein Reifen von 16 wurde „gut“: der Continental AllSeasonContact 2 mit 2,3. Pirelli Cinturato All Season SF 3 und Michelin CrossClimate 2 kamen auf 2,6. Fünf Reifen waren mangelhaft, viele davon kaum brauchbar auf Schnee und Eis, obwohl sie das Alpine-Symbol tragen.

Der ADAC empfiehlt getrennte Sommer- und Winterreifen bei viel Autobahn, hohen Temperaturen oder schwerer Last. Den letzten Punkt erfüllt praktisch jedes Elektroauto. Das hohe Gewicht und das sofortige Drehmoment sprechen für einen spezialisierten Reifen.

Meine Einschätzung: Allwetterreifen fürs E-Auto lohnen sich nur, wenn du wenig fährst, im Flachland wohnst und bei Schneefall stehen bleiben kannst. Wer pendelt, in Bayern, im Schwarzwald oder im Erzgebirge lebt oder öfter in die Alpen fährt, nimmt echte Winterreifen.

Winterreifen E-Auto: Checkliste vor dem Kauf

Bevor du bestellst, gehe diese Punkte durch. Sie sparen dir Geld und im Zweifel den Ärger mit der Prüforganisation.

  • Größe und Lastindex aus der Zulassungsbescheinigung Teil I übernehmen, nicht von den aktuellen Reifen abschreiben.
  • XL oder HL wählen, wenn das Auto ab Werk damit ausgeliefert wurde.
  • Alpine-Symbol prüfen. Reine M+S-Reifen sind keine Option.
  • EU-Label lesen: Nasshaftung A oder B, Rollwiderstand B oder besser, Geräuschwert möglichst niedrig.
  • DOT-Nummer kontrollieren. Die letzten vier Ziffern zeigen Woche und Jahr der Herstellung.
  • Kleinste zugelassene Felge wählen. 17 statt 19 Zoll spart Geld und bietet mehr Flankenkomfort.
  • Reifendrucksensoren (RDKS) für den zweiten Radsatz einplanen und anlernen lassen.
  • Bei Mischbereifung prüfen, ob es das Modell in beiden Größen gibt.
  • Schneekettentauglichkeit der Winterräder im Handbuch prüfen.

Ein Hinweis zur Felgengröße: Kleinere Felgen sind nur erlaubt, wenn sie in den Papieren oder im CoC-Dokument stehen. Viele E-Autos haben große Bremsen, die eine Mindestgröße vorgeben.

Mein Rat für den Winterreifen am E-Auto

Kauf einen Premium-Reifen, der im ADAC-Test in beiden Größen vorne liegt. Für mich sind das der Continental WinterContact TS 870 und der Michelin Alpin 7. Beide sind in 185/65 R15 und 225/50 R17 „gut“. Das spricht für eine Produktlinie, die über viele Dimensionen funktioniert.

Fährst du einen Fiat 500e oder einen älteren Zoe auf 185/65 R15, ist die Wahl leicht: Continental TS 870 oder Michelin Alpin 7 für rund 80 Euro pro Reifen. Beide bieten die beste Laufleistung im Feld.

Bei allen anderen E-Autos suchst du dieselben Modelle in deiner Seriengröße, mit identischem Lastindex und passender XL- oder HL-Kennung. Bei schweren E-SUVs wie dem Skoda Elroq würde ich gezielt nach HL-Versionen fragen.

Finger weg von Billigreifen ohne Testhistorie. Der Aptany RW211 kostet 61 Euro, fällt aber mit 5,4 durch. Bei einem 2-Tonnen-Auto mit sofortigem Drehmoment ist ein schlechter Nassgrip kein Kompromiss, sondern ein Risiko.

Und die Reichweite? Ein guter Winterreifen am E-Auto kostet dich wenige Prozent. Der Winter selbst kostet dir 20 bis 30 Prozent. Spar lieber durch Vorheizen am Netz als durch einen Reifen mit schwacher Nasshaftung.

Winterreifen E-Auto

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Über den Autor: Amit Ahirrao ist professioneller Präzisionsfahrer und Gründer von AutoColumn. Er schreibt über Elektroautos, Kaufentscheidungen und die Kosten des Alltags mit dem Stromer.

Letzte Aktualisierung: 01.10.2026 · Datenquellen: ADAC Presse: Winterreifentest 2026, ADAC Test 185/65 R15, ADAC Test 225/50 R17, ADAC Ganzjahresreifentest 185/65 R15, ADAC: E-Auto im Winter, ADAC: EU-Reifenlabel, ADAC: Alpine-Symbol-Pflicht, kfz-betrieb: HL-Reifen, Michelin: HL-Reifen, reifenlab.ch: Gewichtung ADAC-Test, Tesla Model 3 Handbuch, reifenlab.de Fahrzeugdaten

Welche Winterreifen E-Auto sind im ADAC-Test 2026 empfehlenswert?

Im ADAC-Winterreifentest 2026 waren Continental WinterContact TS 870 und Michelin Alpin 7 in beiden getesteten Größen gut. In 225/50 R17 schafften zusätzlich Pirelli Cinturato Winter 3 und Goodyear UltraGrip Performance 3 die Note gut. Für Elektroautos sind Reifen sinnvoll, die über mehrere Größen konstant vorne liegen.

Brauchen Elektroautos spezielle Winterreifen?

Spezielle E-Auto-Winterreifen sind nicht vorgeschrieben. Entscheidend ist, dass Größe, Lastindex und Kennung wie XL oder HL mit den Fahrzeugpapieren übereinstimmen. Wegen des hohen Gewichts brauchen viele Elektroautos verstärkte Reifen. Ein Standardreifen mit zu niedrigem Lastindex ist nicht zulässig.

Was bedeutet HL auf einem Reifen?

HL steht für High Load und ist eine Tragfähigkeitsklasse der europäischen Reifenorganisation ETRTO. Ein HL-Reifen trägt bei gleicher Größe und gleichem Luftdruck mehr Last als ein XL-Reifen. Ein Beispiel: Lastindex 98 als XL trägt 750 kg, die HL-Variante mit Index 101 trägt 825 kg.

Wie viel Reichweite verliert ein E-Auto im Winter?

Laut ADAC stieg der Verbrauch auf 23 Kilometern Kurzstrecke bei minus 7 Grad im Schnitt um 70 Prozent. Auf 100 Kilometern bei 0 Grad lag der Mehrverbrauch je nach Modell bei 21 bis 30 Prozent. Vorheizen am Ladekabel reduziert den Verlust deutlich.

Sind M+S-Reifen im Winter noch erlaubt?

Seit dem 1. Oktober 2024 gelten in Deutschland nur noch Reifen mit Alpine-Symbol als Winterreifen. Reine M+S-Reifen sind bei Glatteis, Schnee oder Schneematsch nicht mehr zulässig. Wer dagegen verstößt, zahlt mindestens 60 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg.

Sind Allwetterreifen für ein Elektroauto sinnvoll?

Für Wenigfahrer im Flachland können Allwetterreifen reichen. Im ADAC-Ganzjahresreifentest 2026 in 185/65 R15 war aber nur ein Reifen von 16 gut. Der ADAC rät bei schwerer Last und viel Autobahn zu getrennten Sommer- und Winterreifen, was auf die meisten Elektroautos zutrifft.

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